Leserunde

Leserunde zu "Geiger" (Gustaf Skördeman)

Geiger
von Gustaf Skördeman

Bewerbungsphase: 04.03. - 18.03.

Beginn der Leserunde: 25.3. (Ende: 15.04.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Bastei Lübbe Verlags – 20 Leseexemplare von "Geiger" (Gustaf Skördeman) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Leseexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Das Festnetz-Telefon klingelt, als sie am Fenster steht und ihren Enkelkindern zum Abschied winkt. Agneta hebt den Hörer ab. "Geiger", sagt jemand und legt auf. Agneta weiß, was das bedeutet. Sie geht zu dem Versteck, entnimmt eine Waffe mit Schalldämpfer und tritt an ihren Mann heran, der im Wohnzimmer sitzt und Musik hört. Sie setzt den Lauf an seine Schläfe – und drückt ab.
Als Kommissarin Sara Nowak von diesem kaltblütigen Mord hört, ist sie alarmiert. Sie kennt die Familie seit ihrer Kindheit …
 

ÜBER DEN AUTOR:

Gustaf Skördeman ist 1965 in Nordschweden geboren. Heute lebt er mit Frau und zwei Kindern in Stockholm. Er ist Drehbuchschreiber, Regisseur und Filmproduzent. GEIGER ist sein schriftstellerisches Debüt. Die Idee für diesen Thriller kam ihm bereits vor zehn Jahren. Seitdem hat er an der Handlung für diesen Auftakt einer Trilogie gefeilt. Das Buch wurde gleich ein internationaler Erfolg und erscheint in 20 Ländern.

17.04.2021

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Claudias Bücherhöhle kommentierte am 26. März 2021 um 10:54

Wow, das war jetzt ja mal was ganz Anderes, als das, was ich erwartet hatte. Ob ich damit zufrieden bin, wird sich wohl noch herausstellen … Stasi, Kalter Krieg und DDR – wir werden sehen. Momentan bin ich von der Richtung nicht so begeistert .

Dass die Geschehnisse des Klappentextes schon auf den ersten 14 Seiten „abgehandelt“ wurden, fand ich gut. So wartet man nicht ellenlang auf das Unvermeidliche. Da zeigen sie erst eine relative Idylle im Familienkreis und dann endet das Treffen so. Ich war sehr erstaunt über die Kaltblütigkeit von Agneta. Immerhin war sie fast 50 Jahre mit Stellan verheiratet – das wirft man alles wegen eines langerwarteten Auftrags über den Haufen??? Sehr merkwürdig. Aber Stellan war ja anscheinend auch nicht der, der er vorgab zu sein. Stasi-Spitzel mit Decknamen Geiger – das erklärt den Titel. Aber warum hat der ominöse Anrufer auch Geiger gesagt und Agneta greift sofort zur Waffe? Dieser ganze Aktivierungs-Kram hatte für mich Ähnlichkeit mit den Bourne-Filmen – kennt ihr die? Übrigens finde ich es mutig vom Autor, eine Figur für dieses ganze Unternehmen auszuwählen, die schon knackige 70 Jahre alt ist – das ist mal was Neues ;)

Was ich ein wenig ermüdend fand, waren die ersten Mutmaßungen der Polizei am Tatort und die Suche nach Agneta – wir wissen ja schon, was wirklich passiert ist, nur nicht aus welchem Grund.

Karla Breuer vom Geheimdienst kann ich bisher noch nicht so richtig einordnen. Auf jeden Fall ist sie ja auch schon Jahre im Geschäft – ob sie etwas mit Stellan privat zu tun hatte vielleicht?

Am Ende des Abschnitts erfahren wir noch einiges aus Sara Nowaks Privatleben. Auf mich macht sie einen unzufriedenen Eindruck, der voller Selbstzweifel ist. Nicht gerade ein Spring-aus-dem-Feld … Ihre Rolle als Mutter ist wohl auch nicht optimal gelaufen, aber dann hätte sie vielleicht nicht den Job vor ihre Kinder stellen sollen. Natürlich sind die beiden in einem Alter, wo man es als Eltern eh schwer hat, aber hier liegt bestimmt noch mehr im Argen. Die Idee mit dem „Nutten-und-Zuhälter“-Motto ist wirklich ein wenig fragwürdig – da hätte ich nicht anders als Sara reagiert. 

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Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:20

Ja, es ist schon arg verwunderlich, dass keiner auf die Idee kommt, Agneta könnte ein Täter sein, kein Opfer. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Rebecca1120 kommentierte am 28. März 2021 um 16:32

Der erste Teil ist geschafft. Im Moment weiß ich noch nicht wo die "Reise" hingehen soll. Am Anfang wae ich erstt einmal geschockt. Die Kinder samt Familien verabschieden sich gerade, da bekommt Agneta einen Anruf, geht sofort eine Waffe holen und erschießt ihren Mann. Wow. Waren die fast 50 Jahre, die sie mit ihm zusammengelebt hat alles nur Schein? Welches Ziel verfolgt sie mit ihrer Flucht jetzt noch? Da bin ich mal gespannt. 

Ich denke, dass Onkel Stellan ein IM der Stasi war ist so ziemlich sicher. Aber wem hat er geschadet geschadet und welche Vorteile hat er dadurch genossen?

Die Polizistin Sara Nowak, die praktisch bei der Familie Broman zusammen mit deren beiden Töchtern ( Lotta + Malia) aufgewachsen ist kann ich noch nicht richtig einschätzen. Waren die 3 wirklich gleichberechtigte Freundinnen? Wohl kaum, die der Satz von Lotta >Befehl an die Sklavin< schon zum Ausdruck bringt. Aber warum ließ Sara sich das gefallen, da hätte ich mir doch andere Freundinen gesucht, oder hat die Berühntheit von Stellan sie so beeindruckt?

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Claudias Bücherhöhle kommentierte am 28. März 2021 um 19:50

Dass die 50 Jahre Ehe hier so anscheinend nichtbedeutend hingestellt werden, entsetzt mich auch sehr. Da greift man doch nicht einfach so aus dem Nichts zur Waffe. Außer, es brodelte schon lange in der Ehe und nun wurde Agneta ein "Grund" gegeben ... Merkwürdig das alles.

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AurelyAzur kommentierte am 30. März 2021 um 21:34

Agneta wirkt ja sehr fokussiert auf ihr Ziel und ziemlich distanziert zum Geschehen, als wäre nicht sie die Ehefrau, die ihren Mann umgebracht hat, sondern eine Agentin, die das tut was sie immer tun sollte und wofür sie ausgebildet wurde. Dahingehend passt es schon. Emotionen scheinen bei ihnen ja keine zu sein...

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Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:22

Sieht ja so aus, als sei die Ehe ein Teil des Plans. Und das finde ich noch viel erschreckender. Agneta wäre in dem Fall eine Art menschlicher Roboter. Was ja auch zur Aussage passt, dass sie von Kindheit an zu dem gemacht wurde, was sie ist.

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heinoko kommentierte am 29. März 2021 um 06:31

Die langen Leseabschnitte erschweren den Austausch in der Leserunde, finde ich. Ich fände es jedenfalls zu mühsam, nach Lektüre von 160 Seiten wieder in die Details zu gehen.

Grundsätzlich liest sich das Buch richtig gut, aber wohin die Reise gehen wird, ist unklar. Der Schock zu Buchbeginn ist bis jetzt allerdings das einzige Vorkommnis, das den Leser aufschreckt. Da ich ungefähr so alt wie Agneta bin, kann ich mir deren Schmerzen und die körperlichen Grenzen bei der Flucht mehr als gut vorstellen. Sehr ungewöhnlich, solch eine alte und untrainierte Frau zu "aktivieren". Das kann doch gar nicht gut gehen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Jasminh86 kommentierte am 30. März 2021 um 20:57

Ja, das mit den langen Abschnitten unterschreibe ich ebenfalls.

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Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:23

Ja, ich finde die Abschnitte auch zu lang.

Aber ich finde leider nicht, dass sich das Buch gut lesen lässt. Es sind für meinen Geschmack zu viele Perspektivwechsel und Stränge.

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PMelittaM kommentierte am 29. März 2021 um 17:05

Agneta Broman scheint eine Schläferin gewesen zu sein, doch für wen und warum wurde sie nun nach so langer Zeit aktiviert. Die Ehe mit Stellan gehörte wohl dazu, sollte sie ihn beaufsichtigen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, 50 Jahre verheiratet, 2 Kinder, Enkel und dann reagiert man sofort auf den Anruf und tötet den Ehemann. Gut gemacht war, dass man zuerst die Familie erlebt hat - dadurch war es ein noch größerer Schock. 

Offenbar ist Stellan auch nicht das einzige geplante Opfer, Agneta ist unterwegs um weiter zu töten, die anderen IM?

Sara kannte die Familie gut, aber eigentlich ist sie bei der Sitte. Mal sehen, ob sie irgendwann noch offiziell ermitteln kann. Sie wirkt nicht sehr sympathisch, ihren Gewaltausbruch kann ich in gewissem Maße nachvollziehen, in ihrer Position sollte sie sich dennoch mehr im Griff haben. Auch ihre Familie kommt leider nicht sehr sympathisch rüber, genau wie die Stellans.

Und auch die Deutschen - die sind ja schon fast Karikaturen.

3 Protagonistinnen für die mein Herz nicht gerade schlägt, und dennoch liest sich der Roman gut weg und ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird. 

Mich hat erstaunt, dass dieser Roman der Auftakt einer Trilogie sein soll, damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:26

Nein, auch mir ist noch niemand sympathisch.

Und ja, dass es eine Trilogie wird, hat mich dann doch umgehauen ... ich bezweifle schon jetzt, dass ich Band zwei überhaupt lesen mag!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Jasminh86 kommentierte am 30. März 2021 um 20:55

Ein liebes Hallo an die Geiger-Leserunde!
So, der erste Abschnitt ist gelesen und ich bin ebenfalls überrascht, das dies ein Polit/Spionagethriller ist. In den 160 Seiten erzählt Sara sehr viel persönliches über sich und ihre Familie. Ich finde, das stört den Spannungsbogen etwas. Es wird ja auch wirklich ausschweifend erzählt, viele Details sorgen zwar für Bilder in meinem Kopf, aber aus Saras Leben ist mir das manchmal etwas zu viel.

Der fröhliche und Gutmensch Stellan Broman hat sich eine perfekte Fassade aufgebaut. Er war also nicht nur Agent der DDR, sondern auch Mitglied eines Spionagerings, der von einem Stasi-Offizier geleitet wurde. Die Wissenschaftlerin wird ernst genommen und Sara hängt sich jetzt richtig rein. Ihre Kindheit mit der Familie Broman hat sie zwar genossen, allerdings gab es auch dunkle Seiten dort. Ich bin gespannt, was ich darüber erfahren werde. Lotta und Malin, ob sie die ganze Zeit über nichts gewusst haben? Wie sie Sara damals behandelt haben, hier sind auch noch viele Fragen offen. Sie war die Sklavin Sara, Befehl an die Sklavin. Haben die Geschwister als Kind mehr mitbekommen als angenommen?
Auch was bei den Partys der Bromans damals gelaufen ist, ist ebenfalls noch ein Geheimnis. Da wurde mit Sicherheit nicht nur feucht fröhlich und ausgelassen gefeiert.
Saras Beziehung zu der geschenkten Geige ist mir auch nicht richtig klar.

Ich bin wirklich gespannt was mich im nächsten Abschnitt erwartet. Aus Agneta werde ich momentan noch nicht schlau. Wieso und warum bringt sie per Befehl nach so einer langen Zeit ihren Mann um? Sie ist wie in der Vergangenheit wieder im Kampfmodus, aber anscheinend geht es ihr körperlich gar nicht gut. Wie will sie dann was angedeutet wird, weitermachen? Irgendwann sind ihre Medikamente auch leer, und dann? Sie ist bis jetzt das größte Geheimnis. Das noch keiner drauf gekommen ist das sie ihren Mann erschossen hat wundert mich etwas.

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Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:30

Ehrlich - hätte ich gewusst, dass es ein Politthriller ist, hätte ich mich nicht für die Leserunde beworben ...

Mich wundert es nicht nur, es ärgert mich sogar, dass die Polizei nicht auf die Idee kommt, Agneta könnte die Täterin sein.

Dafür, dass die deutsche "Seite" so ins Lächerliche gezogen wird, stellt sich die schwedische Polizei echt blöd an. Man ermittelt doch i.d.R. "in alle Richtungen". Egal, wie alt Agneta ist. Man muss ja nicht gleich drauf kommen, dass sie Agentin ist, aber dass sie möglicherweise durchgeknallt ist und es zu der Tat kam, hätte schon Thema sein müssen.

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Jasminh86 kommentierte am 05. April 2021 um 23:22

JA,genau so sehe ich das auch. Niemand hat Agneta im Visier, dies ist überhaupt kein Thema.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Jasminh86 kommentierte am 05. April 2021 um 23:26

Ich lese ab und zu ganz gerne mal einen Politthriller, aber das wüsste ich ganz gerne bevor ich ins kalte Wasser geschmissen werde. Eine kleine Info auf dem Cover oder dem Klappentext wäre ganz gut gewesen.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
PMelittaM kommentierte am 06. April 2021 um 16:39

Eigentlich war es doch gar nicht so unklar, dass es ein Agententhriller ist - dass es sich bei Agneta um eine Schläferin handelt, könnte man nach Klappentext und Leseprobe schon vermuten.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 06. April 2021 um 16:50

Nö. Find ich nicht. Und Agententhriller ist nicht gleich Politthriller. Kalter Krieg, Sowjetunion, DDR sind nicht mein Thema. Das hatte ich in der Schule zur Genüge und möchte das nicht lesen, bzw. möchte ich das vorher selbst entscheiden, ob ich darüber ein 500seitiges Buch lesen möchte. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Jasminh86 kommentierte am 06. April 2021 um 16:55

Leseproben lese ich nicht, wenn dann nicht die ganze sondern ich lese nur kurz rein. Aber trotzdem konnte ich nicht diesen Ausmaß an Politik, Krieg und so weiter erahnen. Das winterliche Cover alleine führt schon auf eine falsche Fährte.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
PMelittaM kommentierte am 06. April 2021 um 16:39

Dass niemand Agneta direkt im Visier hat, finde ich nicht so ungewöhnlich. Die Familie hatte eine harmonische Zeit miteinander und kaum sind die Töchter mit ihren Familien weg, wird Stellan hinterrücks erschossen. Da würde ich auch erst einmal nicht an die Ehefrau denken, das "passt" zeitlich nicht so richtig, finde ich. Was sollte ihr Motiv sein (wir wissen da mehr, aber die Polizei zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht). Ich hatte mich aber gefragt, wie lange es wohl dauern würde, dass sie in Verdacht gerät. Das Ganze spielt ja, wenn ich mich recht erinnere, innerhalb weniger Tage.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 06. April 2021 um 16:53

Echte Ermittler lassen sich nicht so leicht blenden - da ist egal, wie harmlos jemand scheint. Die Täter werden zunächst im näheren Umfeld gesucht - zumal wenn die Ehefrau dann plötzlich weg ist und keine Lösegeldforderung kommt. 

Gerade dass alles so friedlich war, ist doch die ideale "Tarnung". Mit unserem Leser-Wissen hat das nichts zu tun. Rein mit dem, was im wahren Leben so laufen würde. Es wird ja nicht mal andeutungsweise überlegt, ob Agneta vielleicht deswegen weg ist, weil sie auf der Flucht ist!

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
AurelyAzur kommentierte am 30. März 2021 um 21:32

Der Anfang ist ziemlich mysteriös und wirft so einige Fragen auf. Dass die alte Frau AGneta, die so sympathisch wirkt, am Ende eine Spionin (?) ist, hat mich ziemlich überrascht. Das hätte ich ihr nicht zugetraut, auch wenn man sie kaum kennenlernen kann. Inwiefern das alles dann mit ihrem Mann, dem "Geiger" und der Stasi zusammenhängt kann ich noch gar nicht abschätzen. Aber die Richtung gefällt mir sehr und ich bin schon ganz neugierig auf die weiteren Erkenntnisse und inwiefern sich das alles bewahrheiten wird.

Sara ist mir etwas suspekt, ehrlich gesagt. Irgendwie komme ich ihr nicht Nahe und konnte bisher keinen Zugang zu ihr finden. Sie wirkt so distanziert und ihr Verhältnis zu den Schwestern Lotta und Malin ist auch eher negativ gerpägt und hat micht etwas stutzig gemacht, da sie nicht wirklich ein freundschaftliches Verhältnis haben und es den Eindruck macht als würden sie Sara ausnutzen bzw. haben sie füher ausgenutzt und sie war sogar noch dankbar dafür, dass sie mit den coolen, wohlhabenden Kids rumhängen durfte...

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Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:32

Das ist aber nicht Saras Schuld/Fehler - aber es lässt mich in eine andere Richtung denken. Wie weit sind auch die Schwestern nicht halb so unschuldig und unwissend, wie sie tun?

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Konstanze S. kommentierte am 31. März 2021 um 11:38

Ja, Agneta ist wirklich eine außergewöhnliche Protagonistin ... Aber ist sie überhaupt DIE tatsächliche Protagonistin? Noch stört es mich, dass kein wirklicher Hauptcharakter herausgearbeitet wird, mit dem man sich als Leser stärker verbinden könnte.

Zusätzlich zu allen Fragen die ihr schon genannt habt, spukt auch in meinem Kopf noch die Frage: Wer ist Geiger? War es tatsächlich Onkel Stellan? Oder ist das eine falsche Annahme?
Hat Stellan Agneta womöglich gebeten ihn sanft zu töten, sobald ein Reaktivierungsbefehl kommen sollte, und er schon über 80 wäre? Oder schützt Agneta, als mögliche Doppelagentin, sich selbst, indem sie Stellan aus dem Weg räumt?
Wer ist hier eigentlich wessen Freund und wessen Feind? Wer hat welchen Auftrag ? ...
Großes Miträtseln angesagt.

Dass der Autor vom Film kommt und daher sehr bildhaft und szenisch schreibt, gefällt mir persönlich sehr gut. Allerdings langweilt mich, was auch bei euren Beiträgen schon anklang: Zu viel 'tell' statt 'show'.

Summa summarum packt mich der Roman bisher nur mittelmäßig. Mal schauen wie es weitergeht ;-)

Edit: Brütende Sommerhitze in der vollen Stadt aber eine einsame Schneelandschaft auf dem Cover xD

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Jasminh86 kommentierte am 31. März 2021 um 15:43

Das ist mir auch aufgefallen, das Cover winterlich kalt und die Protagonisten schwitzen um die Wette :-)

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isalo kommentierte am 01. April 2021 um 19:32

Der erste Leseabschnitt ist geschafft und ich bin ebenfalls überrascht vom Einstieg in diesen Thriller.

Nachdem der Leser zunächst die perfekte „Heile-Welt-Familie“ vorgestellt bekommt, beginnt diese recht bald zu bröckeln. Dass Agneta so mir nichts dir nichts ihren Mann erschießt, wusste man ja schon vom Klappentext. Der Bezug zum Kalten Krieg eröffnet eine spannende Perspektive.

Während Sara anfangs noch Erinnerungen an eine perfekte Kinderfreundschaft hegte, bekommt auch diese Erinnerung nach und nach immer mehr Risse. Ihre Begegnung mit Lotta und Malin fühlt sich eher distanziert an; und dann bekommt sie noch heraus, dass Onkel Stellan ein Spion und Verräter gewesen soll.

Ich kann mich gut in Sara hineinversetzen, ihre Wut auf den Vergewaltiger und ihre Sorgen um ihre heranwachsenden Kinder verstehen, ebenso ihre Zerrissenheit, wo ihr Platz im Leben eigentlich ist.

Das Buch lässt sich gut lesen, die Spannung steigt durch die vielen offenen Fragen. Ich bin neugierig, wie es weiter geht. Welche Reise tritt Agneta an, welche Geheimnisse verbergen sich hinter Agnetas und Stellans Scheinwelt.

Zu Jasminh86:

„Saras Beziehung zu der geschenkten Geige ist mir auch nicht richtig klar.“

Den Aspekt finde ich auch sehr interessant, Stellan ist der Geiger und hat Sara eine Geige geschenkt. Das hat bestimmt eine Bedeutung.

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Jasminh86 kommentierte am 03. April 2021 um 23:20

Ich bin gespannt, was wir dazu hoffentlich noch erfahren werden.

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Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:37

Ich bin ja immer ein bisschen arg praktisch in solchen Angelegenheiten und vermute, dass in der Geige irgendwas versteckt ist.

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lila-luna-baer kommentierte am 02. April 2021 um 18:01

Ich habe den ersten Leseabschnitt jetzt auch geschafft und bisher gefällt mir das Buch sehr gut. Es ist spannend, weil es so viele offene Fragen aufwirft. Agneta ist eine Schläferin, Stellan hat für die Stasi gearbeitet, die ganze heile Welt der beiden ist also nur Schein. Selbst die erwachsenen Töchter haben nichts auch nur im Ansatz geahnt. Da steckt also etwas sehr Großes dahinter und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, was das ist. Alles wurde ja von langer Hand über Jahrzehnte vorbereitet. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand bereit ist, für ein bestimmtes Ziel das gesamte eigene Leben, dass man sich über Jahrzehnte aufgebaut hat inkl. einer eigenen Familie, einfach so auf Knopfdruck über Bord zu werfen. 

Sprachlich gefällt mir dieses Buch sehr gut. Besonders die Personenbeschreibungen haben es mir angetan. Sie wirken sehr lebendig und lebensnah, Auf Seite 123 wird Saras Chefin vorgestellt und deren Beschreibung kam der meiner eigenen Chefin sehr nahe. Ich hatte also sofort ein bestimmtes Bild vor Augen. :-)

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Konstanze S. kommentierte am 03. April 2021 um 09:53

Ja zu allem ... bei den Töchtern ("Selbst die erwachsenen Töchter haben nichts auch nur im Ansatz geahnt.") könnte uns noch eine Überraschung erwarten.
Lottas Verhalten und Reaktionen irritieren mich zuweilen etwas. Vielleicht hat Stellan sie ja schon vor langer Zeit angeworben und Agneta weiß nichts davon ... *fröhlich rumrate* :-D

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Jasminh86 kommentierte am 03. April 2021 um 23:18

Das stimmt, die Geschichte wirkt wirklich sehr lebendig.

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Lesedrache kommentierte am 04. April 2021 um 07:58

Es ist schon eine harte Nummer, wenn man nach über 50 Jahren Ehe seinen Partner so kaltblütig erschießt. Beide scheinen ja nicht nur für die Außenwelt ein Doppelleben geführt zu haben, sondern auch innerhalb der Familie, die ja auf den ersten Blick als gut situiert und überaus erfolgreich dargestellt wird, mit einem Hauch von Spießigkeit. Wie es charakterlich hinter der Fassade aussieht, lässt sich schon ein wenig erahnen im Umgang der Töchter mit Sara, ihrer Jugendfreundin. Bin gespannt, welche Abgründe sich da im Verlauf des Buches noch auftun.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
SKANDINAVISCHELESERIN kommentierte am 04. April 2021 um 19:08

Der Anfang hat mir wirklich unglaublich gut gefallen und ich war erstmal einfach nur geschockt, dass die Frau kurz nach dem Familienbesuch kurzer Hand ihren Mann umbringt. Hier muss ich sagen, hat der Autor auch wirklich eine tolle Spannung geschaffen, die mich sehr gefangen genommen hat. Im Laufe der Seiten muss ich allerdings sagen, hatte ich mit dem doch sehr einfach Schreibstil ein wenig zu kämpfen, da er mir etwas zu flappsig daher kam.

Ansonsten entwickelt sich die Geschichte komplett anders als ich es für möglich gehalten hätte. Einen so großen Umfang, der sich auf die Stasi und die DDR bezieht, hätte ich nicht für möglich gehalten und ob ich davon ein so großer Fan bin, kann ich noch nicht sagen. Sara ist für mich momentan weder sympathisch noch unsympathisch, einfach noch zu wenig greifbar. Alles in allem bisher ein eher mittelmäßiger Einstieg.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Violka175 kommentierte am 05. April 2021 um 19:20

Ich kam erst jetzt zum lesen. Es ist anders als ich gedacht hätte. Der Schreibstil hat mich noch nicht ganz überzeugt. Und erschreckend wie kalt man jemanden umbringen kann, nach so vielen Ehejahren, aber gut, vielleicht trügt der Schein und die Ehe war nicht so toll. Schauen wir mal weiter..

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:41

Das "schauen wir mal weiter" fällt mir arg schwer. Ein Buch, das mich nach 160 Seiten noch immer ärgert und nicht überzeugt hat, dass es zumindest GUT ist, bedeutet für mich eine arge Qual ...

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 05. April 2021 um 20:18

Also - ich bin ja doch ein bisschen enttäuscht aktuell. Tut mir leid! Ich fand die Sache anfangs ja super spannend. Was bringt eine Frau dazu, den Mann, mit dem sie seit Jahrzehnten zusammen ist, einfach nach einem einzigen Wort zu erschießen? Die "Auflösung" dazu erfährt man ja mehr oder weniger schon in diesem Abschnitt. Agneta ist Agentin. Sozusagen ein Schläfer. Mich beschäftigt das enorm - so lange eine Ehe und dann das!

 

Positiv ist, dass dieses Buch weniger düster und dunkel ist, als andere aus Schweden/Norwegen.

 

Die vielen Personen/Figuren sind ein bisschen anstrengend für mich. Vielleicht auch, weil so viele Perspektivwechsel sind. Kaum hab ich mich in eine Figur hineinversetzt, ist die nächste "tonangebend". Es gibt viele Geheimnisse - irgendwie hat jeder eins. Und es gibt viele Lücken - dieses Stilmittel mag ich so gar nicht. Da wird einiges angedeutet, dann wieder abgelenkt. Ich weiß gern, woran ich genau bin. Ach ja - und die Ortswechsel sind auch heftig. Als Krönung ist eine deutsche Ermittlerin mit verstrickt.

 

Ja, hätte ich gewusst, dass es hier um die Stasi, die DDR, den kalten Krieg usw. geht, hätte ich mich vermutlich nicht für das Buch beworben. Nicht, dass ich es komplett schlecht fände, aber es läuft eben auf einer Schiene, die für mich nicht so wirklich ideal ist.

 

Vielleicht bin ich ein "Spielverderber", aber für mich stimmen hier ein paar Sachen nicht und das macht es mir schwer, das Buch zu mögen. Beispielsweise die Pässe, das Geld usw. hinter den Kacheln und dann das Auto in der Scheune, Agneta "auf Abruf" - so viel Vorbereitung, so viel falsches Spiel, und dann hat keiner dran gedacht, die Pässe und das Geld mal auszutauschen und nach dem Auto zu sehen? Und das uralte Kinderrad - echt?? Sorry, aber das passt für mich echt nicht zusammen.

 

Sarah scheint ein echtes Problem zu haben. Ich finde es gut, dass sie gegen Zwangsprostitution kämpft, aber ich glaub, sie geht da ein bisschen zu weit. Im Laufe des Abschnitts sind mir die Töchter von "Onkel Stellan" sehr suspekt geworden und Sarah scheint deren "Opfer" gewesen zu sein. Freiwillig auch noch. Das tut weh. Und passt nicht. Und lässt mich ahnen, dass da noch was nachkommt.

 

Die Stelle, an der es heißt, Agneta wurde von Kindesbeinen an zu der gemacht, die sie wurde, hat mich erschreckt. Sie hat also ein ganzes Leben gelebt, das gar nicht ihres war. Sie hat Kinder bekommen mit einem Mann - den sie wohl nie wirklich geliebt hat. Sei war immer Werkzeug??

 

Stellan hat vor 30 Jahren mit dem TV aufgehört. Dennoch war die Familie immer beneidet und verehrt. Dass Stellan offensichtlich mit der Stasi zu tun hatte, wird weggelogen, obwohl es nachweisbar ist. Die Töchter halten ihn für zu naiv, um Spion gewesen zu sein - all das passt für mich nicht. Die Töchter kommen mir eher vor, als seien sie auch nicht viel besser als Stellan. Und da ist es dann schon fast weniger "schlimm", dass Agneta wohl bewusst Stellan geheiratet hat - eben um ihn dann zu erschießen, wenn sie den Befehl bekommt. Fragt sich nur, wieso erst jetzt (wie war er bis dahin nützlich?) und inwieweit Stellan wusste, dass auch Agneta nicht einfach nur ein schwedisches Mädchen war/ist.

 

Ansonsten viel „Politgeschwafel“. Saras Erinnerungen an die Kindheit und ihr Familienleben aktuell – beides nicht ganz so schön und glücklich, würde ich behaupten. Dass sie ein Problem mit dem Partymotto hat, kann ich ja irgendwie verstehen, aber mir ist sie ein bisschen zu verbissen. Agneta hat Schmerzen und fragt sich jetzt dann doch mal, wem eigentlich das Auto gehört und wer die Steuer/Versicherung gezahlt hat. Sorry, aber für das, was sie zu sein scheint, ist diese Überlegung doch echt spät gekommen, oder? Irgendwie macht mich das alles ein bisschen wütend. Passt nicht zusammen, so Vollprofis und dann diese stümperhaften Fehler und Lücken.

 

Sorry, bin echt nicht übermäßig begeistert …

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Schlaflosleser kommentierte am 08. April 2021 um 12:41

Ich habe mich nun endlich auch die ersten 160 Seiten durchgekämpft.

Ich schließe mich den meisten hier an, wäre mir klar gewesen, dass es hier um den kalten Krieg, DDR und Stasi geht, hätte ich mich nicht für dieses Buch beworben.

Na gut, nun ist es so und wir werden uns die restlichen Seiten wohl noch vornehmen müssen.

Den Anfang fand ich gut, doch dann empfand ich auch viele Abhandlungen komisch. Und durch die langatmigen detailreichen Kapitel zog es sich wie Kaugummi. Ich musste mich wirklich zwingen weiterzulesen. Es sind einfach diese vielen Abhandlungen und Erzählstränge, die die Leselust total abwürgen. Auf die Protagonisten möchte ich im Detail jetzt garnicht eingehen, das habt ihr ja bereits ausführlich gemacht und da bin ich total bei Euch.

Hoffentlich komme ich besser durch die nächsten Seiten.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 09. April 2021 um 20:41

Wir kämpfen uns gemeinsam da durch. Es ist wirklich schwer zu lesen, obwohl es nicht gerade sehr anspruchsvoll ist. 

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
c-bird kommentierte am 09. April 2021 um 07:33

Ich bin ziemlich spät in die Leserunde eingestiegen und auch noch längst nicht mit dem Abschnitt durch. Doch der Erzählstil gefällt mir total super und die Handlung ist bislang auch ok.

Thema: Lektüre, Teil I; Seite 1 bis 160
Leia Walsh kommentierte am 09. April 2021 um 20:42

Ich brauch ja auch ewig für jeden Abschnitt, aber ich finde es nicht so gut, wie Du.

Bin gespannt, was Du noch zu erzählen hast. Ist total spannend, eine andere Sicht zu lesen.