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Die Wütenden und die Schuldigen -

Die Wütenden und die Schuldigen

von John Düffel

März 2020: Ein protestantischer Pfarrer in der Uckermark, der dem Tod ins Auge blickt. Eine Anästhesistin der Charité, die mit einem Rabbi zusammen in Quarantäne gerät. Ein Kunststudent, der heillos in seine Professorin verliebt ist und in eine Welt der Betäubung abdriftet. Und Selma, die Enkelin, Tochter und Schwester der Genannten, die diese Familie irgendwie zusammenhalten soll – keine leichte Aufgabe in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln, in denen Distanz zur Tugend wird und Nähe zum Problem.Die vier auseinandergerissenen Familien-mitglieder sind weniger durch Ähnlichkeit miteinander verbunden als durch eine gemeinsame Leerstelle: Holger, Pfarrerssohn, Ex-Mann und Vater der Protagonisten befindet sich nach einem Suizidversuch in einer Klinik und ist nunmehr so gut wie unerreichbar. Für jede der Figuren bedeutet er eine Lücke, einen Phantomschmerz der anderen Art. Doch Holger ist nicht der einzige Ab-wesende, der im Leben der Familienmitglieder viel präsenter ist, als sie es wahrhaben wollen. Die Verschwundenen – Lebende wie Tote – und die Wut- und Schuldgeschichten, die zu ihnen führen, kommen immer mehr zum Vorschein in dieser extremen, brennglasartigen Zeit.

Rezensionen zu diesem Buch

Einsamkeit und Trauer

"Die Wütenden und die Schuldigen" von John von Düffel ist ein ganz besonderes Buch. Hier begleiten wir eine Familie in den Zeiten der Quarantäne und Kontaktbeschränkungen durch Covid.
Richard ist ein Pfarrer in der Uckermark, der auf der Schwelle zum Tod steht. Sein Sohn Holger befindet sich nach einem Suizidversuch in einer psychiatrischen Klinik. Seine Exfrau ist Ärztin und zusammen mit einem Rabbi in Quarantäne. Und die Enkel Selma und Jakob gibt es auch noch.
Es ist so...

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Eine schonungslose Abrechnung mit einer perspektivlosen Gesellschaft

Drei Generationen einer zerrissenen Familie kommen in diesem gesellschaftskritischen Roman zu Wort: Der Großvater Richard, ein Pfarrer in der Uckermark, der allerdings seit dem Tod seiner Frau bei der Geburt ihres Sohnes, nicht mehr an Gott glaubt, hat Krebs im Endstadium. Selma, seine Enkelin, fährt in Begleitung einer skurrilen Palliativmedizinerin zu ihm und muss dort negative und traumatisierende Erfahrungen mit der provinziellen Dorfjugend machen. Selmas Mutter, Maria, Anästhesistin in...

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Grandios erzählt – dicht und atmosphärisch

Deutschland in Zeiten der Corona-Pandemie 2020: Richard, ehemaliger evangelischer Pfarrer in der Uckermark hat nicht mehr lange zu leben, er hat Krebs im Endstadium. Eigentlich soll die Familie daher zusammenkommen, aber die Schwiegertochter Maria ist coronabedingt in Quarantäne, der Enkel Jakob hat Beziehungsprobleme und der Sohn ist in der Psychiatrie. So bleibt nur Enkelin Selma, die gemeinsam mit der besten Freundin der Mutter Maria, Palliativmedizinerin Kathi Kuhn zu Richard ins alte...

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Etwas verworren

Zum Inhalt: Vier Familienmitglieder, die alle irgendwie ein Päckchen zu tragen haben. Doch wirklich verbunden sind sie durch Holger, der sich nach einem Suizidversuch in einer Klinik ist. Meine Meinung: So richtig warm geworden bin ich mit dem Buch nicht. Mir sind die Protagonisten seltsam fremd geblieben. Den Anfang fand ich noch sehr interessant, aber ich fand dass die Geschichte immer mehr nachließ. Auch fand ich die Geschichte ein wenig verworren, so dass mich die Geschichte ein wenig...

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Familienverhältnisse

Der Autor stellt uns hier ein besonderes Familiengefüge vor. Wie so oft hakt und ruckelt es an einigen Stellen bei den Protagonisten, hier haben sich die Probleme aber teilweise schon jahrelang ohne Lösung aufgehalten und daher festgefressen. Schuldgefühle schwelen schon lange vor sich hin, Wut und Frust haben sich verhärtet, ungeliebte Rollen wurden vergeben und können nicht abgestreift werden. Der Titel des Buches trifft es daher auf den Punkt. Er kommt auch in einem besonderen sehr...

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Porträt einer Familie in heutigen Zeiten

John von Düffel hat wieder einen Familienroman geschrieben. Stellenweise erinnert er mich an seinen früheren Erfolg Houweland.
Der Roman ist ganz in der Gegenwart angelegt, also auch zu Zeiten von Cotona und Quarantäne.
Die Familie setzt sich zusammen aus Richard, der schwer erkrankt ist, seine Tochter Maria und deren Kinder Jakob und Selma.
Auffällig das fehlen vom Sohn Holger, doch das wird erst gegen Ende thematisiert.
Die Situation ist angespannt, besonders die...

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Starker Beginn, schwächelnder Hauptteil und ein zu offenes Ende

Der Titel des Romans „Die Wütenden und die Schuldigen“ des Autoren John von Düffel ist wirklich gut gewählt, weil er die Geschichte um die es geht auf den Punkt bringt. Doch die Grenzen zwischen Wut und Schuld sind manchmal fließend und jeder der vier vorgestellten Hauptcharaktere hat seine eigenen Themen. Das Buch startete für mich wirklich toll, mit vielen starken Passagen und einer sehr gewählten, aber interessanten Sprache. Vor allem die erste Begegnung zwischen Maria und dem Rabbi, war...

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Tief berührt

Das Buch wird als Hardcover geliefert und gefällt mir in Optik & Haptik sehr. Kleine Beigabe, das inkludierte Leseband.

Zum Inhalt: Die gesamte Geschichte dreht sich um den Beginn der Corona Pandemie und deren Auswirkungen auf eine deutsche Familie. Die Charaktere werden mit großer Sorgfalt vorgestellt.

Zu Beginn lernen wir Richard einen Pfarrer, welcher sich im letzten Abschnitt seines Lebens befindet, kennen. Um ihn in seiner baldig erwarteten Sterbephase zu begleiten und...

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Isolation im ersten Pandemie-Sommer

Holger Thomann liegt im ersten Corona-Sommer nach einem Selbstmordversuch in der Klinik, sein Vater Richard lebt hochbetagt in der Uckermark, seine Enkelin Selma ist mit Kathi Kuhn, Onkologin und Palliativmedizinerin, gerade auf dem Weg zu Richard. Kathi ist offenbar mit Selmas Mutter Maria sehr verbunden. Sie kümmert sich an seinen letzten Lebenstagen um Richard; denn Maria kann in der „Ruhe vor der erwarteten Corona-Welle“ ihren Arbeitsplatz in Berlin nicht verlassen. Richard sind Leiden...

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Im Angesicht des Todes

Die Wütenden und die Schuldigen – John von Düffel

Richard, ein ehemaliger protestantischer Pfarrer hat nicht mehr lange zu leben. Um ihn geht es hier in diesem Roman. Um seinen Rückblick auf das Leben, auf seine Schuld und Versäumnisse. Aber auch die Angehörigen werden beleuchtet. Der Sohn in der Psychiatrie. Die Schwiegertochter, die ihre zweiwöchige Quarantäne mit einem Rabbi verbringt und neue Erkenntnisse erlangt. Die Enkelkinder Selma und Jakob, von denen jeder sein eigenes...

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Weitere Infos

Art:
Buch
Sprache:
deutsch
Umfang:
320 Seiten
ISBN:
9783832181635
Erschienen:
2021
Verlag:
DuMont Buchverlag
7.3
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 3.7 (10 Bewertungen)

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