Rezension

Eine starke Heldin

Coraline - Neil Gaiman

Coraline
von Neil Gaiman

Die Verfilmung von "Coraline" habe ich bereits zwei Mal gesehen und jedes Mal wieder gestaunt, dass dieser Titel bereits ab sechs Jahren freigegeben ist. Zu albtraumhaft. Als ich nun auf der Suche nach einer Lektüre für die diesmonatige Aufgabe der Supernatural-Challenge war, bot sich das literarische Original an. Wieso also nicht?
Gaiman nimmt die jungen Leser mit und entführt sie in eine düstere und geheimnisvolle Welt. Coraline muss sich ganz alleine einer fremden Macht stellen und dabei gegen ihre Angst kämpfen. Dabei stellt sie auch fest, dass nicht alles an ihrem Leben so verkehrt ist, wie sie vielleicht gedacht hat.
Mit diesen Punkten hilft der Autor den Kindern, eigene Ängste zu überwinden. Mehr als einmal muss sich Coraline selbst sagen "Ich habe keine Angst", obwohl sie sich fürchtet. Mich hat dieses Mädchen somit stark beeindruckt. Vor allem die jüngere Leserschaft erhält so ein starkes weibliches Vorbild, an welchem sie sich orientieren können.
Auch die Welt, die Gaiman erschafft, ist eine, die die junge Leserschaft herausfordert. "Coraline" ist düster und gruselig, zumindest für Kinder, würde ich sagen. Mir persönlich hat der Film besser gefallen, aber ich bin für Kinderbücher auch kein Orientierungspunkt. Vor einigen Jahren hätte ich bestimmt noch mehr Freude an der Lektüre gehabt.

Somit ist dieses Buch für Kinder auf jeden Fall eine Empfehlung, für leicht zu verängstigende Gemüter aber vielleicht eher in Begleitung Erwachsener zu lesen.