Rezension

spannend & mitreißen- aber zu viele Handlungsstränge

Ein ganz neues Leben - Jojo Moyes

Ein ganz neues Leben
von Jojo Moyes

"Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Du hast mein Leben verändert." Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, dass Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verloren hat, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen - Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt und sich eine Verbindung auftut, von der niemand etwas geahnt hat.

Inhaltsangabe:
Mittlerweile sind 18 Monate vergangen, seit Will Traynor freiwillig in der Schweiz aus dem Leben schied. Lou ist seit diesem Zeitpunkt neben ihren Selbstzweifeln voller Trauer und Schmerz, da sie den jungen Mann unter keinen Umständen von seinem tragischen Plan abhalten konnte. Um ihren inneren Zwiespalt kurzzeitig auszuschalten, konsumiert sie in rauen Mengen Alkohol und stürzt sich in waghalsige Kletteraktionen auf dem Hausdach ihres neuen Apartments in London, welches sie von Will's Erbe gekauft hat. Zwischenzeitlich hat Louisa Clark wieder einen neuen Job in einer Bar am Flughafen angenommen, bei dem sie alles andere als glücklich ist. Als sie sich nach einem stressigen Arbeitstag wieder betrunken auf das Dach ihrer Wohnung zurückziehen will, hört sie aus der Dunkelheit plötzlich eine warnende Stimme. Dabei erschrickt sie so sehr, dass Lou ihr Gleichgewicht verliert, mehrere Etagen tiefer fällt und sich dabei schwer verletzt.
Ihre besorgten Eltern gehen von einem missglückten Suizidversuch aus und melden sie daher bei einer Trauergruppe an, um mit dem Verlust von Will besser klar zu kommen. Nach anfänglichem Zögern schließt sich Louisa doch der Selbsthilfegruppe an. Bei dieser Gelegenheit erzählt sie, dass es nur durch diese mysteriöse Stimme zu diesem furchtbaren Unfall kam.
Eines abends klingelt es an Louisa Clark`s Wohnungstüre und eine fremde Person, die Will verblüffend ähnlich sieht steht vor ihr. Die Unbekannte hat ihr etwas sehr wichtiges mitzuteilen, was sowohl Fluch als auch Segen für Lou und Will Traynors Familie sein wird.
Wer ist diese fremde Person, und was hat sie Lou so wichtiges mitzuteilen?

Eigene Meinung:
Nachdem ich von dem Hörbuch "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes so begeistert war, habe ich mir umgehend den zweiten Teil gekauft. Ich wollte wissen wie die Geschichte um Louisa Clark weitergeht und habe mich erneut für eine inszenierte Lesung entschieden. Die Synchronsprecherin Louise Helm ist mit ihrer ruhigen und melancholischen Stimme perfekt besetzt, da sie die traurige Situation aus dem ersten Hörbuch nahtlos überfließen lässt.
Zu Beginn hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen, da die Autorin dem Zuhörer die neue Lebenssituationen der einzelnen Protagonisten nach Will's Tod schildert und somit sämtliche offene Fragen geklärt sind.
Im Laufe des Geschehens gibt Jojo Moyes fast jeder Person einen eigenen Handlungsstrang, was für mich zu viel des Guten war. Die Autorin hat dadurch die Haupthandlung etwas beiseite gestellt. Für mich waren zu viele Elemente eingebaut, die zwar durchwegs spannend, mitreißend und sehr einfühlsam waren, aber als Gesamtpaket nicht ganz der Realität entsprachen.
Die Autorin hat es sich auch teilweise durch die vielen Handlungsstränge einfach gemacht immer wieder neue Situationen zu rekunstruieren um den Zuhörer bei Laune zu halten.
Alles in allem hat mir das Hörbuch trotzdem sehr gut gefallen, es war spannend und mitreißend, dennoch etwas zu theadralisch daher gibt es einen Punkt Abzug, trotzdem bin ich neugierig wie es weitergeht. Teil 3 erscheint im Januar. 
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen