Rezension

Geschichte mit viel Fantasie aber einigen Schwächen

Die dunklen Pfade der Magie - A. K. Larkwood

Die dunklen Pfade der Magie
von A. K. Larkwood

Bewertet mit 2.5 Sternen

Csorwe ist die Auserwählte Braut des Unaussprechlichen und soll mit 14 Jahren geopfert werden. Kurz vorher lernt sie aber den Magier Sethennai kennen, der sie aus ihrer Lage befreit und mit in seine Heimat nimmt. Er trainiert sie im Schwertkampf und macht sie zu seiner Kämpferin, die ihn bei der Suche nach dem Reliquiar unterstützt. Gemeinsam mit dem anderen Untergebenen Tal reist sie durch die Welten, auf der Suche nach dem Reliquiar und begibt sich dabei immer wieder in Gefahr. Doch am Ende stellt sich heraus, dass Sethennai nicht der ist, der er vorgibt zu sein und Csorwe trennt sich von ihm, um die Adeptin Shuthmili zu retten, die sie auf ihrem Weg kennen und lieben gelernt hat. 

Auf den ersten Blick hat mich "Die dunklen Pfade der Magie" wirklich begeistert. Nicht nur das schlichte und farblich schön gestaltete Cover hat mir sofort gefallen. Auch die Karte der Welten mit seinen Toren, durch die die Protagonisten reisen und die Übersicht über die Charaktere und die Aussprache ihrer Namen haben mich total begeistert. Beim Lesen hat man immer wieder zurückblättern und sich die richtige Aussprache der Namen angucken können, bis man sie irgendwann richtig drauf hatte.

Auch der Aufbau der Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen. Die Beschreibungen der einzelnen Welten und der Charaktere haben mich begeistert. Hauptprotagonisten mit Hauern kannte ich bis dahin noch nicht. Allerdings wurde auch sehr schnell deutlich, dass sich der Inhalt nur an der Oberfläche bewegt. Handlungen wurden sehr unpräzise und schnell abgehandelt. So sind von Anfang an viele Fragen entstanden, die leider auch bis zum Ende nicht geklärt wurden. Kampfszenen oder Situationen, die eine wichtige Situation innerhalb der Geschichte darstellten, sind so schnell und unkompliziert gelöst worden, dass ich nicht richtig gefangen vom Geschehen war und nicht mitfiebern konnte. Gerade Csorwe als Hauptperson hat sich unglaublich toll entwickelt. Da aber viele Dinge nie erwähnt wurden, erschloss sich mir leider so gar nicht, wieso sie sich in diese Richtung entwickelt hat. 

Die Beziehung zwischen zwei Frauen in einem Fantasy-Roman kannte ich in dieser Form auch nicht. Leider ist aber auch sie zum größten Teil sehr lieblos erzählt worden und erschien mir manchmal nur als Mittel zum Zweck, um die Geschichte voranzutreiben. 

Die ganze Idee hinter der erzählten Geschichte hat meiner Meinung nach viel Potenzial, dieses wurde aber leider nicht genutzt, da viel Inhalt in sehr kurzer Zeit erzählt wurde und ansonsten auch den Rahmen gesprengt hat. Leider hat mir dieser Umstand das Weiterlesen manchmal etwas schwer gemacht. Sollte es einen zweiten Teil des Buches geben, glaube ich nicht, dass ich dieses auch lesen werde.