Leserunde

Leserunde zu "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" (Jane Healey)

Die stummen Wächter von Lockwood Manor - Jane Healey

Die stummen Wächter von Lockwood Manor
von Jane Healey

Bewerbungsphase: 23.04. - 07.05.

Beginn der Leserunde: 21.05. (Ende: 11.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Die stummen Wächter von Lockwood Manor" (Jane Healey) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Manche Geheimnisse sind unausgesprochen. Andere sind unaussprechlich.

1939. Hetty Cartwright muss eine Sammlung des Londoner Natural History Museum vor dem heraufziehenden Krieg in Sicherheit bringen – ins verfallene Herrenhaus Lockwood Manor. Doch das Haus wirkt auf Hetty wie verflucht: Ihre geliebten Exponate, der ausgestopfte Panther, die Kolibris und der Eisbär, verschwinden, werden zerstört und scheinen nachts umherzuwandern. Zusammen mit der Tochter des tyrannischen Hausherrn, Lucy Lockwood, versucht Hetty, die nächtlichen Geschehnisse zu ergründen, und bringt ein tragisches Geheimnis ans Licht. Eine fesselnde und betörende Geschichte über eine große Liebe und den Wahnsinn einer Familie, ihre lang vergrabenen Geheimnisse und versteckten Sehnsüchte.

ÜBER DIE AUTORIN:

Jane Healey wuchs in einem viktorianischen Bauernhaus auf, in dem es Gerüchten zufolge spukte. Sie studierte Kreatives Schreiben in New York und schrieb ihre Abschlussarbeit über übersinnliche Phänomene in Jane Eyre. Jane Healey lebt in London.

06.06.2020

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 130 - 251

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kelo24 kommentierte am 26. Mai 2020 um 16:04

Irgendwie hat mich dieser Abschnitt schon ein wenig gelangweilt. Verschobene, verdrehte, versteckte oder verschollene Exponate wechseln sich ab mit wiederkehrenden Albträumen und/oder hysterischen Anfällen. Da war die Feier ja schon ein echtes highlight. Dass Hetty und Lucy ein Paar werden, war dann auch recht offensichtlich. Spannung geht anders. Das zugemauerte und zufällig entdeckte blaue Zimmer hat zumindest alte Erinnerungen frei gesetzt. Irgendetwas bei der Familie läuft doch nicht ganz rund. Vllt. ist es weit hergeholt, aber hat der alte Lord evtl. seine Tochter missbraucht?

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lesesafari kommentierte am 03. Juni 2020 um 21:44

Mich hat er auch direkt gelangweilt. Der erste Teil war erstmal spannender.

Ja, das mit dem Paar habe ich mir schon im ersten Teil beim ersten Kontakt gedacht. Aber zugetraut hätte ich es der Geschichte nicht.

Ich hatte im Gefühl, dass der Vater seine westindische Frau irgendwie als Trophäe oder so sammelt. Sie fühlte sich ja auch immer verfolgt und gejagt.

 

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:30

Ich finde vor allem, dass die Beziehung nicht so eine Prominenz hätte erhalten sollen. Als hätte die Autorin im zweiten Teil den Fokus verloren und die bewegten Exponate nur noch das Notlösung untergebracht, damit noch was vom Spuk übrig bleibt.

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:28

Ich bin ganz deiner Meinung! Aus dem blauen Zimmer wurde zu allem Überfluss dann ja noch nicht einmal richtig was gemacht...okay: es ist der Schlüssel zum Trauma, und nun? 

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Fromme Helene kommentierte am 28. Mai 2020 um 19:37

Die Handlung nimmt Fahrt auf. Nicht mit Getöse und schrillen Farben sondern der Kriegszeit und den Charakteren angemessen.

Die Rätsel um die verschwindenden Exponate können mit Lucys Schlafwandeln nur teilweise geklärt werden. Als die Wand des blauen Zimmers eingerissen wird, wird auch Lucys verdrängtes Kindheitstrauma sichtbar. Und doch bleibt spürbar, dass dies nicht alles ist. Ihr Gedächtnis hält noch mehr zurück. Ob dies auch mit der Mutter zusammenhängt oder vielleicht doch mit dem tyrannischen Vater bleibt abzuwarten. Der elternliche Ehezwist, die vielen jungen Herzdamen, die nur ein Zeitvertreib zu sein scheinen … Gibt es einen Missbrauch, der vertuscht wurde? Man könnte die Hinweise in diese Richtung lesen. An manchen Stellen hatte ich Zweifel an Lucys einheitlichen Identität. Vielleicht haben die schweren Traumata auch zu einer Spaltung in Opfer und Täterin geführt. Gibt es eine „böse“ Lucy, von der bisher nur Spuren sichtbar sind?

Hetty wird mutiger in ihrem Auftretem gegenüber dem Hausherren. Das gefällt mir gut. Auch wenn sie um ihre wackelige Postion weiß. Sie kämpft ihre Aufgabe und auch für Lucy. Und kann sich tatsächlich überwinde, ihre Gefühle zu offenbaren. Ein beachtbarer Schritt angesichts der damaligen Gesellschaftsregeln.

Die behutsame Annäherung und die Euphorie der beiden Frauen wird mit sehr viel Feingefühl erzählt. Ich mag diese leisen Töne und auch die Entwicklung des Konfliktes ist organisch. Ich bin angespannt, wenn ich an die Reaktion des Hausherren denke, sollten die beiden auffliegen. auch kann ich die Schwermut spüren bei dem Gedanke, dass eine gemeinsame Zukunft nicht vorstellbar ist. Eine Beziehung, die nur für den Augenblick Glück verspricht, während die ersten Luftangriffe über die Gegend rollen.

Ein bisschen hält man die Luft an, weil man weiß, dass es so schön für die Frauen nicht bleiben kann. Eine Bombe wird explodieren und es ist noch nicht klar, ob sie aus der Luft abgeworfen wird oder schon in den Mauern ruht.

Der zweite Teil hatte eindeutig mehr Spannung und mehr Abwechslung in der Handlung. Er ist nicht reißerisch und doch nimmt mich das Buch mit seiner Stimmung gefangen. Fast habe ich ein bisschen Angst weiterzulesen, weil ich mir kein positives Ende ausmalen kann und es den beiden doch so sehr wünschen würde.

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Lese-Bienchen kommentierte am 29. Mai 2020 um 20:11

Dein Beitrag stimmt mich positiv, dass man dann doch noch soviel erhoffen kann in der Geschichte und die Idee mit der "böse Lucy" finde ich ganz interessant. Irgendwie hatte ich eher das Gefühl es kann nicht mehr viel passieren. Aber ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

 

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Greenie_Apple kommentierte am 01. Juni 2020 um 13:59

Da kann ich dir voll und ganz zustimmen! Diese leisen Töne passen für mich perfekt in diese Szenerie. Die alten Gemäuer, die Exponate, die Annäherung der beiden Frauen und und und... Ich hätte gar nicht von Hetty erwartet, dass ausgerechnet sie den ersten Schritt macht.

Lucys Feststellung, dass sie es wohl doch nie schaffen wird, Lockwood Manor zu verlassen, stimmt einen nachdenklich. Wer hat es wohl geschafft, ihre Seele so zu zerstören? Ihre Mutter, mit Sicherheit auch ihr Vater. Gibt es noch jemanden, der seine Hände da maßgeblich im Spiel hatte? Und ich hoffe, dass noch mehr über die Vergangenheit der Mutter und den "Unfall" aufgedeckt wird.

 

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wiechmann8052 kommentierte am 02. Juni 2020 um 21:16

Es wirkt wie schwerer Missbrauch, jeder hat das Kind für seine Zwecke benutzt

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Mara S. kommentierte am 04. Juni 2020 um 23:02

Über eine "böse" Lucy habe ich auch schon nachgedacht. Ich merke allmählich, wie die permanente Abgespanntheit der beiden Frauen auf mich abfärbt und ich die schlimmsten Vermutungen anstelle. Irgendwie erwarte ich auch immer noch eine übersinnliche Erscheinung aus einer der vielen Zimmerecken auftauchen. Hettys Besessenheit von "ihren" Tieren kann ich zwar nachvollziehen, aber es wirkt schon auch sehr anstrengend. Kein Wunder das die Bediensteten alle mit den Augen rollen. Lucys Vater wird mir von Auftritt zu Auftritt unheimlicher. Ich habe noch nicht ganz verstanden, warum er eigentlich die Sammlung bei sich haben will. Dass sich Hetty und Lucy näher gekommen sind, passt gut in diese Geschichte und auch mir gefiel, wie langsam sich dies anbahnte.

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La Calavera Catrina kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:18

Ich sehe das ähnlich, die Entwicklung der Figuren ist gemächlich, aber nachvollziehbar. Es passieren kleine Dinge - auch zwischen den Zeilen. Ich erwartet mitlerweile auch nichts mehr von dem Roman, ich lasse mich vielmehr überraschen. Sehr interessant fand ich auch Hettys Gedanken, über die Beziehungen, die durch die Umstände des Krieges zustande kommen, und ihre eigene zu Lucy, deren Verlauf völlig Ungewiss belibt, aber trotzdem dadruch erstmal eine positive Note hat, weil sie sich überhaupt Gedanken darüber macht, was werden könnte. 

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:35

Welche Spuren einer "böse Lucy" machst du denn aus @Fromme Helene? Interessanter Gedanke, aber mir sind Anzeichen für so eine Möglichkeit gar nicht aufgefallen - vielleicht weil ich nicht darauf geachtet, weil überhaupt nicht dran gedacht, habe, aber spannend fände ich es schon, mit dieser Hypothese Stellen nochmal zu lesen und vielleicht etwas Spannung zurück zu gewinnen :)

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frthkrue kommentierte am 29. Mai 2020 um 14:31

Nach dem Ball verschwinden Kolibris, die Hetty Nacht für Nacht in sämtlichen Zimmern sucht. Bis die Haushälterin das bemerkt und ihr Anwort geben kann. Die Vögel sind wieder da.

Wegen eines Wasserschadens muss eine Wand aufgebrochen werden und dahinter versteckt sich das ominöse blaue Zimmer. Lucy bekommt eine Panikattacke, sie wurde als Kind in diesen Zimmer immer von ihrer Mutter eingesperrt.

Bei Hettys nächtlichen Suchen begegnet ihr dann einmal Lucy mit einer der ausgestopften Kreaturen in Arm. Also ist Lucy wohl als Schlafwandlerin auch für das Umstellen der Exponate verantwortlich.

Eigentlich frage ich mich immer mehr, wohin in diesem Buch die Reise gehen soll. Vielleicht gibt mir der letzte Leseabschnitt ja endlich Aufklärung.

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Sago kommentierte am 29. Mai 2020 um 19:24

Für mich wird immer deutlicher, dass es für alles Rätselhafte wohl eine natürliche und keine übernatürliche Erklärung geben wird. Obwohl ich mich immer noch frage, wer oder was hinter den mysteriösen schattenhaften Gestalten steckt.
Lucy kann ich immer noch richtig einschätzen, was das Buch für mich umso spannender macht. Alles ist sehr subtil, auch der Gruselfaktor. Das spricht mich sehr an.

Ich traue Lucy nicht ganz, es lauert zu viel Abgründiges in ihrer Kindheit. Wird sie Hetty vielleicht noch schaden, ohne es zu wollen?

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La Calavera Catrina kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:23

Das könnte ich mir gut vorstellen. Als Leser erhalten wir doch viel zu wenig genaue Einblicke in Lucy´s Gedanken, bezüglich der Gegenwart. Dadurch scheint mir vieles möglich. 

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Lese-Bienchen kommentierte am 29. Mai 2020 um 20:04

Eigentlich kann man den 2. Teil darauf begrenzen, dass wir nun Wissen warum die Tiere ihren Platz veränden - da Lucy schlafwandelt und sie darum trägt... Geheimnis gelüftet! 

Und dann noch die Überraschung des Abschnitts aus Hetty und Lucy wird tatsächlich ein Liebespaar. 

Ansonsten hat der 2. Teil wenig mit dem Titel des Buches und noch weniger mit dem Klappentext zu tun. Ich muss gestehen, ich bin etwas enttäuscht. Ich hab auch keine Ahnung was ich im letzten Abschnitt erwarte. Natürlich bekommen wir noch erzählt, wie die Geschichte von Lucy und Hetty endet, aber große Erwartungen hab ich nicht mehr.

 

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Sago kommentierte am 31. Mai 2020 um 16:15

Hm, für mich blieb es glücklicherweise spannend, denn durch das Schlafwandeln sind für mich noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet.

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Greenie_Apple kommentierte am 01. Juni 2020 um 14:02

Stimmt. Und ich frage mich wie Hetty immer wieder, wofür die Nachtwächter eigentlich bezahlt werden.

Ob dieser Mary oder der Haushälterin wohl noch eine bedeutende Rolle zukommt?

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wiechmann8052 kommentierte am 02. Juni 2020 um 21:19

Es erinnert an die Gaslichtromane die ich als Jugendliche gelesen habe,ein bisschen gruselig, ein bisschen Liebe aber für mich fehlt die Spannung. 

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:40

Mag sein, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass sich der Fokus verlagert hat und der 2. Abschnitt einen Plot präsentiert, bei dem es weniger um ein düsteres Haus, Geheimnisse und sich verdichtende Dunkelheit geht...als gäbe es zwei Plots und irgendwie sollen sie zusammen harmonieren.

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lesesafari kommentierte am 03. Juni 2020 um 21:48

Ja, nach diesem Abschnitt ist die Geschichte eigentlich zu Ende erzählt. Kein Grusel!

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Mara S. kommentierte am 04. Juni 2020 um 23:10

Deine Enttäuschung kann ich nachvollziehen, ging mir im ersten Moment ähnlich. Ich habe mir den Klappentext daraufhin nochmal durchgelesen und festgestellt, dass ich gehofft habe, es würde um übersinnliche Phänomene gehen und die ausgestopften Tiere zum Leben erwachen. Bizarre Geräusche und merkwürdige Begebenheiten, die sich nicht ohne weiteres erklären lassen, gibt es ja aber tatsächlich und unheimliche Gestalten tauchen auch hier und da auf, besonders wenn sich Füchse, Katzen und Ratten nachts die Klinke in die Hand geben. Aber die Wirklichkeit, die Hetty auf Lockwood mitten im 2. Weltkrieg aushalten muss, ist eigentlich schrecklicher als es ein Spukroman sein könnte. Dadurch wird es aber beim Lesen auch beklemmender, weil einem der leichte Gruselfaktor des Spukromans fehlt, der sich daraus ergibt, dass es Geister und Spukgeschichten eben nicht im echten Leben gibt.

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:44

@Mara S.: Auch der Titel legt die Vermutung, dass die Tiere lebendig werden, ja nahe: "Die Stummen Wächte von Lockwood Manor", auch wenn ich damit nicht wirklich gerechnet habe, zumindest nicht real-real, maximal in einer verzerrten Wirklichkeit. Aber ob nun letztlich die Phänomene übernatürlich oder doch natürlich, aber von jemanden absichtlich produziert wurden, man hat wenigstens mit irgendwas gerechnet und das bleibt uns der Roman bisher größtenteils schuldig.

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Lese-Bienchen kommentierte am 05. Juni 2020 um 19:20

Absolut, irgendetwas mystisches hätte es gar nicht sein müssen. Aber wenigstens irgendetwas komisches hätte passieren können und nicht das bisschen was im 1. Abschnitt war wurde durch das Schlafwandeln viel zu einfach geklärt. Und jetzt fehlt mir die komplette Spannung. Was kann denn noch passieren?

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La Calavera Catrina kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:25

Na ja, fast, denn Lucy hat den Jaguar wahrscheinlich nicht verschwinden lassen - zu schwer. Könnte also eine Finte sein. 

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:46

Aber der war ja von Anfang an fort, wer weiß, wo der am Ende die ganze Zeit gestanden hat und auftaucht - ich wette ja auf das Arbeitszimmer des Majors, weil er seiner Exponate verlustig geworden ist.

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Buchstabensucht kommentierte am 29. Mai 2020 um 23:40

Ich habe den zweiten Abschnitt nun auch gerade beendet und fand ihn so spannend, dass ich eigentlich direkt weiter lesen möchte, aber es ist schon spät. Das Buch hat ein eher langsames Tempo, aber die Atmosphäre im Herrenhaus und das Museum haben mich gefangen genommen. 

Lucy und Hetty werden tatsächlich ein Paar. Der Major wird immer unsympathischer. Hoffentlich kann Hetty ihre Sammlung und ihren Job retten. 

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danim1703 kommentierte am 30. Mai 2020 um 11:53

So wenig in Teil I passiert ist, so unspektakulär und langatmig geht es in Teil II weiter. Ich habe selten ein Buch, das ich am liebsten abbrechen würde, aber das hier gehört wirklich dazu.

Es gibt keine Überraschungen, nichts Gruseliges oder wenigestens Spannendes, die "Liebegeschichte" zwischen Hetty und Lucy... naja... war mir klar, dass es dazu kommt, da die Autorin darauf hingeschrieben hat von deren erster Begegnung an. 

Mehr kann ich dazu nicht sagen. Öde. 

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frthkrue kommentierte am 30. Mai 2020 um 15:59

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!

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Sago kommentierte am 31. Mai 2020 um 16:16

Anscheinend wirklich ein Buch, das polarisiert. Immer wieder interessant, wie unterschiedlich man das empfinden kann.
 

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La Calavera Catrina kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:33

Das habe ich auch gerade gedacht. Umso wichtiger sind Rezensionen, denn als potenzieller Käufer würden mich die eher schlechten und eher guten Bewertungen verunsichern, wenn es nichts dazwischen gäbe. Wer viel Spannung und schnelles Tempo gewohnt ist, tut sich eben schwerer mit einem Roman wie diesem und das ist auch okay. Es soll ja Lesespaß bringen!  

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:48

Es ist wirklich spannend, wie unterschiedlich die einzelnen Aspekte wahrgenommen und berwertet werden - aber das ist ja auch ganz gut so.

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wiechmann8052 kommentierte am 02. Juni 2020 um 21:15

Im ersten Abschnitt war ein Satz, ich zitiere: Vielleicht konnte ich ihn mit langen Wörtern und etwas Lobhudelei schwindelig reden."

Wenn es beim Major nicht geklappt hat, bei mir schon

 

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:49

Witzig! Aber es stimmt ein bisschen...als hätte uns der Roman selbst warnen wollen xP

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Mara S. kommentierte am 04. Juni 2020 um 23:27

Mmh, was war denn deine Erwartungshaltung? Ein wildes Spukhaus, in dem die Figuren um ihr Leben rennen? Ich persönlich finde es ja ganz spannend, wie sich Hetty in ihrer Verantwortung für die Sammlung total zermürbt und von der Stimmung im Haus immer dünnhäutiger wird, gleichzeitig aber durch die Romanze zu Lucy sich endlich eingestehen kann, dass sie grundsätzlich nicht glücklich in ihrem Leben war und ist. Das mag manch einem Leser ja vielleicht schon ab Seite 1 klar gewesen sein, aber ihr als Figur eben nicht.

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danim1703 antwortete am 05. Juni 2020 um 08:23

Eine konkrete Erwartungshaltung hatte ich nicht... oder doch: ich habe ein spannendes, fesselndes Buch erwartet (kein Spukhaus, keine besondere Action oder Grusel oder sonstwas), eben einfach eine Geschichte, die nicht so überaus langatmig und langweilig war, wie diese hier. Das bedeutet nicht, dass für mich ein Buch grundsätzlich rasant sein muss oder es immer was passieren muss. Keineswegs. Aber ich mag Bücher, deren Figuren mich berühren (egal ob positiv oder negativ) - das fehlte mir hier völlig. Ich wurde schlicht überhaupt nicht warm mit diesem Buch *schulterzuck*.

Aber eins muss ich noch nachschicken: ich habe meiner Mutter das Buch ausgeliehen und sie ist völlig begeistert davon und findet es richtig toll. Tja... so unterschiedlich sind die Geschmäcker nun mal ;-) 

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Mara S. kommentierte am 05. Juni 2020 um 11:29

Manchmal erwischt einen ein Buch einfach nicht in der richtigen Stimmung. Das kenne ich auch. Kann mich noch an einen langen, langen Sommer mit dem Zauberberg von Thomas Mann erinnern...dort ist gefühlt auch nix spannendes passiert und mir Hans Castorp (der ähnlich überspannt wirkte wie die beiden Mädels hier) sowas von auf die Nerven gefallen...trotzdem hat sich das Buch für immer in meinem Gedächtnis eingebrannt. ;-)

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Hilou kommentierte am 02. Juni 2020 um 22:56

Wow, soviel Mut hätte ich Hetty gar nicht zugetraut, als sie Lucy offen und direkt mit der Frage konfrontiert hat. Und für die damaligen Verhältnisse, aber auch ihrem Charakter entsprechend, muss das sehr viel Überwindung gekostet haben. Andererseits hat Lucy sie schon etwas herausgefordert, wie ich finde. Dass zwischen den Frauen eine Beziehung entwickelt, war schon etwas voraussehbar. Es fragt sich jetzt nur, ob die frisch entflammte Liebe auch auf Dauer bestehen bleibt.

Lucy ist durch die Misshandlung seitens der Mutter arg traumatisiert. Die Folge, ihre nächtlichen Alpträume und das Schlafwandeln, könnten einen großen Schatten auf ihre Beziehung werfen. Außerdem ist da ja noch der Major, der mir zunehmend unsympathischer wird. Da muss noch mehr lauern in der Vergangenheit.

Der zweite Leseabschnitt ist deutlich interessanter. Ich hoffe, die Story hat am Ende noch etwas Spektakuläres zu bieten. Denn allein die atmosphärische Erzählweise und die gefühlvolle Liebesromanze machen das Buch noch nicht lesenswert.

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Lelu kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:25

Sooo Ende der Woche, da komme ich doch auch endlich zum Posten und Mitdiskutieren!
Allerdings muss ich gestehen: irgendwie packt mit der Roman nicht. Ich kann eigentlich gar nichts schlechtes sagen, die Umgereimtheiten sind jetzt nicht unbedingt nervenaufreibend spannend, aber doch schon merkwürdig genug, dass man gern wissen würde, was da eigentlich los ist  - vieles lässt sich ja wahrscheinlich doch auf Lucys nächtliche Streifzüge schieben, aber eben doch nicht alles (wer hat dem Bären das Fell gestohlen?), ich mag grundsätzlich auch ruhige Geschichten, in denen ganz alltägliche Dinge (Ausflüge, Mahlzeiten etc.) beschrieben werden, aber hier ergibt das alles für mich kein schönes Ganzes... langsam teile ich auch den Eindruck, den einer von euch schon in Bezug auf den ersten Teil angemerkt hat: Scheinbar will die Autorin so viele Aspekte in den Roman packen, dass er keiner klaren roten Linie folgt. 

Wahnsinnig enttäuschend finde ich aber v.a. die Art und Weise, wie Lucy und Hetty zusammen gekommen sind. Zum einen ist es diese Keule, mit der der Leser durch Hettys Blick permanent darauf aufmerksam gemacht wird, dass da was ist, man hätte es auch weniger aufdringlich thematisieren können, zumal diese Entwicklung ja nicht den Kern der Geschichte darstellen soll; zum anderen ist es diese Schnelligkeit, mit der durch die Entwicklung dieser Liebe gehetzt wurde: erst reden sie gar nicht miteiander, weil es Lucy so schlecht geht und dann reicht eine Nacht und Hetty bringt das Thema einfach auf den Tisch - also ich weiß ja nicht.
Irgendwo da hat mich der Roman verloren, aber ich bin natürlich trotzdem neugierig, was nun eigentlich in Lookwood los und wo das Ganze noch hinführen wird ;)

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La Calavera Catrina kommentierte am 05. Juni 2020 um 13:44

Das Buch hat ja die stummen Wächter im Titel... Wenn ich jetzt spekulieren würde, dann kämen mir da vor allem Tiere in den Sinn. Da fällt mir der Fuchs ein, den Hetty gesehen hat und all das Ungeziefer, was sich im Winter ins Haus verirrt hat. Kommt mir zwar abwegig vor, aber mal sehen, ob der Buchtitel abschließend Sinn ergibt. 

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 130 - 251
Hilou kommentierte am 05. Juni 2020 um 18:49

Ich hatte das eher auf die ausgestopften Tiere bezogen. Der Vater hatte früher ja auch welche im Haus. Jetzt kamen die vom Museum dazu.