Rezension

Illegales Flüchtlingsschicksal

Der Heilige des Unmöglichen -

Der Heilige des Unmöglichen
von Arnon Grünberg

Bewertet mit 2 Sternen

Neugierig auf das erste Buch von Arnon Grünberg, der ja in den Niederlanden schon sämtliche Literaturpreise abgeräumt hatte und uns einen Augenblick im Leben von illegal eingewanderten Mexikanern in New York teilhaben lässt, doch irgendwie bleibt ein merkwürdiges Gefühl.

Raffaela versucht in New York ihre beiden Söhne Tito und Paul groß zu ziehen. Sie arbeitet in einem Coffee Shop und hat das Glück hübsch zu sein, was ihr viele Verehrer und Geschenke sowie Trinkgelder einbringt. Tito und Paul lernen täglich 2 Stunden englisch und fahren Abends essen aus. Was nach einem Auftakt für eine rührende Außenseiter oder Happy End Geschichte schreit, ist alles andere als harmlos oder mit Rührung zu betrachten. Die Trostlosigkeit, das nicht Vorankommen, ist so deutlich zu spüren, dass es einem davor graut. Als eine 19 Jährige Kroatin in den Englisch Kurs der beiden Teenager kommt, verlieben sich die beiden und fangen an, der Kroatin aufmerksam zu lauschen, Ihr Kuchen auszugeben und schreiben Ihre Kommentare auf.

Ich weiß nicht, wann Literatur groß ist oder einfach nur Banal und so geht es mir mit diesem Buch. Es zieht einen Runter und ist doch nicht lang genug um ein Roman zu sein. Es ist eine Momentaufnahme eines Monats bei dem sich mir vor lauter Hoffnungslosigkeit der Magen dreht und ich mich eher umbringen würde, als dieses Leben zu führen. Wie sich eine Mutter erniedrigt um zu überleben. Wie Sie ausgenutzt wird, wie sich ein junges Mädchen prostituiert und sich in eine Welt träumt von der sie weit entfernt ist.

Die beiden Pubertären erzählen aus Ihrer Sicht, die zudem daran zweifeln lässt, dass sich da wirklich viel im Hirn entwickeln kann und sind mir zu keinem Zeitpunkt sympathisch. Alle die Ihre Wege kreuzen, sind kaputt und wer will sich in diesem Umfeld entwickeln. Sie träumen von Frauen, von Sex und versuchen Ihre Mutter zu schützen, die Verehrer empfängt um zu überleben.

Ob man jetzt aus den Texten, Bedeutungsschweres erkennen kann, wage ich zu bezweifeln und irgendwie habe ich das alles schon besser gelesen.

Fazit: 2 Sterne da es ein Augenblick interessant war, aber auch sofort wieder vergessen wird. Die Neugier auf mehr dieses Autors ist erloschen.