Alle Rezensionen von wandagreen

Pretties. Pretty - Erkenne dein Gesicht, englische Ausgabe
von Scott Westerfeld

Freiheit, die ich meine.

Tally, unsere Heldin, hat die lang ersehnte Operation zur Verwandlung in „den perfekten Menschen“ endlich erhalten, die jeder bekommt, sobald er 16 ist. Allerdings, ob man will oder nicht. Man hatte sie ihr verwehrt an ihrem 16. Geburtstag, weil … nun, das steht im ersten Band, den ihr zuerst lesen müsst.

Mein Leben als Sonntagskind
von Judith Visser

Schulzeit mit Asperger

Jasmijn ist neunzehn, als man das Aspergersyndrom bei ihr diagnostiziert. Diese Anomalie bestimmte und bestimmt ihr Leben. Eigentlich wollte sie eine Hundeausführeragentur gründen, aber sie kann den Führerschein nicht machen: die vielen Einzelheiten des Verkehrs zu einem einzigen Bild zusammenzufügen, vermag sie nicht.

Das wilde Leben der Cheri Matzner
von Tracy Barone

*kopfschüttel*

Weder der Arbeitstitel „Thanksgiving“ noch der veränderte Titel „Das wilde Leben der Cheri Matzner“ trifft den Inhalt dieses Romans, wobei „Thanksgiving“ wenigstens ein bisschen gepasst hätte. 

Bella Ciao - Raffaella Romagnolo

Bella Ciao
von Raffaella Romagnolo

Große Erzählkraft!

Borgo die Dentro, geographisch zum Piemont gehörend, von Tradition und Sprache eher ligurisches Dorf, sagt die Autorin im Nachspann, ist das Zentrum dieser Erzählung. Von dort entfaltet sich der Roman: vom speziellen Streik der Seidenspinnereiarbeiter Anfang des 20.

Zwei Brüder - Mahir Guven

Zwei Brüder
von Mahir Guven

Eine Art Kafkascher Axt!

„Zwei Brüder“ hat 2018 den Prix Goncourt als bester Debütroman erhalten. Sehr zu Recht, befindet das Feuilleton. Eine Meinung, die ich zunächst ganz und gar nicht teilen mochte.

Historische Reisen - rund um den Globus - Diverse

Historische Reisen - rund um den Globus
von diverse

Mit diesem Hörbuch kommt man herum!

„Früher“ war das Reisen eine Anstrengung. Und eine Herausforderung. Besonders für (alleinreisende) Frauen! Was nicht heißt, dass nicht doch einige Wagemutige auf Abenteuerfahrt gegangen wären! Das sind die Privilegierten unter den Menschen. Reisen ist auch heute noch etwas Besonderes. Darum hört und liest man immer wieder gerne Reiseberichte.

Uglies - Scott Westerfeld

Uglies
von Scott Westerfeld

Mit Skateboards durch die Lüfte!

Uglies, Band Eins aus der Ugliesstory (Reihenfolge: Uglies, Pretties, Specials, Extras, Bogus to Bubbly, Shays Story) ist eine typische Jungmädchengeschichte. Es ist sicher nicht das zu empfehlenden Jugendbuch, dafür hat es zu viele Schwächen:

Meine Königin - Jean-Baptiste Andrea

Meine Königin
von Jean-Baptiste Andrea

Vom Anderssein

Jean-Baptiste Andrea hat Bilder im Kopf. Logisch. Als Filmregisseur. Bilder großer Intensität und Ausdruckskraft entstehen unmittelbar auch beim Leser, während er den ersten Romanversuch des Regisseurs durchliest. Eine Bergwelt, ein Sommer, arme Leute, einfache Leute, ein Sommerhaus, eine bitter-süße Sommerfreundschaft zwischen zwei Sonderlingen.

Die Macht der Affäre - Esther Perel

Die Macht der Affäre
von Esther Perel

Schon interessant …

Esther Perel ist Paartherapeutin, Psychotherapeutin. Im vorliegenden Buch beschäftigt sie sich mit dem Phänomen der sexuellen Untreue. Dabei wird schnell klar, dass sich in der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten viel verändert hat. „Sex, Ehe und Elternschaft gehörten einmal zusammen. Diese Zeiten sind vorbei.

An den Ufern der Seine - Agnès Poirier

An den Ufern der Seine
von Agnès Poirier

Rundum gelungen!

In das vorliegende Buch habe ich mich gleich verliebt! Zeittafel, eine nette kleine Karte von Paris, einige Fotos und ein umfangreiches Personenregister verraten einem, was den Leser erwartet: alles.

Die Farben des Feuers - Pierre Lemaitre

Die Farben des Feuers
von Pierre Lemaitre

Schelmenroman

Madeleine Péricourt, verheiratet mit dem angesehenen Gründer und Besitzer der Péricourtbank ist gerade Witwe geworden. Am Tag der Beerdigung wird sie auch Mutter eines behinderten Sohnes, da ihr Siebenjähriger bei einem Suizidversuch aus einem Fenster springt und auf den Sarg des Toten stürzt. Was für ein Auftakt!

Niemand weiß, dass du hier bist - Nicoletta Giampietro

Niemand weiß, dass du hier bist
von Nicoletta Giampietro

Schon wieder Zweiter Weltkrieg? Ja, aber!

Bei dem Debütroman von Nicoletta Giampietro liegt der Handlungsschwerpunkt in Italien, genauer gesagt in der schönen Stadt Siena und der Handlungszeitpunkt ist zwischen 1943 und 1945 angesiedelt. Schon wieder ein Buch über den Zweiten Weltkrieg, stöhnt man. Die gibt es wie Sand am Meer. Das Thema ist abgegessen.

Durch deine Augen - Peter Hoeg

Durch deine Augen
von Peter Hoeg

Surreal. Genial atmosphärisch. Gruselig.

Der Protagonist und Icherzähler, Peter, verarbeitet gerade seine Scheidung, seine Ex wird durchgängig nur als „Mutter meiner Kinder“ bezeichnet; er hat ein gemeinsames Sorgerecht mit ihr. Trotzdem sind die Kinder bei der Mutter geblieben, was ihm sehr zusetzt. Da wird er angerufen: Sein bester Freund Simon aus Kindheitstagen hat versucht, sich das Leben zu nehmen.

Der Sommer mit Pauline - Ivan Calbérac

Der Sommer mit Pauline
von Ivan Calbérac

Der kleine Nick lässt grüßen. Franzosen mögen so was. Wir auch.

Ivan Calbérac hat in seinem von mir als Jugendroman eingeordneten Roman eine Jugendliebe geschildert, die keine Erfüllung findet und dennoch bittersüß ist, wie es im Alter von Jugendlichen ganz normal ist. „Der Sommer mit Pauline“ ist kein ganzer Sommer. Er entpuppt sich alsbald als kurzer Roadtrip nach Venedig.

Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche - Reni Eddo-Lodge

Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche
von Reni Eddo-Lodge

Strukturelle Diskriminierung zugeben!

Der Titel, den die Autorin aufgrund eines früheren Blogeintrags ihrerseits gewählt hat, will ganz klar provozieren. Denn natürlich will sie genau das: Mit Weißen über Hautfarbe sprechen. Und damit hat sie ja ganz recht. Das muss sie, wenn sie Veränderung will. Wenn wir alle Veränderung wollen.

Dragonbone Chair - Tad Williams

The Dragonbone Chair
von Tad Williams

Drachen und Schwert und das Ende der Welt

Beinahe hätte meine Rezensionsüberschrift gelautet: Langwierig wäre noch geprahlt. Denn Tad Williams beginnt seine „Saga von Osten Ard“ mit ausserordentlich epischer Länge. Sein Buch hat auch im Weiteren Längen um Längen, da muss man schon sehr geübt sein und die Zähne zusammenbeissen und von anderen Leserinnen angetrieben werden, um sie durchzustehen.

Die Glocke im See - Lars Mytting

Die Glocke im See
von Lars Mytting

Ergreifend. Mein Lesehighlight 2019

Lars Mytting ist ein Autor, dessen Namen man sich merken sollte. Möglicherweise ein Anwärter auf den Literaturnobelpreis!

Früh im Jahr habe ich mein Lesehighlight 2019 gefunden. Ich beweifle, dass es sich toppen lässt!

Im einzelnen:

Frohe Botschaft - Walter Wüllenweber

Frohe Botschaft
von Walter Wüllenweber

Reichlich Grund zum Optimismus

Entgegen dem verbreiteten Pessimismus, dass alles immer schlechter würde und früher alles besser war, stellt der Journalist Walter Wüllenweber Fakten: Es stimmt nicht. Wir leben JETZT in der besten Welt aller Zeiten.

Die Mauer - John Lanchester

Die Mauer
von John Lanchester

Eindrücklich. Spannend. Nüchtern-düster: klasse!

Es ist passiert. Man hat, wie fast immer, auf die Wissenschaftler nicht gehört, die vor der Klimaerwärmung gewarnt haben. Der Wasserpegel ist gestiegen, es gibt keinen Strand mehr auf der ganzen Welt, weite Teile von bewohnbarem Land sind weggeschwemmt und unter Wasser.

Frau im Dunkeln - Elena Ferrante

Frau im Dunkeln
von Elena Ferrante

Frühwerk Ferrantes überzeugt nicht: kalt und leidenschaftslos

Leda, eine Professorin für englische Literatur, macht eine Ferienreise an einen kleinen südlichen Ferienort, gemütlich, alleine, mit Büchern, Sonnenlotion, gutem Essen, Wein, genießt Sonne, Sand und Strand und Freizeit. Alsbald macht sich an ihrem Lieblingsort jedoch eine typische italienische Familiensippe breit.

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