Rezension

Fehlende Gefühle machen das Buch schwach

Lucy's Song - Björn Ingvaldsen

Lucy's Song
von Bjorn Ingvaldsen

Das Ich hat eine Schwester: Lucy. Benannt nach einem Song sorgt sie für einige Sorgen, aber noch schlimmer ist, dass ihre Mutter sehr krank ist. Es gibt einen Wunsch: Einmal nach Paris fahren und in einem Cabrio sitzen. Wird dieser Wunsch in Erfüllung gehen?

 

Nach “Für Akkie” ist es das nächste Buch, das sich offensichtlich mit der Krebserkrankung eines Menschen beschäftigt und das ich in kürzester Zeit gelesen haben. Auch dieses Buch hat, aufgrund seiner Thematik, meinen Leserrespekt verdient, konnte mich aber auf einigen Seiten nicht mitreißen.

Die Erzählperspektive erhält in dieser Geschichte erst mal keinen Namen. Der Leser weiß nur, dass es ein Kind der kranken Mutter ist. Diese Idee empfand ich als sehr gut, denn so entstand keine größere Bindung zwischen dem Erzähler und dem Leser. Ich konnte mich auf das Setting und die anderen Menschen konzentrieren. Dabei bleibt der Autor auch sehr sachlich in seiner Sprache und hält sich mit Gefühlen seltsam zurück. Der Leser muss viel selbst tun und sich vorstellen, damit das Gefühl der Geschichte zu ihm durchdringt.

Die Idee mit Paris hat mir sehr gut gefallen. Zwar ist die Handlung sehr vorhersehbar, aber das haben Bücher, in denen es um Krankheiten gibt, so an sich.

Das Buch hat mich recht gut unterhalten, konnte mich aber durch die fehlenden Gefühle nicht richtig begeistern.