Rezension

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Kann man lesen, muss man aber nicht

The Brightest Stars - attracted - Anna Todd

The Brightest Stars - attracted
von Anna Todd

Bewertet mit 1 Sternen

it Karina als Protagonistin bin ich gar nicht warm geworden. Sie hält nicht viel von Nähe, öffnet sich manchmal nicht mal ihrer besten Freundin und doch arbeitet sie in einer Massagepraxis.
Sie hält nicht viel von der Liebe, da sie ja eh immer nur enttäuscht wird oder die Liebe im kompletten Chaos endet.
Als Kael in der Massagepraxis auftaucht, in der sie arbeitet, ist sie sofort hin und weg. Sie muss diesen Mann kennenlernen, sie muss ihn berühren. Sie muss ihn haben.
Puff, Liebe auf den ersten Blick und seiner Nähe kann sie schon gar nicht widerstehen.
Ähm ja. Ich finde, dass man nicht sonderlich gemerkt hat, dass sie sich nicht gerne berühren lässt. Irgendwie war eher das Gegenteil der Fall.

Ansonsten blieb sie für mich wirklich blass. Es dreht sich hauptsächlich um sie und ihre Gedanken und die ersten 200 Seiten haben mich wirklich gelangweilt. Ich bin ja fast schon von mir selbst beeindruckt, dass ich das Buch auch beendet habe.

Kael blieb meiner Meinung auch recht blass. Man erfährt nicht wirklich viel über ihn. Entweder wollt er nie richtig etwas preisgeben oder die Autorin war der Meinung, man muss als Leser im ersten Buch noch nichts über ihn erfahren.

Anna Todd hat mich mit diesem Buch einfach nicht von sich überzeugen können. Auch nicht mit der Hintergrundgeschichte, die Karinas und Kael's Geschichte miteinander verbinden soll.
Ich habe die letzten ca. 85 Seiten, wo endlich mal etwas passiert, zwar deutlich besser gefunden, als die vorherigen Seiten, aber das hat nichts daran geändert, dass ich mich auf das Buch einfach nicht richtig einlassen konnte.
Blasse Charaktere, ein Klappentext, der viel mehr verspricht, als die Autorin letztendlich eingehalten hat und ein Schreibstil, der eigentlich nur so vor sich hinplätschert. Quasi zum Vergessen, denn ich habe einige Passagen wirklich mehrmals lesen müssen, um zu verstehen, was Karina nun schon wieder denkt.
Und vor allem, wieso sie so denkt, wie sie denkt. Das war manchmal echt nervig.
Anna Todd versucht so lange, über 300 Seiten lang, auf eine irgendwie nervige Art und Weise, die beiden zusammen zu bringen und dann zack, puff... Plötzlich ändert sich alles und die beiden sind schneller wieder getrennt, als sie sich ihre Liebe überhaupt ein weiteres Mal gestehen können.
Vermutlich hat sie damit beabsichtigt, den Leser davon zu überzeugen, den zweiten Band auch lesen zu wollen, aber ich.. möchte es definitiv nicht.
Anna Todd ist definitiv keine Autorin für mich. So leid es mir auch tut. Ich wollte ihr wirklich eine Chance geben, aber ich bin für den Hype um ihre Bücher einfach nicht geschaffen.