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Lesende Frauen

Lesegewohnheiten

Gemeinsames Lesen

Geschichten haben den Menschen schon immer fasziniert. Jahrhundertelang wurden sie mündlich weitergegeben bis sie schließlich in Buchform zugänglich gemacht wurden. So konnte der Mensch Romane alleine genießen. Doch das Bedürfnis, sich über die Lektüre austauschen, hat er nach wie vor.

Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein las man vor allem Zeitung oder religiöse Literatur bis sich die Bürger im Zuge von großen gesellschaftlichen Veränderungen schließlich belletristischen Werken zuwendeten und den Weg für die sogenannte "Leserevolution" ebneten. Man sprach sogar von einer "Lesewut", die vor allem von Frauen und Jugendlichen Besitz zu ergreifen schien, und suchte nach Therapieansätzen, die die neue Sucht heilen sollten.

Geschichten mussten nicht mehr länger vorgetragen oder -gelesen werden. Immer mehr Menschen lernten Lesen und Schreiben und waren so in der Lage, Bücher ganz allein für sich zu genießen. Ob in der Bibliothek, unterwegs oder zu Hause - um Geschichten zu lesen reichte die Gesellschaft eines Romans völlig aus.

Doch das Bedürfnis des Menschen, über das Gelesene zu sprechen, ist bis heute geblieben. Schon in der Grundschule gehört der Austausch über Geschichten zu den festen Unterrichtsinhalten und bis in die Oberstufe werden Romane - nicht nur im Deutsch-, sondern auch im Fremdsprachenunterricht - gelesen, reflektiert und analysiert. Findet dies noch in einem "unfreiwilligen" Rahmen statt, suchen viele begeisterte Leser auch darüber hinaus nach Möglichkeiten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Viele Bibliotheken, Buchhandlungen oder Städte bieten sogenannte "Lesekreise" oder auch "Literaturkreise" an. Alle Teilnehmer lesen dasselbe Buch und tauschen sich bei ihren gemeinsamen Treffen über ihre Eindrücke aus. Wie diese Treffen organisiert sind und welche Lektüren besprochen werden, kann sehr unterschiedlich sein. Während meines Studiums habe ich mich regelmäßig mit ein paar Freunden getroffen und über Bücher diskutiert. Wir wechselten uns als Gastgeber ab und bestimmten dann jeweils einen Roman, der bis zum Treffen von allen gelesen werden musste. Ich wählte zum Beispiel "Die Schachnovelle", Marie entschied sich für "Saturday" von Ian McEwan und Nadja suchte sich Bulgakows "Meister und Margarita" aus. Einen Abend lang diskutierten wir über die Geschichte und die Autoren, wir tauschten uns über unsere Leseerfahrungen aus, während wir uns die Bäuche mit Chips und Süßkram vollschlugen, und stellten immer wieder von Neuem fest, wie unterschiedlich unsere Ansichten waren. Empfand ich "Saturday" als belanglos, war Conny der Meinung, dass der Roman ganz im Gegenteil von großer Relevanz war. Die Gedanken der anderen eröffneten mir neue Perspektiven und ließen mich die Geschichten aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Auch Internet-Communites bieten natürlich die Möglichkeit, sich ausführlich über Bücher zu unterhalten. Bei "Was liest Du" kann nicht nur im Fragen- und Rezensionsbereich über Romane diskutiert werden - vor allem die Teilnahme an Leserunden eignet sich, um sich gemeinsam mit anderen Literaturbegeisterten intensiv mit einem Buch zu beschäftigen. Der Austausch hilft häufig, Unklarheiten zu beseitigen, andere Perspektiven kennenzulernen oder vielleicht auch einfach die eigenen Eindrücke bestätigt zu sehen.  

In beiden Fällen werden die Bücher allerdings erstmal alleine gelesen - erst nach der Lektüre (oder nach einzelnen Abschnitten) tauscht man sich über das Gelesene aus. Anders handhaben das einige Paare. Sie lesen sich gegenseitig vor, sprechen über einzelne Abschnitte und gehen das Buch so zusammen durch. Indem sie sich über ihre Meinung und Eindrücke austauschen, lernen sie nicht nur das Buch, sondern auch ihren Partner besser kennen, fördern die Kommunikation innerhalb der Beziehung und verbringen gemeinsam Zeit.

Wie ist das bei euch? Lest ihr Bücher manchmal gemeinsam mit anderen, lasst euch vorlesen oder lest selbst vor? Wie wichtig ist euch der Austausch nach der Lektüre eines Buches?

Kommentare

Seiten

Ywikiwi kommentierte am 25. März 2014 um 13:28

Ich lese zwar keine Bücher gemeinsam mit anderen oder lasse mir was vorlesen etc... aber mir ist der Austausch nach dem ich ein Buch gelesen habe, sehr wichtig! Meistens rede ich dann mit meinen Freundinnen darüber, die auch lesen. Ich schreibe auch immer eine Rezension zu jedem Buch, das hilft mir auch die Geschichte nochmal zu "verarbeiten" und ich rede ja dann quasi auch mit anderen darüber! :)

Wenn mir aber ein Buch ganz besonders gefallen hat, dann ist keiner vor meiner Meinung sicher. Da wird jedem Büchermuffel, das komplette Buch erzählt und wie toll das und das war, ob es sie interessiert oder nicht, da habe ich dann "Mitteilungsdrang"! ;)

Karithana kommentierte am 25. März 2014 um 19:32

Kann ich das einfach in meinen Post kopieren? ;-)

Gemeinsam lese ich auch nicht. Nur eben im Rahmen einer LR. Aber oft verleihen wir in der Familie oder ein paar Kolleginnen und ich gegenseitig Bücher, die wir toll fanden. Danach sprechen wir immer darüber. 

Also ganz ähnlich. 

Ywikiwi kommentierte am 25. März 2014 um 21:39

Ja genau... die Leserunden habe ich vergessen, also haben wir uns jetzt ergänzt! :D ;)

Steffi_the_bookworm kommentierte am 25. März 2014 um 13:39

Ich bin bei Goodreads Mitglied einer tollen Gruppe, in der wir oft gemeinsame Leserunden und Buddy Reads veranstalten. Ich finde es total spannend gemeinsam zu lachen, zu lästern oder dahin zu schmelzen. Die unterschiedlichen Meinungen oder wie bestimmte Dinge aufgefasst werden ist immer wieder interessant.

Lrvtcb kommentierte am 25. März 2014 um 13:45

Goodreads kenne ich gar nicht. Trifft man sich dann wirklich, um mit den anderen zu lachen und zu lästern, oder ist das auch eine Community, wie Wasliestdu?

Karithana kommentierte am 25. März 2014 um 19:32

Mir sagte das auch nichts. Ich bin immer wieder erstaunt, auf wie viele Dinge ich durch diese Seite komme. 

Steffi_the_bookworm kommentierte am 25. März 2014 um 20:35

Ist schon ne Community. Seite an sich ist aber auf English, sind inzwischen aber auch viele deutsche Mitglieder. Meine Gruppe ist Deutsch, aber wir lesen auch viel auf Englisch.Verabreden uns dann zu Buddy Reads und es gibt ne monatliche Leserunde, da wird dann über das Buch abgestimmt und dann im nächsten Monat gemeinsam gelesen und darüber diskutiert.

Steffi_the_bookworm kommentierte am 25. März 2014 um 20:38

Hier ist der Link zu der Gruppe, falls jemand Interesse hat: https://www.goodreads.com/group/show/52402-b-cherwelt-leserausch

LESERIN kommentierte am 25. März 2014 um 19:16

Werden da auch Rezensionsexemplare verlost ? Ich finde es witzig, dass die Leute da gifs posten :)

Steffi_the_bookworm kommentierte am 25. März 2014 um 20:35

Es gibt giveaways, aber da sind leider selten deutsche Bücher bei.

LESERIN kommentierte am 26. März 2014 um 15:44

Egal. Gibt es auch giveaways für Deutschland ?

Carlys Buchsucht kommentierte am 28. März 2014 um 16:04

Ja, das gibt es. Bei jedem giveaway steht in welche Länder die Bücher versendet werden. Wenn ein bestimmtes Land nicht genannt wird, dann kann man das Buch leider nicht gewinnen.

LESERIN kommentierte am 02. April 2014 um 23:57

Kann man da auch auf dt. rezensieren?

Lrvtcb kommentierte am 25. März 2014 um 13:43

So Leserunden, wo man über die gelesenen Bücher diskutieren kann, finde ich super. Ich spreche auch gerne mit Freunden über Bücher, die wir gelesen haben. Aber ich hasse es vorgelesen zu kriegen. Ich kann mir auch schon bei Hörbüchern nicht vorstellen, was die Person dann da vorliest und das ist mir immer viel zu langsam. Ich lese eindeutig schneller, als die Person vorlesen kann und dann langweile ich mich eigentlich mehr.

Shinea kommentierte am 25. März 2014 um 13:50

Ich meinem Studium mache ich ähnliche Erfahrungen. In der Komparatistik lesen wir unheimlich viel, manchmal bis zu fünf Werke in der Woche oder zumindest Abschnitte davon. Im entsprechenden Seminar wird das Werk dann besprochen. Der Dozent / die Dozentin leitet die Diskussion und gibt Denkanstöße, aber im Grunden sind wir Studenten diejenigen, die am meisten beitragen (müssen). Bei manchen Werken macht es Spaß. Oft genug ist es vorgekommen, dass ich ein Werk, von dem wir nur einige ausgewählte Kapitel lesen mussten, vor Anfang an oder zumindest später (weil im laufenden Semester einfach nicht genug Zeit dafür bleibt) komplett gelesen habe. Es macht dann einfach Spaß sich mit anderen über ihre Eindrücke auszutauschen. Oft genug bekommt man Denkanstöße und Ansichten, zu denen man allein nie gelangt wäre.

Da einige meiner Kommilitonen auch zu meinem Freundeskreis gehören, wird auch dort viel über Literatur gesprochen. Zu Zeit lesen z.B. eine Freundin und ich Das Lied von Eis und Feuer und sprechen regelmäßig darüber.

Praktischerweise studiert auch mein Freund Komparatistik, wodurch wir die Liebe zu Büchern teilen können. An Anfang unserer Beziehung haben wir uns tatsächlich gegenseitig vorgelesen. Irgendwie haben wir damit aufgehört. Vielleicht sollten wir es wieder aufleben lassen, denn es war eindeutig ein schönes Erlebnis.

Belle Morte kommentierte am 25. März 2014 um 14:42

Wenn es mir gerade passt und ich das Buch so oder so lesen will, nehme ich gern an einer Leserunde im Internet teil. Manchmal bringt das Spaß, manchmal weniger. Mich einer festen Truppe anzuschließen, die sich tatsächlich auch trifft, finde ich schwieriger. Zwar wäre das grundsätzlich spannend, aber man müsste sich dann ständig auf die Lesewünsche anderer einlassen. Das ist zwar grundsätzlich nicht verkehrt und wahrscheinlich auch eine Bereicherung, aber ich habe einfach zu viel im Schrank, was ich selbst gern lesen möchte.

So war das beispielsweise bei Game of Thrones, die Bücher hatte ich schon jahrelang im Schrank. Nie gelesen, weil GRRM wird ja eh nicht fertig damit. Irgendwann bot sich eine Leserunde an und da habe ich sie halt heraus gekramt.

lila-luna-baer kommentierte am 25. März 2014 um 14:47

Ich lese Bücher eigentlich nur gemeinsam mit meiner Tochter, an einer Leserunde habe ich noch nie teilgenommen. Aber mit meiner Tochter zu lesen oder ihr vorzulesen, war mir immer sehr wichtig und macht mir auch jetzt noch großen Spaß, obwohl sie bereits 9 Jahre alt und in der 4. Klasse ist und schon lange selbst lesen kann. Trotzdem fragt sie jeden Abend danach, ob wir gemeinsam etwas lesen. Inzwischen lesen wir oft längere Bücher zusammen und wenn wir an eine besonders spannende Stelle geraten, unterbrechen wir meistens und malen uns gemeinsam aus, wie es weitergehen könnte. Ich finde es toll und hoffe, dass sie noch lange Spaß daran hat.

nicigirl85 kommentierte am 25. März 2014 um 15:04

Sobald sich die Möglichkeit ergibt, lese ich ein Buch viel lieber in einer Leserunde als alleine, weil ich den Austausch mag. Besonders genial, wenn der Autor mitliest. Zudem verfasse ich zu jedem Buch eine Rezension, ich brauche das irgendwie als Leseabschluss.

MissLuna kommentierte am 25. März 2014 um 15:06

Ich mag Leserunden sehr gern und habe auch schon an einigen teilgenommen. Es ist sehr schön schon beim Lesen über ein Buch zu diskutieren. Viele kleine Details, die man selber überliest, fallen dann doch extrem auf.

Fornika kommentierte am 25. März 2014 um 15:39

Leserunden mache ich echt gerne mit, der Austausch eröffnet manchmal interessante neue Perspektiven. Außerdem macht bei einem Krimi gemeinsames Spekulieren über den Mörder wesentlich mehr Spaß als alleine darüber nachzudenken. Vorlesen ist so gar nicht mein Ding, ich wüsste spontan auch gar nicht wer Lust hätte mir stundenlang zuzuhören ; ) Vorlesen lassen funktioniert bei mir auch nicht so gut, da schweife ich ab; ähnlich wie bei einem Hörbuch.

Sommerzauber02 kommentierte am 25. März 2014 um 15:56

Also ich lese ein Buch für mich alleine. Wenn mir ein Buch gefallen hat, dann tausche ich mich mit Arbeitskolleginnen oder meiner besten Freundin aus. Leserunden habe ich erst in diesem Forum kennengelernt. Vom Hören-Sagen kenne ich private Lesekreise, die z.B. an der Volkshochschule initiert wurden. Die Mutter meiner besten Freundin ging eine zeitlang zu einem solchen Lesekreis. Einmal ist meine Freundin mitgegangen, und hat von ihren Erfahrungen berichtet.

Meinem Mann, der selber kein Leser ist, habe ich aus Jux einmal gesagt, wenn ich später alt, vielleicht dement sein sollte oder nicht mehr gut lesen kann (Sehkraft lässt nach), dann soll er mir aus Zeitungen und Büchern vorlesen. Als Kind wurde mir nicht vorgelesen.... vielleicht weil meine Eltern ebenso keine großen Leser sind. Meiner Mutter schenke ich jetzt hin und wieder Bücher, aber ein Austausch findet nicht ausgiebig statt.

Hier bei WLD machen mir die Leserunden Spass, und ich schreibe ebenso zu fast jedem Buch eine Rezension.

heike_e kommentierte am 25. März 2014 um 15:59

Ich habe meinen Kindern sehr viel vorgelesen, auch noch, als diese schon längst selber lesen konnten. Hat einfach Spaß gemacht und nebenbei wurde auch noch viel gekuschelt und gelacht. 

Erwachsene haben oft nicht die Geduld, sich etwas vorlesen zu lassen (ich übrigens auch nicht). Ausnahme: ein Hörbuch, das von einem wirklich guten Sprecher vorgelesen wird. So etwas mag ich sehr.

marsupij kommentierte am 25. März 2014 um 17:13

Ich habe dem leseunlustigen Sohn der Lebenspartnerin meines Bruders öfter vorgelesen. Er musste für die Schule lesen und hat mich gefragt, wie lange ich für ein Buch brauche und wie ich so viel lesen könne. Wir haben dann abwechselnd gelesen.

 

Persuasion kommentierte am 27. März 2014 um 19:18

Ja, mit Kindern zu lesen ist eine ganz besondere Erfahrung. Sie sind dankbare und ungeheuer konzentrierte und neugierige Zuhörer. Für die Kleinen muss man die Lieblingsgeschichte natürlich wieder und wieder lesen; die Kids im Schulalter bringen immer neue Ideen ein mit ihren Fragen und ungewöhnlichen Perspektiven. Ich bin Vorlese-Pate der Stiftung Lesen und liebe diese Stunden mit Menschen, die gerade dabei sind die Magie der Bücher für sich zu entdecken...

Esliest kommentierte am 25. März 2014 um 16:15

Meistens lese ich Bücher für mich alleine. Mir macht es aber auch total viel Spaß, kleinen Kindern vorzulesen oder mich mit Freunden über bereits gelesene Bücher zu unterhalten. Hin und wieder zwingen wir uns sogar gegenseitig dazu,ein Buch zu lesen,damit wir jemanden zum Reden haben. :)

 

Adlerauge kommentierte am 25. März 2014 um 16:16

Ich habe damals ,wo meine Tochter noch nicht in die Schule ging ihr sehr viel vorgelesen !

Dadurch hatte ich später bemerkt ,das ihr Interesse an Büchern sehr groß wurde !

Heute ,mittlerweile (24 Jahre )   liest meine Tochter leidenschaftlich  viel!

Dezembernacht fantasierte am 25. März 2014 um 16:36

Ich weiß dass ich als Teenager mit meiner Freundin zusammen "Harry Potter" gelesen habe.... wir hatten zwar keine festen Abschnitte die wir gelesen und uns dann ausgetauscht haben, quatschten aber zwischendrin immer mal wieder über das gerade gelesene .... das hat schon ziemlich Spaß gemacht :) Heute tausche ich mich überwiegend im Internet über gelesenes aus, aber manchmal auch noch mit besagter Freundin :))

Dalang kommentierte am 25. März 2014 um 16:44

Ich bevorzuge es, Bücher alleine zu lesen. Warum das so ist, weiß ich gar nicht so genau...

Maryann Flamel kommentierte am 25. März 2014 um 16:50

Wenn mich ein Buch richtig begeistert oder auch enttäuscht hat, dann möchte ich unbedingt mit jemandem darüber sprechen. Es ist wirklich interessant zu sehen, ob man einer Meinung ist, oder ob sich andere Perspektiven eröffnen. Ich lese sehr gerne Kindern vor und empfinde das gemeinsame Leseerlebnis als sehr schön :) Grade Kinder eröffnen einem neue Perspektiven ^^ 

Mein Freund und ich haben mal versucht ein Buch gemeinsam zu lesen, wir sind aber gescheitert, da er einfach nicht der Typ dafür ist ;) vielleicht versuchen wir es nochmal. Mit einer Freundin habe ich es wiederum geschafft ein ganzes Buch gemeinsam zu lesen, es war ein lustiges Buch und wir haben uns beim Vorlesen kaum halten können vor Lachen :) 

marsupij kommentierte am 25. März 2014 um 17:10

Im Studium habe ich mit zwei Freundinnen eine Leserunde gemacht. Aus den unterschiedlichen Epochen mindestens einen Roman, evt. auch Drama,... Danach haben wir uns darüber ausgetauscht. Allerdings waren wir schnell nur noch zu zweit. Wir haben uns Literaturempfehlungen angesehen und uns überlegt, welche französischen Werke bis zum Examen einfach gelesen haben muss. Und gerade bei den früheren Epochen war es gut, dass wir uns gegenseitig motiviert haben. Denn sonst hätte ich bestimmt nicht die kompletten "Pensées" von Pascal gelesen. Wir waren sogar recht konsequent und haben uns meist auf Französisch ausgetauscht. Für meine mündliche Prüfung in Literaturwissenschaften war das sehr hilfreich.

Früher haben meine Freundin und ich uns mal gegenseitig vorgelesen. Mit meinem Mann habe ich es auch versucht, aber er liest nicht so viel. Aber was wir lesen uns immer wieder gerne einzelne Abschnitte aus Büchern vor, die entweder nicht zu viel von der Geschichte verraten oder aber klar ist, dass der Andere das Buch nicht lesen wird. Wobei ich viel mehr lese als er. Dafür liest er mir öfter aus der Zeit vor.

Und ohne unsere private Leserunde zu David Copperfield hätte ich nicht so schnell ein Buch von Dickens gelesen.

nikolausi kommentierte am 25. März 2014 um 17:12

Leider kann ich meinen Mann und meine Söhne überhaupt nicht für das Lesen begeistern, so dass ich mich mit ihnen auch nicht austauschen kann. Als die Kinder noch klein waren, habe ich es sehr schön gefunden, ihnen jeden Abend aus Kinderbüchern vorzulesen und mit ihnen darüber zu sprechen. Gelegentlich wird einmal in der örtlichen Buchhandlung oder der Stadtbibliothek ein Literaturkreis angeboten, zu dem ich dann auch gerne hingehe. Um so schöner finde ich es, an der einen oder anderen Leserunde teilnehmen zu können und mich immerhin schriftlich mit anderen Lesebegeisterten austauschen zu können.

BluesatSix kommentierte am 25. März 2014 um 17:12

Ich lese meistens alleine ,aber unterhalte mich gerne mit anderen über gelesene Bücher ,es ist schon erstaunlich wie weit die Meinungen über das selbe Buch auseinander gehen können .Ich finde der Meinungs austausch nach dem lesen ist genau so schön wie das lesen selbst auch wenn es schon mal etwas hitzig dabei zugehen kann

Heinz60 kommentierte am 25. März 2014 um 17:20

Ich lese Bücher eigentlich lieber alleine, danach kann man sich ja immer noch darüber austauschen bzw lästern. 

 

fraencisdaencis kommentierte am 25. März 2014 um 17:59

Meine Erfahrungen mit Leserunden sind eher mau, und die gemachten Erfahrungen auch nicht unbedingt der Hit. Also während des Lesens komme ich leider kaum zu einem Austausch. Wobei das ansatzweise durch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter möglich ist. Wenn mir ein Buch (nicht) gefällt beim Lesen und ich eine kurze Meldung darüber gebe, kommen oft Antworten von Leuten, die das Buch schon gelesen haben. Ist natürlich auch was anderes, aber ein gewisser Austausch ist da.

Da der direkte Austausch bei mir nicht funktioniert, finde ich den Austausch nach dem Lesen eines Buches umso wichtiger. Deshalb schreibe ich Rezensionen und lese diese auch gerne bei anderen. Auf meinem Blog würde ich mir zwar noch mehr Diskussionen wünschen, aber was nicht ist kann ja noch werden!

Borkum kommentierte am 25. März 2014 um 19:12

Ich lese eigentlich immer allein, da mein Partner einen anderen Geschmack in Bezug auf den Lesestoff hat (außer bei Harry Potter). Anschließend tausche ich mich aber gerne mit anderen über das Buch aus. Da ergeben sich doch schon mal andere Perspektiven.

Leserunden habe ich erst hier im Forum kennen gelernt und bin ganz angetan davon.

Mein Freund hat mir vor Jahren mal ein Buch vorgelesen und seit dem weiß ich, dass mir das überhaupt nicht gefällt.

Streiflicht kommentierte am 25. März 2014 um 19:14

Ich tausche mich auch gerne über Bücher aus, aber in meinem Freundeskreis ist keiner so buchverrückt wie ich. Niemand liest ständig. Daher bin ich total begeistert, welche Möglichkeiten mir das Internet eröffnet und nutze diese schon lange. Gerne in Leserunde oder in Wanderbuchrunden auf verschiedenen Seiten. Das macht mein Leben soviel schöner! :o)

Annette kommentierte am 25. März 2014 um 19:17

Ich habe eine Freundin, die ebenso gerne liest wie ich. Da sie schneller liest als ich ,hat sie einen doch inzwischen erheblichen Vorsprung. Wir sehen uns ca. alle 4 Wochen. Sie wohnt in Wiesbaden. Bei diesen Treffen tauschen wir uns über das ein oder andere Buch oder auch über ganze Serien aus. Themen bzw. Bücher, welche hiervon betroffen sind, waren z. B. alle Dan Brown Bücher, die historischen Romane von Ken Follet,  Der Schwarm von Frank Schätzing, Charlotte Link und ihre Romane. u. s. w....
Wers mich aber auf eine andere Idee brachte, war mein Mann. Er liest überhaupt keine Bücher, hat aber die Hörbücher für sich entdeckt. Da ich ´diejenige bin, die in Buchhandlungen unterwegs ist, habe ich auch die Möglichkeit, ihm Hörbücher mitzubringen bzw. zu schenken. Hierüber ergibt sich auch eine sehr gute Möglichkeit mit Lesemuffeln über gemeinsame gelesene bzw. gehörte Bücher auszutauschen.

Lauritzel kommentierte am 25. März 2014 um 19:48

Seit ein paar Monaten bin ich ganz vernarrt in Leserunden, denn ich merke, dass es so viele Sichtweisen auf ein und dasselbe Buch geben kann, auf die ich selber niemals käme. Oder nur ganz, ganz selten. Man bekommt mehr den Blick aufs Ganze, finde ich. Vor allem, wenn einem auch mal bewusst wird, etwas ganz falsch verstanden zu haben.

Ich habe schon immer gerne mit besten Freundinnen gelesen, und seit ich mit meinem Freund zusammen bin, lese ich sehr viel mit ihm. Manchmal lesen wir uns vor, aber nur, wenn wir gerade besondere Stellen haben. Jedoch auch, wenn wir zum Training lesen, zum Beispiel Italienisch, dann lesen wir uns gegenseitig vor. Oder, wenn wir dasselbe Drama lesen, dann lesen wir mit verteilten Rollen. Ein richtiges Nerdpärchen. :)

mrscookie2304 kommentierte am 25. März 2014 um 20:12

Harry Potter 6 habe ich erst zusammen mit meiner Freundin gelesen und zum Ende hin als wir beide ein Exemplar zu Hause hatten, haben wir um die Wette gelesen.:-) Das hat echt Spaß gemacht...Wenn ich mit meinen Freunden auf Reisen bin, lesen wir uns auf der Autofahrt manchmal auch gegenseitig etwas vor. Ich mag es, über Bücher zu sprechen und zu diskutieren, welche Stellen man wieso, weshalb, warum am besten fand. So lernt man immer wieder neue Bücher kennen, die darauf warte gelesen zu werden.

katze267 kommentierte am 25. März 2014 um 20:26

Ich geniesse hier die Leserunden mit dem oft lebhaften Austausch.

Ansonsten sprech ich gern mit meinen Freundinnen über die Bücher, die mir gefallen haben.

Zu unseren "Frauenabenden" bringen wir immer Bücher zum gegenseitigen Ausleihen mit, da ergibt sich oft schon ein Gespräch.

Auch mit meiner Tochter diskutiere ich oft über Bücher, ab und an auch mit meinem Sohn.

Und eine einige Jahre war ich in einem englischen "Buchclub" von der VHs.So ca alle 4 Wochen trafen wir uns und diskutierten über das aktuelle Buch, meist englische Krimis.Wir konnten Vorschäge bringen , aber letztlich bestimmte die Kursleiterin die Bücher. Am Anfang des Kurses gabs eine Liste der Bücher und den Termin, an dem darüber diskutiert wurde. Das hat mir grossen Spass gemachr, auch wenn das Diskutieren in Englisch etwas Schwieriger ist (zumindest für mich, die Kursleiterin war "Native Speaker")

Vorlesen lass ich mir nicht gerne, da bin ich zu anspruchsvol, aber ich habe früher oft meinen Kindern vorgelesen.

Janine2610 kommentierte am 25. März 2014 um 21:00

Nein, so etwas mache ich nicht. ;-) Ich mag es nicht unbedingt vorgelesen zu bekommen, da bekomm ich die Hälfte nicht mit, ich muss das Geschriebene auch SEHEN. Vorlesen tu ich nur meiner 3,5 Jahre alten Schwester, das mache ich schon gerne. - Sie kommt auch immer auf mich zu, also dürfte es ihr auch gefallen.^^

Sooo wichtig ist mir der Austausch nach oder während des Lesens nicht. Manchmal habe ich aber schon ziemlich Lust auf Leserunden, dann bin ich mit meiner Lektüre nicht ganz allein - und wie du schon geschrieben hast - es ist immer interessant, die Ansichten von anderen Lesern kennenzulernen.

Liebste Grüße <3

Kitty Catina kommentierte am 25. März 2014 um 21:52

Da es leider niemanden in meinem näheren Umkreis gibt, der sich so sehr für Bücher interessiert wie ich, bis auf eine Freundin, die aber sehr weit weg wohnt, bin ich leider gezwungen, Bücher allein zu lesen. Allerdings lese ich als Mutter natürlich manchmal noch meinem Sohn vor und manchmal lese ich mal ein paar Zeilen aus einem Buch, die ich total witzig oder anderweitig toll finde, meinem Freund vor. Der Austausch über meine gelesenen Bücher ist mir allerdings total wichtig, deswegen führe ich auch meinen Blog. Außerdem nerve ich gern meine nicht so buchverrückten Freunde mit meinen Büchern.

Galladan kommentierte am 25. März 2014 um 23:37

Die Idee der Leserunde finde ich toll. Leider gibt es dann die Leute die ihr Buch auf den SuB werfen (ich habe mich echt geaergert bei einem 3. Teil hier wo die Leute nach Erhalt des Buchs erst gemerkt haben, dass sie 1 und 2 noch gar nicht kannten) oder vorpreschen und fertig sind offensichtlich ohne Notizen aber mit Rezi die trotz Leserunde Punkte gibt. 

Meine Kunsterziehungslehrerin hat das Superding gemacht. Einer hat vorgelesen und die Anderen haben gezeichnet. Man haette eine Stecknadel gehoert. Das Buch an das ich mich da noch besonders erinnern kann ist Momo. Ohne gross Trara haben die die Zeichnen konnten denen geholfen die es nicht konnten weil man weiter wissen wollte was passiert.

Ich liebe es mit meinem Mann lange Autofahrten zu machen und dabei Audiobooks zu erleben. Die "Pinkelpause" wird genutzt um Spekulationen zu starten und "Dobby" ist gemeinsam nochmal so schoen.

Estha kommentierte am 26. März 2014 um 05:41

Gegenseitiges Vorlesen gibt es bei uns eher selten: es liest doch lieber jeder für sich allein, allerdings wird es viel über Bücher gesprochen. Da in meiner Familie und Freundenkreis viel gelesen wird, unterhalten wir uns auch gerne und oft über das Gelesene. Auch die Leserunden machen mir Spaß. Ich finde es sehr schön, über Bücher reden zu können: man entdeckt immer wieder neue Bücher, die man selbst gerne mal lesen würde. Sehr spannend finde ich, dass man durch die Unterhaltung auch mitbekommt, wie unterschiedlich die Meinungen zu einem Buch ausfallen können. Finde es schon sehr bereichern, wenn man sich über das Gelesene unerhalten kann.

Hope kommentierte am 26. März 2014 um 10:38

Ich lese alleine, da mein Mann meine Leseleidenschaft leider so überhaupt nicht teilt. Meine Töchter sind inzwischen aus dem Haus und so lese ich wieder wesentlich mehr als früher. Hat mir ein Buch besonders gefallen, so rede ich da im Freundes- und Bekanntenkreis darüber. Oft passiert es dann, das einige es so interessant finden, dass sie es sich entweder von mir leihen oder sich selber kaufen.

Meine Töchter lesen auch, allerdings aus Zeitmangel nicht so viel. Gefällt ihnen eines der Bücher von denen ich ihnen gerade vorschwärme dann kann es schon passieren, das sie mich anrufen und wissen wollen, wie die Story weitergeht. ;-)

Früher habe ich viel vorgelesen. In der Schule hatte ich sogar mal einen Preis als beste Vorleserin erhalten. ;-) Heute lese ich meinen Enkeln gerne vor und wir spinnen die Geschichten manchmal selber weiter. Es ist interessant, die Fantasien der Kleinen zu erkunden.

Seit ich hier bei WLD bin, entdecke ich immer mehr meinen Spaß an Leserunden. Es macht einfach Laune, sich mit anderen darüber auszutauschen. Außerdem entdecke ich hier so viele interessante Bücher, die ich so sonst nie entdeckt hätte. 

Rezensionen schreibe ich inzwischen auch zu jedem Buch, welches ich gelesen habe. Muss aber sagen, wenn ich hier so einige Profi-Rezensenten lese, ist bei mir noch viel Luft nach oben bzgl. Sprache und Ausdruck. ;-) Aber ich bin ja lernfähig. :-)

Hunde Besitzerin kommentierte am 26. März 2014 um 10:44

Hallo!

 

Ich habe seit ca 18 jahren eine Emailfreundin und wir lesen beide gerne.

Wir haben so feste Autoren, bei den wir zusammen Reihen lesen, z.B. Nancy Atherton, Deborah Crombie, Johan Theorien,  etc.

Wir haben teilweise sehr unterschiedliche Ansichten zu manchen Punkten oder finden mache Sachen aus unterschiedlichen Sichtweisen gut.

Seit mehrern Jahren lesen wir nun mindestens einmal im Monat ein Buch zusammen über eine Plattform eines Leserundenforums.

Mir gefallen diese kleinen persönlichen Leserunden sehr gut.

Nicht so gut - daher habe ich hier auf dieser Plattform mich auch nie angemeldet sind große LR mit 15 oder mehr Teilnehmern.

Das wird unübersichtlich, da jeder untereschiedlich schnell liest wird es kompliziert, wenn man selbst das  Buch schon fertig hat, dann noch über den Inhalt von Anfangs zu sprechen, denn man mit dutzend anderen Teilnehmern schon jeweils einmal ausgetauscht hat.

 

Gruß Hundebesitzerin

 

 

 

 

Tine kommentierte am 26. März 2014 um 17:25

Leserunden mit realen Leuten wär auch mal toll!
Hmm, in meinem privaten Umfeld diskutier ich eig eher weniger, ich "nerv" eher immer meine Schwester und Muttter, dass das Buch sooo gut ist und sie es unbedingt lesen müssen ;D

Miss.mesmerized kommentierte am 26. März 2014 um 17:48

Ich habe Literaturwissenschaften studiert und das war schon toll, sich da gemeinsam an die Analyse der Bücher zu machen. In Internet Communities habe ich bisher sehr sehr wenige Leserunden erlebt, in denen sich ernsthaft mit Litertaur auseinander gesetzt wurde (genau zwie Mal: einmal zu Thomas Mann und einmal zu Dostojekwski). Die Masse der Bücher sind da ja Unterhaltungsromane, entsprechend bleibt auch der Austausch sehr banal.

Kathrinsbooklove kommentierte am 26. März 2014 um 21:17

Ich liebe es an Leserunden teilzunehmen. Immer wieder neue Perspektiven kennen zu lernen, ist immer wieder toll. Genauso das reden/diskutieren über bestimmte Stellen, eigene Meinungen, u. ä.

Ab und zu lese ich auch ein Buch mit meinem Freund zusammen. Wir lesen uns dann gegenseitig Stellen vor und reden darüber. So merkt man auch nocheinmal auf welche Genre/Themen/etc. der Partner "steht" und kann so zum Beispiel das Buch zum Geburtstag noch präziser und passender aussuchen.

Ich persönlich finde, dass Unterhalten über Bücher sehr gut und wichtig.

chaosbaerchen kommentierte am 27. März 2014 um 08:05

Mein Mann und ich lesen uns abends gegenseitig vor, mal mehr mal weniger, je nachdem wie wir zeitlich dazu kommen. Aber ich genieße das sehr und finde den Austausch toll. Der fehlt mir oft bei den Büchern, die ich alleine lese. 

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