Rezension

Aufwühlende Geschichte

Mohnblumentod -

Mohnblumentod
von Lina Bengtsdotter

Bewertet mit 4 Sternen

Tolle Dialoghe, düstere Stimmung, guter Storyaufbau

Ein neun Jahre altes Baby reicher Eltern verschwindet, doch eine Lösegeldforderung bleibt aus. Warum wurde Baby Beatrice entführt? Charlie Lager und ihr Team ermitteln und finden lange keinen Ansatz zum Tathergang. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass im Umfeld des kleinen Mädchens jeder ein Geheimnis zu haben scheint.

"Mohnblumentod" ist der 3. Fall um die ungewöhnliche Kommissarin. Die ersten beiden Teile kenne ich noch nicht, Vorkenntnisse sind meiner Meinung nach aber auch nicht zwingend erforderlich.

Die Story ist in zwei Handlungsebenen geschrieben. Zum einen die Geschichte um die Ermittlerin Charlie Lager, eigentlich durch ihre Lebensweise ein eher unsympathischer Charakter, jedoch durch ihre faszinierende Herangehensweise an die Ermittlungen doch sehr interessant.
Beim zweiten Handlungsstrang lesen wir über Sara, die in einem Gebäude einer ehemaligen Nervenheilanstalt lebt, in der Jugendlichen ein neues zu Hause erhalten und dort aus verschiedensten Gründen therapiert werden. Erst nach und nach erschließt sich dem Leser hier die Zusammenhänge mit dem Entführungsfall.

Mir haben die interessanten Dialoge und der tolle Storyaufbau sehr gut gefallen. Die düstere Stimmung und der emotionale Hintergrund der Geschichte war nicht so einfach zu verdauen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, deshalb werde ich auch ihre anderen Bücher noch lesen.