Alle Rezensionen von Fromme Helene

Der Junge, der zu viel fühlte - Lorenz Wagner

Der Junge, der zu viel fühlte
von Lorenz Wagner

Über einen Wissenschaftler, der auch Vater ist

Das Buch schildert den Weg der wissenschaftlichen Erforschung und der Suche nach Behandlungsmethoden von Autismus und erzählt gleichzeitig die Geschichte der Familie Markram und ihres autistischen Sohnes Kai.

Wir von der anderen Seite - Anika Decker

Wir von der anderen Seite
von Anika Decker

Amüsant trotz ernstem Hindergrund

Nach einer Blutvergiftung mit schwerem Verlauf wacht Rahel aus dem Koma wieder auf. Auf dem Weg zurück ins Leben muss sie einiges an Rückschlägen einstecken und verliert doch nie ihren Humor.

Nachtblumen - Carina Bartsch

Nachtblumen
von Carina Bartsch

Wenn Menschen beginnen zu heilen ...

Ein Jugendroman, der sensibel das Wachsen der neunzehnjährigen Jana erzählt, die aufgrund traumatischer Kindheitserlebnisse große Probeme mit Nähe, Vertrauen und dem Gefüh für ihre eigenen Bedürfnisse hat. Sie bekommt die Chance, an einem privaten Ausbildungsprojekt mit Wohngemeinschaft auf Sylt teilzunehmen.

Einer wird sterben - Wiebke Lorenz

Einer wird sterben
von Wiebke Lorenz

reine Zeitverschwendung

Selten hat mich ein Buchkauf so wütend gemacht. Was von Verlag und bekannten Autoren als „wahnsinnig spannender Psychothriller“ angepriesen wird, entpuppt sich als lahme Story um Nachbarschafts-und Beziehungskrisen, die auf den letzten Seiten zu einem unglaubwürdigen Familiendrama mit blutigen Ende aufgeblasen wird.

Kleine Feuer überall
von Celeste Ng

Von den Kosten einer traumhafter Fassaden

Eine Kleinstadt aus einer Hochglanzbroschüre, eine Vorzeigefamilie aus einem Werbejingle, ein Leben, das keine Wünsche offen zu lassen scheint - und doch wird durch die Anreise der alleinerziehenden Mia alles auf den Kopf gestellt. Ein Buch, dass hinter die hübschen Fassaden, der kleinstädtischen Gutbürger schaut und mit einem seichten Flügelschlag alles zum Einsturz bringt.

Mein Ein und Alles - Gabriel Tallent

Mein Ein und Alles
von Gabriel Tallent

Schwer verdaulich und absolut lesenswert

Die Halbwaise Turtle kennt nur das Leben mit ihrem egomanischen Vater in der Abgeschiedenheit der Wälder. Sie hat keine Freunde und ist in der Schule eine Außenseiterin. Die körperlichen und brutalen Übergriffe ihres Vaters und gleichzeitig seine abgöttische Liebe halten sie in einem doppelbödigen Abhängigkeitsverhältnis, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Zwei Königskinder - Sophie Reyer

Zwei Königskinder
von Sophie Reyer

Entwicklungsgeschichte mit pschycholgischer Tiefe

Das Leben der 13jährigen Käthe ist schwierig. Ohne Mutter und mit einem in sich zurückgezogenen Vater fehlen ihr die Orientierungspunkte im Leben. Sie ist eine Außenseiterin, kann in der Schule nicht Fuß fassen, sucht Anschluss bei den falschen Menschen. Als sie Gefühle für die sensible Johanna entwickelt, scheint dies ihr neuer Ankerpunkt zu sein.

Das Antiquariat der Träume
von Lars Simon

Märchen für Erwachsene mit großen Längen

Nach nur zwei Wochen, weiß Johann, dass er die Liebe seine Lebens gefunden hat. Dann macht ein Unglück alles zunichte. Johan vergräbt sich in seinen Schmerz, gibt sein erfolgreiches Leben in Stockholm auf und zieht sich aufs Land zurück.

Dry - Jarrod Shusterman, Neal Shusterman

Dry
von Jarrod Shusterman Neal Shusterman

Ein Blick in die Hölle

Dry lässt mich geschockt und mit trockener Kehle zurück. Fast atemlos habe ich mich durch die Geschichte gefressen und jeder Schluck Wasser, den ich mir zwischendurch gönnte, wurde mit jeder Seite kostbarer.

Wild - Ella Blix

Wild
von Ella Blix

Moral, Strafe, Abenteuer – ein Experiment, das sich lohnt

4 Taten, die das Gesetz brechen - 4 Strafen, die eine Chance sein sollen – 4 Jugendliche, die sich ihrer Strafe stellen und ein Wagnis eingehen.

Hinter mir liegen ein berührendes Abenteuer, eine Auseinandersetzung mit den fantastischen Möglichkeiten der Wissenschaft und den Grenzen von Gesetz und Moral. Und vier Jugendliche, die ich nur ungern zurücklasse. 

Die stummen Wächter von Lockwood Manor - Jane Healey

Die stummen Wächter von Lockwood Manor
von Jane Healey

Großes Potential nicht voll ausgeschöpft

Eine schaurige Kulisse, der herannahende Krieg, verdrängte Kindheitstraumata, ein verschlagener Patriarch und eine Liebe entgegen der gesellschaftlichen Konventionen - mehr als genug Konfliktpotential für einen großartigen Roman. Leider ist es der Autorin nicht gelungen, dies rundum sättigend umzusetzen.

Die englische Hebamme - Julia Gregson

Die englische Hebamme
von Julia Gregson

Starker Frauenroman im befreiten Indien

Kit Smallwood nutzt nach dem Kriegsende die Chance, durch ihren Einsatz beim Aufbau eines Entbindungsheims in Indien ihrer dominaten Mutter zu entkommen. Angekommen in Indien merkt sie rasch, dass ihre britische Herkunft und ihre Ausbildung als Krankenschwester und „fast“-Hebamme nicht überall auf Willkommen und Anerkennung stößt.

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich - Mary E. Garner

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
von Mary E. Garner

Spritziger Auftakt eines innovativen Fantasyspektakels

Von der ersten Seite an, hat mich Hope mit ihrer humorigen Erzählstimme gefangen genommen. Sie fällt auf unter den klassichen Heldinnen der Fantasyreihen, schon allein weil sie nicht mehr süße Siebzehn ist und von einem Helden gerettet werden will. Nichtsdestotrotz ist sie sich der Mängel in ihrem Sozialleben bewusst und kümmert sich liebevoll um ihre demente Mutter.

Project Jane 2 - Lynette Noni

Project Jane 2
von Lynette Noni

Schwächer als Teil I

Im ersten Teil war ich noch so begeister von der Suspense, die mich regelrecht durch das Buch getrieben hat. Doch dies rächt sich in Teil II.

Witchmark
von C. L. Polk

Ich wäre gern länger in Aeland geblieben

Selten war ich so schnell in einer Fantasy-Geschichte. Toller Erzählstil. Wundervolle Atmosphäre. Glaubhafte Charaktere und ein mega-spannender Plot. Fantasy, Polithriller, queere Romanze und Krimi in einem.

Project Jane - Lynette Noni

Project Jane
von Lynette Noni

Pageturner

Gut gemachter SciFi-Jugendthriller. Die Spannung hält von der ersten Seite bis zur letzten. Mit jedem Rätsel, das gelöst wird, tun sich zwei neue auf. Es gibt einige liebenswerte Charaktere, mit denen ich gerne mehr Zeit verbringen will und auch die Prise Romantik ist optimal dosiert. Kleine Schwäche: die Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere und das Infodumping im letzten Drittel.

Vox - Christina Dalcher

Vox
von Christina Dalcher

Moderne Version der Handmaid`s tale

Gute Dystopie, die auf der gleichen Idee eines totalitairen Staates zur Unterdrückung der Frauen basiert wie Margret Atwood`s „The Handmaid`s tale“. Ich habe es trotzdem nicht als abgekupfert empfunden, mehr ein moderne Adaption.

Zusammen ist der schönste Ort - Judith Knigge

Zusammen ist der schönste Ort
von Judith Knigge

abgebrochen

Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen. Die Geschichte ist fad und ohne Spannung. Der Autorin ist es nicht gelungen, vielschichtige Charaktere zu entwerfen und mich an sie zu binden. Die Dialoge sind uninspiriert und blass. Am Ende war ich nur noch genervt von der langatmigen Erzählung. Selten ein Buch gelesen, dass mich so unberührt gelassen hat.

Der Zopf - Laetitia Colombani

Der Zopf
von Laetitia Colombani

Überbewertet

„Sie werden es lieben oder die Nase rümpfen“, waren die Worte der Buchhändlerin. Ich hätte gewanrt sein müssen.... Den am Ende war es dann tatsächlich zum Naserümpfen. Der Hyper für mich nicht nachvollziehbar.

You are (not) safe here - Kyrie McCauley

You are (not) safe here
von Kyrie McCauley

Geht an die Substanz

Jugendthriller, Entwicklunsroman, erste Liebe … Dieser Roman ist ein gelungenes Crossover und gleichzeitig ein toller Beitrag zur Sichbarkeit von häuslicher Gewalt.

Mich beeindruckt der Aufbau der Geschichte, die sich bis auf die letzte Seite zuspitzt. Das Unaussprechbare geiselt die Familie und mit jeder Seite, die frau umblättert, hält sie mehr den Atem an. Suspense Deluxe!

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