Rezension

Super spannend, aber auch etwas skurril und außergewöhnlich abgefahren

Grazer Hexenjagd -

Grazer Hexenjagd
von Robert Preis

Bewertet mit 4 Sternen

Armin Trost, Ermittler mit besonderem Status, steht einer Reihe grausamer Morde gegenüber. Details sickern durch, eine wahre Hexenjagd beginnt. Für Trost kein einfacher Fall, denn zur gleichen Zeit erkennt er, dass er lieber Zeit mit seinem plötzlich so erwachsenem Sohn verbracht hätte. Kann er den Moment nutzen und gleichzeitig den Mörder finden?

Das beeindruckende Cover mit Blick auf Graz lässt nicht erahnen, was für eine Gänsehaut-Story sich Robert Preis hat einfallen lassen. Auch ohne Vorkenntnisse wird man schnell ins Bild gesetzt und fasst Zuneigung zu diesem wirklich ganz besonderen Ermittler. Sehr menschlich, voller Intuition, ja geradezu hellsichtig erscheint Trost, und man muss sich schon darauf einlassen, auf welche Weise er seine Recherchen betreibt. Dass er sich dabei selbst zum Ziel des Mörders macht, sorgt für reichlich Gänsehaut, temporeiche Verfolgung bis zur Selbstaufgabe und atemloses Grauen. 
Ich habe das Buch genossen, mußte aber auch häufig über den trockenen, ja schwarzen Humor des Autor schmunzeln und ehrlich: entspannend war diese Lektüre nicht! Ein krasser Krimi, der zeitweise zum Thriller mutierte, aber auch etwas skurril und ungewöhnlich abgefahren ist!