Rezension

Wieder toll und zum schwärmen

Unendliche Liebe - Monica Murphy

Unendliche Liebe
von Monica Murphy

Bewertet mit 5 Sternen

Cover

Und ein weiteres Cover, das ganz klar zeigt, zu welcher Reihe es gehört. Und wieder darf sich der Betrachter über die tolle Stimmung freuen, die das Licht erzeugt. Ich mag einfach die Cover. Und das, obwohl Menschen drauf sind und meine Vorstellung von Owen und Chelsea in eine andere Richtung gehen.

Handlung

Owen weiß, dass es von allem zu viel ist.
Zu viele Mädchen.
Zu viele Drogen.
Zu viel Alkohol.
Viel zu viele Probleme, die er einfach vergessen will.
Doch egal was er tut, seid seine Mutter sich wieder in sein Leben geschlichen hatte, gab es kaum einen Ort, wo er vor ihr sicher scheint. Immer fordert sie etwas von ihm. Meistens Geld. Owen weiß, dass er sich von ihr manipulieren lässt, aber wissen und etwas dagegen tun ist etwas anderes.
Dann wird ihm Chelsea als letzte Chance zugeteilt. Seine letzte Chance seine Noten zu retten, im Team zu bleiben und nicht auch noch die letzten Menschen in seiner Umgebung zu enttäuschen. Er glaubt nicht daran, bis er in ihre atemberaubenden blauen Augen schaut. Dann weiß er nur noch eines.
Jetzt war er wirklich verloren.

Charaktere

Das Owen seinen eigenen Band bekommt hätte ich nie gedacht. Der Kleine war ein süßer Nebenchara, der Fabel in der Spur hält, manchmal anstrengend war und einfach so etwas an sich hatte, das man ihn in den Arm nehmen wollte. Doch die Zeit bleibt natürlich nicht stehen und so wurde Owen älter. Und die schatten und all den Mist, den man mit ihm zusammen erlebt hatte, haben Schatten auf seiner Seele hinterlassen.
Und genau in dieser Situation ist Owen, als der Leser sich ihm anschließt. Ihm geht es mies wegen allem. Man merkt die Nachwirkungen all dessen, was er und Fabel durch ihre Mutter ertragen mussten. Das hat ihn geprägt. Sehr. Und dabei sie er ein besonderer Charakter in der Reihe, wie ich finde. Er ist stark und schwach zugleich, wenn auch auf ganz andere Art als wir es von Colin kennen.
Auch Chelsea finde ich als Charakter besonders. Oberflächig betrachtet ist sie ein Good-Girl und passt nicht wirklich zu Owen. Doch dann erkennt man, dass auch sie nicht gerade ohne Probleme ist. Sogar ein paar Parallelen zu Owen zu finden sind. Das Einzige was mich an ihr gestört hat, dass sie zwei Mal arg überempfindlich reagiert hatte. Das war selbst in der Situation einfach übertrieben gewesen.

Schreibstil

Wo es in Band 3 geschwächelt hatte, ist die Autorin hier wieder voll dabei und verzauberte mich mit einem lockeren Stil voller Gefühl. Sie schaffte es wieder Charaktere zu zeichnen, die perfekt mit der Geschichte der vorangegangen Bücher harmonieren. Und auch Owen als Charakter, der einfach durch seine Vergangenheit geprägt ist, wurde gut und glaubhaft rübergebracht.
Die Zartheit der Gefühle und die Unsicherheit wie man damit umgehen sollte. Die Angst vor Zurückweisung. All dies hing zwischen Owen und seiner Chelsea, das man einfach mitfiebern musste, wie es ausgeht.
Kurz um, die ganze Stimmung war einfach toll und wurde im Finale noch mal richtig angefacht.

Meinung

Es ist gut das sie dieses Buch geschrieben hat. Denn auch wenn Owen in den anderen Büchern eher eine Nebenrolle an nahm, stimmte es doch, das er in der Geschichte seinen Part erlebt, hat. Und nun herauszufinden, wie dies sein Leben geprägt hatte - denn das musste es - war nicht nur interessant, sondern auch sehr spannend zu lesen. Gleichzeitig bekommt man auch, mit was aus Colin und seinem Mädchen und natürlich Drew und Fabel geworden ist.
Bis auf zwei kleine Aspekte hat mir das Buch auch wieder sehr gut gefallen. Die schwächen von Band drei waren hier vergessen und so freute ich mich, als ich heute sah, das im englischen doch tatsächlich ein fünfter Band erscheint. Na dann lege ich mich mal auf die lauer damit ich ihn in deutsch nicht verpasse.