Rezension

Ein interessanter Auftakt

Berühre mich. Nicht. - Laura Kneidl

Berühre mich. Nicht.
von Laura Kneidl

Bewertet mit 3.5 Sternen

Die Autorin ist mir bereits durch einige Fantasy-Bücher bekannt, welche mir alle wirklich gut gefallen haben. Deswegen war ich neugierig, ob mich auch dieses Buch hier überzeugen kann.

Story:
Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an mit wenigen Erwartungen an das Buch gegangen bin. Von dem Genre bin ich in letzter Zeit öfter enttäuscht worden und somit habe ich einfach die Erwartungen runtergeschraubt, um dem Buch auch eine Chance zu geben. Am Ende war ich durchaus positiv überrascht, auch wenn mich nicht alles überzeugen konnte.

Den Einstieg fand ich ein bisschen schwierig. Wir erleben Sage, wie sie in Nevada ankommt und sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden muss. Schnell ist klar, dass in ihrer Vergangenheit etwas schlimmes passiert sein muss, die Auflösung bekommen wir allerdings erst viel später. Man kann sich zwar schnell denken, was passiert ist, aber ich fand es doch ein wenig befremdlich, dass es erst relativ spät wirklich auch thematisiert wird.

Insgesamt fand ich die Handlung interessant, ich bin relativ schnell durch die Seiten gerauscht. Sie hat mich gefesselt und ich war immer neugierig, wie es weitergehen wird. Ich muss aber auch sagen, dass mir im Nachhinein ein wenig die Höhepunkte in der Handlung gefehlt haben. Es ist nicht so, dass es keine gab, aber sie alle bezogen sich auf die persönliche Entwicklung der Protagonistin. Insgesamt hätte ich mir da ein wenig mehr gewünscht.

Das Ende ... nun darüber hatte ich schon einiges gehört, dementsprechend hatte ich mich auf das Schlimmste eingestellt. Und das ist dann auch eingetreten, ein richtiges Cliffhanger-Ende. Allerdings hätte ich mir doch etwas anderes gewünscht, da dieses Ende schon ein wenig klischeemäßig war und ich danach ein wenig genervt. Insgesamt hatte mir das Buch tatsächlich gut gefallen, aber das Ende hat leider nicht dazugehört.

Charaktere:
Protagonistin des Buches ist Sage. Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, bis ich sie verstehen konnte, aber mit der Zeit hat sich das gebessert und ich mittlerweile mag ich sie. Ich fand es spannend, ihre Fortschritte zu verfolgen und bin nach wie vor beeindruckt, was sie schon alles erreicht hat.

Mein Lieblingscharakter ist aber wohl Luca. Auch wenn er am Anfang der typische Bad Boy ist, zeigt er schnell, dass mehr in ihm steckt. Er hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht und ebenso oft überrascht.

Auch die anderen Charaktere konnten mich überzeugen und haben die Handlung sehr bereichert. Ich bin gespannt, wie es mit ihnen allen weitergehen wird.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Wie ich es schon von ihren Fantasy-Bücher gewohnt bin, bin ich nur so durch die Seiten gerauscht und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Der Sog ist definitiv geblieben.

Das Buch wird aus der Sicht von Sage erzählt. Das fand ich gut, da man sie so besser verstehen konnte und auch einen Eindruck von ihrer Angst erhalten hat. Persönlich hätte ich mir auch ein paar Momente aus Luca's Sicht gewünscht.

Mein Fazit
Ein interessanter Auftakt der Dilogie :)
Bisher kannte ich die Autorin nur aus der Fantasy, aber auch mit diesem Buch konnte sie mich überzeugen. Die Story ist fesselnd, ich bin nur so durch die Seiten gerauscht. Insgesamt haben mir zwar ein wenig die Höhepunkte gefehlt, aber der Fokus auf die Protagonistin und ihre Entwicklung hat schon viel wett gemacht. Der Cliffhanger ist heftig und macht neugierig auf den zweiten Band.