Leserunde

Leserunde zu "Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg" (Julie Peters)

Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg - Julie Peters

Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg
von Julie Peters

Bewerbungsphase: 24.05. - 07.06.

Beginn der Leserunde: 14.06. (Ende: 05.07.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg" (Julie Peters) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Findet mich das Glück hinter den Dünen? 

Eigentlich wollte Frieke nur kurz auf Spiekeroog bleiben. Doch dann will ihr Vater, dem sie seit Jahrzehnten erfolgreich aus dem Weg geht, plötzlich an ihrem Leben teilhaben. Der Forscher, den sie über eine seltene Vogelart interviewen soll, entpuppt sich als äußerst charmant, und in der Inselbuchhandlung erinnert sie sich an ihren längst vergessenen Lebenstraum: Menschen mit Büchern glücklich zu machen. 

Warmherzlich und voller Humor: eine Buchhandlung, eine kleine Insel und die große Liebe.

ÜBER DIE AUTORIN:

Julie Peters, geboren 1979, arbeitete einige Jahre als Buchhändlerin und studierte ein paar Semester Geschichte. Anschließend widmete sie sich ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Westfälischen.

06.07.2018

Thema: Lektüre, Teil III - Seite 216 - 318

Thema: Lektüre, Teil III - Seite 216 - 318
maraAngel2107 kommentierte am 17. Juni 2018 um 21:37

Ich bin nun auch schon mit dem 3. Teil durch:-) ich musste einfach wissen, wie es weiter geht, bzw. aufhört und ich bin letztendlich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht...Ich hätte mir einen schöneren dritten Teil gewünscht... Das Frieke nun die Buchhandlung übernimmt war ja irgendwie schon klar, nur für mich ist die Entscheidung ziemlich auf die lange Bahn geschoben, der Tod von Ole, ihres leiblichen Vaters, es wurde viel zu viel Augenmerk darauf gestützt, sehr schade, denn das ist nicht der Kern der Geschichte. Ich finde es schade, wenn manchmal einfach drum herum geschrieben wird, man hätte noch viel schönere Aspekte mit einbringen können. Ich habe am Ende nun das Gefühl das es nicht wirklich Frieke´s Entscheidung ist dort auf die Insel zu ziehen, in das kleine Kapitänshaus von Ole, mit Bengt natürlich, aber für mich als Leser war die Luft am Ende raus und man hat nicht das Gefühl das Frieke nun dann endlich ehrlich zu sich selber ist....

Was für mich sehr überraschend war, die Offenbarung, wer denn nun den Leserbrief geschrieben hat, nämlich Martin,ihr Adoptivvater, aber auch das wurde nur in wenigen Zeilen und am Rande erzählt und es hat doch für den ganzen Roman eine große Bedeutung was da passiert ist. Ich finde es toll das er den Brief geschrieben hat, doch das hätte man auch irgendwie besser verpacken können und nicht nur auf einen kleinen Teil einer Buchseite, sehr schade.

Am Ende hat man ebenfalls als Leser das Gefühl das auch Ebba und Willem sich nicht mehr so freuen, wie zum Anfang, als Frieke nach Spiekeroog  kommt, als klar wird wer sie ist und was sie dort möchte. Nach einem tollen Anfang eines Romanes bin ich nun ein wenig enttäuscht, hätte mir mehr Euphorie von allen Seiten am Ende gewünscht. Doch hier kommt dann Emma & Torben mit den Zwillingen, Frieke übernimmt die Buchhandlung, Bengt & Frieke kommen zusammen und wohnen im Kapitänshaus, hier hätte viel mehr Liebe rein gehört, es kommt mir so vor, als wäre das Ende schnell zu Ende geschrieben worden, es wäre schöner gewesen es liebevoller zu gestalten, meiner Meinung nach.

 

Thema: Lektüre, Teil III - Seite 216 - 318
Lesezeichenfee kommentierte am 19. Juni 2018 um 08:11

Genau, Martin, ihr Stiefvater hatte ja Kontakt zu ihrem richtigen Vater. Man erfährt quasi nebenher, dass er den Brief geschrieben hat. Dabei wäre das eine wirklich wichtige Schlüsselszene gewesen!

Thema: Lektüre, Teil III - Seite 216 - 318
Lesezeichenfee kommentierte am 19. Juni 2018 um 08:12

Ach ja, und Ebba und ihr Mann sind fast zerbrochen, weil Frieke sich so lange Zeit gelassen hat. Sie haben sich nicht mehr gefreut. Sie wollten nur weg. Es hat grad noch gefehlt, dass sie auch krank sind und kein langes Leben mehr haben. :-(

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Büchi kommentierte am 18. Juni 2018 um 19:06

Warum möchte Frieke die Erinnerungen, die ihr Vater nur für sie aufgeschrieben hat, unbedingt veröffentlichen ? Ist das nicht vielmehr etwas persönliches, intimes ?

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maraAngel2107 kommentierte am 18. Juni 2018 um 19:28

Das verstehe ich auch nicht....das sind doch persönliche Aufzeichnungen und ich bin sicher Ole hätte nicht gewollt, das sie veröffentlicht werden. Es sei denn....das erfährt man als Leser hier ja nun nicht...es ist sein Kapitänsleben und nur das beschrieben, die Famile aussen vor....kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber ich persönlich würde nicht wollen, das ein solches wunderbares Erbe, aufgeschrieben für mich, verlegt wird!

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Büchi kommentierte am 18. Juni 2018 um 19:38

ja, genau das meine ich. Es ist privat. Hätte Ole seiner Tochter den Auftrag gegeben, seine Erinnerungen zu veröffentlichen, meinshalben. Fast peinlich wirds dann noch, dass sich gar kein Verlag findet, sondern Frieke es als Selfpublishing machen muss. Gut, positiv könnte man sagen, sie will ihm posthum ein Denkmal setzen. Aber auch das fände ich seltsam, kannte sie ihn doch eigentlich nur flüchtig. Und nur weil's der Vater war ..... na ja.

Übrigens taucht dieses " Bücher schreiben" auch an anderer Stelle auf. ( Mir fällt nur grad nicht die Stelle ein ;-). Als wäre es sooo einfach, schnell mal eben ein Buch zu schreiben.

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maraAngel2107 kommentierte am 18. Juni 2018 um 21:49

Ich glaube das mit dem "Bücher schreiben" war ziemlich am Anfang, finde die Stelle aber auch gerade nicht mehr...neee Bücher schreiben ist schon so ein Fall für sich. Ich habe letztes Jahr eines lektoriert.... 

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Lesezeichenfee kommentierte am 19. Juni 2018 um 08:16

Ja, manche Leute denken, Bücher schreiben sich von selbst. Und wenn das eine Autorin schon suggeriert. Dann gute Nacht! Ich weiss, wie schwer es ist. Ich hab Ideen ohne Ende, aber an der Durchführung haperts. Es dauert unendlich lange und wenn man dann unzufrieden ist und niemand hat, der einen mit Tipps und Tricks beisteht, dann wird das nichts. :-( Ole hat das Buch für seine Tochter geschrieben. Die war ja weg und wollte nicht an seinem Leben teilnehmen. Und dann macht sie alles, dass das Buch vermarktet wird. Echt peinlich. Sie macht das selbst, weil sie keinen Verlag findet. Sein persönliches Erbe an sie!

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Lesebiene kommentierte am 19. Juni 2018 um 13:49

das verstehe ich auch nicht. ich dachte ole schreibt sein leben und seine gedanken für!!! frieke auf. damit sie ihn und sein handeln besser versteht. das wird jetzt als buch verlegt. ich finde das eigenartig.

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maraAngel2107 kommentierte am 19. Juni 2018 um 18:42

so habe ich das auch verstanden....dazu braucht es keine "Verlegung" als Buch

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Buchhalterin kommentierte am 19. Juni 2018 um 00:06

Ich habe das Buch nun auch ausgelesen. Finde auch, dass das Ende ein wenig lieblos runter geschrieben wurde. Man wusste zwar eh schon von Anfang an wie sich alles finden wird, aber ein nicht ganz so glattes Ende hätte mir persönlich besser gefallen... Habe auch nicht verstanden, wieso Harald nach der Trennung nicht sofort abreist, was seinem Typ wahrscheinlich eher entsprochen hätte, sondern noch mit Frieke viele Orte und Personen kennenlernt, die ihr was bedeuten...fand ich etwas unglaubwürdig...

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Lesebiene kommentierte am 19. Juni 2018 um 13:51

die figur harald ist voller widersprüche und für mich nicht zu verstehen...

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Buchhalterin kommentierte am 19. Juni 2018 um 00:16

Und dass Frieke die Aufzeichnungen ihres Vaters veröffentlichen will, hat mich ebenfalls sehr befremdet... ebenfalls für mich ein Detail, weswegen ich finde,dass die Geschichte zum Ende hin an Charme verliert. Auch das Zusammenkommen von Bengt und Frieke hätte mit etwas mehr Herz geschrieben werden können, wo sie so lange getrennt waren...

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Lesezeichenfee kommentierte am 19. Juni 2018 um 08:08

Bis Frieke in die Gänge kommt, ist das Buch fast aus. Also gaaaaaaaaanz am Schluß, eigentlich erst praktisch im Epilog. Und dazu der Titel „Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg“. Das ist mal wieder absolut der falsche Titel für ein Buch.

 

Und tatsächlich sie schafft es ans Sterbebett ihres Vaters. Wie dramatisch-traurig. Alle Inselbewohner nehmen sie freundlich auf und freuen sich. Ihr Freund verschwindet und Bengt nimmt wie selbstverständlich den Platz ein. Und sie lässt das Buch ihres Vaters verlegen, dass sie es in ihrem Buchladen verkaufen kann. Dafür hat ihr Vater also geschuftet, während ihrer Abwesenheit.

 

Ich bin traurig. Wie kann man eine an für sich tolle Geschichte so verhunzen? Wie kann ein Lektor so ein schönes Cover machen und so einen verheißungsvollen Titel? Und dann ist der Buchladen irgendwie in den Hintergrund geraten, dass Frieke der wunderbaren Buchladen am Inselweg gehört. Die Autorin schreibt an sich wunderschön. Aber der Inhalt des Buches ist meilenweit von allen Erwartungen entfernt. Und dazu eine Inhaltsangabe, die jeder an Urlaub, Sommer, Liebe und einen schönen Roman glauben lässt.

 

Und was hatten wir? Einen gefrusteten Roman. Mit Leuten, die alle unglücklich waren. Die meisten wurden unglücklich wegen Frieke. Ebba lässt ihren Ärger an ihrem Mann aus. Sonja nimmt ihren Mann zurück, der mit seiner Freundin auf die Insel kommt. Und als Frieke wieder da ist, trennen sie sich… Ohne Frieke können die Inselbewohner nicht. Alle kennen sie, aber ihr sind sie fremd?! Irgendwann trifft sie ja welche die ihr kondulieren.

 

Am Anfang mochte ich Frieke. Ich konnte sie verstehen. Aber dann wurde sie mir fremd und war in Amerika, meilenweit weg, auch als sie zurückkam.

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maraAngel2107 kommentierte am 19. Juni 2018 um 18:44

Das erste drittel war noch wirklich warmherzig und ich habe mich total über die Geschichte gefreut .... doch das nahm dann leider rapide ab, weil ich dachte Frieke bleibt vor Ort ... und kommt nicht nach 8 Monaten zurück...alleine da liegt schon der Fehler, ich bin schon sehr enttäuscht, eine tolle Idee, mehr als schlecht umgesetzt....

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Lesebiene kommentierte am 19. Juni 2018 um 13:46

z.zt. haben viele bücher ähnliche titel.
z.b. meine wunderbare bäckerei/brautladen/buchladen usw.
alles irgendwie gleich geschaltet.
soll wohl zum kauf anregen. 
von diesem buch habe ich ehrlich gesagt  auch mehr erwartet, so in der leserunde. 
leider ist es ein buch wie viele. der letzte teil bis zum schluß kommt mir 
auch so schnell hingeschrieben vor. alles löst sich in wohlgefallen auf. 
ebba übernimmt den buchladen. das dachte ich schon von anfang an. 
ebba und willem wollen nur noch eins, weg. warum will ebba denn nun unbedingt
nach irland? am anfang steht was von alter  und ärzten. so viel besser ist das doch in 
irland auch nicht. sonja ist eine patente person aber ohne frieke bekommt sie nichts mehr hin.
was war die jahre vorher, ohne frieke?  harald wird ewig hingehalten.
kommt mir auch so lebensfremd vor der harald.
er ist doch in der ganzen welt gewesen, was hat ihn dazu gebracht, welches
erlebnis hat ihn so erschüttert. 
stiefvater martin, warum schreibt er einen leserbrief. warum
spricht er nicht mit frieke.
so kann ich noch ewig schreiben.
ich finde den schluß lieblos hingeschludert, es wäre schön wenn man von
den hauptfiguren mehr hintergrundwissen bekommen hätte. den irgendwie habe ich alle in mein herz geschlossen. 

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silesia kommentierte am 19. Juni 2018 um 14:53

Hier muß ich mich leider den bisherigen Kommentaren anschließen, auch ich fand den Schluß nicht wirklich gelungen. Vorhersehbar war vieles ja, es muß ja auch nicht immer mit Überraschungen enden, aber so schon fast flüchtig niedergeschrieben braucht es ja nun auch nicht zu sein. Dass Martin den Leserbrief geschrieben hat hätte wirklich mehr Platz einnehmen dürfen, das unbedingte Veröffentlichen von Oles für Frieke geschriebene Erinnerungen (auch wenn anfangs mal von "Ratgeber" die Rede war) ist nicht so nachvollziehbar, die Prügelei zwischen Bengt und Tammo... naja, der Wille von Ebba, nach Irland zu gehen, hm, wahrscheinlich will sie prinzipiell auf einer Insel leben, nur halt auf einer größeren? Man erfährt ja auch gar nicht, wo Ebba herkommt, nur das Willem "Insulaner" ist.

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Lesebiene kommentierte am 19. Juni 2018 um 15:20

auf dem buch steht warmherzig und voller humor. warmherzig ist es, den humor habe ich nicht gefunden.

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karin1966 kommentierte am 20. Juni 2018 um 07:25

Ich habe jetzt auch den dritten Teil fertig gelesen und auf die Gafahr hin, dass mich hier alle verdonnern, mir hat er gefallen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich bei dieser Art von Lekture im Gegensatz zu Thrillern und Krimis nicht unbedingt an deren Stimmigkeit festhalte. Mir ist da nur wichtig, dass mich das Buch gut unterhalten hat, und das hat es definitiv.

 

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Lesebiene kommentierte am 20. Juni 2018 um 12:48

normalerweise sehe ich das genauso wie du. hier ist es allerdings etwas anders. in einer leserunde wird über das buch diskutiert. da stossen mir dann solche unstimmigkeiten auf. 

Thema: Lektüre, Teil III - Seite 216 - 318
Sommernixe kommentierte am 22. Juni 2018 um 17:45

Ich bin zwar noch nicht ganz durch (die letzten Seiten fehlen noch), aber ich muss mir gerade schon mal Luft machen.

Ich mochte Ebba bisher wirklich gerne, aber ihre Gedanken in der Kirche bevor Frieke kam, waren ja wirklich unmöglich. Sie kann doch wohl nicht ernsthaft Frieke die Schuld daran geben, dass sie nicht von der Insel weg kann. Hat sie ernsthaft erwartet, eine junge Frau komplett überrumpeln zu können indem sie ihr einen Buchladen anbietet und die dafür auch noch ihr zu Hause verlassen muss und die nimmt das Angebot sofort an und alle sind glücklich? Wie unfair ist das denn bitte schön? Ebba hätte vielleicht einfach früher mal über einen Nachfolger nachdenken sollen!

Thema: Lektüre, Teil III - Seite 216 - 318
maraAngel2107 kommentierte am 22. Juni 2018 um 19:30

:-) Ich schmunzel gerade über Deine Aussage, Du hast völlig Recht, das könnte und würde vermutlich keiner machen, einfach dort bleiben und alles stehen und liegen lassen...aber Ebba hätte es wohl ganz gut gepasst, auf einer Seite kann ich sie sogar verstehen, denn sie hatte vermutlich gehofft das der Ole Hansen, Frieke´s Vater die letzten Wochen/Monate vielleicht doch noch etwas von seiner Tochter haben würde....es gab ja einen Guten Grund, das er keinen Kontakt mehr zu seiner Frieke hatte .... wenn das am Ende auch nicht ganz so deutlich wird....auf der anderen Seite, hat Frieke ihr Leben und ja...klar...kann sie nicht einfach dort bleiben....doch hatte man das Gefühl am Anfang das sie absolut dorthin passt und dort auch hin gehört, irgend wie hätte ich das auch schön gefunden...dann wäre es für mich die leichte und harmonische Sommerlektüre geworden, die versprochen wurde....