Buch

Menschen neben dem Leben - Ulrich Alexander Boschwitz

Menschen neben dem Leben

von Ulrich Alexander Boschwitz

"Eine wahnsinnig packende Wiederentdeckung." Hildegard Elisabeth Keller, SRF

Nach der spektakulären literarischen Wiederentdeckung von "Der Reisende" erscheint nun auch der erste Roman von Ulrich Alexander Boschwitz zum ersten Mal auf Deutsch. Im Berlin der Zwanzigerjahre porträtiert "Menschen neben dem Leben" jene kleinen Leute, die nach Krieg und Weltwirtschaftskrise rein gar nichts mehr zu lachen haben und dennoch nicht aufhören, das Leben zu feiern.

Leicht haben es die Protagonisten in Ulrich Alexander Boschwitz' Debütroman nicht. Sie sind die wahren Verlierer der Wirtschaftskrise: Kriegsheimkehrer, Bettler, Prostituierte, Verrückte. Doch abends zieht es sie alle in den Fröhlichen Waidmann. Die einen zum Trinken, die anderen zu Musik und Tanz. Sie treibt die Sehnsucht nach ein paar sorglosen Stunden, bevor sich der graue Alltag am nächsten Morgen wieder erhebt. Doch dann tanzt die Frau des blinden Sonnenbergs mit einem Mal mit Grissmann, der sich im Waidmann eine Frau angeln will und den Jähzorn des gehörnten Ehemanns unterschätzt. Und so nimmt das Verhängnis im Fröhlichen Waidmann seinen Lauf, bis sich neue Liebschaften gefunden haben, genügend Bier und Pfefferminzschnaps ausgeschenkt wurde und der nächste Morgen graut. Wie durch ein Brennglas seziert der zu diesem Zeitpunkt gerade mal zweiundzwanzigjährige Autor das Berliner Lumpenproletariat der Zwischenkriegsjahre.

Rezensionen zu diesem Buch

Wie ein Bild von Zille

Im Berlin der Zwanziger Jahre sind die wahren Verlierer der Wirtschaftskrise diejenigen, die durch alle sozialen Netze hindurchfallen: Kriegsheimkehrer, Bettler, Prostituierte, Verrückte. Sie versuchen sich mehr schlecht als recht durch’s Leben zu schlagen. Man kennt sich größtenteils untereinander. So bleibt es nicht aus, dass an einem Abend mehrere Leute mit verschiedenen Ideen ein einziges Ziel ansteuern: den Fröhlichen Waidmann. Zum Trinken, zum Tanzen, zur Musik, um jemand sehnsüchtig...

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Ganz unten

Unlängst sah ich den Stummfilm „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“. Die Idee dazu stammte von Heinrich Zille, der aber starb, bevor er die Chance hatte, die Verfilmung anzugehen. Seine Künstlerkollegen Käthe Kollwitz, Otto Nagel und Hans Baluschek haben ihn dann zu seinen Ehren umgesetzt. 1929 kam er in die Kinos. Lange bevor ich den Film sah, geisterte der Filmtitel hin und wieder durch meinen Kopf und ich fragte mich immer, welche Fahrt Mutter Krause wohl unternahm, um ihr Glück zu finden....

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Tell it like it is ...

… selten kam mir ein Satz wahrer vor als nach Beendigung dieses erstaunlichen Romans, der wohl die Wiederentdeckung des Jahres schlechthin ist. Der auf tragische Weise bei einem Torpedoangriff verstorbene Autor Ulrich Alexander Boschwitz muss bereits in sehr jungen Jahren eine ganz wunderbare Beobachtungsgabe gehabt haben und wird sich zudem einiges an Wissen angelesen haben. Man fühlt sich beim Lesen fast als säße man selbst mit auf der Parkbank mit dem zurückgebliebenen Tönnchen und dem...

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Ein Leben in den Zwanzigern

~~"Walter Schreiber war ein gutmütiger Mensch" so beginnt der erste Satz des, aufgrund seiner jüdischen Herkunft, emigrierten Autors ULRICH ALEXANDER BOSCHWITZ. Er beschreibt sehr detailliert und bildhaft das Leben in Deutschland in den zwanziger Jahren. Nicht alles war einfach, und auch gerade für Männer war es eine harte Zeit. Armut, Kriegsheimkehrer und die Eindrücke der vergangenen Zeit, lassen die Menschen in ein Loch fallen. Aber nicht überall ist das Leben zum Erliegen gekommen. In...

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Die nicht so goldenen Zwanziger

Vor einiger Zeit wurde der Roman „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz wiederentdeckt, den der Autor im Jahr 1938 veröffentlichte. Da mich die Geschichte gepackt hatte, war es klar, dass ich auch dieses Buch lesen wollte. Es wurde 1937 in Schweden veröffentlicht.

Im Berlin des Jahres 1920 ist das Leben nicht ganz einfach. Anhand von verschiedenen Personen erzählt der Autor, wie schwierig das Leben ist. Das sind die Armen, die auf der Straße leben, Kriegsheimkehrer, die unter...

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Überraschend

          Dieser aus der Zeit um 1930 stammende Roman hat mich sehr überrascht. Zum einen gelingt es dem Autor, welcher das Buch 1937 in Schweden veröffentlichte, mit einer großen Genauigkeit Begebenheiten und menschliche Charaktere herauszuarbeiten und sie dem Leser auf eine prägnante aber auch spannende Art und Weise näher zu bringen. Wir lernen zu Anfang einen Gemüsehändler kennen und erfahren einiges über seine wirtschaftliche Lage, aber auch ein wenig übe seine familiären Verhältnisse....

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Eindrückliches Debüt von 1937

Ich war bereits von "Der Reisende" begeistert und wollte daher das andere (erste) Werk des Autors unbedingt lesen. Boschwitz schrieb zwei Bücher, "Menschen neben dem Leben" und "Der Reisende". Sie wurden erst 2018 bzw 2019 auf Deutsch übersetzt, lektoriert und im Klett Cotta Verlag publiziert. "Menschen neben dem Leben" erschien 1937 auf Schwedisch, 1939 auf Englisch, 2019 nun auf Deutch. Boschwitz starb 1942 im Alter von 27 Jahren bei einem deutschen Torpedo-Angriff auf der Überfahrt von...

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Beeindruckendes Zeitdokument

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Den Autor kannte ich bereits vom ersten erschienenen (wieder entdeckten) Buch "Der Reisende". Schon da war ich beeindruckt von der Beobachtungsgabe und der eindrucksvollen Fähigkeit des Autors, Menschen zu beschreiben und die Gesellschaft zu charakterisieren.

"Menschen neben dem Leben" ist das erste Buch des damals noch sehr jungen Autors, auch wenn dies erst nach dem Reisenden erschienen ist. Die Geschichte spielt im Berlin während der Wirtschaftskrise zwischen den...

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aus dem Leben der "kleinen Leute"

~~In den 30er Jahren gab es in Berlin viele Arbeitslose, Kleinkriminelle und Prostituierte, die versuchten zu Überleben. Die Weltwirtschaftskrise und die Schrecken des 1. Weltkrieges sind allgegenwärtig und trifft besonders die Arbeiterklasse. Der Obdachlose Fundholz zieht mit Tönnchen, einem extrem übergewichtigen und immer hungrigen geistig Zurückgebliebenen durch die Straßen und erhofft an mancher Haustür etwas zu bekommen. Wenigstens haben die Beiden eine sichere Unterkunft für die...

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Wirklich eine Entdeckung

Ulrich Alexander Boschwitz hat einen Roman geschrieben über die Menschen, die Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ganz unten angekommen sind. Es geht um Bettler, Arbeitslose, Prostituierte, Zuhälter und Menschen, die ein Trauma vom letzten Krieg davon getragen haben. Wir lernen also die „Goldenen 20er Jahre“ einmal aus einer anderen Perspektive kennen.

Die Bücher des Autors werden als DIE Wiederentdeckung angepriesen. Bei dieser Ankündigung war ich sehr skeptisch. Meine...

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Einblick in das Leben der Unterschicht

In dem Roman „Menschen neben dem Leben“ von Ulrich Alexander Boschwitz geht es um verschiedene Personen, die zur Unterschicht im Berlin der 20er Jahre gehören. Es wird das Leben von Obdachlosen, Blinden, Prostituierten sowie mehreren Arbeitslosen beschrieben, die sich ihr Lebensunterhalt hart verdienen müssen, unter anderem mit Betteln. Andere ziehen den illegalen Weg mittels Einbruch oder Raub in Betracht. Einige haben noch Hoffnung aus ihrer prekären Situation herauszukommen, wieder andere...

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Episoden voller Entbehrungen und Emotionen

Der jung verstorbene Ulrich Alexander Boschwitz skizziert hier anhand mehrerer Charaktere das Bild bestimmter Bevölkerungsschichten aus dem Berlin der Zwischenkriegszeit. Sie alle stehen in gewisser Hinsicht “neben dem Leben” - neben dem der gut situierten oder der über alle Zweifel erhabenen.

In unterschiedlichen Szenen begegnet der Leser Emil Fundholz, der betteln geht um Nahrung und Unterkunft zu haben; Tönnchen, einem leicht zurückgebliebenen Mann, der Fundholz’ Begleiter und von...

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Schön aber nicht tiefgehend genug

Meine Meinung                                   

Dies ist ein Buch, auf das ich sehr gespannt war, da ich “Der Reisende” richtiggehend verschlungen habe. Das vorliegende Buch ist Boschwitz’ erster Roman. Somit lesen wir hier ein Buch eines jüngeren Autoren, mit einem noch anderen Blick auf die Welt.

Es waren die 30er Jahre in Deutschland, die Jahre nach der Weltwirtschaftskrise, nach dem Ersten Großen Krieg und vor dem Zweiten.  Die Industrie erkannte den Wert und die...

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Querschnitt durch das Lumpenproletariat der Wirtschaftskrisenzeit

Nach "Der Reisende" ist nun endlich auch "Menschen neben dem Leben" in Deutschland erschienen. Beide Bücher des deutschen Autoren Ulrich Alexander Boschwitz entstanden bereits in den 1930er Jahren, als Boschwitz sich im Exil befand. So erschienen beide Werke zunächst auch nur im Ausland, bis sie jetzt endlich (wieder) entdeckt wurden und auch in Deutschland veröffentlicht werden.
In "Menschen neben dem Leben" porträtiert Boschwitz verschiedene Menschen des Lumpenproletariats, der...

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Berliner Szenen

Fundholz und Tönncgen. Grissmann, der blinde Sonnenberg und Elsi, seine Frau, der schöne Wilhelm und Minchen Lindner das sind die Hauptdarsteller dieses Romans von Ulrich Alexander Boschwitz. Es sind Menschen vom Rand der Gesellschaft zu Beginn der 30er Jahre. Allesamt haben eine Geschichte und es werden Geschichten aus ihrem Leben zu einem Roman zusammengefasst. Sie leben alle in Berlin und betteln dort, sind arbeitslos oder auf der Suche bach einem grossen Coup um wieder in die...

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Großartig geschrieben

Zum Inhalt: Die Protagonisten haben erwas gemeinsam und zwar dass sie es alle schwer haben in der Wirtschaftskrise. Doch aufgeben ist keine Option. Abends suchen sie ein wenig Ablenkung, tagsüber erleben sie den Alltag und manchen kämpft ums Überleben. Meine Meinung: Ich finde es unfassbar, wie der Autor mit mal gerade mal zweiundzwanzig Jahren ein solch großartiges Buch geschrieben hat. Der Sprachgebrauch ist ungeheuer pointiert und sehr ansprechend. Die Protagonisten werden fein beobachtet...

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Berlin in den Zwanzigern

 

Der Schriftsteller Ulrich Alexander Boschwitz lebte von 1915 bis 1942. Sein erster Roman Der Reisende war schon ein Kunstwerk.

 

„Menschen neben dem Leben“ ist sein Zweiter Roman. Was hätte er noch schreiben können, wenn er nicht so früh sterben musste.

Der Klett-Cotta Verlag hat beide Romane neu aufgelegt.

Der Autor beschreibt in diesem Roma die Unterschicht Berlins. Da sind die Wohnungslosen, die Arbeitslosen und die Prostituierten. Irgendwie muss man...

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Die Armut der 30er Jahre

Anfang der 30er Jahre in Deutschland: Die Goldenen 20er Jahre sind vorbei, die Industrialisierung ist bereits weit fortgeschritten und zeigt sich ihre negativen Auswirkungen: Die Arbeitslosigkeit unter Arbeiter, die mittlerweile von Maschinen ersetzt wurden, ist hoch und damit auch die Armut. Viele leben nur von Tag zu Tag, halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, gehen betteln oder werden kriminell.

In „Neben dem Leben“ begleitet der Leser eine Reihe an Figuren an einem Tag...

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Erstaunlich und lesenswert

REZENSION – Vor einem Jahr überraschte Herausgeber Peter Graf mit der Wiederentdeckung eines vor 80 Jahren in London auf Englisch erstveröffentlichten Romans „Der Reisende“ (1939) des damals erst 24-jährigen Ulrich Alexander Boschwitz (1915-1942). Jetzt folgte die deutsche Erstveröffentlichung seines bereits 1937 in Stockholm auf Schwedisch erschienenen Debüts „Menschen neben dem Leben“. Zwei Jahre zuvor war der damals 20-Jährige – sein jüdischer Vater war 1915 als Soldat im Ersten Weltkrieg...

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Ein trostloser Tag auf den Straßen Berlins

Am Anfang der 30er Jahre gibt es in Berlin viel Not. Maschinen ersetzen Menschen, darum gibt es viele Arbeitslose. Andere leiden unter den Folgen des Großen Kriegs. Männer müssen betteln, Frauen verdienen Geld mit „Gefälligkeiten“.

 

Diese Geschichte beginnt mit einem Gemüsehändler, der einen muffigen Kellerraum als Schlafplatz an zwei Obdachlose vermietet. Abends werden sie eingeschlossen und morgens herausgelassen, sodass die hungrigen Männer sich nicht an Obst und Gemüse des...

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Bedrückende und beschämende Milieustudie

 

1942 torpediert ein deutsches U-Boot das britische Passagierschiff, auf dem sich der 27-jährige Ulrich Alexander Boschwitz befindet. Boschwitz wird dabei getötet. Zwei Romane sind von ihm geblieben und wurden glücklicherweise von Peter Graf herausgegeben. Unfassbar tiefen Eindruck hinterließ bei mir „Der Reisende“. Aber auch das vorliegende Buch, das Boschwitz mit 22 (!) schrieb, ließ mich in seiner Intensität erschauern. Welch ein Autor!

 

„Menschen neben dem Leben“  ...

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Eine sehr schöne Milieustudie

Das Buch, des leider viel zu früh verstorbenen Autors Ulrich Alexander Boschwitz, zeigt eine sehr schöne Milieustudie der kleinen Leute, des sogenannten ‚Lumpenproletariats‘ des Berlins der 1920 er Jahre. Sie alle treffen sich mit ihren unterschiedlichen Hintergründen abends in der Kneipe ‚Fröhlicher Waidmann‘. Hier kochen die Gefühle bei reichlich Alkohol oft hoch. Die liebevoll und ausdrucksstark gezeichneten Protagonisten Grissmann, Tönnchen und Fundholz, machen die Geschichte der...

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Eine präszise Milieustudie Berlins im letzten Jahrhundert

Menschen neben dem Leben ist ein Roman, der bereits vor vielen Jahren geschrieben und veröffentlicht wurde. Im Jahr 1937 kam es in einer schwedischen Übersetzung auf den Markt. Der Autor Ulrich Alexander Boschwitz starb mit 27 Jahren als das Schiff auf dem er von Australien nach Deutschland reisen wollte, von einem deutschen Torpedo getroffen und versenkt wurde. Boschwitz war Jude und seit dem 12.07.2019 gibt es einen Stolperstein vor dem Haus seiner Familie in Berlin-Schmargendorf.

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Menschen neben dem Leben - Zille lässt grüßen....

Nach der literarischen Wiederentdeckung von "Der Reisende" ist nun der erste (und leider auch letzte) Roman des Autors (man lese seine tragische Biografie und erfährt den Grund) auf Deutsch erschienen: "Menschen neben dem Leben" ist ein literarisch stimmungsvoller und in die Tiefe gehender Ausflug ins Berlin der frühen 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts und wurde wiederum vom Verlag Klett-Cotta (HC, gebunden, 2019) herausgegeben.

 

Die Weltwirtschaftskrise (1929) liegt noch...

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Bewegend

Der Roman „Menschen neben dem Leben“ von 1937 lässt den Leser am Überlebenskampf einer Handvoll Personen am untersten Rand der Gesellschaft in der Zeit zwischen den Weltkriegen teilhaben. Allen ist der unverschuldete gesellschaftliche Absturz gemeinsam. So liegen die Ursachen dafür im Bereich der Arbeitslosigkeit, geistiger Behinderung oder Kriegsversehrtheit. Im Zentrum des Geschehens steht die Kneipe „zum fröhlichen Waidmann“, in der unter Alkoholeinfluss ein Konflikt untereinander...

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Milieustudie aus der Nachkriegszeit

Von Ulrich Alexander Boschwitz habe ich bereits sein Buch „Der Reisende“ gelesen und fand es aussergewöhnlich gut. Ulrich Alexander Boschwitz verbinden hier in seinem Debüt verschiedene Biographien zusammen mit eine aussgesprochen gekonnten Schreibstil, der die kleinen Leute der 20er Jahre zu Wort kommen lässt.
Verschiedene Charaktere, alle mitsamt vom Leben enttäuscht, versuchen die Protagonisten zu überleben. Andere sind jahrelang arbeitslos, andere haben ihre Hälfte beim Krieg...

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Eindrucksvoll

Bei „ Menschen neben dem Leben“ von Ulrich Alexander Boschwitz handelt es sich um einen Roman.

 
„Menschen neben dem Leben“ porträtiert kleine Leute in Berlin der zwanziger Jahre, die nach Krieg und Weltwirtschaftskrise rein gar nichts mehr zu lachen haben und trotzdem nicht aufhören, das Leben zu feiern.

In Boschwitz Debütroman haben es die Protagonisten nicht leicht, da sie die wahren Verlierer der Wirtschaftskrise sind. Abends zieht es Kriegsheimkehrer, Bettler,...

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Die Wirtschaftskrise und die Menschen

Die Weltwirtschaftskrise und die Menschen

Dieses Buch ist seit einiger Zeit mal etwas ganz anderes: Die vorgestellten Charaktere sind Menschen, die heute als Randgesellschaft gelten würden - zur dargestellten Zeit aber, dem Berlin der 1920/30-er Jahre, einen Gutteil der Bevölkerung ausmachten. Es ist die Zeit der Weltwirtschaftskrise, jeder muss um das tägliche Überleben kämpfen, so auch die Protagonisten:

Da ist der Bettler Fundholz und sein geistig eingeschränkter...

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Ein kleines Stück großer Literatur

Mit dem 2018 in deutscher Fassung erschienenen „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz hat der Verlag Klett-Cotta einen Autor wiederentdeckt, dessen in den dreißiger Jahren geschriebenen Romane auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Nun also erstmals eine deutsche Ausgabe von „Menschen neben dem Leben“, 1937 in schwedischer und 1939 in englischer Sprache verlegt. Und wie bereits der Vorgänger besticht auch dieses Werk durch einen unverstellten Blick auf das Leben  nach...

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Berlin in den zwanziger Jahren ...

Meine meinung :

Vorweg muss ich erstmals erwähnen , dass es mein erster Roman von diesen Autor ( schon sehr früh verstorben - im Alter von 27 Jahren : sprich : 1942 ! )

Ulrich Alexander Boschwitz gewesen ist !

Jedenfalls lernen die Leser -innen ziemlich viele unterschiedliche Charaktere wie : Kleinkriminelle, Zuhälter, Obdachlose, Prostituierte, Kriegsversehrte und geschäftemacher .

Wir ( die leser ) begleiten diese Protagonisten in ihren Alltag , der all zu oft...

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Leben am Abgrund

Wer verstehen will, wie es dazu kam, dass Millionen Deutsche Anfang der 1930er Jahre den Nationalsozialist_innen folgten und ihnen damit den Weg zur Macht ebneten kommt nicht umhin, sich auch mit der Situation der Arbeitslosen, Obdachlosen und Abgehängten in den letzten Jahren der Weimarer Republik zu beschäftigen. Hierzu gibt es schon viele Untersuchungen, Sachbücher und auch Romane, das Buch "Menschen neben dem Leben" hebt sich von anderen Berichten aber dadurch ab, dass es während dieser...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
303 Seiten
ISBN:
9783608964097
Erschienen:
September 2019
Verlag:
Klett-Cotta
9
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.5 (34 Bewertungen)

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