Rezension

Viel besser als der erste Teil!

Der dunkle Turm 2. Drei - Stephen King

Der dunkle Turm 2. Drei
von Stephen King

Bewertet mit 4.5 Sternen

Nachdem Roland den Mann in Schwarz getroffen hat und mit ihm gesprochen hat, sitzt er nun am Westlichen Meer. Dort entdeckt er auf einmal eine Tür, die mitten in der Landschaft steht. Eine Tür in unsere Welt, durch die er seine Mitspieler sehen kann.

Das Cover ist typisch für die Reihe und ich mag diesen Metallic-Look sehr gerne. Obwohl man das Bild dadurch nicht so gut erkennen kann. Aber es hat auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.
Sehr gut hat mir am Anfang die kurze Zusammenfassung von Schwarz gefallen, wobei wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mir fast den ersten Band komplett sparen können. ;D
Der Einstieg in den zweiten Teil fällt auf jeden Fall leichter, denn die Sprache ist hier komplett anders. Klarer und verständlicher und erinnert viel mehr an King’sche Erzählungen. So als hätte er den ersten Teil ohne Vorkenntnisse geschrieben und wüsste nun wohin ihn und den Leser der Weg von Roland führt. Wobei er weiterhin im Nachwort behauptet, dass er noch relativ ahnungslos ist. ;)
Aber nach den ersten Seiten habe ich festgestellt, dass ich die Reihe doch nun mit Vergnügen weiterlesen werde, da es einfach interessanter geschrieben ist.
Auch die Idee mit der Tür, die einfach so in der Walachei ist sehr klasse. Obwohl natürlich Türen in andere Welten nicht neu sind. Aber ich mag diese Ideen generell, denn wer möchte nicht eine Tür in eine fantastische Welt entdecken?
Obwohl diese hier ja in unsere Welt führt, aber für Roland ist das eine ganz andere (vielleicht fantastische?) Welt. Das merkt man auch daran, dass Roland Wörter von Dingen die er nicht kennt vollkommen falsch denkt. Und sie sind auch total falsch geschrieben im Buch und das war einfach herrlich und sehr zum Schmunzeln. :)
Roland lernen wir auch hier ein wenig besser kennen, obwohl wir nicht mehr aus seiner Vergangenheit erfahren. Er scheint schon irgendwie nett zu sein, aber was mich sehr stört ist seine Fixiertheit, für die er buchstäblich über Leichen gehen würde. Und das macht ihn dann doch irgendwie wieder ein klein wenig unsympathisch.
Dazu werden die neuen Charaktere vorgestellt und das passiert wirklich ausführlich. Deshalb möchte ich hier nicht zu viel über diese schreiben, sonst würde ich nachher ausversehen spoilern.
Aber nur so viel, ich mag sie beide. :)
Und durch die wenige Action in diesem Band kann man eine Beziehung zu allen aufbauen. King lässt sich Zeit in seinen Beschreibungen und so passiert eigentlich nicht so wahnsinnig viel in Drei, aber trotzdem ist man gefesselt, denn dann wiederum geschehen so viele Dinge.
Das einzige was mir nicht so gefallen hat, waren an einigen Stellen die ungekennzeichneten Zeitsprünge, die plötzlich da waren. Das verwirrt mich häufig im ersten Moment immer und reißt mich ein bisschen aus meinem Lesefluss. Auch wird die Sache nach der Suche nach dem Dunklen Turm nicht geklärt, aber ich habe ja noch einige Bände vor mir. ;)
Die Verbindungen, die King in seinen Büchern generell immer aufbaut sind aber einfach nur genial und sehr interessant. Und so schließt sich auch hier in der Geschichte ein Kreis, mit sehr viel Spannung.
Am Ende sind dann die Würfel gefallen (oder wohl eher die Karten gemischt ;) ) und die Drei sind gezogen. Doch wie geht es nun weiter?
Denn obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen wirkt, sind doch alle Möglichkeiten offen. Denn der Turm ist noch lange nicht erreicht.

Mein Fazit: Drei ist ein fantastischer zweiter Teil, der so viel Schlechtes aus Schwarz wett macht und einem einfach nur Lust macht, die Reihe Der Dunkle Turm weiter zu lesen. Ein Glück, dass ich mich von dem ersten Teil nicht habe abschrecken lassen.