Alle Rezensionen von Sursulapitschi

Vivian - Christina Hesselholdt

Vivian
von Christina Hesselholdt

Innovativ

So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Es ist eigen, originell und hat einen ganz speziellen Charme.

Der Halbbart - Charles Lewinsky

Der Halbbart
von Charles Lewinsky

Geschichte live

Eigentlich habe ich mit Mittelalterromanen abgeschlossen, alle Hebammen, Berufsstände, Bauwerke, Minnesang und auch die Tafelrunde hinreichend gelesen. Da kommt so ein Halbbart, setzt sich auf die Longlist des Deutschen Buchpreises und lacht. Da muss man ihn doch lesen, oder?

Der Heimweg - Sebastian Fitzek

Der Heimweg
von Sebastian Fitzek

Absurd bis lächerlich

Dies war mein erster und mein letzter Fitzek. Ich kann nur mutmaßen, was die Fans daran finden. Möglicherweise sind sie beeindruckt von dem unfassbaren Ideenreichtum des Autors. Keine finstere Idee, die er auslässt. Nichts ist zu absurd, um eingebaut zu werden, und dieses Werk ist vermutlich sein Glanzstück.

Was der Fluss erzählt
von Diane Setterfield

Poetisches Spiel zwischen Legende und Kriminalfall

„Es war einmal ein Wirtshaus, das stand friedlich in Radcot, am Ufer der Themse, etwa vierzig Meilen stromabwärts von der Quelle.

Der Todesbruder - Thomas Elbel

Der Todesbruder
von Thomas Elbel

Hochspannung mit Humor

 

Eine neue Mordserie hält Berlin in Atem, bei der Kirchenmänner grausam zugerichtet werden. Viktor von Puppe und sein skurriles Team sind alarmiert. Die Morde sind kunstvoll inszeniert und auf bizarre Weise poetisch. Thomas Elbel verfolgt hier eine wirklich abgefahrene Idee, eigentlich sogar mehrere.

Germanen -

Germanen
von

Abschied von schnäde-räng-täng

Als die Römer frech geworden, zogen sie nach Deutschlands Norden. Und wen trafen sie dort? Die Germanen. Klar doch.

Gar nicht klar! Im Begleitband zur Ausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ wird das Bild der Germanen vom Kopf auf die Füße gestellt. Bis hin zur Frage: ob es ein „Volk, das sich Germanen nannte“ überhaupt je gegeben hat.

 

QualityLand 2.0
von Marc-Uwe Kling

Der Mann zwei Pandas plitsch platsch dreizehn Sand Augen zu bumm

Kurzmeinung: Qualityland 2.0, heiß erwartet, direkt verschlungen, viel gelacht, leider nicht verstanden. Schade… na gut, vielleicht macht es auch nichts.

 

Schon die einleitenden „Allgemeinen Lesebedingungen“ sind zum Schreien komisch. Man ist wieder in Qualityland und direkt begeistert. Dieses Buch setzt genau da an, wo der erste Band aufhörte.

Eines Menschen Flügel - Andreas Eschbach

Eines Menschen Flügel
von Andreas Eschbach

XXL SciFi, die begeistert

Dies ist womöglich der dickste Eschbach ever und eventuell auch der absonderlichste. Mich hat schon lange nicht mehr ein Buch so gefesselt. Man taucht ab und ist tatsächlich in einer anderen Welt, 1264 Seiten lang, die liebevoll und detailreich gestaltet ist und einen immer wieder zum Staunen bringt.

Die Erfindung des Countdowns - Daniel Mellem

Die Erfindung des Countdowns
von Daniel Mellem

Ein Schnupperkurs

Ich hatte bislang noch nie von Hermann Oberth gehört und wundere mich. Der Mann ist weltberühmt, es gibt Briefmarken mit seinem Konterfei und es wurden ihm Denkmäler gesetzt. Gerade wäre sein 125. Geburtstag gewesen, da ist es schön, noch einmal auf ihn aufmerksam zu machen.

Als die Welt stehen blieb -

Als die Welt stehen blieb
von Maja Lunde

Nur ein Tagebuch

Eine Frau. Schriftstellerin. Drei Söhne, ein Mann. Plötzlich: Eine Pandemie. In Maja Lundes Buch „Als die Welt stehen blieb“ beschreibt die bekannte Autorin ihre Erlebnisse in den ersten Tagen des Lockdowns in Norwegen. Offen und ohne sich zu verbergen spricht sie von ihren Ängsten, ihrer Panik, dem Kontrollverlust, den sie erleidet.

Der leuchtend blaue Faden - Anne Tyler

Der leuchtend blaue Faden
von Anne Tyler

Nett

Dies ist die Geschichte einer Familie, oder vielleicht sogar eher die Geschichte eines Hauses, das einst der große Traum des Bauarbeiters Junior Whitshank war, auch wenn das Buch mit den Problemen von Juniors Enkel Denny beginnt.

Infinitum, Die Ewigkeit der Sterne - Christopher Paolini

Infinitum, Die Ewigkeit der Sterne
von Christopher Paolini

Ambitioniert, aber unausgegoren

Natürlich müssen echte Eragon Fans dieses Buch lesen. Und natürlich ist von vornherein klar, dass es absolut gar nichts mit Eragon zu tun hat, ja, dass es noch nicht einmal Fantasy ist. Allerdings erwartet man doch, dass es einen nach wenigen Seiten packt und man dann dieses Buch verschlingt. Nichts davon wird hier eingelöst.

Kalmann - Joachim B. Schmidt

Kalmann
von Joachim B. Schmidt

Island spezial

Bei diesem Buch fragt man sich lange, ist es ein Krimi, eine Milieustudie oder der Schicksalsbericht eines Außenseiters. Dieses Buch ist anders.

Ich an meiner Seite - Birgit Birnbacher

Ich an meiner Seite
von Birgit Birnbacher

Komisch, bissig, berührend und zutiefst bedrückend

Dieses Buch ist vieles gleichzeitig: komisch, bissig, berührend und zutiefst bedrückend.

Zugvögel - Charlotte McConaghy

Zugvögel
von Charlotte McConaghy

Eine Umweltschmonzette

Dieses Buch erstaunt auf ganzer Linie. Es wollte wohl etwas Umweltdystopisches werden, hat aber ziemlich bald den Kurs verlassen und sich verlaufen. Was es letztendlich ist, kann ich gar nicht genau sagen. Auf jeden Fall spart es nicht mit großen Gefühlen.

Was Nina wusste - David Grossman

Was Nina wusste
von David Grossman

Unausgewogen

Wunderbares Thema: Eine Familientragödie, die noch in der dritten Generation Auswirkungen hat. Die 90jährige Vera hat im damaligen Jugoslawien eine Entscheidung getroffen, die ihre Tochter schwer verstört hat. Die wiederum hadert mit der eigenen Mutterrolle. Enkelin Gili möchte es jetzt wissen, befragt die Oma und dreht einen Film darüber. Was ist passiert und was wusste Nina, ihre Mutter?

Herzfaden - Thomas Hettche

Herzfaden
von Thomas Hettche

Raffinierter Tanz zwischen Fantasie und Wirklichkeit

Dies ist eins von den Büchern, die man eigentlich gleich nach dem Beenden noch einmal lesen möchte. Ich weiß nicht, ob ich alles verstanden habe, aber was ich verstanden habe ist weise, zauberhaft, bittersüß und ich glaube, ich könnte noch sehr viel mehr verstehen.

Aus schwarzem Wasser - Anne Freytag

Aus schwarzem Wasser
von Anne Freytag

Absoluter Overkill, ein Buch dreht durch

Die Hälfte dieses Buches hat mich restlos begeistert. Anne Freytag entwirft eine Geschichte, die neu ist, frisch, originell, und die dazu noch wirklich gut erzählt wird. Man weiß zwar nicht genau, womit man es zu tun hat, aber das macht nichts.

Hamster im hinteren Stromgebiet - Joachim Meyerhoff

Hamster im hinteren Stromgebiet
von Joachim Meyerhoff

Unterhaltsam und berührend

Wenn man schon das ein oder andere Buch des Autors gelesen hat, fühlt sich dieses hier ein bisschen an wie Nachhausekommen. Man klappt es auf und ist direkt wieder drin. Da ist er wieder, dieser unnachahmliche Erzählton und auch diese Welt, in die man schon einmal hineinblicken durfte, die zufällig das ereignisreiche Leben des Autors und somit speziell und sehr persönlich ist.

flüchtig - Hubert Achleitner

flüchtig
von Hubert Achleitner

Wenig innovativ

Dieses Buch fängt vielversprechend an. In einem sehr schönen Erzählstil, mit Humor und Raffinesse, erfährt man von Maria, die mit Mitte 50 ihr gesichertes Leben hinter sich gelassen hat und obendrein noch verschwunden ist. Man freut sich auf Originelles und Rätselhaftes und muss dann direkt im zweiten Kapitel die Vollbremsung einlegen.

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