Leserunde

Leserunde zu "Never Loved Before" (Monica Murphy)

Never Loved Before
von Monica Murphy

Bewerbungsphase: 21.06. - 05.07.

Beginn der Leserunde: 12.07. (Ende: 02.08.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Never Loved Before" (Monica Murphy) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Ich habe mein Leben für sie riskiert, darf mich aber nicht zu erkennen geben ...

Vor langer Zeit, als ich fünfzehn und eine komplett andere Person war, habe ich einem Mädchen das Leben gerettet. Ich habe nur ein paar Stunden mit ihr verbracht, aber irgendwie entstand eine Verbindung – und seitdem war ich nicht mehr derselbe. Niemand versteht, was wir durchgemacht haben. Niemand weiß, was es bedeutet, wir zu sein. Wir haben überlebt, aber ich fühle mich nicht, als ob ich richtig leben würde – bis jetzt. Acht Jahre später habe ich sie gefunden. Ich will, dass sie zu mir gehört. Aber sie wird mich für immer hassen, wenn sie herausfindet, wer ich wirklich bin.

ÜBER DIE AUTORIN:

Die New York Times-, USA Today- und internationale Bestseller-Autorin Monica Murphy stammt aus Kalifornien. Sie lebt dort im Hügelvorland unterhalb Yosemites, zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Kindern. Sie ist ein absoluter Workaholic und liebt ihren Beruf. Wenn sie nicht gerade an ihren Texten arbeitet, liest sie oder verreist mit ihrer Familie.

02.08.2018

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
Tilly Jones kommentierte am 15. Juli 2018 um 11:16

Hallo in die Runde!

Das BUch ist heil bei mir angekommen und ich musste sofort loslegen, einfach weil der Klappentext mich so dermaßen neugierig gemacht hat.
Die Geschichte zog mich auch sofort in ihren Bann. Das, was Katie passierte, ist wahnsinnig schlimm und ich musste die ganze Zeit an meine Tochter denken (10 Jahre). Das war ewas heikel, einfach weil ich mich unwohl gefühlt hab, aber das lag nicht an der Geschichte, sondern an den Ängsten, die in einer Mutter hochkommen können, wenn sie das liest, was da passiert ist.
Ich finde Will und Katie so stark, sie sie das meistern und er sie da rausbringt. Er tut das richtig, obwohl er weiß, dass für ihn alles anders werden wird. Obwohl er ahnt, dass es für ihn richtig schlimm werden kann. Er ist absolut nicht sein Vater und Katie spürt das.
Wie sich die Familie verhält finde ich seltsam, gerade der Vater, aber da weiß ich noch nicht so viel und will nicht urteilen, ohne vielleicht mehr zu wissen. Kann ja sein, dass da noch was kommt.
Die ersten 171 Seiten haben mich echt gepackt. Das Kapitelswitchen ist genial und zeigt immer genau das, was man in dem Moment wissen muss. Das steigert die Spannung. Ich will wissen, wie es mit Ethan und Katherine weitergeht. Ich will, das alles gut wird, aber ich befürchte jetzt schon, dass das nicht der Fall sein wird. Ethan hat eine sehr geringe Meinung von sich und Ängste, die er nie aufgerarbeitet hat. Ich glaube, dass wird noch echt knallen...

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:09

Ohje, hätte ich eine Tochter im ungefähren Alter der Katie würd ich das Buch wohl auch mit ganz anderen Augen lesen.

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Glimmerchen kommentierte am 21. Juli 2018 um 14:38

Die verschiedenen Zeit-/ Sichtweisen sind wirklich toll.

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Weinlachgummi kommentierte am 15. Juli 2018 um 15:02

Hallo zusammen, ich habe gestern dann gleich den ersten Abschnitt gelesen, nachdem das Buch bei mir angekommen ist.

Da ich sehr viele negative Meinungen zu dem Buch gehört habe war ich sehr gespannt wie ich die Kritikpunkte finden werde. Und ich muss sagen, bis jetzt gefällt es mir richtig gut.

Ich finde Ethan und wie er unbedingt wissen möchte wie es ihr geht und was sie macht nun nicht so unheimlich. Sondern wenn man den Kontext betrachtet ist es für mich verständlich. Doch hoffe ich, da er nun den Kontakt zu ihr geknüpft hat, dass er nun dieses stalken doch einschränkt.

Katie tat mir natürlich auch total Leid. Man sagt immer red nicht mit Fremden etc. doch ich weiß nicht, ob ich als Kind in ihrer Situation anders gehandelt hätte.  

Aber auch Will tat mir Leid, wie er aufgewachsenen ist und auch, dass es danach für ihn nicht leichter wurde.

Ich hoffe nun, die Geschichte geht so stark weiter und bleibt auch "realistisch" was die Charaktere angeht.

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nicigirl85 kommentierte am 17. Juli 2018 um 21:43

Hier kann ich dir nur voll und ganz zustimmen, denn es ist gänzlich anders als ich erwartet habe, ehrlich gesagt übertrifft es meine Erwartungen sogar und ja ich hoffe auch, dass die Handlung so stark bleibt.

Also ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn sich Will ähnlich entwickelt hätte wie sein Vater, denn wenn man jahrelang so was erlebt hat, dann könnte es auch sein, dass man das irgendwann als normal empfindet.

 

Ich glaube als Kind kann man nicht viel machen, wenn man an den Falschen gerät, egal ob man mit demjenigen spricht oder nicht. Und ich würde es auch als falsch empfinden, wenn man einem Kind fest einbleut, dass alle Menschen schlecht sind und dass man niemanden trauen darf.

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Cookie02 kommentierte am 31. Juli 2018 um 21:55

Ich finde auch, dass man in so einer Situation einfach helfen möchte, egal was man immer gesagt bekommen hat - und ich glaube, wenn man sich mitten in einer Menschenmenge befindet, kann man sich gar nicht vorstellen, dass einem da etwas passieren könnte. Dass einem niemand hilft bzw. es niemand mitbekommt, und überhaupt, dass ein Täter dieses Risiko in so einer Situation eingeht - das ist auch für mich gerade einfach unvorstellbar. Oder besser: ich will es mir nicht vorstellen... :(

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 16. Juli 2018 um 08:47

Ich möchte mit einem englischen Exemplar teilnehmen. Könnte mir jemand die Kapitel zu den jeweiligen Abschnitten nennen?

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:14

Schwierig, die sind nicht durchnummeriert.

Man könnte sagen, das Buch wurde mehr oder weniger genau gedrittelt. Die Story geht bis S. 503, also in etwa 2x 170 Seiten und einmal rd. 160 Seiten.

Das letzte Kap. des ersten LA heißt "Will - Damals"

Der zweite LA geht von "Katherine - Gegenwart" bis "Katherine Gegenwart".

Der letzte LA von "Ethan - Gegenwart" bis Ende.

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Steffi_the_bookworm kommentierte am 03. August 2018 um 10:40

Ja, ist mir dann beim Beginn des Buches auch aufgefallen. Trotzdem danke, lese inzwischen schon Teil 2. ;)

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Sarahs_Leseliebe kommentierte am 16. Juli 2018 um 10:44

Mein Buch ist auch am Wochenende heil angekommen. Ich bin leider noch niocht dazu gekommen mit dem Lesen anzufangen, werde es aber spätestens morgen machen. :-)

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seitenleben kommentierte am 17. Juli 2018 um 14:40

Ich habe den ersten Abschnitt nun auch geschafft. Der Schreibstil ist sehr angenehm und so liest es sich auch ziemlich schnell. Die Geschichte hat mich dann doch schockiert und gerade die Szenen aus der Vergangenheit empfinde ich als sehr bedrückend.

Will/Ethan kommt mir ehrlich gesagt etwas spooky vor. Klar, er will sie beschützen, aber ich glaube er geht zu weit mit der Stalkerei. Das ist ja dann schon fast zwanghaft.

Andererseits erscheint es mir auch etwas seltsam, dass Katie, die so viel durchmachen musste und eigentlich jede Nähe vermeidet, einfach so mit ihm mitgeht und sich direkt angezogen fühlt. (auch wenn sie das Gefühl wohl noch von früher kennt)

 

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nicigirl85 kommentierte am 17. Juli 2018 um 21:45

Also ich finde Ethans Verhalten auch nicht sehr normal, egal was sie verbindet oder nicht.

 

Bei Katie denke ich mal eher, dass sie ihn immer noch als ihren Helden sieht und ihm deswegen eher vertrauen kann als anderen Menschen. Wenn er jetzt ein komplett Fremder wäre, dann könnte ich ihr Verhalten nicht verstehen, aber so ist das denke ich noch nachvollziehbar.

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Sarahs_Leseliebe kommentierte am 19. Juli 2018 um 13:21

Ja, Ethans Verhalten ist alles andere als normal.

Aber bei Katherine kann ich das Verhalten nicht nachvollziehen. Zwar hat sie das Gefühl, dass Ethan irgendwie vertraut ist, aber sie weiß ja gar nicht, dass Ethan der Will ist, der sie damal befreit hat. Und eigentlich scheut sie doch jeglichen Kontakt mit Männern ...

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:17

Ich vermute, bedingt durch ihre Vergangenheit benötigt sie einen Helden, einen starken Retter - das, was ihr Vater plötzlich nicht mehr für sie war.

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Glimmerchen kommentierte am 21. Juli 2018 um 14:41

Mir wird das Stalken von Ethan ehrlich gesagt zu sehr romantisiert.

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nicigirl85 kommentierte am 17. Juli 2018 um 21:40

Ich bin noch nicht durch mit dem Abschnitt, da er ja doch recht lang ist, aber meinen ersten Senf möchte ich dann doch schon gerne abgeben.

Puh das was Katherine damals passiert ist, das klingt richtig hart. Ich hatte gar nicht darüber nachgedacht, dass das Leben nach einer Vergewaltigung viel schlimmer sein kann als das Erlebte selbst, denn es ist ja schon hart wie sie ihre Freunde verliert und ihr Dad so sehr auf Distanz geht.

Ethan scheint ja offenbar der Will von damals zu sein und er hat seinen Namen geändert. Sein Verhalten ist aber auch alles andere als normal, wenn er sich selbst als Stalker bezeichnet und wie ein Süchtiger nach Infos über Katherine sucht.

Und ich mag mir gar nicht vorstellen wie es ist der Sohn eines Gewalttäters zu sein. Offenbar musste Will seinem Vater beim Sex zusehen, wie abartig ist das bitte?

Ansonsten hat mich das Gelesene positiv überrascht, da es sich derzeit mehr wie ein Thriller liest. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass uns viel Liebe und Erotik erwartet, was aber nicht der Fall zu sein scheint.

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Bücherträumerin kommentierte am 18. Juli 2018 um 13:00

Ich gebe dir da ganz recht! Dass Will seinem Vater zusehen musste, hab ich auch so verstanden und das ist wirklich widerlich und abartig!

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Tilly Jones kommentierte am 22. Juli 2018 um 09:53

Ich hab das auch so verstanden und fand es auch ekelhaft. Es ist schlimm, dass Will sowas durchmachen musste.

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Cookie02 kommentierte am 31. Juli 2018 um 22:00

Ich kann mich da nur anschließen. Und ich frage mich, ob das Ethans Verhältnis zu Frauen bzw. sein Sexualleben irgendwie beeinflusst hat, denn ich kann mir bei so einem Trauma kaum vorstellen, dass es nicht so sein sollte. Ich bin gespannt, ob man darüber noch etwas erfährt.

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Bücherträumerin kommentierte am 18. Juli 2018 um 12:58

Ich bin noch nicht ganz mit dem ersten Abschnitt durch, möchte aber dennoch schon meine Gedanken mit euch teilen.

Der Schreibstil liest sich echt gut und die Kapitelsprünge gefallen mir. So erfährt man erst nach und nach die Hintergründe der Geschichte und die Spannung wird gehalten.
 

Katies Geschichte finde ich wirklich heftig. Ich musste dabei immer wieder an meine eigenen Geschwister denken, die in dem selben Alter sind. Das ist schon sehr bedrückend.

Ethan und Will scheinen ja die selbe Person zu sein. Die "Stalkerei" von Ethan finde auch ich etwas merkwürdig, wenn auch ein wenig verständlich, dass er wissen will, wie es Katie nach all den Jahren geht. Ich schätze mal, er wird versuchen auch näheren Kontakt zu ihr aufzubauen. Hoffe nur, er ist nicht wie sein Vater. Der ist echt ein richtig widerlicher Sack!

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Sarahs_Leseliebe kommentierte am 19. Juli 2018 um 13:18

Ich konnte den ersten Abschnitt nun auch gestern endlich beenden. Ich habe auch ein paar negative Kritiken über das Buch gelesen und das hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext hat gar nicht so viel verraten und deswegen war ich sehr positiv überrascht von der Geschichte.

Ich finde diesen Perspektivenwechsel der Charaktere sehr schön. Das ist ein tolles Stileelement um den vollen Umfang des Geschehens zu zeigen. Auch, dass man nicht alles auf einmal erfährt, sondern immer wieder ein paar Schnipsel, finde ich toll. Auch der Schreibstil ist total packend. Viele Szenen sind so realistisch geschrieben, dass es mir eine Gänsehaut beschehrt hat.

Nur Will / Ethan macht mir ein bisschen Angst. Natürlich ist es super, dass er nicht wie sein Vater geworden ist, denn das wäre nur verständlich bei seiner Vergangenheit, aber dennoch ist sein Verhalten nicht natürlich. Das hat wirklich etwas extrem Stalker-mäßiges an sich.

Auch weiß ich nicht ob Katherines Verhalten, nachdem sie beinahe überfallen worden ist, so realistisch ist. Ich finde es schon eine große Leistung, dass sie überhaupt wieder in diesen Park gegangen ist und dort Zeit verbracht hat. Aber dann lässt sie sich auch noch ohne Ängste berühren, redet mit einem Mann und geht auch noch freiwillig mit ihm mit um mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen. Ich weiß ja nicht ...

Mal gucken wie es weiter geht. :-)

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lisamarie_94 kommentierte am 19. Juli 2018 um 19:06

Hallo!

Auch ich habe gleich angefangen zu lesen und bisher gefällt mir das Buch wirklich sehr gut! Ich muss sagen, ich habe nicht damit gerechnet, dass in diesem Buch doch so schwerwiegende Themen behandelt werden, ich dachte es handelt sich hier einfach um einen typisch erotischen Roman! Aber das dieses Buch jetzt doch so tiefgründig ist, ist für mich natürlich eine willkommende und sehr positive Überraschung. Mit der Protagonistin Katherine kann ich wirklich total mitfühlen und ihre Ängste und Sorgen wirklich sehr gut verstehen. Hätte ich so etwas schlimmes wie sie durchgemacht, würde ich sicher ähnlich wie sie denken und handeln. Auch Ethan (oder eben Will) ist mir sehr Sympathisch, auch wenn ich noch nicht weiß, was ich von seiner Besessenheit von Katie halten soll. Wie lange gedenkt er ihr nachzuspionieren? Wann wird er seine wahre Identiät enthüllen? 

Gerne würde ich noch mehr über das Verhältnis von Katie zu ihrem Vater erfahren. Warum hat er sie nach diesem Vorfall so von sich gestoßen? Ist es wirklich so wie Katherine denkt? Oder gab es auch andere Gründe? Was ist mit Katies ehemaliger besten Freundin? Wird auch sie noch eine Rolle in der Geschichte spielen und einsehen, dass es nicht in Ordnung war, ihre Freundin in Not von sich zu stoßen? 

 

Ich finde die Geschichte wirklich sehr spannend und kann das Buch kaum aus den Händen legen :-)

 

Liebe Grüße, lisamarie_94

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:19

Ich hab das so aus der Buchbeschreibung auch nicht herauslesen können, dass es um SOWAS gehen wird.

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lenisvea kommentierte am 20. Juli 2018 um 10:10

Hallo, das Buch ist auch während meiner urlaubsbedingten Abwesenheit eingetroffen und habe mich sehr darüber gefreut. 

Ich fand den Abschnitt etwas sehr lang. Ich hoffe, ich kann alles mitteilen, was mir durch den Kopf ging. 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht schnell gelungen, auch wenn ich den Schreibstil nicht so flüssig finde. Aber das liegt wahrscheinlich auch an der Dramatik der Geschichte. 

Ich muss sagen, dass Ethan mir sehr gut gefällt, es ist zwar nicht richtig, was er macht, kann aber verstehen, dass er wissen möchte, was aus Katherine geworden ist. 

Mir ist anfangs schon komisch geworden, als klar wurde, in welchem Verhältnis Ethan zu dem Täter steht. Auch fand ich es wahnsinnig schlimm zu lesen, dass er seinem Vater beim Sex zusehen soll und die Frau das auch noch okay findet. Zum Glück war er alt genug, um der Situation zu entfliehen. 

Katherine hat echt Schlimmes hinter sich. Ich habe auch eine fast 10jährige Tochter und es wäre echt der Horror. Ich hoffe, Katherine findet noch einigermaßen in ihr Leben zurück. 

Ich bin jetzt gespannt, wie die Geschichte so weiter geht. 

Bis später 

Sandra 

 

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Leselulu kommentierte am 20. Juli 2018 um 14:35

WOW hat das Buch mich gepackt - ich kann es kaum aus der Hand legen!

Zunächst einmal hatte ich etwas ganz anderes erwartet - viel mehr Liebe und Erotik - und bin nun sehr positiv davon überrascht, wie viel Inhalt die Geschichte mitbringt (auch wenn ich hoffe, dass Liebe und Erotik im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen werden, aber wenn man die Kapitel aus Ethans Sicht betrachtet, wird es wohl noch darauf hinauslaufen).

Was Katie passiert ist, finde ich unvorstellbar schrecklich und ich bin gespannt, wie weit da in den Rückblicken noch ins Detail gegangen wird (Ich weiß gar nicht, ob ich das möchte)... Das die Vergangenheit/der Rückblick nicht in einem Stück heruntergeschrieben wurde, sondern man durch diese Montage-Technik (?) immer mal wieder was erfährt, finde ich großartig, da so viel Spannung erhalten wird! Auch die ständigen Perspektivwechsel finde ich interessant.

Dadurch kann ich nämlich auch Ethan's Verhalten gut nachvollziehen, ansonsten fände ich das wohl ziemlich schräg. Seine Figur gefällt mir sehr gut, wobei mir nicht ganz klar ist, wieso er seine wahre Identität verheimlicht. Und dass Katie ihn nicht erkennt, finde ich auch seltsam muss ich sagen... Dass die beiden sich gesehen haben ist 8 Jahre her und keine 30!

Auch das Katie, die gerade in den Park so schlechte Erfahrungen gemacht hat und dann kurz zuvor auch noch überfallen wurde, einfach so mit Ethan mitgeht, kann ich nicht nachvollziehen. Jedenfalls bin ich froh, dass es nun zu einem direkten Kontakt zwischen den beiden gekommen ist und ich bin gespannt wie es mit ihnen weiter geht :)

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:22

Ich gehe davon aus, dass er seine Identität gewechselt hat, um nicht mit seinem Vater in Verbindung gebracht zu werden. Wenn man einen Übeltäter in der Familie hat fällt das negativ auf alle anderen Familienmitglieder zurück, hier auf Will. Zumindest würd ich aus dem Grund meinen Namen ändern lassen.

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seitenleben kommentierte am 21. Juli 2018 um 19:37

aber schon rein optisch müsste es eigentlich auffallen. Also ich erkenne Leute wieder, mit denen ich vor 10 Jahren intensiveren Kontakt hatte, auch wenn wir damals noch Kinder waren. Außer sie stand derart unter Schock damals, dass sie sein Aussehen verdrängt hat.

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La Tina kommentierte am 21. Juli 2018 um 23:20

Es gibt auch Menschen, die können Gesichter nicht wiedererkennen.

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Tilly Jones kommentierte am 22. Juli 2018 um 09:55

Hatte er als Kind nicht auch längere und schwarze Haare? Und jetzt trägt er eine Brille?
Ich hab mich auch gefragt, warum sie ihn nicht erkennt, aber ich denke mal, dass sie mit Will vielleicht eher das Gefühl, von gerettet sein verbindet. Sie hat ihn im Grunde ja gar nicht soooo oft gesehen.

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La Tina kommentierte am 22. Juli 2018 um 18:21

Stimmt, jetzt, wo du es sagst, gesehen haben sie sich wirklich nicht so oft, vielmehr geschrieben.

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Leselulu kommentierte am 23. Juli 2018 um 20:36

Den Identitätswechsel kann ich gut verstehen, das Verheimlichen bezog sich nur auf Katie und dass ich das nicht nachvollziehen kann...

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La Tina kommentierte am 20. Juli 2018 um 20:05

OMG, das ist ganz schön hart, was Katie damals geschah. Bisher sind es nur Andeutungen, ich hoffe, es geht später nicht zu sehr ins Detail.

Ich finde, das Gefühls-Wirrwarr der beiden ist gut geschildert und die Hintergründe bauen sich so langsam auf durch die Infos, die häppchenweise kommen. Mir gefällt, dass beide zu Wort kommen und ihre Gedanken und Gefühle schildern können.

Als mir klar wurde, dass Ethan ein Stalker ist, wurde mir etwas mulmig, da solche Menschen schnell Liebe mit Besessenheit verwechseln und potentielle Nebenbuhler tätlich angehen. Zudem denken sie schnell eher an ihre eigenen Bedürfnisse als an die des anderen. Ich weiß nicht, ob ich mir nun Sorgen um Katie machen muss.

Zudem verstehe ich nicht, warum sie unbedingt ein Interview geben wollte. Sowas ist kein Dialog sondern ein Monolog und die meisten interessieren sich nicht für sie als Person sondern sind sensationsgeil. Auch wird das frühere Hater wieder aus ihren Löchern locken.

Katie wie auch Ethan fühlen sich nicht liebenswert. Bei Ethan ist es klar, so ohne liebende Eltern. Bei Katie hat es der Vater verbockt, der durch seine Unsicherheit ihr gegenüber sich zurückzog und sie als Kind dachte, ihr Vater ekele sich nun vor ihr.

Bisher kann ich die Handlungen beider größtenteils nachvollziehen. Bin mal gespannt, ob das Ganze in Liebe oder im Drama enden wird.

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Cookie02 kommentierte am 31. Juli 2018 um 22:13

Deinen Gedanken zu Ethan stimme ich zu. Es macht momentan wirklich eher den Anschein einer Besessenheit als einer Liebe. Zwar denkt er bisher in erster Linie an Katherines Wohl, aber man könnte auch denken, dass er sich nutzlos und wertlos fühlt und Katies Rettung das EInzige war, das ihm ein Erfolgsgefühl gegeben hat - und dass er, um sich wieder als etwas wert zu fühlen, sie nun erneut bzw. immer wieder retten und für sie da sein will. Ich hoffe sehr, dass die Autorin es noch schafft, seine Liebesgefühle authentisch darzustellen und diese "Stalker"-Elemente runter fährt. 

Ich habe es so verstanden, dass Katherine mit den ganzen (falschen) Gerüchten über sich aufräumen und die wahre Geschichte erzählen wollte. Außerdem hatte sie ja anscheinend gehofft, sich erleichert und befreit zu fühlen, wenn jeder ihre komplette Geschichte kennt.

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Glimmerchen kommentierte am 21. Juli 2018 um 14:36

Der erste Abschnitt hat mir im Großen und Ganzen gut gefalllen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr flüssig lesen, so dass man schnell  vorankommt. 

Mir hat außerdem gut gefallen wie die Autorin die Angst von Katherine beschrieben hat.

Das Ethan auf der Polizeiwache so grob und unfair behandelt wurde fande ich allerdings etwas unrealistisch oder hoffe zumindest, dass es unrealistisch ist. 

Ich sehe für mich in Blick auf die nächsten Teile die Befürchtung, dass in Never loved before Stalking etwas romantisiert wurde. Ich bin mal gespannt wie es weitergeht. 

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MercyforArael kommentierte am 25. Juli 2018 um 17:19

Hallo in die Runde,

„Never loved before“ von Monica Murrphy. Das Buch kam am 14. bei mir an und durfte mich sogleich durch das gute Format und wegen der Leserunde mit auf die nächste Reise begleiten (auf der kam ich dann allerdings weniger dazu zu lesen, als geplant, lediglich die Rückreise bot sich an).

Das Buch hat bei mir bisher einen eher gemischten Eindruck hinterlassen, aber noch bin ich ja im ersten Drittel.

 

Die Story startet eigentlich so gleich spannend. Katie ist dabei im Interview ihre mysteriöse Geschichte offen zu legen. Inhaltsangabe und Klappentext hatten darum ja ein Geheimnis gemacht (was mir sehr gut gefallen hat). Was war denn nun geschehen? Wieso durfte Katie nicht wissen, wer Ethan ist? Wenn er doch ihr Schutzengel war. Und vor allem bei was? Die Fragen zogen sich allerdings nur sehr kurz fort.

Ich werde persönlich nie verstehen, wieso man freiwillig den Ich- Erzähler benutzt. Auch die Zeitform stößt mir sauer auf, aber das ist alles ein persönliches Empfinden und sollte nicht zur Kritik dienen, vor allem da ich den Ich –Erzähler bei einem Blick zum Buch ohnehin erwartet habe. Nur kann man durch die Art der Geschichte und durch den Ich –Erzähler leider Geheimnisse nur kurzzeitig vor der Welt verbergen und hat damit sein ganzes Pulver eigentlich direkt am Start verschossen.

So war die einzige Frage, die ich mir über langen Zeitraum hinweg gefragt habe, wieso gerade Katies Fall solche Wellen geschlagen hat. Nur, damit die Autorin mehr Spannung reinbringen kann? Letztendlich wurde offen gelegt, dass der werte Herr Will Senior mehrere Mädchen vergewaltigt und sogar ermordet hat. Allerdings verstehe ich dann nicht, wieso gerade über Katie Dokumentationen gedreht werden, Youtuber sich damit beschäftigten und Menschen in der öffentlichen Meinung auf den Gedanken kommen, die „kleine zwölfjährige Schlampe hätte es so gewollt“. Das finde ich etwas überzogen. Sofern sich nicht noch mehr offenbaren wird im Laufe der Geschichte jedenfalls. Da lasse ich mich überraschen, denn es kann noch ein spannender Fall daraus werden.

Das soll keineswegs naiv klingen. Menschen sind oftmals ungerecht. Viele wenden sich auch gerne von Problemen anderer ab, wie in der Szene, in der Katie überfallen wird. Ich nehme an, dass Pärchen „das es nicht bemerkt hat“, hat es einfach ignoriert. Und darum sollte man sich eine Person herauspieken, ihr in die Augen schauen und sie persönlich nach Hilfe anbetteln.

Und dennoch wirkt es für mich einfach wie das typische „meine Prota muss es möglichst schlimm haben“. Als würde es nicht „reichen“, mit zwölf entführt, vergewaltigt und fast getötet zu werden. Wobei ich zugeben muss, dass die Autorin sich immerhin an solch ein Thema herangetraut und das relativ gut gemacht hat. Mich nervt es, dass in den Kapiteln, deren Länge ich sehr gut finde, beide Charaktere immer nur ihre Standartaussagen wiederholen. Und zum Glück kann ich nicht nachvollziehen, was Katie durchgemacht hat (das wünsche ich niemanden), aber da ich selber unter psychologischen Problemen leide, kann ich ihren Wirbel der Emotionen beim Lesen gut nachvollziehen.

Nur, wenn die Kapitel quasi immer gleich klingen, dann muss man sie wohl an einigen Stellen kürzen. Mich hat es beim Lesen sehr ermüdet, immer wieder dieselben Wortlaute zu lesen, die teilweise auch sehr verrenkt klingen. So liebt es Katie irgendjemanden irgendetwas „an den Augen anzusehen“. Anstatt „ das und das, sagte ich aggressiv“ zu schreiben, kommen Sätze wie „Das sagte ich aggressiv“.

Diese Wort-/Satzkombinationen, die nicht nur merkwürdig klingen, sondern auch andauernd auftreten, erleichtern das Lesen nun mal genauso wenig, wie die immer gleichen Gedanken der Charaktere.

Auch haben sich einige Kleinigkeiten eingeschlichen. Wenn Will/Ethan Linkshänder ist und alles verschmiert, würde ich ihm einen Linkshänderblock empfehlen. Der funktioniert bei meinen Freunden auch sehr gut.

Man muss nicht immer extra Wörter wie „Schlampe“ sooft es geht einbringen.

Das Drogenthema habe ich gerade für eigene Werke exzessiv durchgenommen und würde ihr nochmal zur Recherche raten.

Ja, Reporter sehen gut aus, aber es muss nicht immer wieder auf ihre makellose Perfektion verwiesen werden.

Wieso weiß Will/Ethan nicht, in welcher Gegend Katie zur Schule gegangen sein muss, sondern findet das erst durch eine Internetsuche heraus (wobei er auch auf magische Weise, trotz weniger Infos, feststellt, dass sie keinen Mann/Freund hat), wenn er doch ihre Adresse und Emailadresse hatte, um mit ihr zu schreiben.

Warum erkennt sie ihn nicht? Und ich bin ebenso davon überzeugt, dass die meisten fast Dreizehnjährigen sich bei dem Griff um den Arm von dem Mann distanziert hätten. Vor allem, da sie bereits misstrauisch geworden war. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso es ein Akt der Unmöglichkeit sein soll, dass eine Dreizehnjährige mal eben allein zur Toilette geht, aber nach der Szene wusste ich: Katie hätte ich das ehrlich gesagt auch nicht zugetraut…

 

 

Neben den Wiederholungen sind es die Charaktere selbst, die mich sprachlos hinterlassen. Positiv ist auf jeden Fall zu sagen, dass sie auch solche Eigenschaften haben wie das Genervte von Will, als er Katie rettet. Oder, dass sie dennoch wie ein Kind klingt und quengelt, weil sie nicht mehr kann. Das fiel mir sehr gut auf.

Außerdem bleiben sie in ihrer Rolle.

Wie schon einmal gesagt, kann und will ich nicht wissen, wie jemand sich fühlt, der solch eine Vergangenheit durchgemacht hat (egal ob ihre oder seine). Dennoch gehen mir beide Figuren sehr schnell auf die Nerven.

Katie kann nicht einmal bei einer Meinung bleiben, nicht einmal eine halbe Seite lang. Mal hat die Therapeutin Gefühle, die sie zeigt (wenn Katie das gerade braucht), mal zeigt diese niemals eine Emotion. Und wieder sieht Katie es dann an den Augen.

Auch bei Will Senior, dem sie misstraut, dann rudert sie wieder zurück und geht mit ihm. Es ist so ein schnelles Auf und Ab teilweise, dass man das Mädchen anbrüllen will. Noch schlimmer bei Will Junior, der ihr helfen will. Katie wechselt so schnell zwischen „Ich weiß, es ist richtig ihm zu vertrauen“ und „du verrätst mich an deinen Vater!“ hin und her, dass einem Hören und Sagen vergehen.

Die Szene mit der Möwe war genauso. Vielleicht sollte man die Tiere eben nicht füttern, weil erstens Müll liegen bleibt und sie zweitens von Pommes mit Knoblauchsoße krank werden können? Selbstredend findet der Mitarbeiter, der sonst aufräumen darf, das auch nicht witzig. Wenn dir die Möwen leid tun, dann behalt dein Essen bei dir oder im Mülleimer, die Vögel finden mehr als genug.

Zudem muss man nicht immer erwähnen, dass sie keine Freunde will (wenn ich es auch gut fand, dass sie es dennoch kurz versuchen wollte) und vor allem keinen Männern traut. Anstatt es in jedem Satz zu erwähnen, kann man die Szene dabei belassen.

Allerdings mag ich es auch teilweise sehr, wie ihre Paranoia rüberkommt. Katie ist nun wahrlich kein seltener Name. Natürlich fürchtet sie auch Journalisten. Sie will (vorerst) keinen Mann an ihrer Seite. Auch wenn ich es nicht verstehe, wie sie jetzt und vor allem damals schon, körperlich auf Will/Ethan reagieren kann…

Es ist auch sehr mutig von ihr, gleich in den Park zu gehen, der leider keine Sicherheitsmaßnahmen aus Katies Verschwinden gezogen hat. Ich gehe davon aus, dass auch die anderen Mädchen dort oder in der Nähe verschwunden sind. Vielleicht sollte man sich da mal etwas überlegen… Nur als leichtesten Schritt, als erstes dahin zu gehen, würde ich es nicht sehen.

 

Mehr als Katie stört mich allerdings Will/Ethan. Nicht nur durch seine stetige Angewohnheit zu wiederholen, dass sein Vater eben sein Vater ist, dass es eine kurze Periode der Hoffnung als Kind gab, dass seine Mutter abgehauen ist und dass er nicht so werden will wie Will Senior und Katies Schutzengel ist, er ist auch völlig obsessiv und damit irgendwo ein wenig wie ein Psycho. Ein Stalker ist er ja bereits. Da fühle ich mich als Leser schon sehr unwohl. Ich hoffe, dass das auf etwas Spannendes hinausläuft und nicht auf „sie findet heraus, wer er ist, denkt vorher noch, er sei ein Journalist, es gibt Streit, dann sind sie zusammen, alle sind glücklich“.

Ich mag es allerdings irgendwo, dass sie für ihn schön ist, wenn ich auch nicht verstehe, wie ihre Augenfarbe am Rand irgendwo ins Orange gehen kann (violett verstehe ich noch). Ich hoffe, dass er sich das nur einbildet oder ich mich irre.

 

Ansonsten bin ich begeistert von der Länge der Kapitel, dem Hin und Her der Zeit (Gegenwart und Vergangenheit), ich liebe es, dass Murphy daran dachte die Teenager auch wie Jugendliche agieren zu lassen. Als wüssten nur sie, wie die Welt eigentlich funktioniert.

Ich mag es sehr gerne, dass sie für ihn schön ist und er für sie, aber beide Makel aufweisen und nicht einfach nur perfekt sind. Und auch, dass die Autorin für seine Muskeln eine Erklärung hat, nämlich den Sport, den er zur Selbsttherapie und zum Selbstschutz macht. Ich mag es, dass Katie per Fernstudium aus College geht und somit an ihrer Zukunft arbeitet, ohne, dass man Szenen hat, wie sie auf dem Campus Probleme hat.

Ich mag die Details wie die Tatsache, dass ihr nach allem der BH-Träger in der Öffentlichkeit extrem unangenehm zu zeigen ist. Und dass die Gesellschaft eiskalt ist. So ist es leider.

Der Schreibstil ist, wie gesagt, nicht mein Favorit, doch sehr flüssig zu lesen und man ist schnell drin. Wären die Wiederholungen nicht, könnte man das Buch einfach herunterlesen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
La Tina kommentierte am 26. Juli 2018 um 13:06

Mir gefällt, wie kritisch du dich mit dem Buch auseinandersetzt. In der Tat handelte Katie oftmals so, wie es der Story grad am besten ins Konzept passt und dabei oftmals wenig realistisch. Und naiv ist sie wirklich. Da das gesamte Buch äußerst subjektiv ist verstehe ich Wiederholungen und Widersprüche in den Aussagen der Protas als Stilmittel, um z. B. ihre Unsicherheit oder ihre Ängste auszudrücken. Das können andere AutorInnen noch deutlich intensiver.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
Leseratte2007 kommentierte am 28. Juli 2018 um 10:14

Kathie und Ethan/Will sind mir sofort sehr sympathisch, obwohl sie Beide eine düstere und sehr qualvolle Vergangenheit verbinden. Kathie wurde von seinem Vater schwer vergewaltigt, misshandelt und eingesperrt. Bis Will sie gerettet und zur Polizeiwache gebracht hat. Das finde ich sehr mutig. Nicht jeder würde sich gegen seinen Vater stellen und dem Opfer helfen. Viele würden in Panik geraten, es ignorieren oder zum Elternteil gehen und diesen mit dem Gesehenen konfrontieren. Schlimm finde ich, dass Kathie nicht das erste Mädchen war, dass sein Vater vergewaltigt und misshandelt hat, sondern es gab schon welche vor ihr, die er umgebracht hat. Wie sich Kathies Vater danach verhalten hat, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Es ist zwar auch schwer und traumatisch für die Eltern, wenn sie gezeigt bekommen, dass sie ihre Kinder nicht vor der "bösen" Welt beschützen können, aber ihr Vater macht sich sicher noch mehr Vorwürfe, weil er ihr den freien Gang über den Freizeitpark mit ihrer Freundin Sarah erlaubt hat. Doch er hätte mehr auf Kathie eingehen und sie unterstützen müssen. Durch den Vorfall hat Kathie auch acht Jahre danach noch immer ein tiefes Trauma. Sie lebt zurückgezogen, allein und einsam, meidet Männer jeglicher Art und große Menschenansammlungen. Dieses Trauma stellt die Autorin sehr authentisch dar. Ich verstehe noch nicht ganz, warum sich Will/Ethan von Kathie fern hält, insbesondere, weil er damals Kontakt mit ihr aufgenommen hat und sie fast schon freundschaftliche Briefe getauscht haben. Was ist passiert? Warum hat bzw. will er sie immer noch loslassen? Es wird ziemlich deutlich, dass er sie ziemlich gerne mag und sich auf eine gemeinsame Zukunft mit ihr vorstellen kann. Kathie mag ihn auch und aus ihren Gedanken wird deutlich, dass sie ihn immer noch als Schutzengel bzw. Beschützer sieht. Nicht als Feind. Ich finde es gut, dass Kathie versucht ihren Weg zurück ins Leben zu finden und dabei trifft sie wieder auf Ethan. Werden sie sich wieder näher kommen? Wird sie erfahren, wer er wirklich ist und warum er sich damals zurückgezogen hat?!

Die Perspektiven von Will, Ethan und Kathie finde ich sehr gut gestaltet, insbesondere auch die Perspektiven aus der Vergangenheit und Gegenwart. So erfährt man nach und nach, was damals passiert ist und wie sie sich in der Gegenwart wieder annähern und wie Kathie mit ihrem Trauma umgeht.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
La Tina kommentierte am 29. Juli 2018 um 19:00

Habe mich auch ständig gefragt, warum Ethan nicht einfach versucht, Kontakt aufzunehmen. Mit einem "nein" hätte er nunmal rechnen müssen, aber wenn er es nichtmal probiert?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
Elena kommentierte am 28. Juli 2018 um 19:11

So ich habe gestern auch endlich losgelegt und bin schon mit dem ersten Teil durch.

Ich bin unheimlich schnell in die Geschichte reingekommen, die sich sehr flüssig liest wie ich finde. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Zeitsprüngen und Perspektivwechseln bin, passen sie gut in den Plot und setzen Stück für Stück das große Ganze zusammen, was mir gut gefällt!

Von den beiden Protagonisten bin ich dagegen noch nicht so 100%ig überzeugt muss ich sagen. Katherine ist meine Meinung nach ziemlich naiv, sowohl in der Szene im Freizeitpark, als sie einfach mit ihrem Entführer mitgeht trotz dessen auffälligen Verhaltens als auch Jahre später, wo sie im selben Park auf einen ihr völlig unbekannten Mann trifft und (erneut) mit einem solchen den Park verlässt, um einen Kaffee trinken zu gehen. Außerdem muss ich Glimmerchen darin zustimmen, dass sie sehr wankelmütig in ihrer Haltung ist und ständig ihre Meinung ändert, was zwischendurch echt anstrengend ist.
Alles in allem finde ich es aber natürlich furchtbar, was sie durchmachen musste und hinter all den von mir kritisierten Punkten steckt mit Sicherheit auch ein emotionales Gefühlschaos sowie eine maxxive psychische Instabilität. Folglich ist es wahrscheinlich logisch, nicht all ihre Handlungen immer nachvollziehen zu können.

Ethan ist zunächst ebenfalls sympathisch, kommt mir aber ein bisschen zu besessen vor. Was er da treibt, ist für mich definitiv Stalking und ich hoffe, dass es Katherine bald die Wahrheit über sich erzählt, bevor die beiden sich näher kommen. Denn je tiefer er sich in dieses Lügenspiel verstrickt, desto unverzeihlich wird es doch.

Was ich ein wenig schade finde, ist dass es so wenig präsente Nebenfiguren gibt. Da sind die Therapeutin, die Reporterin und Katherines Mutter und ihre Schwester Brenna, aber alle tauchen immer nur am Rande auf. Ich bin gespannt, ob Kathrines ehemalige Freundin Sarah noch auf der Bildfläche erscheinen wird, das fände ich spannend!

Auf in den zweiten Teil...

 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
La Tina kommentierte am 29. Juli 2018 um 19:04

Dass Katie so unbeständig in ihrer Meinung ist könnte auch Ausdruck ihrer inneren Zerrissenheit sein. So kann sie z. B. etwas "wollen", wenn es aber soweit ist "kann" sie es nicht, weil ihre seelischen Wunden und Ängste sie daran hindern.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
Elena kommentierte am 30. Juli 2018 um 19:41

Ja das mag sein, aber die Naivität, die ihrer Rolle zugschrieben wird, kommt mir trotzdem etwas überzogen vor...

Ich meinte übrigens, dass ich darin MercyForArael zustimme und nicht Glimmerchen, habe mich vertan :D

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
Cookie02 kommentierte am 31. Juli 2018 um 21:44

Sooo, nachdem mein Buch etwas verspätet ankam und ich bei diesem Wetter echt mit meiner Konzentration zu kämpfen habe, konnte ich am Wochenende nun endlich den ersten Abschnitt beenden. Ich hoffe, dass ich das restliche Buch noch bis Donnerstag schaffe.

 

Die Geschichte ist auf jeden Fall mitreißend und berührend. Ich finde es schön, dass Gegenwart und Vergangenheit sich abwechseln, denn so kann man Stück für Stück parallel mitverfolgen, wie die Beziehung der beiden beim ersten Mal und dieses Mal entsteht / entstanden ist. Auch hat mir gefallen, wie zu Beginn die "anderen Überlebenden" erwähnt wurden - Jaycee Dugards Buch habe ich gelesen und geliebt, weil diese junge Frau so unglaublich positiv in die Zukunft sieht, trotz des Horrors, den sie jahrelang erdulden musste.

 

Nicht so gut gefällt mir, wie Will / Ethan nach Katherine sucht. Ein wenig googlen, bspw. was der Expartner so treibt, hat wahrscheinlich jeder schon mal gemacht. Dass er raus findet, wo sie wohnt, und da auch noch hinfährt, ist schon grenzwertig und kann ich eigentlich nur entschuldigen, wenn er sie wirklich auch treffen wollte. Aber das wollte er ja gar nicht, er wollte sie nur sehen. Und spätestens, als er ihr hinterher gefahren ist, war das für mich zu viel - das ist definitiv ein Eingriff in die Privatsphäre und sollte gerade Ethan, der weiß was ihr zugestoßen ist, unterlassen. Trotz ihrer gemeinsamen Geschichte und der Verbindung, die er zu ihr spürt, finde ich das nicht richtig und rückt die Figur für mich in ein unschönes Licht. Das kann die Autorin auch nicht wieder gut machen, indem er zur richtigen Zeit auftaucht, um sie zu retten. (Und auch, dass ausgerechnet SIE ausgerechnet an diesem Tag überfallen wird, war ein SEHR seltsamer Zufall.)

Dass Ethan ihr nicht gleich sagt, wer er ist, finde ich dafür wieder sehr verständlich. Ihn wiederzusehen wäre wahrscheinlich ein Schock für Katherine (wenn auch vielleicht ein positiver), und ihr das so aus heiterem Himmel nach diesem Vorfall mitten auf dem Rummel zu offenbaren wäre wirklich nicht klug gewesen. Dennoch hoffe ich, dass er es ihr bald sagt, denn sonst könnte sie sich von ihm betrogen und verraten fühlen. Aber da es noch einen zweiten Teil gibt und dies hier eine Geschichte ist, wird wahrscheinlich genau das passieren... ich stelle mich schon mal auf heftigen Herzschmerz ein. :(

Auch fand ich etwas unrealistisch, wie Katie nach ihrer Befreiung mit Will redet und umgeht. Sie wirkt viel älter als 12 und nach dem, was ihr passiert ist, würde ich erwarten, dass sie vollkommen verstört und dementsprechend schweigsam ist. Insbesondere zu einem Fremden,von dem sie weiß, dass er der Sohn ihres persönlichen Monsters ist. Natürlich kann ich nicht wissen, wie man sich nach so etwas verhält - wenn da nicht sowieso jeder anders reagiert, von den wenigen, die es überleben - aber ich hätte mir ihr Verhalten danach ganz anders vorgestellt und sie wirkt wie gesagt viel zu reif für ihr Alter.

Ich frage mich auch, warum Will nie etwas von den anderen Mädchen mitbekommen hat, die sein Vater anscheinend vorher schon entführt hat - war er nie in dem Schuppen?

 

Alles in allem bisher ein sehr spannendes Buch, das mich absolut fesseln kann, wenn es auch (bisher) ein paar kleine Schwächen hat.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 171
Sancro82 kommentierte am 02. August 2018 um 22:11

Ich bin gut ins Buch hinein gekommen und der Schreibstil gefällt mir auch gut. Die Handlung muss ich mal noch abchecken, da mir manche Charaktere etwas dubios erscheinen. Vor allem mit Ethan werde ich irgendwie nicht warm.