Leserunde

Bonus-Leserunde zu "Die kleine Inselbuchhandlung" (Janne Mommsen)

Die kleine Inselbuchhandlung - Janne Mommsen

Die kleine Inselbuchhandlung
von Janne Mommsen

Bewerbungsphase: 26.04. - 10.05.

Beginn der Leserunde: 17.05. (Ende: 07.06.)

Im Rahmen dieser Bonus-Leserunde stellen wir –  mit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags –  20 Freiexemplare von "Die kleine Inselbuchhandlung" (Janne Mommsen) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

In seinem atmosphärischen Sommer-Roman schickt Literatur-Spiegel-Bestsellerautor Janne Mommsen Greta Wohlert auf eine kleine Nordseeinsel, wo ihre Tante ein Haus am Strand hat. Die Stewardess hat sich ein paar Tage Auszeit vom stressigen Job genommen. Doch auf der Insel angekommen, muss Greta erst einmal Tante Hille beim Entrümpeln ihres ehemaligen Ladens helfen. In den staubigen Regalen entdeckt Greta unzählige Bücher. Fasziniert von dem Fund, veranstaltet sie einen Flohmarkt. Der Verkauf der Bücher macht Greta so viel Spaß, dass sie eine Idee hat: Wie wäre es, einfach hier zu bleiben und eine Inselbuchhandlung zu eröffnen? Ermutigt wird sie dabei von Claas, dem attraktiven Pensionsbesitzer der Insel. 
Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Jemand möchte Greta von der Insel vertreiben, eine geheimnisvolle Liebeswidmung in einem alten Buch gibt ihr viele Rätsel auf. Und zu allem Überfluss steht eines Tages Gretas Daueraffäre aus Frankfurt vor der Tür. Er möchte eine zweite Chance.

ÜBER DEN AUTOR:

Janne Mommsen ist direkt an der Ostsee geboren und aufgewachsen. In seinem früheren Leben hat er als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Romane, Drehbücher und Theaterstücke.

 

07.06.2018

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 99

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 99
Trafalgar_Anni kommentierte am 19. Mai 2018 um 15:29

Dann mache ich jetzt einfach mal den Anfang :D

Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist so schön flüssig und leicht, dass man recht schnell durch die Seiten kommt. Und trotz allem habe ich beim Lesen Urlaubsfeeling. Vielleicht liegt es an der Location, vielleicht auch an dem ansprechenden Cover, das wirklich Lust auf einen Inselurlaub macht; jedenfalls kann ich super entspannen :D Aber besonders toll finde ich, das einige friesische Begriffe verwendet werden und auch sonst alles typisch Norddeutsch ist (ich habe mich tierisch über "Klönschnack" gefreut. Sowas hört und liest man einfach viel zu selten in meiner Wohngegend :D)

Jetzt aber mal weg von der Sprache und ab zur Handlung und Personen. Greta finde ich bis jetzt eigentlich ganz gut. Sie ist belesen und durch ihren Job als Flugbegleiterin ziemlich rumgekommen in der Welt. Allerdings scheint sie bei dem Job so langsam an ihre Grenzen zukommen und ziemlich auf dem Zahnfleisch zu gehen. Die Panikattacken und das Umkippen an Bord des Flugzeuges sprechen jedenfalls dafür. Ich bin ja mal gespannt, ob und wann sie den Job als Flugbegleiterin tatsächlich komplett aufgeben wird. 

Tante Hille ist mir super sympathisch :D Sie scheint eine sehr lockere, lebenslustige Frau zu sein, die ihren eigenen Weg geht und der es anscheinend egal ist, wann andere über sie denken. Diese Einstellung ist top :D 

Mit Claas bin ich noch nicht so richtig warm geworden. Vielleicht kommt das noch. Aber den Dialog mit Greta nach ihrem Wiedersehen fand ich schon ziemlich genial. 

Und schließlich noch die geheime Liebesbotschaft, die nicht, wie zuerst vermutet wurde, an Gretas Opa ging, sondern an ihren Vater. Und Tante Hille scheint mehr darüber zu wissen, als sie zugibt. Das wird bestimmt noch interessant mit "Papillon". Wer das wohl war bzw ist...? Bis jetzt habe ich bei keinem der bereits genannten Personen das Gefühl, der oder die Verfasser/in zu sein. 

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht :D

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 99
Gittenen kommentierte am 20. Mai 2018 um 15:12

Ich finde es ehrlich gesagt ein Bißchen oberflächlich.Es geht mir teilweise zu schnell " oh ich mache einen Bücher Flohmarkt,ein paar Pflanzen rein Geldkistchen vom Vater , Tür aufschließen fertig" Es ist ja nicht so als ob von der Menge der Bücher her es das Ausmaß eines Antiquariat hätte und sie sich noch nicht Mal Gedanken machen würde dass sie eigentlich einen Gewerbeschein bräuchte.Naja vielleicht bin ich ja zu sehr Realist und ich möchte Euch ja nicht das Urlaubsfeeling missgönnen.Die Sprache ist mir etwas zu bieder.
Aber was mir sehr gefällt ist , dass Dr.Sorensen eine literarische Apotheke nutzen möchte und gleichzeitig indirekt Greta damit hilft .Auch dass ganz viele aus unterschiedlichen Gründen den" Flohmarkt" Stürmen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 99
Gittenen kommentierte am 20. Mai 2018 um 16:34

Ach ja und irgendwie habe ich das Gefühl das es auf eine Dreiecksgeschichte hinausläuft Der Vater- Antje -Jasper

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 99
Buchstabensucht kommentierte am 21. Mai 2018 um 18:20

Hmmmm. Ich hatte ja auf mehr Naturbeschreibungen und interessante Bücheregale gehofft, aber das Buch gehört durch und durch ins Genre "seichte Liebesschnulze".

Sehr einfache Sprache (der Autor geht sparsam mit Nebensätzen um, verklemmt (also, wenn ich schon sowas lese, kann ich mir was Heißeres vorstellen, als eine Pastorin, die heimlich und verschämt Erotikromane liest), voller Clichés ( die Beschreibung des lesbischen Paares) zu "allversöhnlich" ("Simmel stand friedlich neben Böll" - *hust*), das sind momentan meine größten Kritikpunkte.

Ich muss die ganze Zeit an "Försters Pucki" denken, aber immerhin ist es schon erfrischend und anrührend zu sehen, was sich seit damals gesellschaftlich so verändert hat. Manches aber halt auch nicht.

Die tröstende, mütterliche Figur mit den weisen Ratschlägen ist weder Witwe noch eine unverheiratete, ältere Lehrerin sondern (yeah) die lesbische Tante. Tante Hille hat allerdings schon seit 30 Jahren eine Partnerin - und redet in der Öffentlichkeit nie darüber (?!). Auch der Autor scheint Schwierigkeiten damit zu haben, "lesbisch" oder "homosexuell" zu tippen.

Die Respektspersonen im Ort ( Polizei und Kirche) sind weiblich, das ist schon recht progressiv.

Auch interessant : Die vermutlich geschiedene, alleinerziehende Mutter ist die Heldin des Romans, nicht die böse Hexe. Soweit, so gut. Als Stewardess schwärmt sie aber natürlich für einen Flugkapitän. In meiner Idealwelt wäre sie ja selbst Pilotin oder Lotsin, aber gut, soweit sind wir halt noch nicht.
Sowieso will sie der Kapitän bestimmt nur ausnutzen und ist in Wirklichkeit noch verheiratet. Oder was denkt ihr?

Ihr Kindheitsfreund (cooool, blonder Surfer), der zufällig auch wieder auf der Insel weilt, ist bestimmt am Ende die einzig wahre Liebe.

Richtig gut finde ich, dass das Thema Panikattacke / Burn-Out angesprochen wird, und ich bin schon gespannt, wie das gelöst wird. Macht sie eine Therapie oder heiratet sie einfach den blonden Surfer und alles wird gut?

Und : Rettet Claas Greta im Verlauf der Geschichte wohl noch? (Diese Typen, die aussehen wie Flash Gordon, müssen doch die Frau retten, oder? ).

Wer nun Papillon ist und ob die Ehe von Gretas Eltern nur schöner Schein war und warum das alles Tante Hille so aufregt, bleibt abzuwarten.

Erstes Fazit : Also, amüsieren tu ich mich schon tun. Vielleicht nicht ganz so, wie sich das der Autor vorgestellt hat, aber okay, ich hätte ja mal vorher genauer recherchieren können, was das für ein Buch ist. Aber das Cover ist so schön und da steht was von Buchhandlung... . Wenn man das Genre an sich mag - und ich gebe zu, jedes Genre hat so seine immer wiederkehrenden Clichés - ist das Buch sicher genau das richtige als locker-flockige Urlaubslektüre am Strand.
Und trotz aller Kritik : Die Vorstellung, auf einer abgelegenen kleinen Insel zu sein, hat bei dem sommerlichen Wetter gerade wirklich was für sich. :-)