Buch

Rote Kreuze

von Sasha Filipenko

Die eine kämpft gegen das Vergessen, der andere möchte nichts lieber als das.

Sasha Filipenko ist eine junge, furchtlose Stimme der russischen Literatur.

Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt. Nach und nach erkennen die beiden ineinander das eigene gebrochene Herz wieder und schließen eine unerwartete Freundschaft, einen Pakt gegen das Vergessen.

Rezensionen zu diesem Buch

Erinnerungen

Nach dem Tod seiner Frau braucht Sascha Veränderung, deshalb zieht er in eine neue Wohnung nach Minsk. Er möchte eigentlich nur in Ruhe gelassen werden, doch im Treppenhaus spricht ihn seine neue Nachbarin, eine über 90jährige Frau, an und beginnt, ihm aus ihrem Leben zu erzählen. Zunächst interessiert sich Sascha nicht sonderlich dafür, doch dann merkt er, dass ihn dies von seinem eigenen Kummer ablenkt. Bevor ihre Alzheimer-Erkrankung fortschreitet und sie sich nicht mehr erinnern kann,...

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Grausames Russland

Ich hatte nach dem Lesen der Leseprobe mir ein gänzlich anderes Buch vorgestellt.

"Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt."

Ja, Tatjana ist alt, sehr alt und hat ein furchtbares Leben gehabt. Alexander zieht in die Nachbarwohnung ein. So treffen...

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Eine Geschichte der Angst

Minsk im Jahr 2001: Kaum ist der 30-jährige Alexander in die neue Wohnung eingezogen, da lernt er bereits seine Nachbarin kennen. Die 91-jährige Tatjana Alexejewna ist körperlich zwar ansonsten noch ganz fit, doch ihre Alzheimer-Krankheit raubt ihr mehr und mehr ihre Erinnerungen. Dabei hat sie viel zu erzählen, was nicht in Vergessenheit geraten soll. In der Vergangenheit hat die Seniorin ein Leben voller Schrecken geführt. Sie beschließt, ihre Geschichte ihrem Nachbarn anzuvertrauen, ohne...

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Wunderbare Geschichtsaufarbeitung

„Nach langem Nachdenken über die sowjetischen Lager als ein großes Experiment, eine Art Laboratorium, eine gewaltige mathematische Gleichung, deren Ergebnis der neue Sowjetmensch sein sollte, kam sie zu dem Schluss, dass das alles Humbug war.“

Inhalt

Tatjana Alexejewna ist über 90 Jahre alt, sie leidet an Alzheimer und beschließt ihrem neuen Nachbarn Alexander, den sie im Treppenhaus kennenlernt ihre Lebensgeschichte anzuvertrauen. Nicht etwa, weil dieser besonders interessiert...

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Aufrüttelnd

Dieses kleine Buch hat es in sich. Hier kommt das Grauen auf den Tisch. Kurz bevor die Alzheimer Krankheit das Gedächtnis von Tatjana Alexejewna komplett zerstört, erzählt sie ihrem neuen Nachbarn ihre Geschichte.

Sie hat Mann und Kind im Krieg verloren, was aber eher dem Regime als dem Krieg anzulasten ist. Dies ist eine ganz andere Kriegsgeschichte, die nicht nur den Zweiten Weltkrieg aus russischer Sicht schildert, sondern auch, wie ein Staat lange über den Krieg hinaus, Krieg...

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Dramatische Schicksale - im Gestern und Heute

Dass die Zeit unter Stalin für viele Menschen eine Tragödie war, ist zwar bekannt, aber mehr oder weniger verdrängt bzw. vergessen. Stattdessen wird er in Russland wieder zu einer Kultfigur - der starke Mann, der Erlöser - und die Zahl seiner AnhängerInnen wächst. Gegen dieses Vergessen schreibt Sasha Filipenko an mit seinem Buch 'Rote Kreuze'. Glaubhaft und überzeugend zeigt er am Schicksal der mittlerweile an Alzheimer erkrankten Tatjana, wie völlig Unschuldige während des II. Weltkriegs...

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Stalinistische Säuberungen

Sasha Filipenko schreibt in seinem Roman „Rote Kreuze“ darüber, wie sich die Organisation des Roten Kreuzes während des Zweiten Weltkrieges bemühte, der russischen Regierung Informationen über seine in ganz Europa verstreut in Kriegsgefangenschaft geratenen Soldaten zukommen zu lassen. Und wie die Reaktion von Väterchen Staat darauf hin aussah. 

Dazu setzt der Autor zwei Protagonisten, eine weibliche und eine männliche Figur in Szene. Wobei die weibliche eindeutig die interessantere...

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Rote Kreuze

Meine Meinung und Inhalt

In dem Roman von Filipenko geht es um ein schockierendes Kapitel der russischen Geschichte nämlich wie die Sowjetunion die russischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg im Stiech ließ und sogar ihre Familien als Verräter verfolgte. 

 

"Wir sitzen im Flur. Schweigend. Meine Nachbarin und ich. Die einzige Glühbirne flackert. Eine Zeitlang verharren wir so, wortlos, dann sagt Tatjana Alexejewna unvermittelt: Sie sind ein starker Mensch, Sascha....

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Das russische 20. Jahrhundert

 

Der Weißrussische Schriftsteller Sasha Filipenko konnte mich mit seinem Roman „Rote Kreuze“ begeistern. In seiner Vita steht das er Fußballfan ist, so lässt er seinen Protagonisten Schiedsrichter werden.

 

Es fängt mit dem Schicksal Alexander an, er wird zu einem alleinerziehenden Vater.

Als er in seine neue Wohnung zieht, lernt er seine 90jährige Nachbarin Tatjana Alexejewna kennen, die ihm ihre Geschichte aufzwingt. Sie leidet an Demenz und malt rote Kreuze an...

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Unter Nachbarn

Tatjana Alexejewnas Lebensuhr ist mit ihren über 90 Jahren schon fast abgelaufen und zusätzlich leidet sie zunehmend an einer aufkommenden Demenz. Tatjana hat aber noch ein großes Anliegen, sie will, dass ihre Lebensgeschichte nicht in Vergessenheit gerät. So versucht sie diese ihrem deutlich jüngeren Nachbarn Alexander aufzudrängen, der aber anfangs alles andere als begeistert ist. Tatjana lässt nicht locker und so entwickelt sich die zarte Bande einer Freundschaft zwischen den beiden...

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Schmales Buch, schreckliche Geschichte

Sasha Filipenko erzählt uns die Geschichte von Tatjana:
Inzwischen ist sie 90 Jahre alt und sie hat Krieg und Stalin-Terror miterlebt und überlebt und will nun unbedingt ihre Lebensgeschichte erzählen. Da trifft es sich vorzüglich, dass gerade ein neuer Nachbar einzieht und ob er will oder nicht (er will nicht...), er muss sie sich anhören.

Tatjanas Geschichte ist schrecklich - ein Mann in Kriegsgefangenschaft, von der Tochter getrennt, "Umerziehungsstraflager" und dann noch...

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Gegen das Vergessen

Zum Inhalt: Alexander ist gerade erst in das Haus gezogen als er von einer Nachbarin angesprochen und in ihre Wohnung gebeten wird. Sie ist über neunzig und das Kurzzeitgedächtnis ist mehr als schlecht, aber ihre Geschichte kann sie immer noch erzählen. So kommen die beiden sich näher und haben so etwas wie eine Freundschaft. Meine Meinung: Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten zu erkennen, ob es gerade um die Gegenwart oder...

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Rote Kreuze

~~Die über 90-jährige Russin Tatjana Alexejewna bekommt einen neuen Nachbarn. Schon am ersten Tag zerrt sie ihn in ihre Wohnung und erzählt ihm Stück für Stück ihr ganzes Leben. Vor allem aus der Angst heraus, dass sie durch ihre Alzheimer-Erkrankung bald alles vergessen haben wird.

Dieser Ausgangspunkt ist von Anfang an das für mich unglaubwürdig und aufgesetzt wirkende Rahmengerüst einer Geschichte, die dann hauptsächlich im stalinistischen Russland vom Leben einer Frau erzählt, die...

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Eigenwillige Prosa

In Rote Kreuze kommen im Jahr 2000 in Minsk zwei sehr unterschiedliche Menschen, die aber Nachbarn sind, miteinander ins Gespräch.

Der Anfang zwischen ihnen ist holprig, doch schließlich bindet sie ihre schwierige Vergangenheit miteinander. Um den jungen Alexander gibt es das Geheimnis, dass man anfangs nicht weiß, warum er alleinerziehender Vater eines 3 Monate alten Mädchens ist.

Seine Nachbarin Tatjana Alexejewna ist über 90 Jahre alt und scheut sich nicht, freimütig ihre...

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Habe anderes erwartet…

„Rote Kreuze“ ist ein Roman des weißrussischen Schriftstellers  Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, der auf Russisch schreibt. Es  ist der erste seiner fünf Romane, der auf Deutsch erscheint, und beschreibt die düstere Geschichte Russlands zur Zeit Stalins und des zweiten Weltkrieges - im doppelten Sinne ein Mahnmal gegen das Vergessen: zum einen in gesellschaftlicher Hinsicht, zum anderen vor dem Hintergrund der Alzheimererkrankung von Protagonistin Tatjana Alexejewna.

Zum Inhalt...

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Mahnung gegen das Vergessen

Nach seinem Umzug in die Ukraine lernt Alexander seine neue Nachbarin Tatjana kennen. Sie leidet unter Alzheimer. Um ihre leidvolle Lebensgeschichte und all die Gräuel, die ihr in der Sowjetunion angetan wurden, vor dem Vergessen zu bewahren, erzählt sie Alexander von ihrer Vergangenheit. Dabei kommen erschreckende Tatsachen ans Licht, die den Leser emotional fesseln. Doch obwohl Tatjanas tragische Lebensgeschichte das Potential für einen ergreifenden Roman hätte, schafft es der Autor...

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Ein erschütterndes Stück Geschichte der Sowjetunion

"Aber jetzt, wo in meinem Leben alles vorbei ist ... jetzt denkt sich Gott, dieser von mir erdachte Gott, für mich Alzheimer aus, weil er Angst hat! Er hat Angst, mir in die Augen zu schauen! Er will, dass ich alles vergesse. Alzheimer ist die Zerstörung des Weges zu ihm, und mein Alzheimer ist die stärkste Bestätigung, dass er mich fürchtet." (S. 197)

So die Auffassung der über neunzigjährigen an Alzheimer erkrankten Tatjana. Doch wer hinter diesem Roman die Geschichte einer Frau...

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Verwundete Seelen

Von schwerem Schicksalsschlag getroffen zieht Alexander, genannt auch Sascha, nach Minsk, um neu zu anfangen. Er steht da mit einem Baby in dem Armen, noch wackelig, traurig... Er muss sich erst sammeln, er muss sich erst neu sortieren.
Kurz nach dem er Mietvertrag geschrieben hat, fällt ihm ein rotes Kreuz auf seine Tür auf. Als er, sowohl bewundert, aber auch verärgert, den Kreuz beseitigen wollte, steht die Erklärung dafür hinter ihm: Tatjana Alexejewna, über neunzig und wird immer...

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Niemals vergessen

Eine vom Leben gebeutelte alte Dame hilft dem jungen Vater Alexander nach einem Schicksalsschlag zurück ins Leben zu finden, indem sie ihm von ihrem eigenen schweren, teils grauenhaften Lebensweg berichtet. Mit der Erkenntnis nicht allein von Schrecken gepeinigt zu sein, erscheint die eigene Situation für Alexander in einem neuen Licht. Er bricht die Ketten seiner Gewissensgefangenschaft, erkennt neue Möglichkeiten für sich. Sehr treffend zusammengefasst wird die Erkenntnis bereits auf Seite...

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holprig und zu dünn

Um die Geschichte der 90jährigen Tatjana erzählen zu können, greif der Autor Sasha Filipenko zu einem Stilmittel. Er lässt einen neuen Nachbarn im Haus der alten Dame einziehen und eben jenem berichtet sie dann in einem sehr ausufernden Gespräch von ihrem Leben. Dieser Kunstgriff wirkte aber schon bald sehr gestellt für mich und ich hätte es besser gefunden, einfach ihr Leben als Rückblick zu erzählen, denn der Nachbar, der wie der Autor Sasha heißt, störte für mich den Gesamteindruck, da er...

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Es wird mit jeder Seite besser.... aber nicht gut genug

„Sie denken, da gehe ich nach Hause, tue niemanden etwas zuleide, und dann das: Auf einmal steht da diese wahnsinnige Alte und will mir ihr Schicksal klagen?“

Das soll lt. Buchrücken der Beginn einer wundervollen Freundschaft zwischen zwei ungleichen Personen sein. Leider kann ich das nicht bestätigen. Die entstandene Freundschaft besteht am Ende des Buches, ist aber nur ein Nebenprodukt und steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Dieser liegt auf den bisherigen Erlebnissen von...

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Biographie der Angst gegen das Vergessen

Im Roman "Rote Kreuze" von Sasha Filipenko erzählt die über 90-Jährige Tatjana dem frisch zugezogenen 30-Jährigen Alexander ihre Lebensgeschichte – eine Biographie der Angst. Sie erzählt von ihren Erlebnissen in der ehemaligen Sowjetunion zu Zeiten während des zweiten Weltkriegs und danach. Ihre Erzählungen handeln von der Angst um ihre Familie, von der Angst, als Kriegsverbrecher zu enden, von den Schrecken in den Kinder- und Umerziehungslagern, von den dunkelsten Kapiteln der russischen...

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Ein Stück russische Geschichte

„Rote Kreuze“ ist ein sehr eindringlicher Roman des weißrussischen Schriftstellers Sasha Filipenko.

 

Tatjana Alexejewna ist über 90 Jahre, einsam und vergesslich. Alexander ist jung und zieht neben die alte Dame, die das Bedürfnis hat ihre Lebensgeschichte zu erzählen, bevor zu alles vergisst. Durch ihre Erzählungen erfährt man viel über die russische Geschichte während und nach dem Zweiten Weltkrieg und über Tatjanas Zeit im Straflager. Auch Alexander beginnt über sein Leben...

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Jahre des Terrors

Rote Kreuze - Sasha Filipenko 

 Vor einigen Jahren habe ich Solschenizyns Archipel Gulag schockiert abgebrochen. Streckenweise fühlte ich mich hier wieder daran erinnert. Denn auch in diesem Roman eines jungen weißrussischen Schriftstellers geht es zum großen Teil um die dunkelsten Kapitel russischer Geschichte. 

 Alexander, auch Sascha genannt, zieht mit seiner kleinen Tochter in die Nachbarschaft der über 90jähirgen Tatjana. Diese leidet unter Alzheimer und scheint nur darauf...

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Aufschrei gegen das kollektive gesellschaftliche Vergessen

Der Roman „Rote Kreuze“ von Sasha Filipenko spielt am Ende des Jahres 2000.  Alexander ist einer der beiden Protagonisten, 30 Jahre alt und hat eine wenige Monate alte Tochter. Er ist von Beruf Fußballschiedsrichter und hat gerade eine Wohnung in Minsk neu angemietet. Auf seiner Wohnungstür ist ein gut sichtbares rotes Kreuz aufgemalt. Beim Versuch, die beiden Striche zu entfernen, begegnet er seiner Nachbarin Tatjana, die sich dazu bekennt, das Kreuz angebracht zu haben, damit es sie nach...

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Rote Kreuze

Alexander hat in seinem recht jungen Leben schon mehr Schicksalsschläge erlebt als Andere. Um den Kopf ein wenig zu befreien zieht er nach Minsk und trifft dabei auf eine ganz besondere Nachbarin.

Tatjana Alexejewna ist mittlerweile einundneunzig Jahre alt, hat Alzheimer und bekritzelt die Türen ihrer Nachbarn mit roten Kreuzen - auch die von Alexander. 

Die beiden lernen sich auf besondere Art kennen und erzählen sich, nachdem sie einander vertrauen, ihre jeweilige...

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Wichtig und bewegend: Rote Kreuze

Der stellenweise traurige, dann aber auch wieder tröstende, vor allem jedoch lehrreiche Roman von Sasha Filipenko, "Rote Kreuze", läßt mich positiv beeindruckt zurück und kommt - bei Diogenes nicht sonderlich überraschend - in einem ebenso ansprechenden wie gut zum Buchinhalt passenden Cover daher.                    Die greise und an beginnender Demenz leidende Tatjana Alexejewna bekommt in dem jungen Alexander einen sympathischen neuen Wohnungsnachbarn. Der ist zunächst überhaupt nicht von...

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Rote Kreuze

Tatjana wird in privilegierte Verhältnisse hineingeboren, lebt mit ihrem Vater und Kindermädchen verschiedene Jahre im Ausland und erlernt dadurch verschiedene Fremdsprachen. Dadurch kommt sie an einen Job in einem Ministerium der UdSSR. Sie verliebt sich heiratet und bekommt eine Tochter. Grad als sie denkt das Leben meint es gut mit ihr bricht der 2. Weltkrieg aus und Stalin übernimmt das Zepter über ihr Leben und so vieler anderer. Ihr Mann wird einberufen und gerät in Gefangenschaft. Als...

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Von Roten Kreuzen, Gefangenschaft und der Kraft zum Weitermachen

Alexander ist gerade mit seiner drei Monate alten Tochter in seine neue Wohnung in Minsk gezogen, als er ein rotes Kreuz auf seiner Wohnungstür findet. Als er es entfernen will, wird er von seiner Nachbarin angesprochen, die es dort angebracht hat. Bei Tatjana ist Alzheimer diagnostiziert worden, und sie nutzt die Kreuze, um nach Hause zu finden. Bislang ist vor allem ihr Kurzzeitgedächtnis betroffen, während sie sich noch gut an ihre Vergangenheit erinnert, von der sie Alexander berichtet...

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Sasha Filipenko - Rote Kreuze

Alexander ist noch gar nicht in seine neue Minsker Wohnung eingezogen, als er auch schon die Bekanntschaft mit der scheinbar exzentrischen Nachbarin Tatjana Alexejewna macht, vor der ihn die Maklerin gewarnt hat. Eigentlich möchte er nicht auf einen Plausch zu ihr kommen, doch dann fesselt ihn die Lebensgeschichte der 91-Jährigen, die an Alzheimer erkrankt ist und oftmals heute schon vergessen hat, was gestern geschehen ist. An ihre Vergangenheit kann sie sich jedoch sehr gut erinnern. Den...

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Ein Menschenleben

Mit einer sehr ausdrucksstarken, etwas distanzierten Schreibweise nimmt uns der Autor mit in eine schlimme Zeit.
Sasha Filipenko schafft es auf nur 280 Seiten ein ganzes Leben zu beschreiben. In Kurzen, klaren
Sätzen wird durch die Figur Tatjana das ganze Grauen des Stalinismus deutlich.
Eine spannender und sehr berührender Roman. Dokumentarisch belegt und durch die zitierten Originaldokumente
wird das Grauen noch untermauert. Dokumente an das Rote Kreuz verzweifelte...

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Ein Leben im Russland Stalins

Dieser Roman ist ganz sicher wichtig. Es ist gut, dass er geschrieben und veröffentlicht wurde und er findet hoffentlich viele Leser. Sasha Filipenko, Jahrgang 1984, arbeitet darin die Stalin-Ära auf, vom Umgang mit den eigenen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, über die Säuberungswellen danach bis zu den Nachwirkungen auf die heutige Generation. Er schreibt anhand eines Fallbeispiels über auseinander gerissene Familien, Arbeitslager, Kinderheime, über Terror, Angst und verlorene Leben.
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Gegen das Vergessen und ein Gedenken für die Opfer!

Es gibt einige russische Autoren, die mich durch die schiere Seitenzahlen erschlagen, gut und gerne werde da mehr als 1000 Seiten gefüllt. Nun kommt Sasha Filipenkos Roman „Rote Kreuze“ (im Original: „Krasny Krest“/2017) auf Deutsch im Verlagshaus Diogenes raus und siehe da: Exzellent geht auch auf rund 280 Seiten!

Dieser Roman erzählt die Lebensgeschichte der über 90jährigen Tajana Alexejewna, die an Alzheimer erkrankt ist. Sie erzählt ihre Geschichte dem neunen jungen Nachbarn...

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Kampf gegen das Vergessen

Die neunzigjährige Tatjana leidet an Alzheimer und malt deshalb rote Kreuze an Wohnungstüren in ihrem Wohnhaus, um zurück zu ihrer eigenen Wohnung zu finden. Der junge Alexander, der soeben in diesem Haus eingezogen ist, entfernt ein Kreuz an seiner Wohnungstür, woraufhin ihn Tatjana auf die Bedeutung des Kreuzes für sie hinweist. Doch nicht nur das, sie drängt den jungen Mann, der offensichtlich seine Ruhe will, dazu, mit ihr in ihre Wohnung zu kommen, wo sie sofort anfängt, ihm ihre...

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Ein Teil russischer Zeitgeschichte

Der 30-jährige Alexander hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und zieht, um zu vergessen und Abstand zu gewinnen, mit seiner kleinen Tochter in eine neue Wohnung. Bereits am ersten Tag des Einzuges wird er von seiner an Alzheimer leidenden Nachbarin Tatjana mit deren Lebensgeschichte bedrängt. Zunächst entnervt, dann immer neugieriger, hört er ihr schließlich zu und lernt immer mehr über das Leben der alten Frau.

Rote Kreuze befasst sich mit einem Stück Zeitgeschichte, über...

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Mittelding zwischen Roman und Dokumentation, teils packend, teils hölzern

Ein junger Mann zieht in eine neue Wohnung in einer anderen Stadt (Minsk/ Weißrussland) und trifft dort auf seine 92-jährige Nachbarin Tatjana, die an Alzheimer erkrankt ist. Obwohl er sich sehr abweisend und unhöflich verhält, lässt sie nicht locker, ihm ihre Geschichte zu erzählen, einer Frau, die in der Stalin-Ära alles verloren hat, vor allem ihre Familie.

Das wird teilweise so distanziert und trocken geschildert, dass ich mich streckenweise gelangweilt habe. Erst der Bericht über...

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Jeder hat sein eigenes Kreuz zu tragen …

Minsk / Weißrussland, 2001. Der alleinerziehende Vater Alexander bezieht seine neue Wohnung und schon am ersten Abend lernt er die 90.jährige Nachbarin Tatjana kennen. Erst mit Widerwillen dann mit steigender Neugier, lässt er sich ihre Lebensgeschichte erzählen. Tatjana ist an Alzheimer erkrankt. Sie glaubt, Gott hat ihr Alzheimer geschickt, damit sie ihm später keine unbequemen Fragen mehr stellen kann.

Es geht vor allem um die Zeit des 2. Weltkriegs und den Umgang der russischen...

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Erinnerungen einer Vergessenen

Bas Buch “Rote Kreuze” von Sasha Filipenko werde ich wohl noch eine Weile gedanklich mit mir rumtragen, es ist ein Buch über das man auch nach dem lesen noch nachdenkt und eventuell auch anderweitig noch nachliest.

Es geht hier um ein großes Stück Zeitgeschichte, es geht hier um Menschlichkeit, es geht hier um Dinge, die wir wohl alle nicht vergessen sollten.

Alexander, 30 jährig, zieht in eine neue Wohnung in Minsk, zusammen mit seiner kleinen Tochter. Schon beim Einzug fällt...

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Gegen das Vergessen

Als Alexander kurz nach dem Bezug seiner neuen Wohnung in Minsk ein rotes Kreuz an der Tür findet, glaubt er an Vandalismus. Doch seine Nachbarin, die über neunzig Jahre alte Tatjana erklärt ihm, dass sie unter Alzheimer leidet und die Kreuze gemalt habe, um sich an den Weg zu ihrer eigenen Wohnung zu erinnern. Weil Tatjana den jungen Mann in ihre Wohnung bittet und ihm ein Gespräch aufdrängt, empfindet er sie zunächst als aufdringlich und lästig, dabei hat er dennoch genügend Manieren, um...

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Was nicht vergessen werden darf

Im Zentrum des Buches stehen Originaldokumente, Briefe, deren Empfänger die UdSSR, genauer, das Außenministerium Russlands zu Zeiten des 2. Weltkrieges war. ‚Briefwechsel‘ wäre zu viel gesagt, denn sämtliche Versuche (z.B. vom Internationalen Roten Kreuz), mit Russland in einen Austausch über russische Kriegsgefangene zu treten, wurden von russischer Seite kategorisch abgelehnt. Zum Leidwesen der Gefangenen und ihrer Familien. 

Eine der Leidträgerinnen ist Tatjana, die als...

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Schnörkellos und sehr eindringlich

Ich kannte bisher kein Buch von Sasha Filipenko, aber ich bin mir nun sicher, dass dieses Buch nicht mein letztes Buch von diesem Autor sein wird. Rote Kreuze ist beeindruckend, packend und traurig.
Wer sich auf dieses Buch einlässt, muss die klare und direkte Sprache mögen. Sasha Filipenko schießt phasenweise seine Sätze hinaus. Ohne Schnörkel und hübsche Füllwörter. Geradezu ins Auge des Lesers. Anfangs etwas ungewohnt, aber schon nach kurzer eine wahre (Lese-)Freude für mich. ...

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Monolog einer alten Dame

In Alexanders neuer Wohnung gibt es noch nicht einmal Möbel, da wird er schon von seiner 90jährigen Nachbarin zugequatscht. Tatjana leidet an Demenz und will noch schnell ihre Lebensgeschichte erzählen; bevor sie die vergisst. Sascha ist zunächst genervt, doch bald hat er die alte Dame ins Herz geschlossen.

Filipenkos Roman liest sich wie ein kurzer Abriss der jüngeren russischen Geschichte. Trotz der geschilderten Gräuel und Ungerechtigkeiten liest sich der Roman ganz angenehm,...

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Ließ mich zwiegespalten zurück

Alexander, ein junger Mann bezieht eine neue Wohnung, um seiner Vergangenheit zu entgehen. Seine Nachbarin Tatjana ist über 90 Jahre alt, leidet unter Alzheimer und beginnt ihm ihre Lebens/Leidensgeschichte zu erzählen. Eine Geschichte gegen das Vergessen und die Grausamkeiten in Russland unter Stalin.

Ich bin wirklich zwiegespalten, denn einerseits hat mich die Idee hinter der Geschichte überzeugt, andererseits wurde ich mit dem Schreibstil nicht so richtig warm. Vieles war ziemlich...

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Voller Andeutungen

Das Buch ist voller versteckter und nicht so gut versteckter Andeutungen. Die roten Kreuze sind allgegenwärtig – sie sind der rote Faden und Teil der Kernbotschaft zugleich.

In dem Buch geht es zum einen um den zweiten Weltkrieg. Allerdings nicht so, wie wir es hierzulande massenhaft in unzähligen Bücher lesen können. Das Buch – von einem Russen geschrieben – erzählt die Geschehnisse während des zweiten Weltkriegs aus russischer Perspektive. Das fand ich an diesem Teil des Buches...

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Ergreifend und schonungslos

"Das Glück hat immer eine Vergangenheit (...) und jeder Kummer hat eine Zukunft."

Die 90 jährige Tatjana hat Alzheimer, doch es gibt vieles, das sie nicht vergessen kann und möchte. Ihr Leben ist eng mit den tragischen Geschehnissen des 20. Jahrhunderts in Russland verknüpft. Gegen das Vergessen drängt sie sich mit ihrer "Biographie der Angst" ihrem neuen Nachbarn Alexander auf. Dieser trägt jedoch selber schwer am Leben.

Die Geschichte von der Tatjana erzählt, hat ein...

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Rote Kreuze – Krieg ist unmenschlich, egal wo

Rote Kreuze, von Sasha Filipenko

 

Cover:

Haut mich nicht gerade vom Hocker.

 

Inhalt:

Alexander, ein junger Mann der gerade schreckliches hinter sich hat, zieht in eine neue Wohnung ein.

Die über neunzigjährige Tatjana, seine neue Nachbarin, leidet an beginnender Alzheimer, ihre Lebensgeschichte ist tragisch und umfasst das ganze 20. Jahrhundert der russischen Geschichte mit all seinen Schrecken.

Als sie aufeinander treffen, beginnen...

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rote Kreuze

~~Alexander zieht in eine neue Wohnung. Schon am ersten Tag lernt er seine über 90-jährige Nachbarin Tatjana kennen. Diese leidet an beginnender Demenz und dem zum Trotz erzählt sie dem neuen Hausbewohner ihre Lebensgeschichte. Vielleicht, damit sie nicht in Vergessenheit gerät. Um sie sich selber wieder ins Gedächtnis zu rufen aber auch um einen Menschen in ihrem Umfeld zu haben, der sie kennt.

Die russischen Autoren sind ja eigentlich eher für ihre ausschweifenden wortgewaltigen...

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Faszinierende Geschichte - leider unglücklich mit zweiter Geschichte verknüpft

Man könnte die Ankündigung von "Rote Kreuze", dem ersten Roman des weißrussischen Schriftstellers Sasha Filipenko der auf Deutsch erscheint, als Rundumschlag über die russisch- sowjetische Geschichte verstehen, aber das würde täuschen. Tatjanas Geschichte umfasst zwar tatsächlich das ganze zwanzigste Jahrhundert, Dreh- und Angelpunkt ist aber der Zweite Weltkrieg und der Umgang der Sowjetunion mit ihren eigenen Soldaten, die in Kriegsgefangenschaft geraten sind – ein Thema, über das ich noch...

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Russland und Stalinzeit

Tatjana ist 90 Jahre alt, alleinstehend und leidet an Alzheimer. Das erzählt die Maklerin Alexander bei Übernahme der neuen Wohnung über die direkte Nachbarin. Die Maklerin verspricht ihm noch: „Das ist doch der absolute Jackpot!“ Doch als Leserin dieses Buches zweifelte ich daran, denn Tatjana ist sehr übergriffig, malt sogar ein rotes Kreuz an seine Tür, damit sie wieder nach Hause findet.

Gleich am ersten Tag gelingt es ihr, Alexander in ihre Wohnung zu locken und ihm Teile ihrer...

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Ein Mahnmal gegen das Vergessen

„Ich möchte Ihnen gerne eine unglaubliche Geschichte erzählen. Eigentlich keine Geschichte, sondern eine Biographie der Angst. Ich möchte Ihnen erzählen, wie das Grauen einen Menschen unvermittelt packt und sein ganzes Leben verändert.“ (S. 15)

 

Damit beginnt für den Protagonisten und uns Leser eine Reise zu eine der zahlreichen düsteren Episoden der sowjetischen Geschichte.

Die Ausgangssituation ist, dass Alex, unser alleinerziehender und verwitweter Protagonist, in...

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Was einmal war

Tatjana ist 91 Jahre alt und langsam bekommt sie Alzheimer. Als sie einen neuen Nachbarn bekommt, freundet sie sich mit ihm an und erzählt ihm ihre Geschichte.

Den Schreibstil des Buches fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar ist er leicht zu lesen und man spürt auch die russische Kultur durch die Übersetzung, aber irgendwie kam mir alles leicht abgehackt und distanziert vor. Ich konnt dadurch dennoch mit den Personen mitfühlen und die Geschichte hat mich sehr berührt, aber die...

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Gegen das Vergessen und Verleugnen

Diesen klugen, berührenden, wichtigen und gut recherchierten Roman musste ich erst mal sacken lassen, weil ich am Ende eigentlich aus den Tränen nicht mehr herauskam.

Nie hätte ich nach solch einem witzigen, sehr lebendigen Beginn gedacht, dass er in eine der schwärzesten Abgründe der Stalinzeit führt.

Sascha, Fußballschiedsrichter, zieht aus Russland nach Minsk. Nach dem Tod seiner Frau möchte er mit seiner kleinen Tochter einen Neuanfang wagen. Hier lernt er nun die betagte,...

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Lebenswege

Minsk, Weißrussland. Anfang des Jahrtausends. Ein Mann, dreißig Jahre alt, eine Frau, neunzig Jahre alt. Zwei Schicksale, die von Verlust geprägt sind. Ein Hausflur, ein rotes Kreuz an seiner Tür, das sie angebracht hat, damit sie sich erinnern kann, wo sie wohnt, denn sie hat Alzheimer. Und Redebedarf. Als Tatjana Alexejewna ihren neuen Nachbarn Alexander im Treppenhaus geradezu überfällt, ihn in ihre Wohnung bittet, ist er komplett überfahren. Jede ehrliche Reaktion wäre eine Ausgeburt der...

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Das Buch konnte mich leider nicht erreichen

langeweile

Inhalt übernommen: 

Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt. Nach und nach erkennen die beiden ineinander das eigene gebrochene Herz wieder und schließen eine unerwartete Freundschaft, einen Pakt gegen das Vergessen. 

Meine...

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„Der Staat tut alles…..

… damit die Menschen die Grausamkeiten des Sowjetregimes vergessen, und unsere Aufgabe ist es, das nicht zuzulassen.“

Das sagt Autor Sasha Filipenko in einem Interview, das im Anschluss an seine Geschichte hier im Buch abgedruckt ist. Und allein wegen dieses Interviews mit seinen detaillierten Hintergrundinformationen ist es dieses Buch wert gelesen zu werden.

Über ein dickes rotes Kreuz an der Türe zu seiner neuen Wohnung lernen sich der 30-jährige Alexander, der in Minsk eine...

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Berührende Geschichte von zwei unterschiedlichen Menschen

In "Rote Kreuze" von Sasha Filipenko wird die Geschichte von Tatjana Alexejewna, einer über neunzigjährigen Dame, und Alexander, einem dreißigjährigen Mann aus Minsk erzählt. Neben Tatjana zieht Alexander mit seiner kleinen Tochter ein. Auf dem Gang treffen sie sich das erste Mal. Da ist Alexander gerade dabei ein rotes Kreuz auf seiner Tür zu entfernen. Als Tatjana es sieht, erklärt sie ihm, dass die roten Kreuze ihre Erinnerung sind, wo sie wohnt. Sie leide an Alzheimer. Daraufhin bittet...

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Bewegender und tragischer Roman gegen das Vergessen

"Rote Kreuze" von Sasha Filipenko ist ein faszinierendes - teils bewegendes, teils tragisches - Zeugnis einer realen Zeit und einer fiktiven Freundschaft.

Der Autor selbst sagt: "Ich finde es gut, wenn ein Buch nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch eine Geschichte hat."
Genau dies macht für mich eine Besonderheit dieses Romans aus und gibt eine große Tiefe. Denn es wird nicht nur die zarte Freundschaft zwischen Tatjana und Alexander erzählt. Es werden auch viele...

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Die Geschichte eines Lebens

Neu in seine Wohnung eingezogen, lernt Alexander seine Nachbarin Tatjana kennen. Die 91-jährige drängt den jungen Mann dazu, sich ihre Lebensgeschichte anzuhören. Zunächst auf Abstand bedacht, will Alexander irgendwann wissen, wie Tatjanas Geschichte weitergeht. Und so erfährt er die Geschichte eines Lebens – eine Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten soll.

Die Grundidee des Romans finde ich gut. Wie bei NS-Opfern ist es auch in Tatjanas Fall wichtig, dass nachfolgende...

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Reise in die Vergangenheit

          Rote Kreuze von Sasha Filipenko ist vom Cover ein typisches Diogenes Buch.

Alexander zieht um, seine neue Nachbarin ist Tatjana Alexejewna, eine 91 jährige Russin die an Alzheimer erkrankt ist. Alexander ist beim ersten Zusammentreffen nicht begeistert von der mitteilungsbedürftigen Nachbarin, will er doch nur seine Ruhe für einen Neuanfang in der neuen Stadt haben.
Sie bedrängt ihn quasi zu einem Besuch in ihre Wohnung und beginnt schonungslos ihre Lebensgeschichte zu...

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Das Rote Kreuz

Sasha Filipenko verpackt in seinem Buch "Rote Kreuze" eine schreckliches Kapitel aus der russischen Geschichte. Was will der Autor bezwecken? Er sagt selbst: "Der Staat tut alles, damit die Menschen die Grausamkeiten des Sowjetregimes vergessen, und unsere Aufgabe ist es, das nicht zuzulassen". Er lässt seine Protagonistin Tatjana Alexejewna erzählen, was ihr und ihrer Familie während des 2. Weltkrieges passiert ist und wie die Sowjetunion russische Kriegsgefangene im Stich lies und sogar...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
288 Seiten
ISBN:
9783257071245
Erschienen:
Februar 2020
Verlag:
Diogenes Verlag AG
Übersetzer:
Ruth Altenhofer
8.05556
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.1 (54 Bewertungen)

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