Rezension

Weinende Wasser

Weinende Wasser
von Karin Brynard

Bewertet mit 4 Sternen

Mit ihrem Debüt „Weinende Wasser“ entführt uns die Autorin Karin Brynard nach Südafrika. Kommissar Beeslaar wurde gerade von Johannisburg in ein ländlicheres Gebiet versetzt. Dort hofft er mit sich selbst ins Reine zu kommen und einem ruhigeren Job nachgehen zu können. Doch nichts kommt so, wie er es erhofft.

Bereits seit einiger Zeit kommt es in der Gegend zu diversen Viehdiebstählen und Farmmorden. Und jetzt werden auch noch auf einer Farm eine alleinstehende Frau namens Freddie Swarts und deren Adoptivtochter ermordet. Beeslaar fragt sich zu Recht, ob es hier einen Zusammenhang zu den anderen Farmmorden gibt oder nicht.

Das Hörbuch wird gelesen von Achim Buch, dem es sehr gut gelingt die Atmosphäre Südafrikas einzufangen und die unterschiedlichen Personen für den Zuhörer ins richtige Licht zu rücken. Auch wenn man sich beim Hören mit den Namen und Begriffen und der damit einhergehenden Sprache Südafrikas etwas schwer tut, so schafft es Achim Buch doch, den Zuhörer in den Bann der Geschichte zu ziehen und sich auf das Leben auf den Farmen in Südafrika einzulassen. Es ist ein nicht einfaches Leben, überschattet von vielen Problemen. Dürre aufgrund von Wassermangel, Rassismus, Neid und politische Ränkespiele und Machtgehabe beherrschen den Alltag.

Beeslaar selbst muss sich in seiner neuen Position erst einmal beweisen und lernen mit neuen Vorgesetzten und Mitarbeitern umzugehen. Auch hier spielt die Thematik schwarz und/oder weiß eine Rolle. Außerdem muss sich Beeslaar immer wieder mit seiner Vergangenheit und einer verlorenen Liebe auseinandersetzen.

„Weinende Wasser“ ist ein gelungenes Debüt, ein Roman über das ländliche Leben in Südafrika, über die politischen und gesellschaftlichen Probleme und auch über die Gerissenheit mancher Menschen und deren Streben nach Macht und Geld ohne Rücksicht auf Verluste.