Rezension

Hervorragender dritter Teil

Brennende Narben - Leo Born

Brennende Narben
von Leo Born

Bewertet mit 5 Sternen

Wie sagt man so schön? „Die Zeit heilt alle Wunden.“ Was passiert, wenn diese immer wieder aufreißen und Narben hinterlassen, die bei jeder Bewegung wie Feuer brennen? Da hilft kein Warten, kein Pflaster, nichts. Ohne die Gewissheit, die als wohltuende Heilsalbe dient, wird es immer so weitergehen.

Mara möchte endgültig mit ihrer Vergangenheit abschließen. Warum musste ihre Mutter sterben? Was ist an diesem Tag passiert? Sie greift nach jedem Strohhalm, der sich ihr anbietet. Sei er noch so kurz. Mit ihrer forschen und direkten Art macht sie sich noch viel weniger Freunde als sie ohnehin schon hat. 

Allerdings verlangt der aktuelle Fall einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit. Eine Edel Prostituierte wurde bestialisch, gerade zu qualvoll hingerichtet. Nicht nur sie musste auf diese Art und Weise sterben. Dies passiert jedem, der auf der Abschussliste eines bestimmten Täters steht. Dieser kennt keine Gnade. Ohne Skrupel, oder schlechtes Gewissen führt er seinen Plan aus. 

Direkt zu Beginn wird klar, die letzten beiden Teile waren im Hinblick auf Gewalt ein Kinderspaziergang. Die Widersacher in diesem Buch sind ein komplett anderes Kaliber. 

Dies wird auch Mara klar, die tatsächlich über die Handlung hinweg Angst und Sorge empfindet. Dazu kommt noch, dass ein alter Bekannter in der Stadt ist und es auf sie abgesehen hat. Sie hetzt also von Schauplatz zu Schauplatz, egal ob privat oder beruflich. 

Jedoch behält Mara die meiste Zeit über einen kühlen Kopf. Besonders überrascht war ich von ihrem Partner, der sich diesmal todesmutig in die Schlacht stürzt, und damit aus dem Schatten seiner Kollegin tritt. 

Das Buch war ein Erlebnis. Der Autor hat die Stimmung perfekt rübergebracht. Die Charaktere kommen genauso rüber, wie sie beschrieben wurden. Die Widersacher strahlen über die ganze Handlung hinweg eine sehr bedrohliche Aura aus, die einem immer wieder eine Gänsehaut beschert. Was die Spannung betrifft, war das Ganze ohnehin eine Punktlandung.