Rezension

Ein spannender Thriller

Die Scharfrichter - Gregg Hurwitz

Die Scharfrichter
von Gregg Hurwitz

Bewertet mit 3.5 Sternen

Die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier der sechsjährigen Virginia, genannt Ginny, sind in vollem Gange, als die Nachricht kommt, dass Ginny brutal getötet wurde. Kurz darauf wurde der Täter gefasst und die Kollegen von Andrea Rackley ermöglichten es Tim Rackley, an den Täter heranzukommen und ihn zu töten. Doch Tim will keine Selbstjustiz, er will, dass dem Täter der Prozess gemacht wird. Doch wegen eines Formfehlers wird der freigesprochen. Außerdem sollte Tim das Bauernopfer bei einer etwas aus dem Ruder gelaufenen Verhaftung werden. Er wirft seinen Job hin. Dann tritt ein Mann an ihn heran, der eine Kommission vertritt, die „Fehler“ in der Rechtsprechung korrigieren möchte. Tim lässt sich darauf ein, weil die Regeln vernünftig klingen, doch auch hier läuft etwas mächtig schief und Tim versucht, zu retten, was zu retten ist.

Dieser Thriller liest sich gut und flüssig. Er ist aber auch typisch amerikanisch.

Es ist eine fruchtbare Nachricht, die die Eltern Dray und Tim erhalten. Jeder der beiden geht mit dem Schmerz und der Trauer anders um. Dadurch entfernen sie sich aber auch voneinander. Dray war der Meinung, dass Tim die Chance, den Täter zu töten, leichtfertig weggeben hat. Tim will nach dem missglückten Prozess einen anderen Weg einschlagen, stellt aber fest, dass er damit auch nicht glücklich ist. Er muss untertauchen und bald läuft einiges mächtig schief. Es gibt eine Menge Toter. Daher muss Tim die Kommissionsmitglieder stoppen, die dafür verantwortlich sind. Dafür aber braucht er die Unterstützung der ehemaligen Kollegen, ganz besonders die seines Freunde Bear.

Die Gedankengänge der Personen sind gut und ausführlich dargestellt. Manchmal war mir das sogar zu ausführlich. Trotzdem ist dieser Thriller spannend und das Ende hätte ich so nicht erwartet.

Ich bin gespannt auf weitere Bände mit Tim Rackley.