Buch

Der Vogelgott

von Susanne Röckel

Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen. In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen. Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.

Rezensionen zu diesem Buch

Be-greif-en!

Wie ist die Welt? Deine Welt - in der Du lebst? Du skizzierst sie. Du formst und bildest sie. Du kreierst sie - aus Deinem Wissen, Deinen Erfahrungen, Deinen Gedanken, Deinen Emotionen. Gefällt sie Dir so, nicht - finde und variiere Deinen Reflexionspunkt!

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." - Aristoteles.

Susanne Röckel porträtiert in ihrem Roman "Der Vogelgott" die Familie Weyde, bestehend aus Konrad dem Vater und seinen drei Kindern Thedor, Dora und Lorenz. Vier...

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Großartiger Schreibstil; undurchsichtiger Plot!

Klappentext:
"Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen können wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte,...

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Zwischen Wahn und Bedrängnis - im Schatten eines Greifs

Der Vogelgott ist ein sehr beeindruckendes Schauspiel in drei Akten, das an mir nicht spurlos vorbeiging. Susanne Röckel schaffte es mit ihrem Roman wohlverdient auf der Shortlist des deutschen Buchpreises. Kein anderes Buch hatte mich so in den Bann, in die Verwirrung und düstere Obsession hineingezogen wie dieses, aber dazu später mehr. Worum geht's?

Es handelt sich um eine recht düstere Familiengeschichte. Vater Konrad Weyde und seine drei Kinder Theodor, Dora und Lorenz kommen im...

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Spooky, anspruchsvoll, keine Popcorn-Literatur

„Ich hörte ihn sprechen - und hörte hinter dem, was er sagte, etwas anderes. Es war, als redete er mit einer Stimme auf zwei Ebenen, und wie beim Lesen eines Palimpsests wurde mit jedem Wort, das ich entzifferte, ein anderes bruchstückhaft deutlich, das etwas ganz anderes bedeutete.“ (S. 159)

Dieses Zitat beschreibt ganz gut mein Leseerlebnis mit dem Vogelgott. Ich las die grausig gruselige Geschichte von Konrad Weyde und seinen drei Kindern Thedor, Dora und Lorenz und musste an...

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Zu Recht auf der Shortlist 2018

Über eine Leserunde kam ich Kontakt mit dem Vogelgott; ein Buch, das ich wahrscheinlich nie gelesen hätte, wenn es nicht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018 stehen würde. Jetzt habe ich es gelesen und ich bin froh darüber;

...und es steht zu Recht auf der Shortlist.

Susanne Röckel kann unglaublich gut erzählen, ich bin wie in einem Sog in das Buch gezogen worden. Die Sprache wirkt auf mich so, als ob sich E.T.A. Hoffmann und Franz Kafka zum Tee getroffen und zusammen...

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Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit einem fesselnden Prolog über den Hobbyornithologen Konrad Weyde, der auf der Suche nach einem ungewöhnlichem Greifvogel fernab der Zivilisation in einem nicht näher bezeichneten Dorf auf irgendeinem fremden Kontinent landet. Danach folgen Jahrzehnte später die Erzählperspektiven seiner drei Kinder, die alle mit ihren eigenen ganz persönlichen Problemen zu kämpfen haben und jeder auf seine Art und Weise mit der mystischen Figur in Vogelgestalt, die...

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Sprachlich herausragend - abstruser Plot

Der Vater ist Ornithologe und seine drei Kinder kommen auf verschiedene Art und Weise in Berührung mit einem Kult rund um einen Vogelgott.

Während der kleine Bruder eine Zeit in einem afrikanischen Land zu verbringen scheint, beschäftigt sich die Schwester in ihrer Doktorarbeit mit Kunstwerken eines bekannten Malers und der ältere Bruder kämpft um den Erhalt seiner Ehe und Familie…

Alle drei haben Kontakt zu undurchsichtigen Männern und erleben in Traum oder Wirklichkeit...

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Eine unheilvolle, irritierende Geschichte

Der ehrgeizige Hobbyornithologe Konrad Weyde ist einem geheimnisvollen Vogel Greif auf der Spur. Er will ihn jedoch nicht nur beobachten und erforschen, sondern – ganz Mensch – besitzen. Trotz der eindringlichen Warnungen der Einheimischen ist seine Jagd erfolgreich und der mysteriöse Vogel endet als Trophäe präpariert in seiner Sammlung.
Jahre später gerät Weydes jüngster Sohn Thedor während eines Auslandsaufenthalts im Zuge seiner Arbeit bei einem Hilfsprojekt in die Fänge eines...

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Verzerrte Wahrnehmung

Vier Mitglieder einer Familie kommen mit dem Mythos vom Vogelgott in Kontakt und drohen, darüber ihren Verstand zu verlieren.

Und so fragt sich mancheiner: „Wozu sind wir hier? Welche Rolle spielen wir in diesem barbarischen Stück, das von den Vogelmännern ersonnen wurde?“. Die Wesen, halb Mensch, halb Vogel, erscheinen den Protagonisten auf unterschiedliche Weise, in Aufzeichnungen, Visionen, Erinnerungen und beeinflussen ihre Wahrnehmung der Realität.

Das Buch liest sich mit...

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"Schauder der unauflöslichen Ambivalenz"

Von der Autorin Susanne Röckel hatte ich noch nichts gehört. Und so hätte ich wohl kaum zu ihrem neuesten Werk gegriffen, wenn es nicht auf der Nominierungsliste zum Deutschen Buchpreis 2018 gelandet wäre und es sogar auf die shortlist geschafft hätte. Und nun freue ich mich, dass ich wieder eine Entdeckung gemacht habe!

Zur Handlung des Buches: Der Prolog besteht aus einem (fiktiven) Manuskriptauszug. Konrad Weyde, ein Hobbyornithologe, entdeckt in einem düsteren Tal eine unbekannte...

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Ein SchauderGruselroman vom Feinsten

Richtig genial finde ich gruselige Romane, wenn sie nah an der Realität sind; dass die beschriebenen Schrecken eigentlich ganz nachvollziehbare Ursachen haben könnten. Eigentlich .... Denn ein paar kleine Dinge sind da immer, die doch nicht so einfach zu erklären sind. Susanne Röckel gelingt das in diesem Buch hervorragend - und nicht nur das!
Es beginnt mit dem Bericht einer bereits länger zurückliegenden Reise eines Mannes, der unvorhergesehener Weise in einem merkwürdigen Dorf Halt...

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Düster und sprachlich herausragend

In Susanne Röckels Roman geht es um die drei Geschwister Thedor, Dora und Lorenz, die auf verschiedene Weise auf einen Mythos oder Aberglauben um den titelgebenden Vogelgott stoßen.

Die drei Teile des Buchs werden jeweils aus der Perspektive einer der Figuren geschrieben, wobei deutlich wird, dass sie völlig unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vollständig in den Bann des Vogelgott-Mythos geraten und ihr Leben aus den Fugen gerät. Besonders...

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Mythologie, Kult, Wahn?

"Der Vogelgott" ist auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2018. Die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht: was hat es mit dem Vogelgott-Kult auf sich?

Die Sprache von Susanne Röckel ist einfach nur wunderbar. Anschaulich, lebendig, aber trotzdem schnell und flüssig zu lesen. Es passiert eigentlich nicht viel, aber das hat es in sich. Eine düster-schaurige und bedrohliche Grundstimmung beherrscht den gesamten Roman.

Man liest im Prolog den tagebuchartigen Auszug des...

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Düster

Düster
Der Vogelgott von Susanne Röckel 
Dieser Roman wurde zum Buchpreis 2018 nominiert. Er ist anders als die meisten Bücher, die ich in der letzten Zeit dort entdeckt habe. Er ist düster und erinnert fast an schaurige Geschichten von H.P. Lovecraft. Zumindest musste ich beim lesen direkt an die Werke dieses Autors denken, zumindest die Stimmung beim lesen ähnelt dem. Der Schauplatz liegt in der heutigen Zeit.
Konrad Weyde ist Ornithologe, er geht dem mit einer großen...

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Mythologie und Aberglaube.

Der Roman „Der Vogelgott“ von Susanne Röckel landete 2018 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Und dieses Ränking ist verständlich. Trotz seines eigentlich kaum fassbaren Themas liest sich der Roman süffig. So groß ist die Erzählkraft der Autorin, dass man geneigt ist, ihr alles mögliche Abnorme abzunehmen und ein paar Schwächen des Romans bei seiner Einschätzung zu vernachlässigen.

Dass Röckel erzählen kann, spürt man besonders dem Prolog des Romans ab, der...

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Der Vogelgott

Es ist ein düsterer und etwas unheimlicher Roman, den uns die Autorin Susanne Röckel mit dem Buch „Der Vogelgott“ präsentiert. Erzählt wird in vier Teilen die Geschichte der Familie Weyde. Der Vater und seine drei Kinder haben zu unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedliche Art Begegnungen mit dem Vogelgott.

Im Prolog erleben wir den Vater Konrad, der Hobbyornithologe ist. Er hat sich in die Berge begeben, um Wanderfalken aufzuspüren. In dieser unwirklichen Gegend sieht er...

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Moderner Schauerroman

Wow, was für eine Geschichte. Dieses Buch zu beschreiben ist wirklich nicht einfach. Fast wollte ich am Ende wieder von Vorne anfangen, Spuren finden, die mir bei ersten lesen entgangen sind, Zusammenhänge besser begreifen. Doch wie beängstigend nah komme ich mit diesem Verhalten den Personen im Buch? Zu nah. Also halte ich lieber gleich meine Eindrücke fest:

Durch seltsame Zufälle kommen sowohl der ornithologisch interessierte Vater Konrad Weyde in seinen jungen Jahren, der ziellose...

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Die Haut der Zivisilation ist hauchdünn

“Der Vogelgott” ist ein Roman, der Assoziationen weckt, vor allem mit Kafka, aber auch Edgar Allen Poe und H.P. Lovecraft klingen an. Meine Notizen strotzen nur so vor Begriffen wie “befremdlich”, “bösartig” und “bedrohlich”, aber auch “unwiderstehliche Sogwirkung” habe ich mir direkt dreimal notiert. Wenn ich das Buch in nur einem Satz beschreiben müsste, würde ich meine Gedanken wie folgt zusammenfassen:

Susanne Röckel hat mit “Der Vogelgott” einen schwarzromantisch-abgründigen...

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Weitere Infos

Art:
Taschenbuch
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
269 Seiten
ISBN:
9783990272145
Erschienen:
März 2018
Verlag:
Jung und Jung Verlag GmbH
7.44444
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 3.7 (18 Bewertungen)

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