Rezension

bewegende Familiengeschichte

Elbleuchten -

Elbleuchten
von Miriam Georg

Eigentlich habe ich bisher historische Romane vermieden, da ich die Stimmung nicht so ganz mochte. Allerdings hat mich bei diesem Buch die Leseprobe so fasziniert, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Die historischen Hintergründe sind sehr gut dargestellt in dem Buch und die damalige Schere zwischen Arm und Reich. Lily lebt in einer großen Villa in Bellevue und kann sich über nicht viel beklagen außer zu viel Freizeit. Allerdings lernt sie mit der Zeit, dass Frauen nicht viele Rechte haben und sich etwas ändern sollte. In unserer heutigen Zeit erinnern wir uns nicht mehr gut daran, wie es früher gewesen ist und wie gut wir es haben. Das Buch weckt einen gemeinsam mit Lily die Augen und lässt einen neuen Blickwinkel zu.
Das Buch wird aus sehr vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass man einen tieferen Einblick in die Gedanken der Hauptpersonen gibt. Normalerweise springt man daher schnell von einer Person zur anderen, aber hier ist es gut gelungen. Die Autorin gibt dem Leser genug Zeit in der jeweiligen Perspektive, um die Hintergründe und das Handeln zu verstehen.
Die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch, was sich beispielsweise zeigt, dass ich Jo Bolten gleich mochte, obwohl er bei seiner ersten Aktion Lily zur Seite schubst.
Das Buch endet mit einem Cliffhänger, der den Leser gleich neugierig auf den finalen Band im April macht.