Buch

Sieben Nächte

von Simon Strauß

Schließt die Augen und zerbrecht das Glas Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend. Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben. Sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens. 

Rezensionen zu diesem Buch

Gut beschriebener Abriss einer offenbar bedauernswerten Generation

Schon immer sind junge Menschen ein Sinnbild für die Lust an Neuem und dem Willen, Althergebrachtes in Frage zu stellen und dagegen zu revoltieren. Dafür stehen auch ganze Epochen wie beispielsweise Sturm und Drang oder die '68er. Doch während es in der Vergangenheit noch vergleichsweise leicht fiel, sich gegen die vorhergehenden Generationen aufzulehnen und voller Inbrunst für eine andere und bessere Zukunft zu kämpfen, tun sich die heutigen Jungen eher schwer. Die Eltern sind die besten...

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Gedanken-Ergüsse

Bald, ja bald werde er sich festlegen müssen. Beruf, Frau, Haus, Familie. „Ordnung wird herrschen und ich ein Untergebener meines Ehrgeizes sein“ – keine Vision, die dem Ich-Erzähler von „Sieben Nächte“ Freude bereitet. Die Angst, etwas falsch zu machen, etwas zu verpassen, sich einzuengen: all das plagt den Ich-Erzähler. Und die Lösung? Selbsterkundungen. Sieben an der Zahl sollen es werden. An jedem Tag soll der Ich-Erzähler einer der sieben Todsünden begegnen. Und jeden Abend schreibt er...

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Sieben Todsünden

So richtig konnte ich mir unter dem Titel nichts vorstellen, aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nur zum Teil erfüllen. Der Schreibstil und die Erzählweise sind sehr gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Seiten war ich im Stil drin und es hat mir gefallen. Jedoch ist das Buch immer mehr abgefallen. Sowohl von der Handlung, als auch von der Spannung. Ich denke ein paar mehr Seiten hätten dem Buch gut getan und einige Erzählungen bzw....

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Ein Werk voller Verbitterung!

Das Buch "Sieben Nächte" von Simon Strauss ist 144 Seiten lang und bei Blumenbar erschienen.

Das Hardcover kommt in einer sehr guten Qualität und das Cover wirkt passend zur Thematik, sehr interessant.

Der noch junge Protagonist, steht kurz davor 30 Jahre alt zu werden und sieht in dem Alter eine Schwelle, vor der er Angst hat. Er denkt er muss nun den jugendlichen Anteil völlig abstreifen und erwachsen werden. Doch bevor ihn der Alltag und ein vorgefertigtes Leben im Griff hat...

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Anders als erwartet

Ein Buch, für das man sich trotz seiner Kürze (138 Seiten) Zeit nehmen sollte. Andererseits ideal, wenn man abends nur ein paar Seiten lesen will - durch die Einteilung in 7 (bzw 9) Teile lässt es sich perfekt unterbrechen und häppchenweise lesen. Leichte Literatur ist "Sieben Nächte" nicht, dafür aber eine zum Nachdenken anregende.

Durch die vollmundige Ankündigung des Buches hatte ich allerdings (zu) hohe Erwartungen, die leider nicht gänzlich erfüllt wurden. Für mich ist "Sieben...

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Sieben Nächte

Der Anfang des Buches hat mir recht gut gefallen. Man fängt an, selber über sein Leben nachzudenken und kann den Protagonisten verstehen. Was erfüllt ein wirklich ? Wollen wir das Leben wirklich so leben wie es seien MUSS bzw. Sollte ? Schule, Studium, Arbeit, eigene Familie, Arbeit, Tod. Oder kann man auch ausbrechen und das tun was man eigentlich tun möchte ? Der Autor schreibt sehr tiefgründig aber auch mit Wortwitz. Er beschreibt pro Kapitel immer eine der sieben Todsünden. Doch nach den...

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Eigentlich sprachgewaltig...

Ein Mann sitzt an seinem Schreibtisch und schreibt einen Text. Er hat Angst. Angst erwachsen zu werden und sein Leben wie alle anderen zu führen. Doch dann bekommt er ein Angebot gemacht, er soll in sieben Nächten die sieben Todsünden durchleben und seine Erlebnisse aufschreiben. Und am Ende entscheiden, ob er bei einer Sünde bleiben oder allen abschreiben möchte.

Das Cover finde ich irgendwie gruselig. Der Mann vorne drauf wirkt recht irre und ich frage mich, was uns der Verlag damit...

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Selbsterfahrung in 7 Todsünden

„Sieben Nächte“ von Simon Strauss ist ein Buch, das sich zwischen Roman, Essay und Selbstversuch bewegt. Ebenso wie der Autor, ist der Protagonist, der als Ich-Erzähler unter dem Namen S. in Erscheinung tritt, neunundzwanzig Jahre alt. Er sieht sich als Teil einer privilegierten Generation, die behütet und scheinbar glücklich aufwuchs, sich allerdings niemals etwas erkämpfen musste.

„Davor, später nur auf graue, gerade Linien zurückzuschauen, habe ich Angst. Dass mir die Gefühle...

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Macht nachdenklich

Ja, Simon Strauss hat es mit seinem Debüt geschafft! Sein Werk macht nachdenklich, lässt Fragen entstehen, wabern und offen, lässt einen mit vielen Fragezeichen zurück. Das ist es vermutlich, was er will.
Mich hat dieses dichte, atmophärische Werk gepackt; allerdings zeitweise so sehr, dass ich Lesepausen zum Nachklingen brauchte.
Im Verlauf erschienen mir einige Zitate und Anspielungen etwas zu gewollt - ohne Frage ist der junge Autor an der Schwelle zu dreißig gebildet. Aber...

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Ein Blick in den Spiegel der Gesellschaft?

Angst vor Entscheidungen, Angst, sich zu binden, Angst vorm Leben und Angst, etwas zu verpassen. Ein junger, im Buch namenloser Mann sitzt in der Nacht und schreibt. Fast dreißig Jahre lang hat sich sein Lebenskreis gedreht und noch immer fehlt ihm ein Ziel. „Die Angst zu verlieren, was ich schon habe, und nicht zu bekommen, was ich noch will.“ Gefangen in seinem eigenen Leben bekommt er von einem Bekannten die Chance einen Weg für sich zu erkennen, der ihn aus der Misere führen kann: Sieben...

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Ein Blick in den Spiegel der Gesellschaft?

Angst vor Entscheidungen, Angst, sich zu binden, Angst vorm Leben und Angst, etwas zu verpassen. Ein junger, im Buch namenloser Mann sitzt in der Nacht und schreibt. Fast dreißig Jahre lang hat sich sein Lebenskreis gedreht und noch immer fehlt ihm ein Ziel. „Die Angst zu verlieren, was ich schon habe, und nicht zu bekommen, was ich noch will.“ Gefangen in seinem eigenen Leben bekommt er von einem Bekannten die Chance einen Weg für sich zu erkennen, der ihn aus der Misere führen kann: Sieben...

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Ein Blick in den Spiegel der Gesellschaft?

Angst vor Entscheidungen, Angst, sich zu binden, Angst vorm Leben und Angst, etwas zu verpassen. Ein junger, im Buch namenloser Mann sitzt in der Nacht und schreibt. Fast dreißig Jahre lang hat sich sein Lebenskreis gedreht und noch immer fehlt ihm ein Ziel. „Die Angst zu verlieren, was ich schon habe, und nicht zu bekommen, was ich noch will.“ Gefangen in seinem eigenen Leben bekommt er von einem Bekannten die Chance einen Weg für sich zu erkennen, der ihn aus der Misere führen kann: Sieben...

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Anspruchsvoll

Dieses Buch spricht besonders die Generation um die 30 an. Die Geschichte handelt und wird erzählt von einem namenlosen, nur einmal S genannten jungen Mann, der diesen ihm bevorstehenden Altersabschnitt als bedeutende Zäsur in seinem Leben ansieht und eben hierüber sinniert. Die Perspektive, sich anpassen zu müssen, sich auf ein Leben, eine Arbeit, eine Frau festlegen zu müssen, erschüttert ihn. Aus diesem Grund lässt er sich auf einen Pakt mit einem flüchtigen Bekannten ein. In sieben...

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Sieben Nächte

Der Protagonist fürchtet sich davor, Erwachsen zu werden, sein Kindsein völlig zu verlieren. Er steht auf der Schwelle zu seinem 30ten Geburtstag und hat Angst vor der Zukunft, vor dem Alltag, davor, sich selbst in einem immergleichen Trott zu verlieren. Und er hat Angst, sich zu entscheiden, sein Leben in eine bestimmte Bahn zu lenken, von der er sich nicht mehr lösen kann. Er selbst bezeichnet es als den Moment des Übergangs.

"Ein junger Mann macht eine Reifeprüfung, um nicht...

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Sieben Nächte auf dem zur Selbstfindung

Sieben Nächte auf dem Weg zur Selbstfindung

Simon Strauss ist von vielen Zweifeln geplagt, viele Ängste manifestieren sich in seinem Kopf. Ständig treibt ihn sein Verstand zwischen Abgrund und Hoffnung hin und her. Als nun an jedem Abend um 7 ihn jemand aufsuchen wird, um ihm die Chance zu geben sich für oder gegen das zu entscheiden was er dort kennenlernen wird, beginnt eine Reise der der des Mister Scrooge nicht gänzlich unähnlich ist,  auch an Mephisto musste ich dabei kurz denken...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
144 Seiten
ISBN:
9783351050412
Erschienen:
Juli 2017
Verlag:
Aufbau Verlag GmbH
6.27273
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 3.2 (11 Bewertungen)

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