Leserunde

Leserunde zu "Das Mädchen im Dunkeln" (Jenny Blackhurst)

Das Mädchen im Dunkeln
von Jenny Blackhurst

Bewerbungsphase: 13.02. - 27.02.

Beginn der Leserunde: 06.03. (Ende: 26.03.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Bastei Lübbe Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Mädchen im Dunkeln" (Jenny Blackhurst) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Als Karen Brown ihre neue Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall: eine gelangweilte Frau, die ihren tristen Alltag mit einer heimlichen Affäre aufpeppt. Doch schon nach ihrem ersten Gespräch hat Karen das Gefühl, dass Jessica geradezu besessen ist von der Ehefrau ihres Liebhabers. Als wenig später die Leiche jener Frau gefunden wird, steht die Polizei vor Karens Tür. Sie gilt als dringend mordverdächtig. Karen ahnt, dass Jessica sie nicht zufällig ausgewählt hat - und dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen ...

ÜBER DIE AUTORIN:

Jenny Blackhurst lebt in Shropshire, England. Sie ist 29 Jahre alt, verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn. Sie arbeitet als Systemadministratorin für die Feuerwehr, und in ihrer Freizeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman.

26.03.2017

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
Sassenach123 kommentierte am 10. März 2017 um 08:07

Hier in diesem Abschnitt zeigt sich bei mir das erste Mal Skepsis. Finde es wirklich sehr weit hergeholt, dass Karen als 4 Jährige ihre kleine Schwester füttern kann, sich fast den ganzen Tag umsichtig um das Baby kümmert.Sie wirkt so vernünftig wie ein wesentlich älteres Kind. Vorausgesetzt natürlich die Erinnerungen die Karen wiedergibt entsprechen der Realität. 

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
LadyIceTea kommentierte am 10. März 2017 um 22:58

Wenn sie müssen, können Kinder schon recht schnell sehr erwachsen werden. Und Füttern ist jetzt nicht so schwer. Wickeln hat sie ja z.B. nicht wirklich hinbekommen. Sie hat ja sonst nur mit dem Kind gespielt und Krabbeln geübt. 

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ThePassionOfBooks kommentierte am 13. März 2017 um 16:18

Mir kam das auch ein bisschen weit hergeholt und zu konstruiert. Ich hatte das Gefühl die Autorin hatte eine ganz bestimmte Auflösung im Kopf und wollte diese mit biegen und brechen auch erreichen. Aber so wirklich gut gelungen fand ich das nicht. 

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
lesebrille kommentierte am 14. März 2017 um 07:53

So ging es mir auch.Da wurde im letzten Abschnitt zuviel kurz reingepackt. Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte gut getan.etwas ausführlicher geschrieben hätte besser zum Rest des Buches gepasst.

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Sassenach123 kommentierte am 10. März 2017 um 11:18

Puh, ein Hammer Ende. Das Michaels Tochter involviert ist habe ich nicht gedacht. 

Schade, das Karen sich das Unglück damals so zu Herzen genommen hat und sich als die Schuldige gesehen hat. Unvorstellbar, dass damals niemand auf die Idee kam dem kleinen Mädchen Unterstützung zur Bewältigung so eines Dramas zu holen. Die Mutter war Schuld, hätte sich die Überforderung eingestehen müssen, so hätte das Unglück verhindert werden können, zumindest wäre sie es ihrer älteren Tochter schuldig gewesen sich ab da gut um sie zu kümmern, und ihr nicht das Gefühl der Schuld zu geben. Aber faszinierend geschrieben, wie Karen dieses Schuldgefühl kompensiert hat. Und das tragischste ist, dass alles ins Rollen kam, als Bea und Eleanor sich wegen der Überraschungsparty allein getroffen haben. Vorher hatte Karen alles soweit unter Kontrolle, dass es für niemanden gefährlich wurde. 

Ein sehr toller Psychothriller, der seinen Namen zu Recht trägt.

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Sancro82 kommentierte am 12. März 2017 um 12:45

Dem kann ich nur zustimmen. Das Karen aber gleich so darauf reagiert, wenn sich ihre Freundinnen ohne sie treffen hätte ich nicht erwartet. Anne kann ich aber irgendwo verstehen. Sie wollte ja quasi, dass Karen Michael verlässt bzw. das Karen sich über ihr Verhalten bewusst wird. Ging dann aber leider nach hinten los.

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Sassenach123 kommentierte am 12. März 2017 um 13:46

Richtig war Annes Verhalten nicht, aber zumindest nachvollziehbar. Da stimme ich dir zu. Und wenn Karen ihre psychischen Probleme nicht gehabt hätte, wäre dieses Disaster ja auch nie entstanden. Was ich damit sagen will ist, dass Anne diese Entwicklung nicht voraussehen könnte. Tragisch, dass sie sich jetzt aber vielleicht trotzdem Vorwürfe macht, denn es ist ja schliesslich ein Mensch zu Tode gekommen, möchte in Annes Haut nicht stecken.

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LadyIceTea kommentierte am 10. März 2017 um 23:04

Spannend wurde es nun zum Schluss doch. Ich wollte unbedingt wissen, wer jetzt wirklich was getan hat und warum. 

Den Ablauf der Ereignisse hätte ich so auch nicht erwartet. Alles sehr krass und sehr drastisch. Ich muss auch sagen, dass ich es etwas übertrieben finde, dass Eleanor sterben musste. Ich finde, die Geschichte hätte eigentlich noch besser gewirkt, wenn sich z.B. Eleanors labiler Geisteszustand (den Karen ja ausgelöst hat) noch viel deutlicher gezeigt hätte.

Das Jessica Michaels Tochter ist habe ich nicht erwartet. Das fand ich ganz gut aber hat den Kohl für mich auch nicht mehr fett gemacht. Ich fand das Ende einfach ein wenig zu chaotisch und zu konstruiert. Plötzlich ist Eleanor tot, dann diese Date-Geschichte, die Nachrichten die sie angeblich an Patienten geschickt hat (die ja nicht nochmal erwähnt oder aufgeklärt wurden), ihr Aufenthalt als der eine Typ seinen Unfall hatte usw. Irgendwie kann mich das alles nicht ganz überzeugen.

Ganz schlecht fand ich den Thriller nicht aber wirklich super gut auch nicht.

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LadyIceTea kommentierte am 11. März 2017 um 16:42

Eine Stelle verwirrt mich im Nachhinein. Da masturbiert doch eine Frau bei ihrem Opfer auf dem Bett. War das jetzt Karen bei Eleanor oder Anne bei Karen?

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Sassenach123 kommentierte am 11. März 2017 um 18:09

Das muss Karen bei Eleanor gewesen sein. Es wird erwähnt, dass Michaels Tochter mit den Dingen die Bea und Eleanor zugestoßen sind nichts zu tun hat. Anne hat nichts in dieser Hinsicht unternommen

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Sancro82 kommentierte am 12. März 2017 um 12:47

Ja das muss Karen gewesen sein.

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Curin kommentierte am 11. März 2017 um 19:50

Das Ende des Buches hat mich überrascht. Das Jessica bzw Anne die Tochter von Michael sein könnte, hätte ich nicht gedacht. Aber auch nicht, dass wirklich ausschließlich Karen ihre Freundinnen so terrorisiert hat. Dabei meinte sie selbst, sie würde bloß helfen und alle beschützen.

Auf jeden Fall hat sich am Ende alles schlüssig erklären lassen. Anne hat auf jeden Fall ein psychisches Problem, aber hat das nur an Karen ausgelassen. 

 

 

 

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lesebrille kommentierte am 13. März 2017 um 07:50

Mich hat auch sehr überrascht,das "Jessica" Michaels Tochter ist. Karen hatte ich schon recht früh in Verdacht. Aber einige andere auch.

Insgesamt finde ich das Ende des Thrillers etwas schwächer,mir ging es zu schnell und ziemlich holperig durcheinander während der Aufklärung.Das hätte die Autorin etwas spannender machen können.

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alexiskil kommentierte am 14. März 2017 um 15:58

 

Das Ende war jetzt sehr vollgepackt und die Ereignisse haben sich ja nur so überschlagen. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Jessica nicht die Beobachterin ist, da ich das zu einfach gefunden hätte. Das es Karen sein könnte, hatte ich mir aber auch schon gedacht. Man merkt im Laufe des Buches immer mehr, wie psychisch labil sie doch ist und welche krankhaften Züge sie doch zeigt. 

Karen hat mich zuletzt aber doch noch ziemlich überrascht. es zeigt sich ja erst in den letzten paar Kapiteln, wie sie wirklich denkt. Ihr krankhaftes Bedürfnis danach, andere Menschen zu retten, das sogar soweit geht, dass sie richtig von falsch ganz eindeutig nicht mehr unterscheiden kann. Sie ist ja selbst total davon überzeugt, dass nicht sie, sondern Anne am Tod von Eleanor schuld ist.

Wie viele hier auch, finde ich einiges ein bisschen zu weit hergeholt und ich finde, der Tod Eleanors wurde viel zu knapp thematisiert, was ich sehr Schade finde.

 

 

 

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Curin kommentierte am 15. März 2017 um 14:46

Stimmt, der Tod Eleanors wird einfach mal soeben eingeschoben. Es wird auch gar nicht mehr gesagt, wie Bea und Michael darauf reagieren, dass wirklich Karen für die ganzen Attacken verantwortlich ist.

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
alexiskil kommentierte am 17. März 2017 um 21:18

Stimmt, es wäre sehr interessant Beas und Michaels Reaktion zu sehen, und ob sie denn nun noch Kontakt zu Karen haben oder ob sie nun ganz alleine dasteht.

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SunshineBaby5 kommentierte am 22. März 2017 um 21:38

Ja, stimmt, das ging ziemlich unter zwischen den ganzen Ereignissen. Bea hätte doch viel schlimmer dran sein müssen.

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Sun27 kommentierte am 23. März 2017 um 07:03

Ich finde es auch sehr schade das Eleanors Tod, wie auch die Reaktionen von Bea, Michael und Adam so kurz nur angerissen wurden. Ich hätte es auch gut gefunden wenn nach dem "Unfall" nochmal Bea und Karen aufeinander treffen würden. Oder die Reaktionen von Karens "Freunden" nach der Beurteilung durch Karens Psychotherapeutin zu erfahren.

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siko71 kommentierte am 17. März 2017 um 07:55

In diesem Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse und es geht rasch dem Ende zu. War trotzdem ein spannender und mit vielen Vermutungen behafteter Psychothriller. Rezi folgt.

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
AurelyAzur kommentierte am 17. März 2017 um 18:53

Das Ende war ziemlich spannend, gestört hat mich allerdings, dass einige Handlungen übersprungen wurden und nur am Rande angedeutet. Wie Eleanors Tod, was Karen während der Zeit der Anschuldigungen gemacht hat und so weiter. Schlussendlich verstehe ich Karens Logik hinter ihren Handlungen nicht ganz. Sie hat das alles gemacht, damit ihre Freundinnen die "Gefahr" erkennen, die angeblich durch Jessica ausgegangen ist. Dabei hat aber doch Karen alles getan. Wie wollte sie denn Beweise dafür finden, dass Jessica das alles getan hat bzw. ihr die Schuld in die Schuhe schieben? Das ist für mich ziemlich verwirrend und Karens Idee scheint nicht schlüssig zu sein. Was für Beweise wollte sie denn finden, wenn es gar keine gegen Jessica gab? Das macht nicht wirklich Sinn. Klingt so, als glaubte Karen wirklich, dass das alles Jessica getan hat bzw. das alles ihre Schuld sei, wenngleich sie aber auch weiß, dass sie das getan hat...

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
Sassenach123 kommentierte am 17. März 2017 um 19:05

Irgendwo steht das vieles durch das Schuldgefühl durch den Unfall mit ihrer Schwester gekommen ist. Karens Psyche scheint da sehr bizarre Wege gefunden zu haben das zu kompensieren. Es ging ihr gut, wenn sie ihren Freundinnen helfen konnte. Als diese alles im Griff hatten, musste etwas her wobei Ihnen Karen wieder als Retter zur Hilfe eilen könnte. Und da kommt eins zum anderen, Karens Unterbewusstsein redet sich Jessica ein, mit Affäre und allem, und schon steht wieder ihr Beschützerplan.

Krank, aber es ist Wahnsinn wozu der Mensch und vor allem die Psyche fähig ist. Man hätte Karen als Kind helfen müssen den schrecklichen Unfall zu verarbeiten

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buchfeemelanie kommentierte am 18. März 2017 um 16:38

So, ich hatte recht, Karen hat schuld auf sich geladen. Es wurde für mich immer klarer. Viel zu offensichtlich wurde darauf hingewiesen, dass alle so von ihr abhängig sind. Haben ihre Freundinnen nichts davon gemerkt?

Dass Jessica die Tochter von Michael ist, hat mich ein bisschen überrascht.

Schade, dass sich hier ein paar Ereignisse überschlagen oder ihnen zu wenig Raum gegeben werden.

Spannend war das Ende schon, zumindest ein bisschen. Aber dann doch nicht so gut wie die erste Hälfte.

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
SunshineBaby5 kommentierte am 22. März 2017 um 21:41

Was ich irgendwie nicht verstanden habe ist der Brief von Karen an Toby. Also dabei ist doch ganz offensichtlich, dass sie es war und verständlicherweise sind alle wütend auf sie. Die anderen Aktionen hat sie ja immer heimlich durchgeführt um später al Retterin da zustehen. Aber bei dem Brief geht das ja nicht?! Versteht jemand ihre Bewegsgründe? Es kann ja nicht nur gewesen sein, weil sie es für richtig hielt, dass er es weiß. Sie konnte sich doch denken, dass ihre Freundinnen dann Abstand von ihr nehmen werden.

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esposa1969 kommentierte am 22. März 2017 um 23:30

Sehr hammermäßiges Ende, insgesamt aber passend und spannend!!

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Sun27 kommentierte am 23. März 2017 um 06:56

Ich habe das Buch gestern beendet. Mir ging es zum Ende hin auch etwas flott. Ich denke auf die Umstände von Eleanors "Unfall", wie auch die Reaktionen von Bea, Michael und Adam hätte die Autorin etwas näher eingehen können. Das wurde mir alles etwas zu schnell und gezwungen abgehandelt.

Die Tatsache das Jessica Michaels Tochter ist finde ich gut und hätte ich so auch nicht vermutet.

Allerdings habe ich das Gefühl das Karens phsychische Probleme doch sehr heftig dagestellt sind. Kann es wirklich sein das sie aufgrund des Unfalls ihrer Schwester in der Kindheit so einen extremen Drang entwickelt das man unbedingt alle Menschen retten will, auch wenn man ihnen vorher selber wehtut um sie dann zu retten? Zumal Karen ja auch Psychologie studiert hat und zum Ende hin ganz klar sagt das sie weiß das ihre Mutter am Unfall ihrer Tochter die Schuld trägt.

Insgesamt ist das Buch ein guter Psychothriller mit einigen unvermuteten Wendungen, der zum Ende hin aber leider durch sein Ruck Zuck Ende etwas an Spannung verliert.

Thema: Lektüre, Teil III (Seite 298 - 428)
SunshineBaby5 kommentierte am 26. März 2017 um 16:33

Im dritten Abschnitt ist nochmal richtig viel los und die Ereignisse reihen sich in großer Geschwindigkeit aneinander. Das finde ich fast etwas schade, denn dadurch geht auch etwas Spannung verloren. Da wäre es besser gewesen das auf mehr Seiten zu ziehen. Die Wendung war allerdings überraschend. Es ist bestimmt auch schön das Buch nochmal zu lesen mit dem Wissen um den Ausgang, um die Informationen nochmal ganz anders zu lesen.

Dass Karen so krank ist, ist erschreckend. Durch die Psychiater-Gespräche die zwischendurch immer erhalten waren, konnte man allerdings auch schon ahnen, dass ihr noch was Schlimmes vorgeworfen werden wird.