Rezension

Interessante Mischung aus Mythologie und Fantasy

Schwarze Tränen - Thomas Finn

Schwarze Tränen
von Thomas Finn

Bewertet mit 4.5 Sternen

Ein sprechender Pudel mit Namen Mephisto, der sich als der Teufel persönlich vorstellt? Ein Froschregen mitten über Stauffen? Was ist hier los?
Das fragt sich Lukas Faust zu Recht. Als Nachfahre des berühmten Doktor Faust steckt er ziemlich schnell in Schwierigkeiten, dabei hat er als Strassenillusionist und kleiner Taschendieb gerade schon genug Probleme.
Dieser Teufelspudel bietet ihm seine Hilfe an, denn Lukas hat eine der drei Teufelstränen gefunden. Wer alle drei dieser Tränen besitzt, wird den Untergang der Menschheit heraufbeschwören. Das gilt es um jeden Preis zu verhindern.

Meine Meinung

Ich gestehe, Goethes Faust habe ich nie gelesen oder gesehen, nur davon gehört. Also so ziemliches Neuland für mich. Hier geht es aber erstmal um seinen Nachfahren Lukas, das Ganze spielt in unsere Zeit in Deutschland.
Zu Anfang fand ich es ziemlich verwirrend, alles ging mir zu schnell und ich konnte kaum folgen. Trotzdem hat es mich fasziniert von Hexen und Zauberern zu lesen. Hatte ich mich erst einmal eingelesen, konnte ich es kaum beiseite legen. Ziemlich rasant geht es voran, dabei erfährt man zum Glück auch einiges vom alten Faust, was mir das weitere Folgen können zumindest erleichterte.
Ich finde der Autor hat hier sehr ideenreich altes aus Goethes Faust gut kombiniert mit den Ereignissen von heute, sodass es wirklich interessant und packend ist. Durch gute Recherche hat Thomas Finn keine Fragen offen gelassen.
Die verschiedenen Personen und Gestalten werden sehr bildhaft beschrieben, sodass mein Kopfkino gut zu tun hatte.

Insgesamt finde ich es eine gelungene Mischung aus Fantasy und Mythologie, auch wenn dies ziemlich abgehoben ist, aber so ist Fantasy ja nun mal.

Unterm Strich

4,5 Sterne für viel Fantasy, untermauert mit einigen Lachern und Ironie. Das war ein teuflischer Spaß.