Leserunde

Leserunde zu "Every" (Dave Eggers)

Every (deutsche Ausgabe) -

Every (deutsche Ausgabe)
von Dave Eggers

Bewerbungsphase: 30.09. - 14.10.

Beginn der Leserunde: 21.10. (Ende: 11.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Kipenheuer & Witsch Verlags – 20 Freiexemplare von "Every" (Dave Eggers) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Nach »Der Circle« legt Dave Eggers mit »Every« eine rasante Fortschreibung seines Weltbestsellers vor - ein hochbrisanter Thriller

Der Circle ist die größte Suchmaschine gepaart mit dem größten Social-Media-Anbieter der Welt. Eine Fusion mit dem erfolgreichsten Onlineversandhaus brachte das reichste und gefährlichste – und seltsamerweise auch beliebteste – Monopol aller Zeiten hervor: Every.

Delaney Wells ist »die Neue« bei Every und nicht gerade das, was man erwarten würde in einem Tech-Unternehmen. Als ehemalige Försterin und unerschütterliche Technikskeptikerin bahnt sie sich heimlich ihren Weg, mit nur einem Ziel vor Augen: die Firma von innen heraus zu zerschlagen. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem nicht gerade ehrgeizigen Wes Kavakian, sucht sie nach den Schwachstellen von Every und hofft, die Menschheit von der allumfassenden Überwachung und der emojigesteuerten Infantilisierung zu befreien. Aber will die Menschheit überhaupt, wofür Delaney kämpft? Will die Menschheit wirklich frei sein?

Wie schon bei »Der Circle« weiß Dave Eggers wie kein zweiter unsere Wirklichkeit so konsequent weiterzudenken, dass einem der Atem stockt beim Lesen. Man kann nur inständig hoffen, dass die Realität nicht schneller voranschreitet, als Dave Eggers schreiben kann.

ÜBER DEN AUTOR:

Dave Eggers, geboren 1970, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren. Sein Roman »Der Circle« war weltweit ein Bestseller. Sein Werk wurde mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet. Der Roman »Ein Hologramm für den König« war nominiert für den National Book Award, für »Zeitoun« wurde ihm u.a. der American Book Award verliehen. Dave Eggers stammt aus Chicago und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Nordkalifornien.

13.11.2021

Thema: Lektüre, Teil l; Seite 1 bis 148

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milkahase kommentierte am 21. Oktober 2021 um 21:40

Bei mir ist leider noch kein Buch angekommen.

Hat es von euch schon jemand in der Post gehabt?

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LySch kommentierte am 22. Oktober 2021 um 00:29

Ich hab heute im Gewonnen-Unterthema auch schon gefragt... Scheint noch nicht da zu sein, ich hab leider auch noch keins! :)

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Bisco kommentierte am 22. Oktober 2021 um 12:43

Bin heute erst aus dem kurzfristigen Krankenhausbesuch entlassen wurden, mein Mann hatte aber auch noch keins in der Post gehabt :-(

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LySch kommentierte am 22. Oktober 2021 um 15:26

Oh, gute Besserung an dich! :)

Ich habe gute Nachrichten - mein Exemplar ist angekommen, es wird also bei euch auch sicher nicht mehr lange brauchen :)

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Bisco kommentierte am 23. Oktober 2021 um 20:06

Danke dir.

Mein Buch ist auch angekommen. Ich werde morgen damit anfangen.

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easymarkt33 kommentierte am 23. Oktober 2021 um 12:59

Die umfassende Überwachung im Staat haben wir in manchen Ländern bereits. Und auf unseren Social-Media-Plattformen 'erfreuen' wir uns an den infantilen Emojis und pfeifen auf persönliche Nachrichten mit freier Wortwahl und hoffentlich korrekter Rechtschreibung.

Will die Menschheit tatsächlich frei sein (auch in all seinen Entscheidungen)?

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alasca kommentierte am 25. Oktober 2021 um 16:27

Ich übe mich jetzt mal in Every-Empfindsamkeit (das kommt im 2. Leseabschnitt, freu dich drauf): Für dich ist es also "der Menschheit"? Interessant. Nachdem wir mit einer patriarchalischen Sprachstruktur geschlagen sind, sollte man doch wenigstens die weiblichen Substantive weiblich belassen! 

Man muss ja vermuten, dass du antifeministisch eingestellt bist, das geht gar nicht, soviel Wokeness muss sein.

;-)

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Harakiri kommentierte am 23. Oktober 2021 um 13:17

ich bin mit dem Abschnitt noch nicht durch, aber mir gefällt es bisher sehr gut.

Besonders am Anfang, die Anspielungen auf den Fluss-Versand *gacker*.

"das scheinheilige Grinsen" 

Ich bin jetzt gespannt, wann es so richtig losgeht, erst ab S. 100 ist Delaney ja bei Every angestellt. Wie @easymarkt schon schreibt: wir haben schon sehr viel Überwachung, die uns teilweise gar nicht so bewusst ist. Das Buch "Every" hält uns da einen Spiegel vor, wenn auch viele Dinge (das Stinktier auf der Toilette "kein Geschäft, kein Spülen" *inmichreingrinse* ) übertrieben dargestellt werden.

 

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Harakiri kommentierte am 23. Oktober 2021 um 14:13

jetzt habe ich den ersten Abschnitt durch. So richtig in Fahrt kommt das Buch ja noch nicht, und Kiki und Winny finde ich irgendwie nervig.

So total überwacht zu werden hat schon etwas Erschreckendes. Wer will das schon? Vor allem auch bei der Arbeit. Nur nicht zu schnell arbeiten, damit man das System austrickst. Nun ja. 

Der SChreibstil von Eggers ist gewohnt unterhaltsam und ich finde, man kann den technischen Ausführungen auch gut folgen. 

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alasca kommentierte am 24. Oktober 2021 um 22:27

"Nur nicht zu schnell arbeiten, damit man das System austrickst. Nun ja."

Das ist nicht neu ... in jeder Fabrik, in der am Band gearbeitet wird, gibt es das. Oder gab es. Ich habe als Studentin mal in einer Leuchtmittelfabrik gejobbt - 4 Wochen am Band. Die Hölle. Und als allererstes nahm mich eine Fabrikveteranin beiseite und beschwor mich, den Akkord nicht zu ruinieren. Hätte ich der Bitte nicht entsprochen, hätte ich einen sehr schweren Stand unter den (sehr robusten) Damen gehabt. 

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Harakiri kommentierte am 25. Oktober 2021 um 14:52

oh, das ist interessant, das wusste ich nicht. 

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milkahase kommentierte am 26. Oktober 2021 um 20:56

Das waren bestimmt richtig schöne Semesterferien für dich ^^

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:26

Ach herrje, eine Erfahrung, die ich ebenfalls gemacht und zu verdrängen versucht habe :-/
Das waren mitunter die schlimmsten 4 Wochen meiner Jugendjahre. Ich hab jeden Abend geheult, weil es psychisch einfach Mobbing war, was da abging. "Du bist nicht schnell genug? Wegen dir muss das ganze Band stehen bleiben!!!"
Ein Ferienjob bei Bosch, am Fließband Kühlschränke zusammenbauen... Bis heute nerven mich diese Einlagefächer an der Seite ^^

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alasca kommentierte am 30. Oktober 2021 um 15:24

Ich war nicht zu langsam, ich war zu schnell. Das war die Hölle, nie wieder habe ich mich so gelangweilt. Manchmal bin ich für 10 Minuten auf die Toilette gegangen, weil ich müde werde, wenn ich mich langweile, und da konnte ich wenigstens 5 Minuten dösen ... das war so qualvoll, den ganzen Tag gegen die Müdigkeit zu kämpfen, und die Minuten flossen so zäh wie Sirup. War eine Erfahrung, die sehr aufschlussreich war. Die marxistische Entfremdung von der Arbeit, da hab ich sie in ihrer Urform kennengelernt! Kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, und das meine ich nicht ironisch.

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Bisco kommentierte am 30. Oktober 2021 um 20:55

So ging es mir in meiner Ausbildung im zweiten Jahr. In der Stelle war die Hocharbeit von Herbst bis Frühling und so ab Mai war nichts los. Wie oft saß ich auf meinem Stuhl in der Ecke und habe vor mich hingedöst. Am Ende habe ich sogar 6 Wochen lang jeden Freitag Urlaub genommen um den Tag wenigstens nicht noch den Feierabend entgegensehenn zu müssen. Ich war so froh wenn ich Müll weg bringen konnte ^^

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LySch kommentierte am 30. Oktober 2021 um 21:37

Langeweile ist unglaublich zermürbend und kann sogar genauso krank machen wie zuviel Stress.

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Amelien kommentierte am 01. November 2021 um 20:10

Oja Kiki empfand ich auch als unheimlich nervig. Es ist natürlich alles bisher sehr überspitzt, aber das Buch macht definitiv nachdenklich. Manches erinnert mich auch unheimlich an heute. Diese ständige Erreichbarkeit. Das liken. Das auf den Tod drauf gehalten wird und das shaming alles iwie sehr beängstigend.

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SunshineSzar kommentierte am 23. Oktober 2021 um 16:51

Ich habe recht gut in die Storyline hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr bildlich und ausschweifend, so dass man erstmal mit einigen Infos überschüttet wird zu dem Unternehmen „Every“. Deshalb musste ich mich am Anfang recht konzentrieren, um allem richtig folgen zu können. Überhaupt musste ich feststellen, dass die eigentliche Storyline rund um Delaney oft unterbrochen wird durch Erklärungen oder Rückblicke in die Vergangenheit. Das hemmt teilweise etwas den Lesefluss.

Delaney ist mir bisher recht sympathisch und ich kann mich mit ihr gut identifizieren. Aber auch die anderen Figuren sind interessant gezeichnet, aber da wünsche ich mir im Laufe der Geschichte noch etwas mehr an Tiefe.

Schmunzeln musste ich auf jeden Fall am Anfang, als es Andeutungen zu Jeff Bezos und dessen Firma gab. Man wusste gleich, wer damit gemeint war *lach

So richtig bin ich von dem Buch bisher noch nicht gefangen, da es mir doch bisher zu zäh und trocken rüberkommt und bisher noch keine richtige Spannung aufgebaut wurde. Ich bin aber gespannt, ob sich das noch ändern wird.

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Harakiri kommentierte am 23. Oktober 2021 um 17:57

"bisher zu zäh und trocken rüberkommt und bisher noch keine richtige Spannung aufgebaut wurde. Ich bin aber gespannt, ob sich das noch ändern wird."

 

genauso empfinde ich es auch. Die vielen Vorstellungsgespräche sind zwar interessant, aber ziehen sich halt

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Amelien kommentierte am 01. November 2021 um 20:12

Mir ging es ähnlich, ich fand den Anfang ziemlich anstrengend und musste mich sehr konzentrieren in Bus und Bahn, um nicht mit meinen Gedanken abzuschweifen.

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schatzye kommentierte am 11. November 2021 um 21:05

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Erzählungen, die keine richtige Spannung aufbauen, fesseln einen trotzdem - oder eben nicht. Ich finde es tatsächlich spannend diese Welt kennenzulernen, die unserer so ähnlich ist - und doch (denken wir) so unterschiedlich :)
Ich finde es spannend, mir selbst beim Lesen manchmal auf die Finger zu kloppen und zu sagen: "Nein, so weit weg von unserer Realität ist das nicht mehr!" was super erschreckend ist.

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LySch kommentierte am 12. November 2021 um 14:08

Es ist in unserem Land mit strengeren Datenschutzbestimmungen vielleicht noch etwas weiter weg... In anderen Ländern sieht das erschreckend anders aus! (siehe meinen Post weiter unten zu China)

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schatzye kommentierte am 13. November 2021 um 05:57

Da hast du natürlich recht. Ich meinte vor allem aber auch, wie viel Leute von sich preisgeben /freiwillig Daten von sich geben. Ich les mir manchmal durch, was ich eigentlich akzeptiere, wenn ich die Cookies und Co zu lasse, um auf einer Internetseite zu stöbern. Wem man alles Einlass gewährt, nur weil man ein Rezept für Brownies möchte, ist erschreckend. Und dann gibt es natürlich noch die Personen, die viel über sich im Internet posten. Zum einen die, die es "professionell" machen. Aber auch diejenigen, die den Absprung jcijt schaffen, aber trotzdem ihr Leben der Öffentlichkeit preisgeben. Was ich über Bekannte alles über instagram und Co erfahre... Oder über ganz fremde... Verstehe ich oft nicht.

Dh es geht ja nicht nur darum, was Firmen dann mit Daten ggf anstellen können - oder eben weniger. Sondern was Personen freiwillig für Daten von sich preisgeben - und es ist ihnen schnuppe.

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alasca kommentierte am 24. Oktober 2021 um 17:02

Gefällt mir sehr gut - auch das Update zu The Circle: was ist aus Mae, Eamon und ein paar anderen geworden. Mae ist CEO - absurd und lächerlich, aber every-logisch. 

Eggers nimmt sich viel Zeit für das Setup, aber ich finde es überhaupt nicht langweilig oder zäh, im Gegenteil. Durch die Vorstellungsgespräche lernt man die Welt von Every ganz gut kennen; wichtig ist halt, was sie implizieren. Delaneys Kampfgefährte Wes ist so angelegt, dass man die Probleme jetzt schon riechen kann. Man möchte Delaney "Vorsicht!" zurufen, "trau ihm nicht!" Gleichzeitig finde ich Wes sehr glaubwürdig dargestellt; ich glaube, es geht vielen so, dass sie Amazon, Facebook und Co. kritisch sehen, sie aber trotzdem nutzen. Es ist halt schwierig, sich vom Mainstream abzukoppeln - und unbequem auf einer ganz pragmatischen Ebene ist es auch. 

Weiter geht´s!

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milkahase kommentierte am 26. Oktober 2021 um 21:01

Leider hat Amazon ja eine richtige Monopolstellung eingenommen mittlerweile. Man bekommt einfach alles, rund um die Uhr, bequem nach hause. Wo gibt es so einen Service sonst?

Ich bin aber auch abolut kein Amazon Fan und habe auch noch keinen Account. Wenn ich etwas vor Ort oder in einem anderen lokalen Shop nicht finde, dann komme ich auch ohne aus. Eine Welt ohne Amazon ist bei uns ja noch möglich :-D

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:21

Ich habe auch keinen Amazon-Account. Wenn man sich ein wenig anderweitig umschaut, lässt sich ziemlich viel auch vor Ort oder bei kleinen (Online-) Shops finden. Ist aber leider nicht so bequem...

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:22

@alasca: Stimme dir vollkommen zu!

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schatzye kommentierte am 11. November 2021 um 21:06

Finde, du hast Wes toll zusammengefasst. Ich bin echt gespannt, in welche Gefahren er Delaney bringt und mit wem er alles. Gemeinsame Sache machen wird.

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Jolly kommentierte am 25. Oktober 2021 um 13:05

Na toll einige sind schon fertig ... Mein Buch kam noch nicht mal an ... :(

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Martinchen kommentierte am 25. Oktober 2021 um 13:14

Meins auch nicht. Ich bin oft die letzte, die das Buch im Briefkasten hat.

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Jolly kommentierte am 25. Oktober 2021 um 16:47

Na ja hoffen wir das die Bücher bald eintreffen. 

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Martinchen kommentierte am 25. Oktober 2021 um 17:13

Bisher sind sie immer angekommen, allerdings habe ich eines erst 14 Tage nach allen anderen bekommen.

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Bisco kommentierte am 26. Oktober 2021 um 14:56

Mach dir da keinen Kopf wegen. Aline sieht ja wenn jemand schreibt das das Buch noch nicht da ist. Und der eine liest halt super schnell und die anderen haben weniger Zeit dafür. Ich finde das Buch super geschrieben aber trotz Krankheit und viel Zeit zum lesen brauche ich auch was länger. Da mach ich mir aber keinen Kopf wegen. Ich drücke euch allen die Daumen das es in den nächsten Tagen ankommt :-)

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milkahase kommentierte am 26. Oktober 2021 um 21:03

Meins kam am Samstag noch an, aber ich lese auch nicht so schnell. Jeder hat ja hier sein eigenes Lesetempo und das ist ja absolut in Ordnung.

Ich drücke die Daumen, dass es diese Woche den Weg zu dir findet.

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julies_buchgefluester kommentierte am 27. Oktober 2021 um 17:29

Mein Buch lässt leider auch noch auf sich warten. :/

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Jolly kommentierte am 28. Oktober 2021 um 18:26

Mein Buch kam heute an. Freu mich so. :-) 

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Martinchen kommentierte am 28. Oktober 2021 um 21:23

Ich freue mich für dich. Ich warte immer noch.

 

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:18

Die einen warten noch, die anderen sind schon seit 3 Tagen durch mit dem Buch - so eine extreme Range (nach 1 Woche seit Beginn!) habe ich bei einer Leserunde glaube ich noch nie gesehen o.O

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Jolly kommentierte am 29. Oktober 2021 um 09:24

LySch ja das stimmt das ist wirklich ungewöhnlich diesmal. Find ich auch nicht so wirklich schön weil dann viel vom Austausch verloren geht. Es will ja auch keiner gespoilert werden ... und für die die schon fertig sind ist es dann eher langweilig... 

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Jolly kommentierte am 29. Oktober 2021 um 09:21

Tut mir leid. :( Ich drück dir die Daumen das deins auch bald eintrifft. 

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Primrose24 kommentierte am 29. Oktober 2021 um 12:24

Ich warte auch noch auf mein Buch....

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Primrose24 kommentierte am 02. November 2021 um 15:35

Mein Buch ist auch angekommen. Juhu^^

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marsupij kommentierte am 29. Oktober 2021 um 10:37

Mein Buch ist auch noch nicht angekommen. Ich hoffe auf heute oder morgen.

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 13:16

Hört sich vielleicht blöd an, aber mich "tröstet" es, dass einige noch auf ihre Bücher warten... Ich bin eine sehr langsame Leserin und so gehen mir zum Ende hin nicht die Diskussionspartener*innen aus :) (wie oft bei anderen Leserunden)

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Amelien kommentierte am 01. November 2021 um 20:15

Ja ich komme momentan nur unterwegs so richitg zum lesen, bin daher auch nicht so schnell durch. Aber schön dann bleiben ja noch welche zum diskutieren.
Aber tut mir schon leid, dass manche so lange warten müssen.

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julies_buchgefluester kommentierte am 02. November 2021 um 09:47

Mein Buch ist gestern angekommen, sodass ich endlich mit dem ersten Abschnitt beginnen konnte. :)

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Sigrid kommentierte am 26. Oktober 2021 um 19:37

Ich habe den ersten Abschnitt jetzt auch durch. Und ich fand es sehr interessant. Mich hat auch sehr beeindruckt, wie lange sich Delaney auf diese Aktion vorbereitet hat. Sie hat ja ihr ganzes Leben darauf aufgebaut. Sie musste ja auf allen Medien entsprechend aktiv werden. Und das eigentlich gegen ihre Überzeugung. Beachtliche Leistung. Wes finde ich manchmal etwas seltsam. Aber er ist wenigstens auf der Seite von Delaney, denn sie braucht ja auch mal einen Ort, an dem sie unbeobachtet ist und einen Menschen, mit dem sie über alles sprechen kann und sie unterstützt. Schon krass, dieser Unterschied in den Welten. Die einen leben in ständigem "Rampenlicht" sozusogen und eine Minderheit versucht sich dieser Überwachung zu entziehen. Sie haben es natürlich schwerer. Die Anspielungen auf "den dschungel" finde ich gut gemacht. Es ist wirklich sehr erschreckend, diese totale Überwachung. Ich bin mal gespannt, ob und wie Delaney das hinkriegen will. Ich denke, sie muss noch andere Leute finden, die ihr dabei helfen.

Ansonsten kann ich nur sagen, es lässt sich alles sehr gut lesen. Man ist sofort Mitten im Geschehen und ich finde es auch spannend.

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:13

Delaneys Kindheit, Jugend und Werdegang finde ich ziemlich krank, ehrlich gesagt. Von einem Extrem ins nächste, im einen Moment süchtig und im nächsten in der "Entzugsklinik" - mal sehen, ob sie durch ihre Arbeit bei Every nicht dich wieder "rückfällig" wird.

Bei der Beschreibung des Holzhauses und des Flusses und der Brücke dachte ich mir die ganze Zeit "Wow, das wäre mein Traumhaus!" Und dann LIEST sie auf der Brücke, den ganzen Tag - was für ein Traum ;)
Es hat mich aber stark an meine Kindheit erinnert. Zwar (leider) ohne Fluss und Holzhaus, aber Bücher waren schon immer mein Rückzugsort vor der Welt, mein eigenes Reich.

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Jolly kommentierte am 03. November 2021 um 17:47

Ja genau ich dachte auch gleich wiegeln wäre es bitte in diesem Haus zu wohnen! 

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Primrose24 kommentierte am 09. November 2021 um 13:23

Ich kann dich verstehen, das Haus hätte ich auch gerne. Echt ein Traum, den ganzen Tag auf der Brücke zu sitzen und zu lesen^^

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:16

Eggers führt hier den "Urkampf" des modernen Menschen auf - Natur vs. Technik.
Ich bin ehrlich gespannt, was bei Delaney am Ende siegen wird. Sie ist zwar gegen Every und will das Unternehmen zerschlagen, aber trotzdem gibt es eben auch ihre andere Seite...

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Amelien kommentierte am 01. November 2021 um 20:17

Oh ja ich bin auch gespannt wie sie Every zerschlagen will, da hängt ja soviel dran und wer weiß ob nicht dann einfach nur jemand anders den Platz dann einnimmt.

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 09:36

Ich glaube irgendwie nicht daran, dass es in unserer modernen Welt noch so richtige "Helden" gibt, die etwas bewegen können und andere antreiben können. Ich glaube eigentlich, dass viele Menschen mit kleinen Veränderungen was bewegen können. Aber bei Every rennen eben alle wie blökende Schafe nacheinander in den Abgrund. Das Zerschlagen wird verdammt schwer.

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Amelien kommentierte am 08. November 2021 um 04:33

Ja die sind alle so erschreckend leichtgläubig.

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milkahase kommentierte am 26. Oktober 2021 um 21:16

Ich bin auch noch nicht ganz durch mit dem ersten Leseabschnitt, aber wollte schonmal meinen Eindruck schildern.

Da ich the circle auch gelesen habe, hat es sich fast wie ein nahtloser Übergang angefühlt vom circle zu every, so als seien einfach ein paar Jahre vergangen. Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt mit Eggers´ Schreibstil und war komplett in seiner Welt verschwunden. Mir gefällt es auch sehr gut, dass es immer wieder Hinweise auf Mae und die anderen Gründer gibt sowie einige Projekte aus dem Circle. Die Weltanschauung und wie das ganze System funktionieren sind wieder so authentisch beschrieben wie in seinem vorherigen Buch. Die Charaktere bei Every erinnern mich total an the circle, ihre Einstellung, die Art und Weise, wie sie kommunizieren, interagieren und wie sie ihre Begeisterung für das Unternehmen zur Schau stellen.

Einerseits ist es toll, dass es so nahtlos anknüpft, andererseits ist es auch weniger überraschend und schockierend, da man die vielen Apps und Funktionen bei Every ja schon in gewisserweise kennt. An der ein oder anderen Stelle fand ich die Schilderungen etwas langatmig. Vor allem bei der Führung durch Kiki.

Dennoch freue ich mich, weiterzulesen. Wenn man einmal angefangen hat, entwickelt das Buch schnell einen Sog bei mir^^

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:02

Den Sog kann ich auch nur bestätigen! Ich hab zwar nicht viel Lesezeit momentan, aber wenn, dann liest es sich süffig weg ^^

Dass Every sich nicht groß vom Circle unterscheidet ist irgendwo auch konsequent - es ist ja weiterhin der Circle, nur in "noch größenwahnsinniger" :)

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LySch kommentierte am 28. Oktober 2021 um 23:39

Der erste Leseabschnitt ist geschafft! :)

Ich habe vor der Lektüre von Every den Circle gerereadet (als Hörbuch - habe den Roman nämlich vor 8 (?) Jahren zum ersten Mal gelesen) und es war für mich ganz erstaunlich, wie nahtlos Every an den Circle anschließt.
Dave Eggers ist einer meiner Lieblingsautoren, den Circle mochte ich sehr! Er hat so eine leichte, lockere Art zu schreiben, verpackt dabei aber tiefe Gedanken und viel Kritik. Dabei schreibt er meiner Meinung nach immer mit einem gewissen Augenzwinkern. Er nimmt seine Figuren irgendwie nicht ernst, nimmt sie teilweise auf die Schippe und meint den Inhalt aber todernst. Das finde ich wahnsinnig faszinierend an seinen Büchern.

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LySch kommentierte am 28. Oktober 2021 um 23:56

Den ersten Leseabschnitt fand ich richtig süffig, ich habe mich sehr amüsiert. Gewohnt gute Schreibe und spannende Ideen.
Dass es sich am Anfang etwas zieht bis Delaney tatsächlich bei Every anfängt, fand ich nachvollziehbar und die Einblicke in dS Denken&die Strukturen des Unternehmens haben mir gut gefallen. Es ist atmosphärisch, man steht mitten auf dem Campus und sieht alles, hört alles...

Man trifft "alte Bekannte" aus dem Circle, Mae Holland ist CEO (Was zur Hölle?!), Stanton ist gegangen, Ty verschwunden und Bailey ein Träumer. Viel ist vom Circle in diesem Sinne nicht mehr übrig und trotzdem geht es immer weiter...
Die Apps und KIs werden immer absurder, man amüsiert sich zwar (das Stinktier!! ^^), aber mir wurde auch ganz mulmig zumute... Das ist teilweise keine ferne Zukunftsmusik, das ist JETZT.

Delaney und Wes wirken wie Karikaturen ihrer selbst,irgendwie nicht "echt", obwohl sie in einem Trog-Haus wohnen. Die beiden sind mir irgendwie nicht sympathisch, aus unterschiedlichen Gründen. Delaney scheint ein wenig naiv zu sein und Mit Wes stimmt etwas nicht. Wahrscheinlich gibt er sich nur so "blöd".
Aber das "muss so". Schon beim Circle haben sich viele beschwert, dass die Figuren keine Tiefe habe, dass sie zu naiv etc. pp sind, aber genau das ist meiner Meinung nach sinnvoll und notwendig um darzustellen, wie "flach" das Leben im Circle ist. Alle machen das Gleiche, alle denken das Gleich, alle bewerten sich gegenseitig und der Algorithmus hält das alles in einer ordentlichen Balance. Ausschläge nach oben oder unten sind nicht gewollt. Eggers führt diese Figurenzeichnung auch bei Every konsequent weiter. Dass er auch anders kann hat er ja mit Josie ("Bis an die Grenze") bewiesen ;)

Das mit den Trogs find ich einen interessanten Schachzug, es scheint also ein wenig Rebellion zu geben, nicht nur blinde Schafe...
Ich bin wirklich gespannt, wie es weiter geht!

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alasca kommentierte am 30. Oktober 2021 um 15:30

Von Figurenzeichnung kann man nicht reden - alle sind nur Schablonen. Auch Delaney, und ich finde, die müsste schon ein bisschen anders sein. Wie sonst soll sie einen überzeugenden inneren Konflikt haben?

Dass sie beide immer wieder glauben, eine App könnte zu blöd sein, ist andererseits auch wieder logisch - kann man nur der Jugend der Figuren zuschreiben, die noch an die Menschen glauben. Sowas soll sich ja mit den Jahren geben;-) 

Mich hat am meisten die Überzeichnung amüsiert, das macht Eggers wirklich gut.

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LySch kommentierte am 30. Oktober 2021 um 21:44

Die Überzeichnung liebe ich auch sehr bei Eggers - das lässt mich immer wieder schmunzeln oder auch mal auflachen!

Du hast Recht, es sind mehr "Schablonen". Aber bei Delaney stimme ich nicht zu - ich finde, sie erfüllt genau so wieder ihren Zweck. Eine Kämpferfigur ist sie nicht. Sie ist unsicher und braucht Bestätigung, ist teilweise ein wenig naiv, aber möchte trotzdem Gutes für die "Welt". Meiner Meinung nach zutiefst menschlich. Und in ihrer Kindheit/Jugend wurde sie komplett durchgerüttelt: Natur vs. Technik in einer Tour. Da kann sie kein standfestes Weltbild entwickelt haben...

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alasca kommentierte am 01. November 2021 um 00:34

Kämpfernatur - och ich weiß nicht. Was sie sich vorgenommen hat, ist ja schon sehr kämpferisch. Nur wie sie´s angeht - aber da sind wir uns ja einig, die Jugend *seufz* ...

Insofern dann doch wieder stimmig.

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Minijane kommentierte am 04. November 2021 um 19:27

Dass insbesondere Delaney so gar keine Tiefe hat und man dieser Figur auch gar nicht nah kommen kann, stört mich schon. Schließlich ist sie die Hauptprotagonistin.

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LySch kommentierte am 06. November 2021 um 22:14

Dave Eggers legt seine Figuren aber genau so an, um damit die Oberflächlichkeit unserer Zeit aufzuzeigen - meine Meinung. Das war mit Mae Holland beim Circle genauso.

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Bisco kommentierte am 07. November 2021 um 08:41

Und genau diese Oberflächlichkeit macht er so perfekt. Ohne mehr dazu zu sagen, da ich zum Ende des dritten Abschnitts bin, so finde ich hält er dies aber auch wirklich konsequent durch und man muss sich diese beusste "Grauhaltung" vor Augen halten.

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 09:38

Ja genau das finde ich auch! Du hast gut in Worte gefasst, was ich meine :) Die Oberflächlichkeit ist gewollt und wird bis zur Perfektion vorangetrieben. Das fand ich schon dem Vorgänger so faszinierend.
Dave Eggers kann nämlich auch anders, das hat er bei seinen weiteren Romanen bewiesen... :) Also muss es Absicht sein ^^

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Minijane kommentierte am 07. November 2021 um 16:39

Da könntest Du durchaus Recht haben, aber ich finde er vertut damit auch die Chance, dass der Leser mitfühlt und leidet. Wenn die Personen zu flach sind, geht mir zumindest auch die Geschichte nicht wirklich nah und mir ist letztendlich egal, was mit Delaney passiert.

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 00:31

Ööööhm, es hat noch keine*r was zu der genialen Gestaltung des Buches gesagt? :)

Der super ironische Innenklappentext, die witzigen Kapitelüberschriften (nur im Inhaltsverzeichnis zu sehen!) und die Score-Tabelle?! Find ich MEGA :D

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Jolly kommentierte am 03. November 2021 um 17:52

Den Klappentext fand ich auch richtig gut gelungen. Einfach erschreckend witzig. Logisch das diesen Buch die richtige Menge an Seiten und Witzen (hat die schon einer gezählt?) hat. 

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 09:40

Witze zählen finde ich sooo schwierig ^^ Da hat ja jeder so seinen eigenen Humor. Ich finde zB, dass wahnsinnig viel Überzeichnung und Ironie im Text steckt und Kringel mich teilweise vor Lachen :D

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julies_buchgefluester kommentierte am 04. November 2021 um 14:56

Dem kann ich nur zustimmen. Ich musste auch gleich schmunzeln, als direkt auf der ersten Seite des Buches der Name Rowena auftauchte. :D

Die Gestaltung ist wirklich super gelungen und passt prima zur Geschichte.

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Amelien kommentierte am 08. November 2021 um 04:37

Ja da musste ich auch sofort an den Klappentext denken.
Der war schon echt gut gemacht, dass hatte ich so jz das erste Mal. Passt aber wahnsinnig gut zur Geschichte.

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Minijane kommentierte am 07. November 2021 um 16:41

Absolut. Den Klappeninnentext habe ich erst sehr spät gelesen, weil ich mich nicht versehentlich spoilern wollte. Ist einfach grandios!

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Bisco kommentierte am 29. Oktober 2021 um 09:06

Für mich ist es das erste Buch von diesem Autor und so kenne ich auch den Vorgänger „The Circle“ nicht. Aber es hat große Ähnlichkeiten mit „The Store“ von Rob Hart, wo es ebenfalls um die Vernichtung eines Unternehmens wie Every geht. Daher wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und die ersten 150 Seiten haben mich bis jetzt nicht enttäuscht.

Der Autor nimmt sich Zeit den Leser zu empfangen und erklärt in Dialogen und Gedankengängen von Delaney wirklich gut wie mächtig Every als Unternehmen ist. So sehr das es mehr einer ganzen Staatshierarchie entspricht. Die ständige Überwachung, überall. Der Hund der nicht mehr ohne Chip an den Strand darf, dann nur noch angeleint. Nur wenige Straßen ohne Kameraüberwachung. Dann die ständige Sammlung von Daten. Alleine das Mimik und Gestik ausgewertet werden und wenn du nicht nett genug reagierst dies gespeichert wirst. Ausschlusskriterium Ehrlichkeit und zu starkes Ausdrucksvermögen. Ich hätte keine Chance in den Laden zu kommen, ich sage privat zu sehr was ich denke.

Dann diese extreme Vielfalt und der dazugehörige Druck die Apps alle zu benutzen. Durchgetacktete Tage wann du welche App aufhaben musst, wie oft du Bilder verschicken muss usw. So viele Beispiele mit so viel Arbeit verbunden, dass der freie Wille und der Spaß für niemanden mehr so wirklich da sein kann. Alleine schon Winnies Dauerbeobachtung der Kinder um jederzeit einzugreifen, unnormal.

Dazu ein Scoring, berechnet von einem Programm, damit es gerecht ist? Boah musste ich hier lachen. (Wegen der Ähnlichkeit zum folgenden Buch) Gerade habe ich erst „Q –In dieser Welt ist Perfektion alles“ von Christina Dalcher gelesen. Auch hier geht es um Bewertung und das dein Wert dein ganzes Leben und Überleben bestimmt. So sieht es bei Every nicht anders aus. Die Läden die nicht mithalten können geschlossen, Städte leiden an Armut, die Apphersteller bekommen Millionen für ihre Idee und das sind nur Peanuts.  

Und so lernt man im ersten Teil auch Delaney als Hauptprotagonistin kennen. Ich mochte sie von Anfang an. Ihr Ziel das Unternehmen zu stürzen kann ich vollkommen verstehen. Wie sie sagt: Weil der Wille meiner Eltern und meine Kindheit zerstört wurden. Ich kann es so sehr nachvollziehen.

In der Schule überfordert mit dem Umgang mit Medien, Entzug, dann nach einem Jahr kommt sie wieder und die Schule überrennt ihre Schüler damit. Immer mehr Rückzug vom persönlichen und über zu den Medien und dem rein digitalen Umgang. Dann meint die Schule aber im Gegenzug vor den Gefahren der Sucht mit Medien warnen. Sehr widersprüchlich. Bisschen wie damals an der Schule: Von gesundem Essen sprechen und der Schulkiosk bestand zu 90 % aus Zucker.

Dann die Eltern die ihre Existenz für Every aufgeben musste bis sie dort als hirnlose Mitarbeiter geendet sind. Ich kann ihre Gründe mehr als gut nachvollziehen.

 

 

Für mich war folgende Szene sehr lustig: Auf dem Gelände wo alle mit den Lycra Outfits rumliefen und Delaney ständig Penisse vor Augen hatte ^^

Erschreckend: Eine App die entwickelt wurde, um bis auf den Monat genau das Datum des Todes (Unfälle sind rauszunehmen) zu berechnen

 Interessantes Detail für das weitere Buch: Der Journalismus ist tot. Also kann Delaney keine Tageszeitung etc. von dem Wissen unterrichten.

Erkenntnis des Tages: Selbsterhaltungstrieb ist der stärkste des Menschen. Wes würde seinen Kampf aufgeben wenn er dafür eine top Bezahlte Stelle bei Every erhält.

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 13:20

Falls du Fragen hast zum Circle oder Hintergrundinfos brauchst, gerne melden! :) Ich hab das Hörbuch erst kurz vor Every gehört, also ist alles noch frisch da ;)

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Bisco kommentierte am 29. Oktober 2021 um 13:48

Danke das ist lieb von dir. Ich habe es bei BookBeat schon auf der Hörliste. Möchte dieses Buch aber erstmal durchlesen und dann höre ich Circle. Klar habe ich mir das Ende dann ein bisschen vorweg genommen aber das stört mich weniger. Aber selten hat man Lust einen Vorgänger zu lesen/hören falls man erst im zweiten Teil dazukommt. Aber Every ist so interessant bis jetzt das ich es mir anhören werde

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LySch kommentierte am 30. Oktober 2021 um 11:40

Delaneys Eltern hatten auch soviel Aktionismus in sich und wurden dann mürbe gemacht von ihrem Arbeitgeber... Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass es auch Delaney so gehen wird. Wes bringt ja auch schon die Veranlagung mit, die "anfällig" für Every macht - Bequemlichkeit.

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Bisco kommentierte am 30. Oktober 2021 um 11:44

Ich denke auch das es für sie echt schwer werden. Gerade wenn sie merken wird, dass der Kampf gegen eine gefühlte Weltmacht kaum zu bestehen ist. Und was kommt danach wenn sie Every besiegt hat? Arbeitslosigkeit auf allen Fronten und es wird kaum jemand sie dazu beglückwünschen wenn es so weit sein wird.

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Minijane kommentierte am 31. Oktober 2021 um 10:19

Da könntest Du wohl Recht haben!

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Minijane kommentierte am 31. Oktober 2021 um 10:25

Delaneys Eltern, die ihren eigenen Kampf mit der Digitalisierung erlebt haben und beim eigenen Kind gesehen haben, wie es sich verändert hat, sind für mich aufgrund dieses Hintergrundes nicht ganz glaubwürdig. OK, sie mussten ihr Geschöft aufgeben und von irgendetwas muß man leben. Ich kann nachvollziehen, wenn man Zähne knirschend dann bei dem Konzern arbeitet, aber diesen kompletten Sinneswandel, ( tausend Emojis verschicken am Tag u.s.w.) kann ich nicht ganz nachvollziehen ehrlich gesagt.

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Minijane kommentierte am 02. November 2021 um 22:23

Dass Wes noch die Seite wechselt glaube ich auch.

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LySch kommentierte am 29. Oktober 2021 um 10:07

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-ueberwachung-105.html

Boah, das ist echt krank. Wenn man solche Nachrichten sieht, ist Every keine "Dystopie", sondern ein aktueller Gesellschaftsroman.

Ich zitiere mal eine Stelle:
"Als Teil eines "intelligenten Stadtkonzepts" bezeichnet die chinesische Regierung solche Überwachungszentren. "Uns Bürgern hilft das System, eine sichere, ordentliche und saubere Umgebung zu schaffen", erklärt Sheng Dandan. Die 37-Jährige ist die stellvertretende Direktorin der "intelligenten Stadt" von Pudong, sie hat das System mitentwickelt. "Für die Regierung ist es ein Mittel, die Stadt effizienter zu verwalten", fügt sie hinzu."

Die Dame hört sich doch an wie Mae Holland!!

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marsupij kommentierte am 08. November 2021 um 12:27

Heftig

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Frie schrieb am 30. Oktober 2021 um 12:12

Ich hatte direkt Respekt vor dem Wälzer. Musste gleich schmunzeln, als ich den Klappentext gelesen habe. Irgendwann fand ich die Kapitelüberschriften mit den Lesezeiten und empfand Beklemmung. Die stellte sich schon beim letzten Satz auf der Rückseite des Buches ein uns hält an.
Der Schreibstil ist flüssig, ich bin neugierig auf den Fortgang der Geschichte. Es ist schon bitter, wie viel Realität in diesem Buch steckt. Vermutlich 'kaue' ich eine Weile auf dem Inhalt rum.

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Minijane kommentierte am 31. Oktober 2021 um 10:17

So, endlich habe ich den ersten Leseabschnitt auch geschafft. Ich war leider ein paar Tage krank und viel zu schlapp zum Lesen.

Es liegt bei mir schon eine ganze Weile zurück, dass ich "The circle" gelesen habe, aber die Erinnerung kommt bei "Every" schnell zurück. Ich kam gut in die Geschichte rein, die erwartungsgemäß ein stark überzeichnetes Bild unserer Welt heute mit nach Allmacht strebenden Großkonzernen, Datenkraken wie Anazon und Google , hier durch nur einen Monopolkonzern " Every" darstellte. Allerdings empfand ich die Überzeichnung schon sehr holzhammermößig. Etwas subtiler hätte es mir schon besser gefallen. 
Als Delaney z,b beschreibt, dass sie es sich zum Ziel gemacht hat den Konzern zu vernichten schreibt der Autor ( Seite 28) " Sobald sie drin war, wollte Delaney die Maschinerie genau unter die Lupe nehmen, nach Schwachstellen suchen und den ganzen Laden in die Luft jagen.Sie würde den Konzern snowden, sie würde ihn mannigen. Sie würde ihn ausspionieren und dann deep-throaten. ...."

Ich habe mir jetzt nicht so viele vergleichbare Stellen angestrichen, aber eine Schüppe weniger, hätte dem Werk nicht wehgetan.

Ansonsten, legt Eggers klar den Finger in die Wunde. So wie in seinem Zukunftsszenario möchte niemand leben. Die Freiheitsrechte werden täglich mehr eingeschränkt, die Totalüberwachung fast erreicht. Ich musste schmunzeln, wie Winnie durch kollektives Langsamarbeiten auf ihre Weise das System austrickst. Aber das sind nur Kleinigkeiten, und das Schlimme ist, dass die Menschen sehenden Auges in ihr Unglück rennen und aus Bequemlichkeit auf Rechte verzichten, sich freiwillig überwachen lassen.

Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 09:42

Ohja, Winnie fand ich auch klasse! ^^

Ansonsten ist es schlimm... Vor allem Kiki betreibt die ganze Optimierung bis zum Exzess :'( Das wird nicht gut ausgehen...

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Jolly kommentierte am 03. November 2021 um 18:01

So mit den ersten Abschnitt des Buches bin ich fertig.
Nachdem ich mich erst mal wieder an den Schreibstill gewöhnt habe, gefällt mir das Buch richtig gut. 

Obwohl, Nein gefallen ist das falsche Wort. Es regt zum nachdenken an. Es schreit einem förmlich entgegen auf was wir uns unaufhaltsam zubewegen. Es zeigt krass die Wiedersprüche unserer Gesellschaft auf. Und es ist alles wahr. Die Kinder sollen nicht so viel Zeit am Bildschirm verbringen aber alles wird digitalisiert. Kinder sollen draußen spielen, aber bitte mit Handys damit die Eltern wissen das es ihnen gut geht.  
Amazon wird mit jedem Tag mächtiger und das einzige was sie interessiert sind unsere Daten. Und alle machen weiter brav mit und der Lockdown hat mit Homeoffice Pflicht noch sein übriges getan …
Nicht das mir diese Dinge nicht schon vorher klar waren aber sie noch mal so geballt vor Augen geführt zu bekommen war für mich heftig.

Im erste Abschnitt lernen wir die Figuren kennen. Sowohl neue als auch bereits bekannte vom Circle. Ich finde es gut das Figuren aus dem ersten Buch wieder auftauchen.
Delaney ist eine sympathische junge Frau. Ihre Erzählungen aus ihrer Kindheit haben mich wie oben bereits beschrieben sehr beeindruckt. 

Ich weiß noch nicht so richtig was ich von Wes halten soll … war das ernst gemeint das er oft Drogen nimmt?

Ist Mae schwanger oder nicht?
Ich denke das wird noch ein großes Ding werden und eine wichtige Rolle spielen aber das ist nur meine Vermutung.

 

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Bisco kommentierte am 03. November 2021 um 18:23

Zum nachdenken regt es auf jeden Fall an. Es ist ein bisschen wie ein Spiegel für die Zukunft welche wir zur Zeit im Begriff sind anzuesteuern. Wenn auch die Digitalisierung in Schulen in Deutschland noch Jahre braucht, so wie es jetzt läuft.

Aber gerade wenn Unternehmen wie Amazon von Privatsphäre sprechen komme ich aus dem lachen nicht mehr raus. Daheim haben wir wegen meinem Mann eine Alexa.In den letzten zwei Wochen war das Thema Erbe und Sterbeversicherung bei uns sehr aktiv und was habe ich heute als Werbung in den Mails...

Ich denke Mae ist schwanger und entweder bringt sie ne App mit Überwachung im Bauch raus, mit sich als erste Testerin oder sie will es verheimlichen. Ich denke Wes nimmt wirklich regelmäßig Drogen, was er nun vergessen kann bei deren Toilettensystem

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 13:34

Das mit Maes Schwangerschaft verstehe ich auch noch nicht... Bin gespannt, wann das aufgelöst wird!

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Kats_Bookworld kommentierte am 05. November 2021 um 18:46

Ich habe mich sehr gefreut, den neuen Roman von Dave Eggers für die Leserunde zu bekommen und habe nun den ersten Abschnitt dafür gelesen. Ich habe den Circle damals verschlungen, und habe es teilweise im geschockten Zustand gelesen, weil es krasse Situationen easy beschrieben hat. Auch "Every" konnte mich bereits auf den ersten Seiten für sich einnehmen. Die Prostagonistin hier, Delaney ist anders als Mae Holland zwar auch freiwillig bei Every, aber aus anderen Gründen. Sie will Every (ehemals Circle) zerstören, der ihr ihre Kindheit und ihre Eltern genommen hat, jedenfalls in der Form, wie sie sie kannte. Diese sind Every und der zunehmende Digitalisierung verfallen. Eggers Roman spielt Jahre nach Mae's Aufstieg, diese hat die Position der drei Weißen eingenommen und einiges verändert, was auch in unserer Gesellschaft im Alltag diskutiert wird, wie zum Beispiel die Tonnen von Pladtikmüll und die Konsumgeilheit, die immer mehr ausartet und auch in Touristengebieten eher negatives beisteuert. Anders als in der Circle hat Dilaney in West einen Freund, der zunächst auf ihrer Seite steht, plötzlich aber auch zu m Circle will? Mal sehen, wie er sich in der weiteren Handlung verändern wird. Ich mag es, dass Eggers viele Bezüge zu unserer Gesellschaft herstellt und Bekannte Persönlichkeiten und Firmen in seinem Werk integriert, natürlich mit anderen Namen. Auch die leider immer noch aktuelle Pandemie ist in Delaney's Welt auch passiert.

Ich mag bisher alle Charaktere und die Handlung.

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 13:36

Das liebe ich auch sehr an Eggers - er schafft es, die Gegenwart (dystopisch) weiterzuspinnen und es wirkt einfach so "normal". Das ist erschreckend und meiner Meinung nach große Kunst!

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julies_buchgefluester kommentierte am 07. November 2021 um 12:01

Mit etwas Verzögerung habe ich es nun auch geschafft, den ersten Abschnitt zu lesen. Ich hatte zunächst ein paar kleine Einstiegsschwierigkeiten und musste erst einmal in die neue Welt des Circle hineinfinden und mich an Delaney als Protagonistin gewöhnen. Doch bereits nach den ersten 20-30 Seiten entwickelte die Geschichte einen richtigen Sog und faszinierte mich immer mehr. Ich wollte immer erfahren, auf welche verrückten Ideen die Mitarbeiter bei Every in der Zwischenzeit noch gekommen sind und war bei manche Aspekten ziemlich schockiert, vor allem da nahezu alles von der Bevölkerung so hingenommen wird.

Besonders gelungen finde ich an dem Buch bis jetzt, dass man auf bekannte Figuren wie auf Mae oder Bailey trifft oder dass zumindest von ihrem Werdegang seit dem Ende des ersten Romans berichtet wird. Zum anderen fand ich vor allem die anfänglichen Bezüge zu Amazon und seinem Gründer sehr unterhaltsam.

Die Mitarbeiter, auf die Delaney bisher getroffen ist, waren alle sehr eigenwillig und haben die Auswirkungen der extremen Digitalisierung und Transparenz gut verdeutlicht, wobei Eggers natürlich alles ein wenig überspitzt darstellt und ausreizt. Erschreckend finde ich aber, dass alles, was Eggers thematisiert, trotz der gewissen Übertreibung sehr realitätsnah scheint und einen wahren Kern hat.

Was ich allerdings ein wenig skurill fand, war das Lycra.. :D Und auch was Wes angeht, weiß ich noch nicht, was ich von ihm halten soll, denn er benimmt sich ein bisschen merkwürdig.

Alles in allem gefällt mir die Geschichte rund um Every aber wieder sehr gut und ich freue mich auf die weiteren Leseabschnitte.

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LySch kommentierte am 07. November 2021 um 13:38

Oh Gott, diese Lycra-Anzüge xD xD xD So genau wollte ich mir das gar nicht vorstellen! ^^ Ich hätte auch nicht gewusst, wo ich hinschauen soll, wenn man von engen Gemächtern umzingelt ist ^^

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Kaddi kommentierte am 07. November 2021 um 17:19

Diese Idee mit den Lycra-Anzügen fand ich beim Lesen auch ziemlich lustig, aber auch ziemlich weird. Es wurde mir nicht ganz klar, wie dieses Detail in die Geschichte passt. Es soll wohl eine Anpassung des Umgangs mit dem Körper an den Umgang mit den eigenen Daten sein (also alles offenlegen), aber für mich passen diese Szenen nicht in den Plot. Auch, dass Delaney sich so von den männlichen Genitalien ablenken lässt, finde ich etwas übertrieben. 

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Amelien kommentierte am 08. November 2021 um 04:40

Haha ja . Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll. Diese Lycra Anzüge. Äußert unangenehm. Ich musste mich im Bus echt zusammennehmen, um nicht laut zu lachen. Bei der ein oder anderen Beschreibung dazu.

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Primrose24 kommentierte am 09. November 2021 um 13:35

Also das erste Mal habe ich ja bereits richtig Lachen müsse, als ich die Innenseite im Umschlag gelesen habe. Tatsächlich habe ich den Circle auch vor 5 oder 6 Jahren bereits gelesen. Ich glaube diese lange Zeitspanne ist bei vielen Lesern hier ähnlich. Dementsprechend musste ich noch einmal eine Zusammenfassung des Buches lesen um mir den genauen Inhalt noch mal ins Gedächtnis zu rufen. Respekt übrigens für diejenigen die das Buch vorher nochmal gelesen haben^^

Ich finde es interessant wie Every an den Circle anschließt. Auch die "verschlüsselten" HInweise zum Dschungel fand ich sehr witzig. Delaney als Charakter finde ich klasse, ich finde es toll, dass sind Dinge hinterfragt vor allem wenn man ihre doch turbulente Vorgeschichte bedenkt. Interessant ist wie sie Every völlig überzogene Ideen präsentiert in der Annahme, dass diese Ideen zu sehr in die persönlichen Rechte eingreifen, um wirklich umsetzbar zu sein. Trotzdem finden alle ihre Ideen klasse. Echt beängstigend....

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LySch kommentierte am 10. November 2021 um 23:46

Ich hab mir den Circle vorher nochmal als Hörbuch angehört :) Torben Kessler liest super, nur zu empfehlen! (bei Bookbeat und Spotify zB)

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wandagreen kommentierte am 10. November 2021 um 18:13

Ich stoße hier mal dazu, völlig ausser Konkurrenz, aber damit ich meine Eindrücke loswerde. Sieht so aus als ob Eggers mich wieder nicht enttäuscht. So ein Mist aber auch ;-).

Eine innige Figurenzeichnung erwarte ich nicht von ihm. Das kann er, macht er aber nicht oft.Eggers geht es um Zustände. Und die Zustände auf dem Campus von Every sind allerliebst. Die engen Bodysuits haben mich nicht so gerissen wie unsere Lyke, nein, ich meine Del, aber dass Mae jetzt der führende Kopf sein soll hat mich doch überrascht. S. 149 steht mit ihrer eisernen Zielstrebigkeit hätte sie das geschafft. Ich fand in Circle, sie wäre eine rückgratlose Qualle. Wie man sich doch täuschen kann ;-).Aber skurpellos. Das stimmt schon.

Es gibt so viele herrliche Erfindungen. Die Bande der 40, die die Entscheidungen treffen. Die erinnern mich einerseits an den Rat der Weisen (Wirtschaft oder so) und andererseits an die Räuber von Ali Baba. Wird wohl beides zutreffen.

Mit Authentifriend (was Erfindung) hat sich Del selber ins Bein geschossen, weil nun Wes ins Fadenkreuz von Every rückt. Wird er sie verraten? Dagegen ist die Frau mit der sie arbeitet, vllt mehr als nur eine Mitarbeiterin. Ich traue ihr eine geheime Mission zu.

Folkfoods ist auch allerliebst und das ganze Angepingtwerden macht mich schon beim Lesen ganz konfus.

Thoughts statt Things - Gänsehaut.

 

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LySch kommentierte am 10. November 2021 um 23:50

Gut beschrieben: Eggers geht es um Zustände. Stimme dir bei. Das darf man einfach nicht vergessen bei der Kritik am Werk. Jedes Mal wird über die Figuren gemeckert...

Mae als Chief hat mich auch sehr gewundert. Aber sie hat ihre Seele verkauft, das hilft beim Aufstieg. Schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte ^^

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wandagreen kommentierte am 11. November 2021 um 08:29

wo du recht hast ...

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wandagreen kommentierte am 10. November 2021 um 18:14

Ach ja, klar, der Klappentext. Danke Lyke, ich hätte ihn nicht gelesen ohne dich. Jedenfalls jetzt noch nicht.

ENDLICH mal ein guter Klappentext!!

Schon allein deshalb hat es sich gelohnt.

 

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LySch kommentierte am 10. November 2021 um 23:52

Genial, oder?

1 kranker Hund, 1 Mal der Name Rowena und genau 579 Seiten lang ^^
Hach... Genau mein Humor :D

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LySch kommentierte am 10. November 2021 um 23:56

Übrigens wird in der aktuellen Sendung "Das literarische Quartett" über Every diskutiert. Sehr erhellend!

Juli Zeh sagt da sehr kluge Dinge. Eine Lieblingsautorin, die einen anderen Lieblingsautoren liest und für gut befindet, mein Herz tanzt!

https://www.zdf.de/kultur/das-literarische-quartett

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wandagreen kommentierte am 11. November 2021 um 08:29

hahaha. Das muss ich mir anhören. Aber nicht gleich. Ich will mindestens in der Mitte des Buches sein.

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schatzye kommentierte am 11. November 2021 um 21:02

Toll! Also man könnte es auch langweilig finden, das würde ich nachvollziehen können. Ich jedoch finde die Erklärung dieser "Welt" während der Interviews sehr spannend. Es erinnert mich stark an den ersten Teil, was ich positiv finde.
Delaney ist auch ein ganz anderer Charakter als Mae damals. Dave Eggers wiederholt also nicht einfach seine Story, sondern gestaltet etwas neues. Bisher jedenfalls.

Den Umschwung von Wes empfand ich als krass. Aber als ich ein bisschen drüber nachdachte, kam ich für mich zu dem Schluss: "Ja, so ticken wir Menschen
" wir haben die besten Vorsätze. Geld ist nicht das Wichtigste. Wir verfolgen großen Idealen. Aber wenn wir dann mal wirklich viel Geld vor die Füße bekommen, ist es doch genau das, was für uns zählt. Damit kocht man doch alle weich. Jemanden wie Wes. Und auch die kreativen Köpfe mit tollen Unternehmen und Start ups, die nun bei Every herum vegetieren.

Ich fand, es war ein toller Start und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Bin nur leider nicht die schnellste Leserin - gebe aber mein Bestes :)

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LySch kommentierte am 12. November 2021 um 14:11

Ach, ich hänge auch noch ein wenig in der Leserunde rum ;) So schnell bin ich nämlich auch nicht!

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Martinchen kommentierte am 15. November 2021 um 18:27

Ich habe das Buch ja relativ spät erhalten und konnte dann nicht gleich mit dem Lesen beginnen. Aktuell bin ich im dritten Abschnitt und quäle mich durch das Buch. Es packt mich überhaupt nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich der Meinung bin, dass wir uns schon jetzt sehr manipulieren lassen. Wobei einige Algorithmen sicher verbesserungsfähig wären, denn wenn ich mir gerade etwas gekauft habe, ist es doch unwahrscheinlich, dass ich mir etwas ähnliches ein paar Tage später zulegen möchte. Aber das ist ja schon hinreichend diskutiert worden.

Die Idee, sich bei Every einstellen zu lassen, um das Unternehmen von innen heraus zu zerstören, finde ich gut, habe aber meine Zweifel, dass sich das umsetzen lässt.