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Öffentliche Bücherregale - Stadtrundgang für Leseratten in Heidelberg

Öffentliche Bücherregale

Stadtrundgang für Leseratten

Welche Leseratte kennt das nicht: Das heimische Bücherregal platzt aus allen Nähten und die neuen Romane stapeln sich schon. Also wird aussortiert. Doch wohin jetzt mit meinen ausgelesenen Büchern?

Willige Tauschpartner sind schwer zu finden. Verkaufen übers Internet oder auf Flohmärkten ist aufwendig und wenig rentabel. Selbst Buchspenden sind nicht immer willkommen. Warum also nicht mal ein öffentliches Bücherregal besuchen? Hier kann ich loswerden, was ich nicht mehr haben möchte und mit ein wenig Glück Neues finden. In Heidelberg gibt es eine ganze Menge dieser öffentlichen Regale. Aber taugen die was? Oder kann man sich den Besuch schenken? Um das herauszufinden habe ich mich auf Forschungsreise durch meine Wahlheimat begeben.

Gestartet bin ich mit einem Regal Marke Eigenbau in der Mühlingstraße im Stadtteil Handschuhsheim. Quasi bei mir um die Ecke gelegen habe ich das Regal schon öfter gesehen, aber nur hin und wieder einen Blick hineingeworfen. Es ist zwar vollgestopft mit recht alten Schätzchen und von Wind und Wetter etwas angegriffen, aber das kleine Ding hat einfach Charme.

Nicht weit entfernt, auf dem Vorplatz der Tiefburg in Handschuhsheim steht das neueste und und meiner Meinung nach schönste aller öffentlichen Bücherregale in Heidelberg. Das Regal gibt es erst seit dem 14. Januar diesen Jahres und es hat neben der Tiefburg einen ebenso schönen wie prominenten Platz bekommen. Von zwei Seiten schützen stabile Glastüren die Bücher vor der Witterung. Und statt Holz wurde für den Korpus pittoresk angerosteter Stahl verwendet. Von Inhalt war ich bei meinem ersten Besuch etwas enttäuscht, da auch hier nur ältere Bücher zu finden waren. Aber schon eine Woche später waren wesentlich mehr und aktuellere Bücher. Ich denke, das Regal muss sich noch etwas etablieren. Ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten. Immer noch in Handschuhsheim – dem offensichtlich regallastigsten Stadtteil – besuche ich das Regal in der Friedensstraße. Ein wenig versteckt, aber geschützt steht das Regal neben der Eingangstür eines kleinen Lädchens. Hier schaue ich gerne mal vorbei, denn einmal habe ich hier eine Taschenbuchausgabe des Kleinen Hobbits gefunden, die ich natürlich sofort mitnehmen musste. Auch ein Donna Leon Fan scheint ganz in der Nähe zu wohnen... Das Regal ist auf jeden Fall sehr ordentlich und gepflegt. Hier scheint sich jemand zu kümmern. Das ist auch beim Regal in der Mannheimer Straße in Stadtteil Wieblingen der Fall. Sehr alte Bücher stehen unten und in den oberen Rängen finden sich neuere Exemplare. Wirklich aktuelle Bücher - also grob gesagt ab 2010 - gab es bisher allerdings in keinem Regal. Hier finde ich jedoch eine Hardcover Ausgabe meiner aktuellen Lektüre und ein Kochbuch, das meinen Nachnamen trägt. Das muss natürlich mit!

Endlich! Aufatmen beim Regal in der Pfaffengrunder Marktstraße: Die knallbunten Cover lassen auf aktuelle Titel hoffen und so ist es auch. Neben einem Buch in kyrillischer Schrift und einem mit Stundengebeten finden sich hier zum Beispiel Ildiko von Kürthys Sternenschanze und die Australiensaga von Susan Peterson. Das Regal fällt vor dem knallroten Kirchturm sofort ins Auge und es ist mit seinem Spitzdach hübsch gemacht. Sogar Türen aus Plexiglas gibt es hier. Leider ist eine davon kaputt und auch die andere scheint nicht mehr lange durchzuhalten. Da das Regal aber offensichtlich genutzt und gepflegt wird, werden die Türen hoffentlich bald repariert. Ganz anders sieht es im Stadtteil Kirchheim aus: Das Regal in der Königsberger Straße ist nur etwa 200 Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt. Trotzdem kannte ich es nicht. Das macht aber nichts, den dieses Regal ist der Horror. Es herrscht totales Chaos, die Bücher sind irgendwie ins Regal gestopft oder teilweise in einem Pappkarton am Boden gelagert. Hier drin herumzuwühlen macht mir als Ordnungsliebhaber wirklich keinen Spaß. Das Regal seht auf einem kleinen, abgelegenen und etwas verwildertem Verbindungsweg zur direkt anschließenden Gesamtschule. Da auch Altglascontainer in der Nähe stehen, macht das Ganze eher den Eindruck eines Müllabladeplatzes. So bekommt man sicher keine Schüler zum lesen. Also schnell weiter. Doch auch das nächste Regal ist eine Enttäuschung. In die Hebelstraße, mitten im Gewerbegebiet der Weststadt, zieht es nur wenige Fußgänger die dieses Regal nutzen könnten. Ich selbst bin hier schon oft vorbeigefahren und war um so gespannter auf den Inhalt. Zur Straße hin macht ein hübsches mit Flamingos bemaltes Holzbrett auf die „Tauschkiste“ aufmerksam. Tatsächlich hat sich hier jemand viel Mühe mit dem Bau eines kleinen Bücherhäuschens gemacht. Aber nur ein kleiner Teil dient als Regal. Der Rest ist mit schmutziger Kleidung, einem alten Schultornister und anderem Krempel voll gestellt. Und es stinkt. Es macht den Eindruck, als diene die „Kiste“ einem Obdachlosen als Unterkunft. Wirklich anfassen wollte ich nichts, aber für hartgesottene Charlotte Link Fans könnte sich der Besuch hier lohnen. Auf dem Weg in die Südstadt ist meine Euphorie schon etwas gedämpft. Die Fichtestraße, in der das nächste Regal stehen soll, ist für meine Begriffe sehr weit ab vom Schuss. Aber dieser kleine Bücherschrank, der zum Laden Herzlichter gehört ist so niedlich, dass er für die letzten Enttäuschungen entschädigt. Hier ist alles liebevoll gestaltet. Ein handgeschriebener Zettel lädt zum herausnehmen ein. Der einzige Nachteil dieses Regals ist, dass die Bücher hier nur liegen können und sich deshalb wellen. Einige „Frauenromane“ finden sich hier und auch wenn ich nichts für mich gefunden habe, musste ich das Schränkchen einfach auffüllen.

Nach klein und putzig folgt das wohl meistfrequentierte Regal der Stadt in der Altstädter Neugasse. Die gefühlt immer überfüllte Hauptstraße führt direkt daran vorbei. Seitdem das Regal 2010 aufgestellt wurde herrscht hier ein ständiges Kommen und Gehen. Dementsprechend zerpflückt sieht der Inhalt aus. Trotzdem merkt man, das hier regelmäßig „aufgeräumt“ wird. Aber auch hier habe ich nichts interessantes gefunden. Bei den hohen Personenverkehr und somit ständig wechselnden Inhalt muss man dazu wohl eine Portion Glück mitbringen.

Als letztes mache ich mich auf nach Neuenheim in die Ladenburger Straße. Es wird schon dunkel und bisher habe ich mehr Bücher abgegeben, als ich einsammeln wollte. Ich erwarte eigentlich das gleiche Bild wie bei den anderen Regalen, werde hier aber komplett überrascht. Das Regal ist voller Krimis und Thriller. Neuer Krimis und Thriller! Stimmen von Ponanzki. Tu es. Tu es nicht von Watson. Cody McFadyen, Karen Rose, Samuel Bjork und und und. Zum ersten mal sehe ich nirgends das Grau und Braun in Leinen gebundener Antiquitäten. Dazu steht das Regal perfekt mitten im Zentrum des Stadtteils am Rande des hübschen Marktplatzes. Hier werde ich garantiert bald wieder vorbeischauen!

Mein Fazit ist, dass sich die Reise zu den Regalen auf jeden Fall gelohnt hat. Ich weiß jetzt wo ich Bücher finde, die mir gefallen, wo ich selbst guten Gewissens meine aussortierten Schätzchen abgeben kann und um welche Regale ich lieber einen Bogen mache. Auch hätte ich nicht gedacht, dass ein öffentliches Regal so viel Pflege braucht. Aber ohne aussortieren und aufräumen geht es nicht. Denn Bücher wegzuwerfen – egal wie alt, stockfleckig oder abgegriffen sie sind - scheinen viele Leute nicht übers Herz zu bringen und so landet auch einiges an Altpapier in den Regalen. Auch über die Masse an Regalen und die intensive Nutzung war ich erstaunt. Aber ich finde es toll, dass offensichtlich ein großes Interesse an den Tauschregalen besteht und vor allem, dass nicht nur genommen, sondern auch genauso gerne gegeben wird!

Wie sieht es bei euch aus? Kennt und nutzt ihr öffentliche Bücherregale? Habt ihr vielleicht sogar ein eigenes aufgestellt oder plant das zu tun? Was sind eure positiven und negativen Erfahrungen mit solchen Tauschregalen? Ich bin gespannt!

Kommentare

Seiten

wandagreen kommentierte am 04. Februar 2017 um 22:10

Absolut toller Artikel! Habe ich gerne gelesen. Als ob ich mit unterwegs gewesen wäre! Meinen Vorschlag, in meiner Stadt ein solches Regal aufzustellen, fand allerdings keine Gegenliebe bei den Entscheidungsträgern. Schade!

katzenminze kommentierte am 04. Februar 2017 um 22:20

Dankeschön Wanda! Der liebe Torsten packt mir dir Bilder auch noch in den Artikel rein. Aber erst Dienstag. ^.^

Wirklich schade! Einfach selbst eins basteln und die Stadt vor vollendete Tatsachen stellen. ;)

Nachtidachti kommentierte am 04. Februar 2017 um 23:47

Zuerst muss ich sagen, das war echt nen super Artikel! Danke dafür auf jeden Fall :)

Ich nutze keine öffentlichen Bücherregale, würde das jedoch sehr gerne tun. Aber in meiner Nähe gibt es - meines Wissens nach - keine, wodurch es ziemlich schwierig ist, eins zu benutzen.

Aber in unserer Schule wurde erst letztens der Vorschlag diskutiert, so ein Bücherregal aufzustellen. Daraus wird auch sehr wahrscheinlich etwas werden. :)

katzenminze kommentierte am 05. Februar 2017 um 16:39

Danke! Das freu mich sehr! ^.^

Dann drücke ich dir die Daumen, dass es klappt. Du kannst ja ein Foto beisteuern, wenn es soweit ist. ;)

Nachtidachti kommentierte am 05. Februar 2017 um 17:05

Gute Idee. Ich werd's machen! ;D

UJac kommentierte am 07. Februar 2017 um 13:32

Sehr schöner Artikel, hast Du toll geschrieben! Das sind ja eine Menge Bücherschränke in Deiner Stadt!

Aber selbst bei uns in der Kleinstadt gibt es inzwischen zwei davon: eine ausrangierte gelbe Telefonzelle und einen von der Fa. RWE gesponserten, der aussieht wie der auf Deinem zweiten Foto oben, mit den Glastüren. Dieser ist ganz in meiner Nähe, direkt vor einem Supermarkt, wo ich oft einkaufe. Da hab ich auch schon einige Bücher hingebracht, die meist sehr schnell vergriffen sind. Ein paar wenige habe ich auch schon gefunden, teilweise sogar recht aktuelle Bestseller (z.B. "Altes Land"). Ich nutze die Schränke aber mehr zum Bücher abgeben, da ich ja meine Regale und Stapel mal abbauen möchte. Bei der Gelegenheit räume ich die auch meistens erst mal auf, wenn sich da alles so unordentlich stapelt, das kann ich ja nicht gut haben :-) Aber insgesamt kann man mit dem Zustand sehr zufrieden sein, da wird kein Müll abgelegt oder so. Soweit ich weiß werden die Bücherschränke auch von einem ehrenamtlichen Verein betreut, bzw. der vom RWE von einem der anliegenden Geschäfte, so dass da immer mal jemand für Ordnung sorgt.

Ich denke auch, weil es in unserer kleinen Stadt keine richtige Stadtbücherei gibt, nutzen die Menschen sehr gerne diese Alternative. Was ich so beobachtet habe, sind es oft ältere Menschen, die da im Bücherschrank wühlen.

Ich finde es also eine ganz tolle Idee, die ich sehr gerne unterstütze!

Foto: RP-Online: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaarst/telefonzelle-wird-zum-buecher...

 

Foto: RP-Online

katzenminze kommentierte am 07. Februar 2017 um 14:55

Oooh, das Telefonzellenregal ist klasse! Das würde ich auch nehmen. ;)

Es sind wirklich viele. Auch mehr als ich gedacht habe. Und zwei habe ich gar nicht besucht, weil es so weit war...

_Buchliebhaberin_ kommentierte am 07. Februar 2017 um 19:26

Die Telefonzelle ist ja mal klasse! Ich will auch so einen tollen Bücherschrank!! Der sieht super aus!

lesebrille kommentierte am 07. Februar 2017 um 13:23

Ich mag die öffentlichen Bücherschränke auch sehr. da findet sich oft ein Buch für mich und ich geb auch gerne Bücher dort ab. Insbesondere Kinderbücher sind dort schnell vergriffen.

Owlsome Books kommentierte am 07. Februar 2017 um 13:33

Ah super, ein klasse Artikel und dann werden auch noch die Regale in Heidelberg vorgestllt, ein Traum! Jetzt weis ich, dank dir, zu welchem Regal ich das nächste Mal gehen kann ;) Ich kannte bisher nur das neben der Haupstraße, werde aber das in Neuenheim mal ausprobieren. 

Danke dir für den tollen Artikel :) 

katzenminze kommentierte am 07. Februar 2017 um 14:56

Ja, das war meine Befürchtung: Das jetzt das Neuenheimer Regal geplündert wird. Hihi.  XD

Lieben Dank!

Owlsome Books kommentierte am 07. Februar 2017 um 16:29

Ach, so viele Heidelberger gibt es hier bestimmt nicht ;) :P

Susanne König kommentierte am 07. Februar 2017 um 13:45

In unserer Kleinstadt gibt es gerade mal zwei dieser Regale und die sind sooooooo weit weg vom Schuss dass sie extra angefahren werden müssen. Aber ich habe scho vile Sachen heraus geholt und auch wieder hineingetan. Ich finde ja sowas sollte in jder Stadt/Gemeinde /Dorf aufgestellt werden, alte ungebrauchte Telefonzellen gibt es doch zu genüge.

westeraccum kommentierte am 07. Februar 2017 um 13:48

Wir hätten gern mal eins in unserer Stadt aufgestellt, die wurden auch von RWE unterstützt, aber bisher hat es noch nicht geklappt.

Ich habe aber in anderen Städten die Erfahrung gemacht, dass die Bücher in den öffentlichen regalen oft ziemlich alt und versifft sind. So wirklich attraktiv sind sie oft nicht.

katzenminze kommentierte am 07. Februar 2017 um 15:06

Ja, es gab schon viel alten Kram. Erstaunlich eigentlich. Warten die Leute vielleicht nur darauf, die aus ihrem Haus in ein öffentliches Regal zu tragen? XD

_Buchliebhaberin_ kommentierte am 07. Februar 2017 um 19:33

Ja das ist schade :( Alte Bücher (vom Erscheinungsdatum her) fände ich gar nicht schlimm, wenn sie denn dann ordentlich aussehen würden. Aber alt UND versifft ist kacke :D

naibenak kommentierte am 07. Februar 2017 um 14:01

Huch...Minzi, das seh ich ja jetzt erst o.O

Muss ich mir später mal ganz in Ruhe durchlesen *freu* :-)

E-möbe kommentierte am 07. Februar 2017 um 15:10

Schöner Artikel. Ich wohne leider in der Wildnis und weder die Bären noch die Indianer lesen, so dass es hier keine öffentlichen Regale gibt. Aber Heidelberg ist da großes Kino, krass!

lesesafari kommentierte am 07. Februar 2017 um 22:30

Bring es ihnen doch bei? Bei den Menschen könnte es sehr gut klappen!

Lrvtcb kommentierte am 07. Februar 2017 um 15:57

Ein sehr schöner Artikel. :-) Bei uns in Köln haben wir auch einige öffentliche Bücherregale - sogar ganz prominent beim IKEA. Habe da auch schon häufiger Bücher hin gebracht, aber auch hier musste ich feststellen, dass hier überwiegend alte Bücher rein gestellt werden.

Bis jetzt habe ich noch kein Bücherregal gefunden, in dem auch aktuellere Bücher getauscht werden.

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:06

Oh Gott. Bei Ikea ist es ja doppelt schlimm. Dann würde ich ja zu dem ganzen Kleinkram und Möbelgedöns noch jedes Mal Bücher mit nach Hause bringen. :D Gefährlich, gefährlich!

naibenak kommentierte am 07. Februar 2017 um 16:16

So nun hab ich gelesen :-) Ein absolut toller Artikel, Minzi! Richtig schön zu lesen und die klasse Fotos runden das Ganze ab. Perfekt :-) Bei mir in der Gegend habe ich noch keinen Bücherschrank entdeckt, bin aber auch noch nicht wirklich auf der Suche gewesen ;-) Vielleicht laufe ich das nächste Mal zur Abwechslung mit offenen Augen durch die Stadt *lach*...
Was wir aber haben, sind Büchertauschkisten an verschiedenen Orten. Zum Beispiel im Familienzentrum. Die sind dann aber im Haus, also nicht für alle sichtbar. Trotzdem eine schöne Idee- dort hab ich auch schon Bücher gelassen und auch gefunden- von alt bis recht aktuell ist alles dabei.

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:07

Danke, Bi! :) Kisten sind doch auch schön. Und wenn sie drinnen stehen, wird der Inhalt besser aussehen als in einem klammen Regal...

Sibylle P. kommentierte am 17. Februar 2017 um 21:50

Der Nachteil ist: man muss gezielt hin gehen und kann sie nicht einfach beim Spaziergang entdecken.

Harakiri kommentierte am 07. Februar 2017 um 17:13

toll, wenn ich mal nach Heidelberg komme...

bei uns sind in den beiden Regalen nur Ladenhüter zu finden :(

Susi kommentierte am 07. Februar 2017 um 18:11

toller Bericht ! Du hast Dir ja viel Mühe gegeben !

Bei uns gab es 2 Marke Eigenbau, eins in einem Kulurzentrum, das jetzt weg ist und wo es fast nur alte Bücher gab und eins im kleinen Schwimmbad. Letzteres sortiere ich immer, wenn ich da bin. Da gebe ich auch gerne Bücher hin und bin schon oft fündig geworden, vor allem was Kinderbücher angeht.

Dann gibt es in der Innenstadt seit neuestem ein offizielles Regal aus Metall mit Glastüren vor´m Rathaus. Habe noch nie genau geguckt, aber auf den ersten Blick beim Vorbeigehen schienen viele Konsalikschinken drin zu sein.

Dann gibt es noch die Giftbox an einer Kirche. Das ist ein Holzhäuschen, in dem man Kleidung, Geschirr, Spiele und auch Bücher findet. Letztere hauptsächlich alt oder fromme Ratgeber, aber alles nett gepflegt. Gehe dort aber eher nach Puzzeln gucken.

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:10

Na, den Konsalik würde ich auch eher stehen lassen... x)

wandagreen kommentierte am 15. Februar 2017 um 16:54

Der hat zumindest ein sehr gutes Buch geschrieben.

Borkum kommentierte am 07. Februar 2017 um 18:59

Einen sehr schönen Artikel hast du da geschrieben.

In unserem Ministädtchen gab es mal eins für ca. 1/2 Jahr in einem Geschäft, aber leider wurde das Geschäft aufgegeben. Allerdings habe ich bisher auch in anderen Orten kein wirklich attraktives Regal gesehen. Die Bücher sahen oft so aus, dass ich sie nicht einmal mit der Kneifzange hätte anfassen wollen. Aber schön zu lesen, dass es auch andere Regale gibt.

_Buchliebhaberin_ kommentierte am 07. Februar 2017 um 19:30

Toller Artikel :)
Ich war irgendwie total neugierig und wollte das Foto vom Bücherschrank sehen, das aussieht als ob ein Obdachloser darin hausen würde xD Ist das auch bei den Bildern dabei? :D

Wir selbst haben hier einen einzigen den ich bis jetzt leider (!) immer noch nicht besucht hab. Hab es mir jetzt fürs Wochenende fest vorgenommen, weil ich dort in der Nähe am Samstag zu tun habe. Hab nämlich schon seit Ewigkeiten Bücher zur Seite gelegt die ich dort hinbringen will :'D Keine Ausreden mehr!

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:12

Ja, das ist das mit den Flamingos... Ich habe aber noch ein besseres schlechteres auf dem man das Chaos sieht. Das hatte ich gändigerweise weggeschnitten. XD

Dann viel Glück, ich hoffe der Weg lohnt sich! :)

_Buchliebhaberin_ kommentierte am 10. Februar 2017 um 23:13

Uäh :O Das sieht ja echt scheußlich aus :D

Sibylle P. kommentierte am 17. Februar 2017 um 21:52

Das sieht ja traurig aus, war bestimmt mal gut gemeint :(

buechermauschen kommentierte am 07. Februar 2017 um 19:42

Bei uns in der Stadt  gibt es vier bücherschränke, leider sind sie von meinem zuhause weit entfernt (wo ich nur mit Fahrrad unterwegs bin) alle paar Monate fahre ich in einen Vorort zum einkaufen, dort steht der Bücherschrank von mercator, dort warten die bücher gut geschützt auf neue Leser und es gibt oft auch neueres . Ich finde so etwas gibt es viel zu selten, leider seh ich zu oft wie Leute ihre Bücher in den Altpapier container schmeissen...dein Artikel hat mir wirklich gut gefallen :)

Ange R kommentierte am 07. Februar 2017 um 20:26

Das häufigste Problem ist das Aufräumen, weil andere Bücher nicht wegwerfen können. Ich meine nicht wegen Geschmack oder so, sondern weil Bücher alt, gammelig, kaputt sind. Das ist total schade, denn die Idee ist einfach klasse. Ich nutze Bücherschränke zum Weitergeben und Finden und Bookcrossing zum Weitergeben und für den Spaß. Bücher teilen macht einfach Spaß. Und die Gespräche, die sich dabei ergeben oft sehr interessant.

Traumfängerin kommentierte am 07. Februar 2017 um 21:14

Ja, ich kenne und nutze öffentliche Bücherregale, sogar ein paar der heidelberger Regale, die du vorgestellt hast. Ich gebe dort Bücher (und manchmal auch Zeitschriften) ab und stöbere gerne in ihnen herum. Wenn es mir dort zu unordentlich ist bzw. wenn Bücher gefahr laufen sich zu verziehen (weil sie krumm einsortiert wurden) sortiere ich sie auch mal um, ohne mir ein Buch auszusuchen, oder mitzunehmen. Obwohl ich natürlich auch schon den ein oder anderen Schatz darin gefunden habe :)

Arbutus kommentierte am 07. Februar 2017 um 22:05

Bei uns in Essen kenne ich zwei: ein großes geräumiges, gut regendicht verschließbares Bücherregal vor dem Grillo-Theater und eins im Verkaufsraum der Aral-Tankstelle in Heisingen. Dort lege ich schon mal gelegentlich ein Tauschbuch ab oder entnehme etwas, was mich interessiert. Aber immer nur ein Buch, wie es sich gehört.  : )  Ich denke, es geht nicht darum, alles abzugrasen oder seinen ganzen Ramsch loszuwerden; die ursprüngliche Idee hinter diesen Bücherregalen ist ja: lass eins da, nimm eins mit. 

lesesafari kommentierte am 07. Februar 2017 um 22:32

Vorm RWE-Gebäude ist auch noch einer.

Arbutus kommentierte am 07. Februar 2017 um 23:07

Ach, das wusste ich nicht! Muss ich mal drauf achten, wenn ich das nächste Mal dort vorbeikomme.

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:16

Ja, die "lass eins da, nimm eins mit" Idee wäre auch meine gewesen. Ich habe allerings fast nur Leute gesehen, die entweder nur geraucht haben oder nur genommen. Eine ältere Dame war der Hammer: Die stand ewig vorm Regal - ich habe gewartet weil ich ein Foto machen wollte - und hat sich eine ganze Plastiktüte voll Bücher gepackt. Und als die voll war noch ein paar unter dem Arm und dann ab ins Auto...

Kristine kommentierte am 10. Februar 2017 um 10:36

... aber das ist doch auch der Sinn, oder? Die meisten Leute bringen nur hin, was sie an  Büchern loswerden wollen ... 

(jedenfalls habe ich bei uns den Eindruck). 

Und wenn jemand die Bücher gerne lesen will ist doch das Ziel erreicht! 

Sibylle P. kommentierte am 17. Februar 2017 um 21:54

Sehe ich auh so...

Mrs. Moriarty kommentierte am 07. Februar 2017 um 22:08

Oh toll, ich studiere in Heidleberg und kenne tatsächlich nur das Regal in der Nähe der Hauptstraße und dann noch eines in Eppelheim (ich weiß aber nicht, ob es das noch immer gibt, weil ich da schon sehr lange nicht mehr war). Die anderen von Dir genannten waren mir bisher nicht bekannt. Allerdings muss ich persönlich sagen, das ich das Regal in der Hauptstraße nicht so gerne mag. Ich find das sieht oft einfach eher wie eine Müllablage für Bücher in schlechtem Zustand aus. 

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:17

Ja, da muss man wirklich Glück haben, dass man da fündig wird. Im Moment ist es übrigens leer. Bin gestern vorbeigelaufen und drumrum ist gerade eine Baustelle.

Mrs. Moriarty kommentierte am 12. Februar 2017 um 20:36

Ja genau, mal sehen, ob es nach der Bauphase wieder etwas schöner aussieht. (Ich lauf da doch recht oft vorbei, wgn dem Penny und mein Institut ist auch nur eine Ecke weiter) 

lesesafari kommentierte am 07. Februar 2017 um 22:35

Ich habe am Wochenende das erste Mal, was Neues hier im Bücherschrank gefunden. Gleichzeitig standen mehr Leute als jemals zuvor davor. Ich bekam dann noch Lucinda Riley- Die sieben Schwestern ab. Sonst sind da nur die typischen versifften Simmels etc. drin.

Federfee kommentierte am 08. Februar 2017 um 09:23

Bei Wikipedia gibt es Listen für Deutschland, die Schweiz und Österreich, wo sich öffentliche Bücherschränke befinden. Die, die ich kenne, sind auch gepflegt (Ehrenamtliche), aber den Inhalt kann man meist vergessen: alte Bücher und solche, die ich nicht anfassen mag. Aber ich selbst bringe Bücher oft dorthin, wo sich dann ein anderer noch dran erfreuen kann. Die sind noch nicht ganz drin, da greift schon einer danach. Vermutlicherweise sind wirklich gute Bücher ruck-zuck weg (so wie hier die Prämien) ;-)

katzenminze kommentierte am 08. Februar 2017 um 11:18

Hihi, ja der Prämien-Vergleich könnte passen. :)

evafl kommentierte am 08. Februar 2017 um 09:29

Hm, in Würzburg scheint es aktuell keines zu geben, es gab mal eines in einem Lokal und in einem kleinen Café, wobei ich dort selten hin komme. 

Anchesenamun kommentierte am 19. Februar 2017 um 20:57

Es gibt ein recht großes Regal in der Annastraße in dem Waschsalon gegenüber vom Norma-Parkplatz. :-) Sind aber meist olle Kamellen drin.

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