Rezension

Lebensreise im Big Apple

City of Girls - Elizabeth Gilbert

City of Girls
von Elizabeth Gilbert

Bewertet mit 3.5 Sternen

Vivian Morris, welche die Protagonistin dieses Romans ist, kommt 1940 im Sommer nach New York. Sie kommt zu ihrer Tante Peg, welche Besitzerin eines Theaters, des Lily Playhouse, ist. Das Theater ist auf Stücke für die Arbeiterklasse spezialisiert und ist schon etwas in die Jahre gekommen und kann lange nicht mehr mit den Größen am Broadway mithalten. Vivian findet ihren Platz im Playhouse sehr schnell als Schneiderin, denn die junge Frau ist sehr begabt im Nähen und zaubert fantastische Kostüme für die Tänzerinnen und Schauspieler. In ihrer Zeit in New York lernt sie diverse beeinflussende Persönlichkeiten kennen und durchlebt durchzechte Nächte mit diesen.

Der Roman ist als Erinnerungsbrief an eine gewisse Angela gerichtet geschrieben, wobei man erst am Ende erfährt um wen es sich bei Angela handelt. Anfangs fiel es mir noch schwer mich mit diesem Roman anzufreunden und es las sich eher schleppend. Ab der Hälfte jedoch wurde die Handlung schnelllebiger und spritziger, wobei die Dialoge schon manchmal etwas übermütig für meinen Geschmack waren. Elizabeth Gilbert schafft es auf jeden Fall sehr offen über brisante Themen zu schreiben und schafft es die doch sehr hitzige Atmosphäre New Yorks darzustellen. Sie zeigt wie emanzipiert und selbstbewusst, junge Frauen sein konnten und lässt uns am Leben der am Ende 90-jährigen Vivian teilhaben.