Rezension

Ein Hase dürstet nach Bärenblut

Das Jahr des Hasen - Arto Paasilinna

Das Jahr des Hasen
von Arto Paasilinna

Bewertet mit 3 Sternen

Letztes Jahr habe ich mit Begeisterung das Buch "Die Romantherapie" gelesen und ebendort bin ich auf "Das Jahr des Hasen" gestoßen. Die Kategorie bzw. "Krankheit" unter der das Buch zur Heilung empfohlen wird, ist Midlife-Crisis. Nun habe ich zwar keine Midlife-Crisis, aber das, was über "Das Jahr des Hasen" geschrieben wurde, hat mich sehr neugierig gemacht.
Die Geschichte von Vatanens einjährigem Abenteuer in Begleitung des Hasens liest sich in einem Guss. Langeweile kommt nie auf, wie auch bei den ganzen Dingen, die hier erlebt werden. Da wären zum Beispiel eine achttägige Sauftour, die einen Hangover mit sich bringt, der sich nicht vor Hollywood verstecken muss. Eine wochenlange Bärenjagd, die über die finnischen Grenzen hinausgeht. Der Kampf gegen Waldbrände, diverse kleine Gelegenheitsjobs, die Flucht vor Raketenangriffen. Und vor allem natürlich die Flucht vor seinem Job, seiner furchtbaren Frau, seinen Kollegen und seinem bisherigen Leben.

Das Buch ist zweifellos unterhaltsam, wenn auch ziemlich absurd und abgedreht, das ein oder andere Lachen konnte ich mir entsprechend nicht verkneifen. 
In meinem Lieblingskapitel kämpft Vatanen mit einem Raben. Unfassbar.
Das Ende der Geschichte setzt dem Buch seine skurrile Krone auf.
Ich habe immer nur darauf gewartet, dass Vatanen in einer Gummizelle aufwacht, mit einem Plüschhasen. Ob das passiert?? Lest selbst ;-)
Fazit:
Das Buch hat versprochen, was ich mir erwartet habe. Zumindest zum Teil. Es ist wie bereits erwähnt, wirklich absurd und witzig, aber das reicht mir in diesem Fall nicht. Es ist wieder so ein Fall, bei dem eigentlich nicht viele negative Aspekte hervortreten. Es ist ein Buch für 3 Eselsohren "Kein richtiger Knaller, aber auch nicht sooo schlecht".