Rezension

Rezension: "Cherish Hope" von Nalini Singh

Cherish Hope - Nalini Singh

Cherish Hope
von Nalini Singh

Bewertet mit 4 Sternen

Autor/in:                           Nalini Singh

Titel:                                   Cherish Hope

Reihe/Band:                     Hard Play, Band 2

Genre:                                Liebesroman

Erscheinungsdatum:      Februar 2020

ISBN:                                  978-3-7363-1072-8

Preis:                                  12,90 € als Paperback

 

Klappentext

Er steht für alles, was sie nicht will – und doch verfällt sie ihm hoffnungslos

Nayna Sharma liebt ihre Familie über alles. Daher hat sie deren Drängen nachgegeben und zugestimmt zu heiraten – einen Mann, den ihre Eltern für sie auswählen. Doch schnell bereut sie ihre Entscheidung, denn jeder Kandidat ist schrecklicher als der zuvor. Und so beschließt sie, ein letztes Mal auszubrechen – und findet sich in den Armen eines Fremden wieder, der mit seinen Küssen und Berührungen Gefühle in ihr auslöst, die sie nie zuvor gespürt hat. Doch als sie ihm gesteht, dass sie nur eine Nacht will, beendet der geheimnisvolle Unbekannte ihr Abenteuer abrupt. Nayna ist verwirrt – und staunt nicht schlecht, als ihr ihre Eltern den nächsten Heiratskandidaten präsentieren. Es ist ausgerechnet der begnadete Küsser, der sie eiskalt abserviert hat …

 

Titel und Coverdesign

„Cherish Hope“ ist der zweite Band der „Hard Play“-Reihe von Nalini Singh und reiht sich sowohl mit dem Titel als auch mit der Covergestaltung nahtlos hinter dem ersten Band „Cherish Love“ ein. Das zweite Wort des Titels ist ausgetauscht worden und die Farbgestaltung wurde von einem hellen blau zu einem hellen rot bzw. rosé gewechselt. Die Kombination aus rosé mit weiß und gold gefällt mir persönlich wahnsinnig gut und somit war dieses Cover für mich ein absoluter Hingucker!

 

Charaktere

Nayna Sharma ist 28 Jahre alt, Single und noch Jungfrau. Vom Charakter her scheint sie ziemlich unsicher und zurückhaltend zu sein, was zunächst allerdings auf ihre Kultur; sie entstammt einer indischen Familie – zurückzuführen ist. Sie hat studiert und arbeitet als Finanzexpertin in einer kleinen Firma. Von ihrer Familie ist sie immer sehr behütet worden, seit ihre große Schwester Madhouri durchgebrannt ist, aber je älter sie wird, umso mehr verspürt sie einen großen Drang nach Freiheit und Abenteuer. Durch ihre traditionell indische Erziehung bedeutet eine Ehe mit Haushalt und Kindern für Nayna mittlerweile eine Art Gefängnis.

Raj Sen ist der mysteriöse fremde Kerl, mit dem Nayna, auf der Suche nach einem Abenteuer, heiß rumgeknutscht hat. Er wurde als Kind adoptiert und hat keine Ahnung, woher er eigentlich kommt. Für ihn sind Traditionen das Wichtigste im Leben und so wünscht er sich nichts mehr als eine Ehefrau und Kinder. Er ist eher ein stiller ernster Typ, der gleichzeitig aber auch überaus stur ist. Auch wenn Nayna absolut nicht seinem ‚Beuteschema‘ entspricht, ist er doch fasziniert von ihr und gibt sich größte Mühe sie zu umwerben.

 

Schreibstil und Handlung

„Cherish Hope“ konnte mich, wie bereits andere Bücher der Autorin, mit seinem wundervoll lockeren und flüssigen Schreibstil für sich gewinnen. Als einziges Manko muss ich angeben, dass mir die Erzählperspektive in der dritten Person nicht so gut gefallen hat. Manchmal war für mich leider nicht deutlich genug, aus welcher Sicht gerade erzählt wird und das wiederum hat mich zunächst leicht verwirrt.

Sehr gut gefallen haben mir die verschiedenen Kapitelüberschriften, die einen größtenteils schon zum Lachen gebracht haben, bevor man überhaupt konkret wusste, worum es im entsprechenden Part ging.

Der Beginn der Story war auf jeden Fall mal etwas ganz anderes, als man vielleicht sonst gewohnt ist – auf seine eigene Art war es äußerst spannend und innovativ. Besonders interessant fand ich den Einblick in die indische Kultur, den die Geschichte liefert. Dadurch konnte man selbst auch ein sehr gutes Gespür für Bräuche und Traditionen entwickeln und deren Wichtigkeit in der Gesellschaft nachvollziehen. Ein wenig gewundert hat mich allerdings, warum anscheinend sehr viele Inder in Neuseeland leben; allerdings liegt das wahrscheinlich an der sehr jungen Bevölkerung und das Neuseeland generell ein sehr attraktives Land für viele ist.

Je länger die Geschichte andauerte, umso häufiger wiederholten sich gewisse Handlungsstränge. Vor allem wenn man betrachtet, wie viel Mühe sich Raj mit Nayna gibt und sie trotzdem nicht in der Lage ist, sich auf ihn einzulassen, sondern ihn immer wieder auf Abstand hält. Das ergab leider ein ziemliches Hin und Her. Außerdem gab es einige Szenen zwischen den beiden, die für mich nicht realistisch genug dargestellt waren.

Auch das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen, denn für meine Begriffe gab es viel zu viele wichtige Ereignisse auf einmal – insgesamt sehr viel Drama. Da muss ich allerdings direkt noch einwerfen: Für mich ist das Bollywood-Genre generell geprägt von Übertreibung. Dementsprechend werte ich diese Geschehnisse für mich so, dass sie ein sehr authentisches Abbild der indischen Kultur lieferten.

 

Fazit

In dieser Geschichte gab es eine sehr bunte Mischung an interessanten, lustigen, aber auch schwierigen Momenten. Insgesamt konnte mich das Buch definitiv überzeugen und ich hatte sehr viel Spaß mit Nayna und Raj. Da ich den ersten Teil der Reihe vorher noch nicht gelesen hatte, habe ich mir fest vorgenommen, das bald nachzuholen.

 

Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen