Rezension

Sehr spannend und wirklich toll gemacht!

Blind Date - Tödliche Verführung
von Becca Foster

Bewertet mit 5 Sternen

Vor 4 Jahren hat Hartley ihren Ehemann bei einem Autounfall verloren. Jetzt hat sie ihre beste Freundin endlich so weit, dass sie bereit ist sich zumindest auf drei Blind Dates einzulassen. Die beiden ersten sind eine Vollkatastrophe, doch das dritte Date, mit Jacob, läuft gut. Doch nur wenige Tage später geschehen merkwürdige Dinge in Hartleys Umgebung und dann kommt der Punkt, an dem sie keine Ausreden mehr erfinden kann: jemand versucht sie psychisch kaputt zu machen, quält sie mit Erinnerungen an ihren verstorbenen Mann. Aber wer könnte etwas so Grausames tun?

Als die Lage sich verschlimmert, bittet sie Zähne knirschend ihren Nachbarn Ace, einen Detective, um Hilfe. Zwar kann sie ihn absolut nicht leiden, doch lieber bittet sie einen A... um Hilfe, als ihr Leben zu riskieren. Oder ist Ace vielleicht gar kein A...? Versteckt sich hinter seinem groben Verhalten vielleicht sogar ein guter Kerl?

 

 

Ich muss vornewegschicken, dass ich von Anfang an eine Theorie hatte und mit der auch richtig lag. Doch das störte mich nicht besonders. Das Buch war trotzdem spannend, besonders durch die Art, wie der Verantwortliche Hartley gequält hat und an sich selbst zweifeln ließ.

 

Ace ist anfangs echt total unhöflich. Ja, Hartley zickt ihn schon ganz schön an, aber er hat, wenn wir ehrlich sind, angefangen. Die Chemie zwischen ihnen ist echt toll. Am Anfang wartet man irgendwie darauf, dass sie ihm etwas über den Schädel zieht, aber als sie realisiert, dass sie in Gefahr ist, ist er sofort zur Stelle.

 

Sie haben beide einen schweren Verlust erlitten und gehen damit komplett unterschiedlich um. Trotzdem verbindet sie das. 

 

Fast das gesamte Buch ist aus Hartleys Sicht geschrieben. Der Prolog aus der des Täters und kurz vor Schluss auch mal aus Aces Sicht. Erst da merkt man, wie viel ihm Hartley wirklich bedeutet, obwohl man es schon vorher erahnen konnte.

Der Täter ist echt krank und so böse! Aber leider auch schlau.

 

Es ist wirklich toll gemacht, dieses Gefühl der Bedrohung, die ständige Frage, ob man sich etwas nur einbildet, ob man so überreizt ist, dass man Dinge sieht oder hört, die gar nicht da sind. 

 

Kurz vor Schluss erfährt man, wie der Täter seine Opfer auswählt und das ist echt widerlich! Allerdings stellt sich mir da auch eine Frage, die ich nicht ausformulieren kann, ohne zu spoilern.

Mich an dem Buch vor allem gefreut, dass – Achtung: mini-Spoiler: die beiden Protagonisten das gesamte Buch über immer sie selbst sind und nicht, wie in vielen anderen Romanen, plötzlich ins totale Klischee abdriften.

 

 

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe eigentlich keine Kritik. Ja, ich habe ziemlich schnell erraten, wer der Böse ist, aber das hat nicht weiter gestört. Ich fand es toll gemacht, wie Hartley zuerst an sich selbst gezweifelt hat – alle in ihrem Umfeld haben das ja auch getan – und versuchte eine logische Erklärung für die Vorkommnisse zu finden, bis es einfach nicht mehr ging. Ace und Hartley fand ich von Anfang an toll zusammen. Ja, sie haben sich viel gestritten, aber nicht auf eine affige Art und Weise, sondern glaubhaft. Die Protagonisten sind sich treu geblieben und nicht in Klischees abgedriftet. Zudem war das Buch wirklich sehr spannend.