Rezension

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gut konstruierter Roman, der das Interesse an weiteren Fällen weckt

Die Stille der Lärchen
von Lenz Koppelstätter

Bewertet mit 4 Sternen

Eine Mädchenleiche wird unter den Lärchen gefunden. Die 17-jährige Marie wurde aus nächster Nähe erschossen. Kaum hat Commissario Grauner mit den Ermittlungen begonnen, gibt es auch schon ein Geständnis: Benjamin Haller will ein Verhältnis mit der Klassenkameradin seines Sohnes gehabt haben. Der Staatsanwalt frohlockt, doch der Commisario ermittelt weiter und stößt auf ein Verbrechen, das bereits Anfang des 20. Jahrhunderts begangen wurde. Gibt es einen Zusammenhang?

„ Die Stille der Lärchen“ von Lenz Koppelstätter ist bereits der zweite Fall des Südtirolers Grauner, jedoch der erste, den ich gelesen habe. Trotzdem fiel der Einstieg nicht schwer, denn der Schreibstil ist gerade heraus und flüssig und auch wenn es hier und da kurze Einblicke in das Privatleben Grauners gibt, so hatte ich nicht den Eindruck, dass mir wesentliche Informationen fehlen würden. Denn für die Lösung des Falles waren sie nicht relevant.

Nacheinander geraten verschiedene Personen ins Visier der Ermittlungen, sodass Grauner mehreren Spuren nachgehen muss und dabei immer wieder auf das Wohlwollen des Staatsanwaltes angewiesen ist. Diesem sind Grauners Nachforschungen eher ein Dorn im Auge, schließlich kann die Polizei einen geständigen Täter präsentieren. Doch dieser Balanceakt gelingt dem Commisario meiner Meinung nach Recht gut.

Am Ende ist vieles nicht so wie es schien und mit der Auflösung hatte ich nicht gerechnet, doch alles in allem ist „Die Stille der Lärchen“ ein gut konstruierter Kriminalfall, sodass ich zum einen gern den Vorgänger „Der Tote am Gletscher“ lesen würde und zum anderen auf weitere Fälle gespannt bin.