Rezension

melancholischer Jugendroman.....

Love you, hate you, miss you - Elizabeth Scott

Love you, hate you, miss you
von Elizabeth Scott

Bewertet mit 4 Sternen

Inhalt

Amy´s beste Freundin Julia stirbt nach einer Party bei einem Verkehrsunfall. Amy kommt darüber nicht hinweg, gibt sich die Schuld und muß in ein Therapie-Zentrum um mit sich selbst, und ihrem Alkoholproblem zurechtszukommen. Nachdem sie wieder entlassen wurde, ist aber nichts besser. Die Schuldgefühle plagen sie noch immer und ihre Eltern benehmen sich zu gluckenhaft. Amy wird alles zu viel, und sie beschließt, Briefe an Julia zu schreiben und ihr aus ihrem neuen Leben ohne sie als beste Freundin zu berichten....

 

Meinung

Über Jungendliche, Alkohol und ihre Probleme zu lesen, ist nicht immer einfach. Die Autorin schaffte es aber ausgezeichnet, dieses Thema authentisch zu vermitteln. Gefühle und Taten kamen sehr gut rüber, was mich des Öfteren dazu brachte, schlucken oder gar ein paar Tränen zu vergießen. Da der Schreibstil sehr leicht und gut verständlich ist, habe ich nicht lange gebraucht, um diesen Roman zu lesen.

 

Der Roman wird aus Sicht von Amy in der Ich-Perspektive geschrieben, und mir hat dabei ganz gut gefallen, das sich ihre Briefe an Julia immer von den Kapiteln abheben, weil sie mit Kursiv-Schrift beginnen. Auch die Kapitellängen wurden kurz gehalten. Meines Erachtens würde sich dieses Buch ganz gut als Schullektüre, so ca. 8 oder 9 Klasse, machen, da es für Jugendliche in diesem Alter wirklich sehr viel über die Problematik mit Alkohol, Drogen usw. hergibt.

 

Die Hauptprotagonistin Amy war mir von Anfang an sympathisch, sie tat mir leid und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Frau Scott beschreibt den Verlauf nach dem Tod ihrer besten Freundin sehr genau, von den Problemen zu Hause, ihren Therapie-Sitzungen bei Laurie und wie sie sich langsam wieder einer neuen „Freundin“ öffnet. Ich wurde dazu animiert, mir Gedanken darüber zu machen, vorallem, weil ich auch eine Tochter in diesem Alter habe. Wie würde es ihr gehen?

 

Allerdings kamen mir die Eltern etwas zu harmonisch vor und das Glucken-Verhalten hat mich stellenweise etwas genervt. Mit der Zeit wurde es zwar besser, aber heutzutage ist einfach nicht mehr alles Friede-Freude-Eierkuchen. Man kann die Eltern nicht als „Super-Eltern“ darstellen und die Tochter als totales „Problemkind“. Der Vergleich ist einfach, meines Erachtens, zu krass beschrieben worden.

 

Cover

Ein sehr hübsches Cover, das ich aber eigentlich für einen Liebesroman gehalten habe. Erst als ich den Klappentext laß, wusste ich worum es ging. Die Farben passen sehr schön zusammen und die Schrift wurde etwas erhoben darauf gedruckt.

 

Fazit

„Love you, hate you, miss you“ ist für mich ein sehr trauriger, melancholischer Jugendroman, der mich sehr gefesselt hat. Er bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.