Rezension

Ich kann dieses Buch empfehlen und das nicht nur für History-Fans. "Die Gewürzhändlerin" liegt schon bei mir zu Hause.

Die Eifelgräfin - Petra Schier

Die Eifelgräfin
von Petra Schier

Ein leichter und flüssiger Schreibstil begrüßt mich in diesem Buch. Erzählt wird eine Liebesgeschichte in den Wirren des Mittelalters. Eine Zusammenfassung erspar ich mir hier, denn das Buch soll ja auch von anderen gelesen werden, nicht war?
Auch wenn man denkt, wieso, es ist doch ein historischer Roman, wieso denn Liebesgeschichte, sollte man die deteilreichen Fakten nicht vergessen. Ja Petra Schier erzählt eine Liebe im Mittelalter mit all seinen damaligen Problemen. Die Stellung der Frau, die geplanten Hochzeiten, die Gewalt an Frauen, freie und nicht freie Sklaven, den Einstellungen und das Leben im Mittelalter.
Die Autorin hat einen interessanten Schreibstil, auch wenn er am Anfang des Buches noch etwas versteckt bleibt. Das ist etwas schade, weil der Prolog gelungen ist, sich danach allerdings ein paar Seiten lang die Spannung löst. Worauf wird es hinauslaufen, was hat das alles miteinander zu tun? Es tauchen viele Fragen auf, die dann zum Glück auch geklärt werden. Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut und dann, ja dann mag man doch immer weiter lesen. Das ist die einzige Kritik, die ich habe. Die Autorin hat nichts zu verstecken und hätte dies auch gerne am Anfang zeigen können.
Die Handlung ist toll. Eine Liebesgeschichte die nicht sein darf, eine zu Enge Beziehung zu seiner Magd, das Wunder der Reliquie. Das alles und die toll gezeichneten Figuren, haben mich begeistert und in seinen Bann gezogen. Ich mag jede einzelne, weil sie alle was eigen haben. Egal ob gut oder schlecht. Es macht Spaß mit ihnen zu reisen und sie kennenzulernen. Ihre Geschichte zu erfahren und zu erleben, was sie erleben. Ich möchte nicht zuviel verraten, denn das Buch lohnt sich zu lesen.
Die Mystik um das Kreuz begeisert mich sehr. Die Entwicklung und die Nachforschungen um diese Reliquie kommen spannend rüber. Was ist damit, woher stammt es, wer war sein Träger, wieso leuchtet und summt es?Allerdings würde ich das Wort Bruderschaft nicht in den Mund nehmen. denn war es überhaupt eine, als sie sich damals diese Versrechen gaben? Ein wenig zu hoch gegriffen, denn es wird nie richtig geklärt. Und wenn es eine Bruderschaft wäre, dann fehlen hier dazu eindeutig Informationen.
Die heftigen Annäherungen zwischen Elisabeth und Johann, die sich immer mehr aufbauen, die Zwistigkeiten, das ist pure Lesefreude. Das hat mir doch immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Heftig, kurz und voller Leidenschaft ziehen sich diese hier durch das Buch. Ja, das hat mir sehr gut gefallen.
Zum Schluß der Epilog des Martin Wied fande ich eine sehr gute Überleitung zum Folgeroman. Ich denke, da dürfen wir einiges erwarten und es freut mich, alle wieder zu lesen.
Auch zum Cover noch ein Wort. Das Buch läd ein, es in die Hand zu nehmen. Es ist freundlich gestaltet und farblich Klasse.