Rezension

Brutal und erbarmungslos

Der perfekte Schuss -

Der perfekte Schuss
von Mathias Énard

Bewertet mit 5 Sternen

Erbarmungs- und mitleidlos, kalt und ohne jegliches Gefühl. Mit anderen Worten, ohne Skrupel. So muss man sein, denn nur dann gelingt der perfekte Schuss.

Dieses Buch erzählt aus der Sicht eines Schafschützen, dem jegliche Gefühle abhanden gekommen sind. Er ist 20 Jahre alt und der beste Scharfschütze. Das weiß er. Und das nutzt er auch bedingungslos aus. Er liebt es, Angst und Schrecken zu verbreiten.

Lediglich Myrna, ein 15jähriges Mädchen, dass seine demente Mutter versorgt, fürchtet sich nicht vor ihm. Und dieses Mädchen stellt er unter seinen Schutz und, er will sie unbedingt besitzen.

Man muss schon hart gesotten sein, um sich in den Protagonisten hineinversetzen zu können. Einem Menschen, dessen ganzer Sinn darauf ausgerichtet ist, seine Zielgenauigkeit zu perfektionieren, um wahllos Leben auslöschen zu können. Und so stellte sich bei mir die Frage, was wird aus ihm, wenn der Krieg vorüber ist? Wird er weiterhin morden? Oder wird ihm das unvorhergesehene Ende der Handlung zum Nachdenken bewegen?

Mein Fazit:

Dieser Roman, der die Brutalität des Krieges in all seinen Facetten authentisch beschreibt, ist nichts für Weicheier. Dennoch hat es mich fasziniert, hinter die Stirn eines skrupellosen Kämpfers zu blicken.

5 Sterne und eine Leseempfehlung.