Rezension

Cassandra Rising

Die Schule der Nacht - Ann A. McDonald

Die Schule der Nacht
von Ann A. McDonald

Bewertet mit 5 Sternen

Ann A. McDonald - Die Schule der Nacht - Penhaligon

Oxford, England
"Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität."
 
Cassandra Blackwall hadert noch immer mit dem Selbstmord ihrer Mom, als sie das Päckchen öffnet, offenbart der geheimnisvolle Inhalt ihr eine ganz andere Person, als die, für die sie ihre lebensunfähige Mutter hielt.
Cassandra muss wissen, wer dieses fröhliche Mädchen auf dem Foto war, bevor sie ihre manisch-depressive Mutter wurde.
Sie spürt, um sich selbst zu finden, muss sie nach England reisen, denn die Vergangenheit ihrer Mutter, ist ihre Gegenwart und Zukunft.
Cassie streift den Talar der Tradition einer akademischen Welt über, Oxford erscheint ihr wie ein Parallel-Universum, die Zeit steht still.
Immatrikulation, schwarzer Talar, Initiationsritus und versnobtes Adelsgeschlecht.
Cassie arbeitet in der Bibliothek um an alte Schulakten heranzukommen.
Dabei liest sie immer wieder von ominösen Todesfällen, die die Polizei freimütig als Suizide, in Folge von Schulstress deklarierte..
Die Mandevilles nehmen sie in ihren noblen Freundeskreis auf, sie sind auffallend lässig, reich und schön. Hugo Mandeville ist sehr charmant, mit seinen geschliffenen Manieren, umgarnt er Cassie.
Doch eine Cassandra Blackwell hat zuviel Dunkelheit in sich, als dass sie darauf hineinfiele, sie lässt sich nicht von ihren Recherchen abbringen.
Die unglaublichen Dinge, die sie beobachtet, bestärken sie, doch ihr Instinkt lockt sie auf gefährliche Pfade und bald gibt es kein Zurück mehr.

Background:
Fast zu glaubwürdig, dass Raleigh in Oxford, diesen Studenten-Geheimbund in der Gier nach allmächtigem Wissen schloss.
Sir Walter Raleigh,1552 - 1618, in Hayes Barton, Devonshire, UK, war ein englischer Seefahrer, Entdecker, Soldat, Spion, Politiker, Dichter, Schriftsteller und angeblicher Geheimbündler und Schwarz-Magier.
Er stand in der Gunst von Königin Elisabeth I. und bewegte sich in Shakespeares Umfeld.
Er wurde hingerichtet. Er war der Meinung, dass eine Enthauptung, eine scharfe Medizin sei, die letztendlich alle Krankheiten heilt.
Seine angeblich letzten Worte:
"Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle, wo der Kopf ist.“
Eine bemerkendwerte Persönlichkeit, dessen aufregendes Leben bis heute noch die Fantasie von Autoren beflügelt, so auch Ann A. McDonalds, die ebenso, wie Walter Raleigh in Oxford studierte. Seinen Spuren folgend, entstand diese charismatische High-Mystery. Die düstere Atmosphäre, kann man tatsächlich mit Deborah Harkness´ "All Souls-Trilogy" vergleichen. Wie ein schwarzer Teppich breitet sich die beklemmende Spannung über das Buch aus, mit einer verwegenen Heldin, die sich selbst ihr größtes Geheimnis ist.
Eine Amerikanerin in Oxford, mit eigenwilligem "Ich geh´ mal eben die Welt retten - Charme".

Gute Unterhaltung!