Leserunde

Leserunde zu „Eine bittere Wahrheit“ (Nicci French)

Eine bittere Wahrheit
von Nicci French

Bewerbungsphase: 05.11. - 19.11.
Beginn der Leserunde: 26.11. (Ende: 24.12.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung von Random House – 20 Freiexemplare von „Eine bittere Wahrheit“ (Nicci French) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

Sie ist keine Mörderin. Oder doch? Der neue Thriller des Bestsellerduos Nicci French: intelligent konstruiert und absolut süchtigmachend!

Erst seit Kurzem lebt Tabitha wieder im Ort ihrer Kindheit, einem idyllischen Dorf an der englischen Küste. Doch der Wunsch, dort Ruhe zu finden, verwandelt sich in einen Alptraum, als sie des Mordes an ihrem Nachbarn beschuldigt wird. Alle Indizien sprechen gegen sie. Und sie kann sich nicht erinnern, was an jenem 21. Dezember geschehen ist, als im Schuppen hinter ihrem Haus die schlimm zugerichtete Leiche gefunden wurde. Nun sitzt sie in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Ihre Anwältin rät ihr, sich schuldig zu bekennen. Doch Tabitha spürt, dass sie nicht die Mörderin ist. Und nur sie selbst kann das beweisen.

Nicci French — hinter diesem Namen verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit über 20 Jahren sorgen sie mit ihren außergewöhnlichen Thrillern international für Furore und verkauften weltweit über 8 Mio. Exemplare. Die beiden leben in Südengland. Zuletzt erschien die achtteilige Bestsellerserie um Ermittlerin Frieda Klein sowie der Stand-Alone-Thriller »Was sie nicht wusste«, der sofort nach Erscheinen in die Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste und auf Platz 3 der Krimi-Bestenliste (Die Zeit) aufstieg. »Eine bittere Wahrheit« ist das neueste Buch des Erfolgsduos.

 

26.12.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
SunshineSaar kommentierte am 30. November 2020 um 09:45

Puh, was für ein Ende. Ich habe richtig mit Tabitha mitgefiebert. Sie hat es auch wirklich geschafft und ist nun endlich wieder in Freiheit. Und sie weiß auch, wer der wahre Mörder ist: Sam! Damit habe ich wirklich nicht gerechnet! Ich hatte einige Vermutungen, aber Sam hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm. Aber die Fäden werden am Ende so zusammengeführt, dass alles

Aber genau das macht ein gutes Buch aus, wenn man nicht mit solch einem Ausgang rechnet. Vor allem, dass Tabitha nicht publik macht, wer der wahre Mörder ist, zeigt was für eine starke Frau sie ist.

Nun können sich die Dorfbewohner selbst verdächtigen. Das haben sie auch verdient, nachdem was sie Tabitha mit falschen Aussagen und ihrem Verhalten ihr gegenüber angetan haben…

Ich wurde auf jeden Fall sehr gut von dem Buch unterhalten und freue mich auf jeden Fall auf weitere Bücher der Autorin. Meine Rezi folgt!

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:41

Vor allem, dass Tabitha nicht publik macht, wer der wahre Mörder ist, zeigt was für eine starke Frau sie ist.

Nun können sich die Dorfbewohner selbst verdächtigen. Das haben sie auch verdient, nachdem was sie Tabitha mit falschen Aussagen und ihrem Verhalten ihr gegenüber angetan haben…

 

Das fand ich tortal klasse von Tabitha.

Erstens war Stuart ein Ar...loch, und die Einwohner des Dorfes waren ja auch ncht gerade freundlich und jetzt können die sich ein Lebenlang misstrauen , eine gerechte Strafe für die

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
JoanStef kommentierte am 30. November 2020 um 12:21

Ich habe diesen Abschnitt mit großer Begeisterung gelesen. Obwohl sich hauptsächlich alles um die Verteidigung dreht, ist das Buch weder langatmig, verwirrend oder langweilig. Es ist dem Autorenpaar hier gelungen, einen bis zum Ende sehr spannenden Thriller zu entwickeln & zu präsentieren.

In den Tagen der Beweisführung durch Tabitha, habe ich das Buch nicht zur Seite gelegt. Obwohl Tabitha eine Depression hat, ist es ihr gelungen einen roten Faden zu finden. Durch das stundenlange Analysieren der CD, kommt sie ja schlussendlich auf die Spur des wahren Täters. In den vorherigen Kapiteln wurde immer wieder angedeutet, dass sie ein Erinnerungspuzzleteil nicht festlegen und klar denken konnte. Das war für mich auch Ansporn, heraus finden zu wollen, was da fehlt. Ich habe mir auch die gesamte Beweislast der Staatsanwaltschaft angesehen und wurde durch das angebliche Motiv nicht überzeugt. Die Schwere des Missbrauchs und dessen Auswirkungen auf ihr Leben, ist ihr ja eigentlich erst nach der Mordanklage bewusst geworden. Kein Therapeutengespräch scheint in der Vergangenheit zu diesen Vorfällen stattgefunden zu haben. Deshalb fand ich es unglaubwürdig, dass Tabitha nach Okeham mit dem Vorsatz, Stuart töten zu wollen, gezogen war.

Über Ingrid war ich dann schockiert. Sie war so redlich dargestellt worden & hat sich dann von der Staatsanwaltschaft, zu einer so schweren Anschuldigung, überreden lassen. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Indizienkette von der Staatsanwaltschaft selbst, als zu dürftig angesehen worden war. Deshalb nutzten sie Ingrid, um den Mordverdacht mit einem angeblichen Geständnis, festzuzurren. Welche linke Aktion. Natürlich darf man sich eigentlich über solche Herangehensweisen, nicht wundern, aber ich war richtig sauer...

Obwohl Tabitha mehr oder weniger regelmäßig im Gerichtssaal ihre Nerven verloren und herumgeschrien hat, ist es ihr gelungen, Zweifel zu säen. 

Als der Staatsanwalt sie nach einem verbalen Ausbruch in der Haltezelle besucht & ihr Tipps bzgl. einer Entschuldigung gegeben hat, war ich dann schon über ihn erstaunt. 

Tabitha hat dann diese Entschuldigung zum Glück, dem Gericht glaubhaft machen können. Somit wurde es möglich, dass Sie den verantwortlichen Beamten in den Zeugenstand holen & befragen konnte. Da hat sie wirklich Mut und Stärke bewiesen. Ich habe ihn förmlich vor mir gesehen, mit seinem überheblichen Blick und den gekonnten Antworten. Sie hat ihn am Nasenring durch den Saal geführt. Tatsache war, er hat sich weder bemüht, noch andere angewiesen genauer hinzusehen oder nach anderen möglichen Tätern zu suchen. Der gesamte Ermittlungsapparat hatte sich zurückgelehnt und den erstbesten Täter/in, als solchen nach außen manifestiert. Da muss man echt aufpassen...

Bei den CD-Sichtungen war mir aufgefallen, dass der Junge hinter der zerbrochenen Scheibe und später ein "anderer Junge" im Bus vorbeifahrend erwähnt worden war. Die Schlussfolgerung hatte ich aber nicht ziehen können.

Ich bin von der Lösung des Falls wirklich überrascht worden. Bis kurz vorm Ende war noch so viel offen & so viel nicht möglich... N. French hat alle Fäden zusammengeführt und ein tolles spannendes Buch geschaffen. Tabitha und ihre Entscheidung den Täter nicht zu melden, wird mir sicher in Erinnerung bleiben. Auch möchte ich nicht vergessen, Michaela zu erwähnen. Sie hat sich als wahre Freundin erwiesen & keine Mühe gescheut Tabitha zu unterstützen. Das war super.

Leider ist das Buch nun zu Ende und ich lehne mich zurück und freue mich über neue spannende Thriller von N. French.

Vielen Dank für das wunderbare spannende Buch und die Leserunde. Ich bin sicher es wird noch mit dem einen oder anderem ein Austausch stattfinden.

Meine Rezension werde ich in Kürze veröffentlichen.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:44

Über Ingrid war ich dann schockiert.

 

Ja ich auch, aber ich denke solche Menschen gibrt es leider viel zu viel

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
melange kommentierte am 09. Dezember 2020 um 06:48

Ich kann mich nur anschließen und ja, von solchen Menschen gibt es einige, aber gerade bei Ingrid war ich noch überraschter, weil sie so hilfsbereit war.

... eben auch hilfsbereit der Staatsanwaltschaft gegenüber.

 

Richtig gemein fand ich an dem Auftritt, dass sie zuerst so tat, als könnte sie kein Wässerchen trüben, sie machte ja irgendwie eine Bewegung zu Tabitha hin, als wüsste sie auch nicht, was das Ganze sollte. Wenn sie wenigstens ein bisschen schuldbewusst gewesen wäre (Augen niederschlagen oder so...), aber das sie sich dermaßen link verhält, war wirklich schlimm.

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FIRIEL kommentierte am 21. Dezember 2020 um 13:49

Ingrid hat anscheinend keinerlei Skrupel. Und durch Tabithas Kreuzverhör erfahren wir ja nun auch etwas von ihrer Vergangenheit. Eine gemeinnützige Organisation und vor allem deren Klienten, also wirklich Bedürftige, zu betrügen, und dann um 370.000 Pfund - das ist ja nun wirklich das Letzte. Und sie hat noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei.

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JoanStef kommentierte am 30. November 2020 um 12:24

"dass Tabitha nicht publik macht, wer der wahre Mörder ist, zeigt was für eine starke Frau sie ist"

Es sieht fast so aus, als ob Tabitha sich ihrer eigenen Stärke vorher nicht bewusst gewesen wäre. Diese gesamte Zeit, seit dem Mord muss so furchtbar anstrengend für sie gewesen sein. Trotzdem hat sie sich nicht gehen lassen und dem Drang alles hinzuschmeißen, widerstanden. Und das mit einer Depression.

 

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Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:45

Ja unglaublich was sie da leistet

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gerlisch kommentierte am 15. Dezember 2020 um 20:59

Ich finde auch, da hat sie Großes geleistet. Andere wären vielleicht nicht so ergeizig gewesen und hätten früh den Kopf in den Sand gesteckt oder sich eben auf einen Pflichtverteidiger verlassen.

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sunrise kommentierte am 30. November 2020 um 14:24

Was für ein Ende. Mit diesem Ausgang hätte ich nie gerechnet. Sam der Täter? Obwohl ja einige Hinweise auf ihn deuteten – die Sache mit der kaputten Scheibe im Bus, oder das er für sie ausgesagt hatte – habe ich ihn so nicht auf dem Schirm gehabt. Ich dachte, das dies nur wieder eine der passenden Wendungen sein sollten, um einen auf die falsche Fährte zu locken. Aber nein!Am Ende war auch die Erklärung warum er es tun musste für mich plausibel und ich kann ihn durchaus auch ein Stück weit verstehen. Ich glaube, dass es Tabitha da auch nicht anderes ging, denn weshalb sonst gibt sie ihre Erkenntnisse nicht an die Polizei weiter? Und das jetzt das ganze Örtchen nicht weiß woran es mit seinem nächsten Nachbarn ist, das finde ich einfach super – so können sie mal selber erleben wie es ist unter Verdacht zu stehen.

Alles in allem ein gelungener Thriller mit einer spannenden Story und einem für mich überraschenden Ende.

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Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:47

Und das jetzt das ganze Örtchen nicht weiß woran es mit seinem nächsten Nachbarn ist, das finde ich einfach super – so können sie mal selber erleben wie es ist unter Verdacht zu stehen.

ja, das finde ich auch super klasse. Wie so das Sahnehäubchen von dem ganzen

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melange kommentierte am 09. Dezember 2020 um 06:53

Ich glaube noch nicht einmal, dass die Nachbarn wirklich bösartig sein wollten (bis auf die alte, taube Hexe und den sexuell unterforderten Typen). Sie waren einfach nur glücklich, dass sie nicht näher beleuchtet wurden. Außerdem hat die Polizei ganze Arbeit geleistet, die sich so gebärdete, als ob an Tabithas Schuld überhaupt kein Zweifel besteht. Sie war eine komische, sonderbare Person (schon als Kind), die wunderlich wirkte und bei der man nachher ein schockierendes Motiv erfuhr. Ich will die Dörfler gar nicht verteidigen, aber möglicherweise veränderten sich die Erinnerungen an Begebenheiten mit diesem Wissen. So wie sich manchmal eine rosarote Brille auf die Vergangenheit senkte, war sie an dieser Stelle schwarz.

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gerlisch kommentierte am 15. Dezember 2020 um 21:01

Das finde ich auch toll.

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TochterAlice kommentierte am 03. Dezember 2020 um 12:22

Jetzt wird mir wieder klar, warum ich gern Krimis von Nicci French lese: die überraschenden Wendungen sind immer sehr gelungen!

An diesen Sam hatte ich im Leben nicht gedacht! Ich hätte mir gewünscht, dass es ein bisschen detaillierter ausgearbeitet wird, was genau Tabitha darauf brachte. Zudem wunderte ich mich, dass sie einfach so losfuhr zu ihm - es hätte ja auch wirklich sehr gefährlich werden können. So richtig viel war über diesen Sam ja nicht bekannt. Auch schwächere Menschen können ja ausrasten, wenn sie einen Wutanfall bekommen und  dann zu unerwarteter Stärke auflaufen.

Shona ist wirklich ein ekliges, fieses und sensationslüsternes Ding! Ich hoffe, es wird auch anderen klar, dass sie als Mensch komplett versagt hat.

Nicci French zeichnet die Protagonisten immer mit Ecken und Kanten - so auch Tabitha . Sie ist nicht durchgehend eine Sympathieträgerin, es wird auch mal sehr überraschend, ja unbehaglich. Das gefällt mir sehr!

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westeraccum kommentierte am 03. Dezember 2020 um 16:10

Der dritte Teil hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte das Buch gestern beenden.

Die Schilderung des Prozesses ging mir wirklich unter die Haut und ich habe mit Tabitha gelitten. Das ständige Schwanken zwischen Hoffnung durch für die positive Zeugenaussagen und den Erklärungen der "schlechten" Zeugen wie Ingrid oder Shona war sehr spannend.

Auch die Richterin hat mir sehr gut gefallen. Sie schien mit der Zeit Sympathien für Tabitha zu entwickeln, sonst hätte sie ihr nicht so viel durchgehen lassen.

Ich selbst bin Tabithas Weg auch mit viel Empathie gefolgt und habe mit ihr gehofft und gebangt. Sie ist an dieser Sache gewachsen und endlich eine selbstverantwortliche Frau geworden, die ihre Stärke kennt. Diese Entwicklung war beeindruckend.

Insgesamt entwickeln die Autoren viel psychologisches Feingefühl für ihre Hauptfigur. 

Der Schluss war auch sehr gut, aber der wird natürlich nicht verraten.

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sunrise kommentierte am 03. Dezember 2020 um 19:47

Ja, diese Richterin war für Tabitha ein richtiger Glücksfall, sie hat ihr ja so einiges durchgehen lassen. Ich denke, da hätte sie schlechter bei wegkommen können. 

Der Schluss war für mich auch überraschend aber auch schlüssig. 

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Lenny kommentierte am 05. Dezember 2020 um 13:38

"Die Schilderung des Prozesses ging mir wirklich unter die Haut und ich habe mit Tabitha gelitten. Das ständige Schwanken zwischen Hoffnung durch für die positive Zeugenaussagen und den Erklärungen der "schlechten" Zeugen wie Ingrid oder Shona war sehr spannend."

Das ging mir ähnlich! Ich war sehr erstaunt, dass sie in Kürze immer die richtigen Fragen gestellt hat! Ja, clever ist sie! Eine großartige Verteidigung, mir hat das gut gefallen. Auch die Richterin fand ich sehr gut. 

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Lenny kommentierte am 05. Dezember 2020 um 13:32

Was für ein Ende! Grandios! Aber ganz ehrlich, da hätte ich selbst nie drauf kommen können, oder hat das jemand aus der Leserunde herausgefunden? 

Mir hat das Buch sehr gefallen. Die ganzen Handlungen vor Gericht hatte ich komplett vor Augen! Michaela war ebenfalls eine klasse Figur in der Geschichte! 

Ich schreibe in Kürze meine Rezension, die sehr positiv  ausfallen  wird! 

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sunrise kommentierte am 05. Dezember 2020 um 14:36

Ich glaube das ging den meisten so, dass sie diesen Täter nicht auf dem Schirm hatten. Ich habe auch mit diesem Ausgang nicht gerechnet. Aber genau das macht ja ein gutes Buch aus...

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FIRIEL kommentierte am 06. Dezember 2020 um 15:00

Wieder habe ich diesen Teil noch nicht ganz gelesen. Ich habe erst mal nur den Teil "Anklage" gelesen. Heftig! Tabitha macht einen Zeugen der Anklage nach dem anderen unglaubwürdig. Schon stark, wie sie das auf den Punkt bringt.

Eigentlich sollte das ja auch reichen: Sie muss nicht ihre Unschuld nachweisen, sondern die Anklage ihre Schuld. Da ist eigentlich nichts Handfestes. Der Staatsanwalt führt eigentlich nur vor, dass sie in den Augen der Dorfbewohner merkwürdig, labil und unberechenbar wirkt. Damit ist noch lange nicht bewiesen, dass sie eine Mörderin ist. 

Geschockt hat mich die Aussage von Ingrid. Sie wirkte im ersten Teil so hilfreich, und nun dreht sie sich um. Michaela hat den Durchblick! Was ich allerdings nicht verstehe: Wieso bekommt Ingrid eine vorzeitige Entlassung, wenn sie eine Aussage über Tabitha macht? Warum sollte man ihr einen deal anbieten, wenn man Tabithas Fall für so eindeutig hält?

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Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:51

Michaela ist für mich ein totaler Lichtblick, auf sie isst Verlass

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FIRIEL kommentierte am 06. Dezember 2020 um 17:16

... und nun bis zum Ende. Klasse! Zum Schluss wird der wahre Mörder präsentiert, und alle losen Fäden werden verwebt. Das ist wirklich gut gelungen.

Der plot ist gut durchdacht und logisch, die Charaktere haben Ecken und Kanten und es gibt eine Entwicklung, und auch für Spannung ist gesorgt. Das ist gute Leseunterhaltung.

Bisher kannte ich von dem Autoren-Duo die achtbändige Reihe um die Psychologin Frieda Klein. Nun sehe ich, dass es noch eine ganze Reihe weiterer Bücher von ihnen gibt. Die werde ich mir mal vormerken.

Fazit: Ein gutes Buch und eine angenehme Leserunde. Ich werde natürlich in den nächsten Tagen weiter verfolgen, was ihr hier schreibt, denn noch sind ja nicht alle mit der Lektüre fertig.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Gelinde kommentierte am 07. Dezember 2020 um 16:28

FIch bin gerade mitten drin , 63 Kapitel. Als Mel erzählt  Stuart habe sich für "verdammt " gehalten.

Da fällt mit ein. Die Witwe hat mal Tabitha sich beschreiben lassen, als 15jährige.

Da kam sie ziemlich maskulin rüber, der Sohn Luke, ist's ein paar Jahre jünger wie Tabitha.

Hat er sich an dem auch vergangen?? Oder an mehr Kindenr /Jungs? Der Busfahrer hat doch irgendwo auch gesagt er ist erst seit 5 Wochen dort, fast genauso kurz wie  Tabitha. 

Ist er das Gespensts das Stuart gesehen hat??  Weit hergeholt? Und wie soll er dann in Tabithas Schuppen gekommen sein? Aber den hat dies Polizei nicht unter die Lupe genommen.....

Jetzt muss ich schnell weiterlesen.    

Luke oder der Busfahrer?  Wer hat hier was zu verheimlichen ??

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FIRIEL kommentierte am 07. Dezember 2020 um 19:43

Ha, lies weiter, dann erfährst du es...

;-D

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FIRIEL kommentierte am 07. Dezember 2020 um 19:48

Nachdem ich nun über das Buch einmal geschlafen habe, frage ich mich: Wo war Sam denn den ganzen Tag über? Erst bei Stuart, dann im Auto und im Schuppen. Aber die Stunden danach? Er kann nirgendwo im Haus gewesen sein, weder im Laden noch im Café, denn da hätte man ihn gesehen. Wenn er aber die ganze Zeit draußen war und sich dort versteckt hat, hätte er nass und kalt sein müssen. Dann wäre er aufgefallen, als er in den Bus stieg.

Überhaupt: Die Dorfbewohner mögen ja gedacht haben, dass er den Bus fuhr. Aber Kinder sind normalerweise aufmerksame Beobachter; die hätten schon gemerkt, dass an dem Tag ein anderer Fahrer am Steuer saß und "ihr" Fahrer als Fahrgast mitfuhr. Da könnte man annehmen, dass ihn ein Kind angesprochen hat. Nun gut, man kann natürlich argumentieren, dass die Polizei nicht gründlich ermittelt hat und daher auch die Kinder nicht befragt hat, da die ja den ganzen Tag weg waren. Trotzdem merkwürdig. Oder habe ich etwas überlesen?

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Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:55

 Ja, ich bin auch am Buch geklebt, es ist wirklich spanend aufgebaut und geschrieben.

Aber nach so einer Nacht drüber schlafen, fallen einem viele Kleinigkeiten ein die der Realität nicht standhalten. Aber wir wollen ja ein spannendes Buch lesen und da sind so kleine Kniffe super angebracht.

 

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melange kommentierte am 09. Dezember 2020 um 07:00

Das finde ich - nach einmal schlafen nach dem Buch - immer noch nicht am Leben vorbei. Erstens waren die Kinder zum Mord nicht dort, zweitens ist die Befragung von Kindern immer schwierig. Es müssen die Eltern gefragt werden und dafür war die Möglichkeit, dass die Kinder irgendetwas Relevantes mitbekommen haben, doch zu ungewiss.

Einmal ganz abgesehen davon, dass die Ermittlungen sowieso kein Ruhmesblatt exzellenter Polizeiarbeit darstellen.

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gerlisch kommentierte am 15. Dezember 2020 um 21:08

"Aber Kinder sind normalerweise aufmerksame Beobachter; die hätten schon gemerkt, dass an dem Tag ein anderer Fahrer am Steuer saß und "ihr" Fahrer als Fahrgast mitfuhr. Da könnte man annehmen, dass ihn ein Kind angesprochen hat."

Ich glaube die Kinder hatten anderes im Kopf, war es nicht der letzte Schultag vor den Ferien?

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FIRIEL kommentierte am 21. Dezember 2020 um 13:59

Auch mit Abstand finde ich es noch nicht überzeugend. Zuerst dachte ich: Klar, das ist die einzige Möglichkeit, an der Überwachungskamera vorbeizukommen. Sam hat also die Gelegenheit und ein sehr starkes Motiv. Aber trotzdem:

Woher kam nun das Messer? Hat er es mitgebracht? Wo fand der Mord statt - vor Stuarts Haustür oder im Haus? Da Stuart an der Schlagader getroffen wurde, muss er stark geblutet haben. Wie soll Sam die Spuren beseitigt haben? Oder wird hier stillschweigend unterstellt, dass Luke und seine Mutter sie entfernt haben? Aber warum hätten sie das tun sollen? Auch wenn sie froh waren, dass Stuart tot war, hatten sie doch bezeugte Alibis und wären nicht in Verdacht geraten. Sam bzw. seine Kleidung müssen voller Blut gewesen sein. Wieso fiel das niemandem auf, als er wieder in den Bus stieg? Wie ist er an Stuarts Autoschlüssel gekommen und an die Plane? Da muss er ja schon ins Haus gegangen sein, also wieder Spuren hinterlassen haben. Wo war er dann den Rest des Tages? Und so weiter... Auch wenn Gelegenheit und Motiv stimmen, ist der Rest nicht logisch.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Gelinde kommentierte am 08. Dezember 2020 um 10:23

 

Also das letzte Drittel war dann nochmals total spannend mit einigen Überraschungen.

(Wobei mein Bauchgefühl schon in die richtige Richtung gedeutet hat. Nur ob Stuart seinen Sohn nun auch missbraucht hat, ist nicht zur Sprache gekommen)

 

Wenn ich jetzt aber so nach einer Nacht drüber schlafen nochmals meinen Blick drauf lenke, muss ich sagen: Die Polizei war ja hier mehr als schlampig, das ist ja schon fahrlässig.

Und auch die Eigenverteidigung von Tabitha, bringt ja viel ‚Dramatik in das Buch, aber realistisch sehe ich das in keinster Weise.

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c-bird kommentierte am 08. Dezember 2020 um 12:38

Der dritte Abschnitt war eindeutig der beste. Nicht nur, weil der Ausgang so überraschend war, sondern auch weil ich endlich mit Tabitha warm werden konnte. Nie hätte ich mit Sam als Täter gerechnet. Und dass mich das Autoren-Duo so lang im Dunklen hat tappen lassen, das hat mich auch sehr beeindruckt. So blieb es bis zum Schluss spannend. Toll gemacht. Und schlüssig war dann am Ende auch noch alles. Ein Buch, dass sich wirklich im Verlauf gesteigert hat.

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TochterAlice kommentierte am 11. Dezember 2020 um 22:06

Mir haben alle drei Teile sehr gefallen, aber ich finde auch, dass dieser hier den Krimi erst richtig rund machte. Und mich ließ das Autorenpaar auch ganz schön im Dunkeln tappen, aber das ist meistens so bei ihnen!

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TochterAlice kommentierte am 11. Dezember 2020 um 22:05

Wie rund dem Erzählerpaar mal wieder die Story gelungen ist: ich bin einmal mehr begeistert, mir hat es wirklich gut gefallen. Ich wäre niemals auf Sam gekommen als Täter! Ein bisschen mehr hätte ich gern darüber erfahren, was es denn genau mit Sams Geschichte auf sich hatte - auch wenn dieser angerissene Ansatz durchaus etwas für sich hat.

Wahnsinn, dass Tabitha sich getraut hat, allein zu ihm zu fahren, er hätte ja sonstwas mit ihr machen können. Aber sie schien sich sehr sicher zu sein und hat es ja auch geschafft. Tatsächlich, ein sehr eindringlicher und gelungener Gerichts- und Ermittlungskrimi.

Mein Mann liest ja sehr wenig Krimis, aber er hat schon die Frieda-Klein-Krimis allesamt verschlungen und so habe ich ihm jetzt diesen hier auch in die Hand gedrückt und er ist fleißig dabei!

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Betzi8383 kommentierte am 13. Dezember 2020 um 15:16

Also der letzte Teil hat etwas Schwung in die Story gebracht - die letzten Befragungen waren spannend und interessant!

Mit Sam als Mörder hätte ich jedoch niemals gerechnet und selbst nach endlosem Überlegen hätte ich anhand der von Tabitha herausgefundenen Indizien nicht auf ihn getippt. 

Am Ende wurde alles schlüssig geklärt, aber meiner Meinung nach ist die ganze Geschichte doch sehr unwahrscheinlich.

Tabitha macht zum Schluss das einzig richtige, um ihren Frieden zu finden: Nämlich das Dorf mit den merkwürdigen Bewohnern hinter sich zu lassen und irgendwo ein neues Leben zu beginnen. Gut finde ich auch, dass sie den wahren Mörder für sich behält.

Das sich Ingrid so wendet hätte ich nicht gedacht und war etwas über ihre Aussage schockiert. Aber glücklicherweise hat sich Tabitha dadurch nicht entmutigen lassen und tapfer weiter gekämpft.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
melange kommentierte am 13. Dezember 2020 um 19:43

~~Am Ende wurde alles schlüssig geklärt, aber meiner Meinung nach ist die ganze Geschichte doch sehr unwahrscheinlich.

Glücklicherweise, Lindenstraße ist ja endlich abgesetzt ;-)

Nein, versteh mich nicht falsch. Wenn ich Krimis lese, erwarte ich eine gewisse Unwahrscheinlichkeit. So lange die Personen sich nicht wider die (imaginäre) Natur verhalten, bin ich leicht zufrieden zu stellen, was den Wahrscheinlichkeitsgehalt einer Thriller-Handlung angeht.

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gerlisch kommentierte am 15. Dezember 2020 um 21:16

Der letzte Abschnitt hat mir definitiv am besten gefallen. Nachdem sich das Buch in der Mitte ein bisschen gezogen hat fand ich den Schluss richtig gut.

Tabitha hat es geschafft sich selbst zu verteidigen, da hat sie wirklich mit Hilfe von Michaela tolle Überlegungen dem Gericht vorgelegt. Die arme Richterin, so einen Prozess hat sie wahrscheinlich noch nie geführt.

Obwohl Tabitha Sam eigentlich böse sein müsste, hat sie ihn nicht verraten, dass zeugt von Größe. Dass er der Mörder ist, damit hätte ich so gar nicht gerechnet. Dies zeigt mir wieder, dass man Personen die leicht in der Menge untergehen, nicht aus den Augen lassen sollte.

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Gelinde kommentierte am 17. Dezember 2020 um 13:54

Michaela war für mich die größte Überraschung, durch ihre verlässliche Hilfe

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Streiflicht kommentierte am 14. Januar 2021 um 19:21

ja, sie ist echt toll! und beim ersten kennenlernen meint man das gar nicht

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Streiflicht kommentierte am 14. Januar 2021 um 19:18

Bevor ich den Abschnitt "Verteidigung" lesen wollte, habe ich kurz Pause gemacht, um das bisher Geschehene zu rekapitulieren und habe mir folgendes notiert:

Tabitha ist eine unglaubliche Frau. Immer, wenn man meint, sie ist am Boden und kann nicht mehr, rappelt sie sich wieder auf und kämpft neu. Denn, wie sie schon sagt, es geht um ihr Leben.

Dass sie dabei oft sehr ungeschickt, unbeherrschaft und unbedarf vorgeht, macht sie als Romanfigur umso interessanter. Ich mag sie - trotz ihrer verrückten und verschrobenen Art.

Und Michaela ist einfach toll. So eine Freundin kann jeder brauchen - Tabith umso mehr. Ohne sie würde sie kaum weiterkommen.

Auf der anderen Seite zeigt sich auch, wie wenig man den Menschen aus dem Dorf (und vielelicht auch im Allgemeinen) trauen kann. Jeder hat seine Befindlichkeiten, Fehler und Geheimnisse und versucht, besser da zu stehen als er ist.

Auch wenn nachvollziehbar ist, dass Tabitha die Hauptverdächtige ist, haben doch so einige andere auch gute Motive für die Bluttat. Ich bin gespannt, welchen Geistesblitz sie hatte und wer noch befragt werden soll.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Streiflicht kommentierte am 14. Januar 2021 um 19:21

Die letzten Seiten im Buch habe ich wie im Wahn gelesen. Ich war so neugierig darauf zu erfahren, was wirklich passiert ist, dass ich fast an den Nägeln gekaut hätte. So was von spannend - ein unfassbar gutes Buch.

Dass Sam der Mörder ist, hätte ich nicht gedacht. Seine Beweggründe kann ich nachvollziehen, nur nicht, warum er so lange damit gewartet hat. Hätte er schon früher der Polizei gemeldet, was damals passiert ist, wäre Tabitha vielleicht gar nichts passiert....

Der Tote war ein schrecklicher Mensch, er hat das ganze Dorf tyrannisiert. Unfassbar. Ich befürchte nur, dass es solche Menschen wirklich gibt.