Rezension

Kann ich mir sehr gut als TV-Serie vorstellen

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King - Die vergessenen Akten - Andreas Suchanek, Nicole Böhm, Ute Bareiss

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King - Die vergessenen Akten
von Andreas Suchanek Nicole Böhm Ute Bareiss

Bewertet mit 4.5 Sternen

Ein richtig spannender Jugendroman über einen eher zufällig zusammengewürfelten Haufen Freunde, die einem alten Mordfall auf die Spur kommen!

Anfangs prasselten eine ganze Reihe von Namen auf mich ein - noch dazu aus 2 verschiedenen Zeitebenen - und ich schrieb mir sicherheitshalber mal auf wer zu wem gehörte etc. Allerdings benötigte ich meinen Spickzettel dann gar nicht, denn man kommt doch sehr rasch rein in die Story und hat aufgrund der guten Beschreibungen der Personen auch sofort ein Bild im Kopf.

Ich hatte auch recht schnell das Gefühl, dass die Geschichte - und so wie sie geschrieben wurde - eine perfekte Vorlage für eine Jugendserie wäre. Das Spannungslevel wird konstant hochgehalten, es passieren immer wieder neue Dinge und die Freunde geraten von einem Schlamassel in den nächsten. Manchmal hätte ich mir gewünscht, sie könnten zur Abwechslung auch mal ein Erfolgserlebnis verbuchen, oder zumindest mit ihren Recherchen im Fall Marietta King wesentlich voran kommen. Allerdings ist ihre Ausbeute in diesem Punkt nach den ersten 3 Bänden eher mau. Es dauert insgesamt 12 Bände bis der Mörder enttarnt und gefasst wird. Und ich kann mir durchaus vorstellen, auch alle 12 zu lesen. Denn trotz der nur kleinen Schritte, die die Gang voran kommt, ist die Geschichte durchgängig spannend. Ein paar Erfolgserlebnisse hier und da würden aber der Moral des MORDSteams, und auch der des Lesers, gut tun. Vor allem weil sie wirklich mächtig was einstecken müssen.

Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: die ursprüngliche Motivation, wieso sich die 4 Teenager überhaupt auf dieses Wagnis einlassen, ist recht schwammig. Mason wurden Drogen untergeschmuggelt und er will eigentlich nur heraus finden wer das war. Und die anderen geraten dann mehr oder minder zufällig auch hinein in den Strudel der Ereignisse.