Leserunde

Bonus-Leserunde zu "Des Teufels Gebetbuch" (Markus Heitz)

Des Teufels Gebetbuch - Markus Heitz

Des Teufels Gebetbuch
von Markus Heitz

Bewerbungsphase: 13.03. - 27.03.

Beginn der Leserunde: 03.04. (Ende: 23.04.)

Im Rahmen dieser Bonus-Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Droemer Verlags – 20 Freiexemplare von "Des Teufels Gebetbuch" (Markus Heitz) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

ÜBER DEN AUTOR:

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 40 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.

23.04.2017

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)
PMelittaM kommentierte am 12. April 2017 um 19:22

Da ist ja allerhand los auf der Jagd nach den Spielkarten. Neben Gillot und Tadeus/Hyun scheint es noch mindestens einen weiteren zu geben, der sie für sich haben möchte.

Interessant, wie unterschiedlich die Karten wirken, entweder sie lullen ein und verlocken, wie bei Tadeus, der möglicherweise als Spielsüchtiger besonders anfällig ist, oder sie schrecken ab, hassen regelrecht, wie bei Hyun, die wohl für die gute Seite steht oder sie nehmen regelrecht besessen, wie den Voodoo-Priester oder auch Antoine, bringen sie dazu, schlimme Dinge zu machen, ihnen zu opfern. Ob auch Tadeus irgendwann einmal so weit wäre, stände er weiter unter dem Einfluss „seiner“ Karte? Vielleicht ganz gut, dass er sie erst einmal verloren hat.

Nicht schlau werde ich aus der Restauratorin Odette. War sie wirklich Gefangene? Dafür spricht die Fußfessel, aber vielleicht hat die auch einen anderen Sinn? Meist kommt es einem doch so vor, als mache sie das Ganze freiwillig, habe Freude daran. Ich hatte auch nicht wirklich den Eindruck als fände sie es schlimm, was im Keller passiert. Hyun und Tadeus hat sie davon auch kein Wort gesagt. Heftig auch die Szene mit ihren Familienmitgliedern. Und „ihren“ Fennec schien sie doch richtig zu mögen. Sehr gut fand ich den Abschnitt gemacht, in dem man Frédéric Odette beobachten und dann in ihr Haus einbrechen sieht, man hatte schon Angst um sie, nur um dann zu erfahren, dass sie alte Bekannte sind ...

Apropos Frédéric – oder auch Gillot – ob die beiden noch leben?

Auch der Vergangenheitsabschnitt war interessant. Hinter Bastians Frau steckt mehr, als zunächst geahnt. Wie es mit ihr und Dietrich wohl weitergeht?

Ich mag die Perspektivewechsel, ich hatte noch nie ein Problem damit, mich auf viele Charaktere einzulassen. Hier ist es oft so, dass man jemanden für wichtig hält, und dann stirbt er – oder taucht, zumindest viele viele Seiten lang, nicht mehr auf.

Immer besser gefallen mir die kapiteleinleitenden Zitate, die alle zum Thema passen. Wer nicht alles etwas zum (Karten)Spielen zu sagen hatte: Platon, Jack London, Oscar Wild, Arthur Schopenhauer ... Und auch die eingestreuten Faustzitate sind natürlich klasse.

Hin und wieder gibt es auch einmal interessante Hintergrundinfos, wie z. B. das Farbholzraspelprivileg des Armenhauses in Leipzig (warum übrigens lebt Dietrich ausgerechnet in einem Armenhaus?) oder der Tunnel in Arras.

Der Roman unterhält mich sehr gut und liest sich weg wie nichts (man müsste nur mehr Zeit haben). Ein bisschen schade finde ich, dass keiner der früheren Charaktere bisher aufgetaucht ist, das fand ich in seinen letzten Urban-Mystery-Romanen so gut. Aber, noch ist der Roman ja nicht zu Ende …

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)
Martina Suhr kommentierte am 14. April 2017 um 15:56

Den Gedanken mit Odette hatte ich auch. Ich glaube, sie macht das was sie tut gerne, denn ihr Charakter scheint sehr anfällig zu sein. Ich glaube nicht, dass sie sonst den Keller als Folter- und Lagerstätte nutzen würde. Ihr ganzes Handeln, ihre Rituale waren doch sehr brutal und ich glaube, dass diese Wesenszüge in ihrer Vergangenheit begründet liegen.

Sie wird durch die Fußfessel überwacht, da sie sonst mit den Karten verschwinden könnte. Ihrem Auftraggeber wird daran liegen, immer zu wissen, wo sie ist. Denn selbst wenn sie in der Arbeit aufgeht und genießt, dem Bösen, das ihnen innewohnt neues Glanz und Kraft zu schenke, so sind doch einige Sammler hinter ihnen her und es wissen garantiert eine Reihe zwielichtiger Menschen von deren Exitenz. Es ist vielleicht auch eine Sicherheitsmaßnahme für sie.

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flowers.books kommentierte am 15. April 2017 um 11:09

Bei Fennec bin ich mir nicht sicher ob er es überlebt hat. Aber ich bin sicher, dass wir noch eingies von Gillot lesen werden, ich denke der ist nicht so leicht klein zu kriegen...und wenn dieser erst mal merkt, dass seine Karten aus dem Haus gestohlen wurden.........

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Martina Suhr kommentierte am 18. April 2017 um 17:06

Da bin ich mir auch sicher. Gillot ist schon so ein fieses Stehaufmännchen.

Fennec ist seltsam. Ich wüsste gerne, warum Odette so viel Geld für die Suche nach ihm ausgegeben hat. Was haben die beiden für eine innige Beziehung (gehabt)?

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ReiShimura kommentierte am 21. April 2017 um 07:04

Die Beziehung von Odette und ihrem Fennec ist wirklich sehr interessant. Würde mich auch interessieren was genau die zwei verbindet. Ich befürchte allerdings das wir Fennec für immer verloren haben. MIr persönich wäre lieber gewesen wenn es Gillot getroffen hätte. Er ist für mich einfach das personifizierte Böse und mir extrem unsymphatisch, da war mir der Fennec doch deutlich lieber.
Und was Odette betrifft, sehr komplizierte Angelegenheit. Ich denke, dass sie ihre Arbeit wirklich sehr liebt und daher auch wirklich gerne und hingebungsvoll die Karten restauriert. Ich kann allerdings nicht verstehen warum sie die Morde in ihrem Keller so sang- und klanglos akzeptiert. Das passt für mich nicht zu dem Bild, das ich von ihr habe.

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buchina kommentierte am 21. April 2017 um 11:38

Diese Widersprüchlichkeit im Charakter Odettes mahct sie noch interessanter, hoffentlich erfahren wir mehr aus ihrer Vergangenheit. Ich finde auch, dass die Brutalität, die sie im Keller zeigt nicht gespielt ist, sondern das sie es auch irgendwie genießt.

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Ja Wolf kommentierte am 21. April 2017 um 19:44

Seh ich genauso , eigentlich hab ich auch ein anderes Bild von ihr vor Augen wo diese Brutalität und abgebrühtheit einfach nicht reinlassen mag

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mesu kommentierte am 17. April 2017 um 09:50

Ich denke auch es gibt mindestens noch jemanden,der auf der Suche nach allen Karten ist. Und die Wirkung die die Karten auf die verschiedenen Menschen haben, sind richtig fesselnd beschrieben.

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cat200913 kommentierte am 13. April 2017 um 11:52

Ich bin leider noch nicht ganz so weit, erst auf seite 340, aber ich mag dennoch schon jetzt etwas zu dem bisher gelesenen Abschnitt sagen, und zwar - Tadeus nervt, und zwar ordentlich xD
ich weiß, ich weiß - seine Sucht, gepaart mit der dunklen Magie der Karte ist der Auslöser für all das Unglück, aber dennoch finde ich ihn derzeit echt nervig! Hoffentlich kommt er Dank Hyun und der Tatsache, dass man ihm 'seine' Karte weggenommen hat, wieder zu Besinnung! Aber ich habe eher die Vermutung, dass es eher ins Gegenteilige verlaufen wird und er nur noch besessener hinter den Karten her sein wird...
Ich finde, dass Hyun ihn genau jetzt alleine lassen und ihre weitere Hilfe verweigern sollte, nur leider wird das wohl nicht geschehen :/

Odette mag ich, auch wenn ich einfach nicht begreife, warum sie so locker mit dem Tod ihrer Familie umgeht, während ziemlich besorgt wegen Fennec ist. Als wäre er ihre Familie und nicht die, die es leibhaftig waren.

Ich fand aber die Szene richtig krass, in der Susanna dem Hexer 'verfallen' war und mit ihm tatsächlich auch noch das Bett geteilt hat :o die Ärmste! Ich wüsste nicht, wie ich reagieren würde, wenn mir bewusst werden würde, dass man mich indirekt vergewaltigt hat. Irgendwie habe ich die Vermutung, dass die Karten wegen ihr so sind, wie sie heute sind - dass diese Karten aufgrund ihrer Magie eine 'Seele' erhalten haben, die womöglich Dank Dietrich in die Böse Richtung geht. Oder aber sie wollte, dass die Karten Dietrich umbringen... das wäre auch möglich.

Ich bin gespannt, wie die nächsten Seiten sein werden. Obwohl das Buch so dick ist und es mich erst einmal kurzzeitig abgeschreckt hat, lese ich es sehr, sehr gerne :)

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buchina kommentierte am 21. April 2017 um 11:39

Ich muss dir recht geben, Tadeus fand ich auch immer anstrengender. Ich wollte ihn immer schütteln damit er zur Besinnung kommt und war dann richtig froh, dass die Karte nicht mehr bei ihm ist.

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cat200913 kommentierte am 22. April 2017 um 12:24

Gott sei Dank geht es nicht nur mir so!
Ich bin echt kurz vorm verzweifeln mit dem Kerl :/

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Maddinliest kommentierte am 28. April 2017 um 16:43

Mich nervt Tadeus eigentlich nicht. Ich finde es spannend zu verfolgen, welchen Einfluss die eine Karte auf seine Gedanken- und Gefühlswelt hat. Ich glaube es handelt sich hier wirklich um ein Gebetbuch des Teufels.:-)

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Kotori99 kommentierte am 14. April 2017 um 19:26

Und es geht spannend weiter -

Endlich bin ich mal, dem freien Freitag sei Dank, wieder zum lesen gekommen und auch wenn ich erst wieder rein kommen musste, hatte mich der Sog des Buches doch schnell wieder :D 

Ich finde es super interessant zu lesen wie sich die einzelnen Stränge zu einer Geschichte verbinden, die Zusammenhänge klarer werden und man immer noch nicht genau weiß wer jetzt welche Absichten hat. Vor allem bei Odette bin ich sehr zwigespalten. 

Aber ich muss meiner Vor-Schreiberin recht geben. Tadeus nervt leider wirkklich. Nicht auf eine schlechte Art, seine Besessenheit ist glaubwürdig, macht es aber nicht immer einfach ihm Sympathie entgegen zu bringen :D 

Die Perspektivwechsel treiben mich manchmal in den Wahnsinn, auch her nicht unbedingt das schlechteste :D 
Aber jedesmal wenn es richtig spannend ist, kommt ein anderer Charakter wieder, über den man natürlich auch am liebsten sofort alles lesen würde. Also zum Spannungsbogen kann man nur sagen, dass der sehr gelungen ist.

Ich hoffe ich schaffe es über das lange Wochenende das Buch zu beenden :) 

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ReiShimura kommentierte am 21. April 2017 um 07:09

Ich mag es auch besonders gerne wie Markus Heitz die einzelnen Handlungsstränge zu einem großen Ganzen zusammenführt. Ich kenne das ja schon aus anderen Romanen von ihm, bin aber trotzdem immer wieder aufs neue begeistert.

Die Perspektivenwechsel gefallen mir sehr gut, aber mir geht es gleich wie dir. Manchmal ärgere ich mich doch sehr weil ich einfach noch nicht bereit dafür war. Spannungstechnisch natürlich perfekt.

Schade finde ich nur, dass wir bis jetzt so wenig über die Entstehung der Karten erfahren haben. Ich hätte mich gerne ein wenig intensiver mit dem Ehepaar Kirchner auseinander gesetzt. Hoffentlich passiert dass dann im 3. Abschnitt.

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Maddinliest kommentierte am 28. April 2017 um 16:45

Bei den vielen Perspektivwechseln und neuen Schauplätzen geht es mir anfangs auch so, aber nach kurzer Zeit schafft es Markus Heitz den Bezug zur Geschichte wieder herzustellen und verflechtet die einzelnen Handlungsstränge.

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flowers.books kommentierte am 15. April 2017 um 11:20

Wow - nun was soll ich sagen. Ich bin immer noch gefesselt, fasziniert und kann das Buch nicht aus der Hand legen. Seit dem ersten Leseabschnitt ist wirklich viel passiert.

Ich bin gespannt wie es mit Tadeus weitergeht. Nimmt die Bessenheit zu sehr Besitz von ihm oder kann ihm Poe helfen und die Karten zerstören, womit sie wahrscheinlich auch Odette aus ihrer Gefangenschaft befreien kann.

Die Zusammenhänge aus dem Jahr 1768 werden immer deutlicher und interessanter. Laut Odette gibt es viele Auslegungen, warum diese Karten in den Umlauf geraten sind - schätzungsweise in keiner guten Absicht.

Die Zitate, welches die jeweiligen Kapitel einleiten, finde ich absolut großartig und auffrischend.

Ich werde das Buch auf jeden Fall bis Montag beenden.

Schönes Lesewochenende und frohe Ostern!

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Hija kommentierte am 15. April 2017 um 14:17

Die Jagd nach den Karten ist in vollen Gange. Gut finde ich hier, dass nicht alle Personen bekannt sind die auf der Suche sind, damit bleibt die Spannung bestehen. Bei der Gefangenen Odette ist nicht klar war/ist sie eine Gefangene???? Warum sollte sie Menschen im Keller foltern? Warum ist sie selber so gefangen von den Karten? Hier sind noch einige Fragen offen. Macht den Eindruck, als wäre sie kein Unschuldslamm und wir werden hier noch unsere Überraschung erleben. 

Auch schauen wir wieder in die Vergangenheit und bekommen weitere Infos zur Entstehung des Toten-Gesetzbuchs. Und auch hier wird klar,, dass in der Frau von Bastian Kirchner mehr steckt als zunächst vermutet.

Die ständigen Perspektivwechsel beleben das Buch zusätzlich.

 

 

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foxydevil kommentierte am 16. April 2017 um 20:55

Dieser Abschnitt ar ja mal wieder voller Spannung und ich war ziemlich schnell durch den Abschnitt durch.
Die Wirkung der Karten ist sehr gut beschrieben und beängstigend.
Odette ist mir zwar nicht unsympathisch, aber sie erschreckt mich auch irgendwie.
Die Überwachung via Fußfessel ist heftig. Hmmmm…
Da vermute ich noch mehr dahinter.
Mit dem Perspektivwechsel komme ich gut klar.
Meist habe ich da so meine Probleme mit aber hier ist es richtig gut.
Ich glaub Gillot lebt noch…sagt mein Bauchgefühl…mal schauen.
Tadeus geht mir auch etwas auf den Keks und da schließe ich mich an…
Mal sehen wie der letzte Teil gestrickt ist.

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mesu kommentierte am 17. April 2017 um 09:44

Das Buch ist wirklich klasse, die Spannung steigert sich immer weiter. Manchmal hab ich fast Probleme mit den vielen Protagonisten und den Szenenwechseln, aber wenn man weiterliest fügt sich alles zusammen... Bloch gerät ja immer mehr unter den Einfluß der Karten, hoffentlich kann Poe ihn noch retten.

Und Odette, die böse alte Dame finde ich sehr interessant. Sie ist trotz allem sympatisch und gerissen- sie versucht die beiden für ihre Zwecke einzuspannen.

Die Geschichte der Karten wird auch immer klarer, es ist unglaublich was sich da in der Vergangenheit alles ereignet hat.

Ich denke diese unfassbare Spannung wird sich bis zur letzten Seite hinziehen. Man muss einfach immer weiterlesen.

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Sebastian Ollmer kommentierte am 17. April 2017 um 11:02

So, ich bin auch mittlerweile mit dem zweiten Drittel durch und es macht bisher auch immr noch Spaß zu lesen, wo der Reigen der Karten die ganzen Leute hinführt.

Es kommt mir immer noch wie ein Verwirrspiel vor, da ich noch nicht genau weiß, wer auf welcher Seite steht, wer lebt und wer nicht mehr... das können meine Mitleser bestimmt bestätigen.

Ich bin gespannt auf das Ende :)

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Galladan kommentierte am 17. April 2017 um 12:32

Ich finde es schade, dass die Abschnitte so lang sind. Wir koennten mit kleineren Abschnitten in denen nicht gar soviel geschieht viel mehr spekulieren was Sache ist.

Odette ist fuer mich eine der ganz grossen Unbekannten. Sie ist fuer Gillot unendlich wichtig und so gierig wie sie auf die Karten reagiert, ist es sicher nicht falsch ihr Bewacher aufs Auge zu druecken. In ihrem Alter wuerde es auch nicht so einfach sein die armen Menschen im Keller zu quaelen. Das sie ihre Enkelin und Urenkel so einfach beseitig hat zeigt wie uebel die Dame ist. Die Fussfessel kann alles oder nichts bedeuten. Sie kann von Gillot angebracht worden sein um sie dazu zu bringen sich zu benehmen, sie kann von ihr angebracht worden sein um den Unschuldsengel zu spielen, oder sie kann auch von Gillot oder seinem Gegenspieler angebracht worden sein um sicher zu stellen, dass Odette in ihrem Haus bleibt und Karten restauriert statt entfuehrt zu werden und fuer die Gegenpartei zu arbeiten. Die Karten sind erst wirklich wertvoll, wenn sie vollstaendig restauriert sind.

Tadeus hat eine neue Sucht. Die Sucht nach seiner Karte. Ich glaube, dass die Karten sich Opfer suchen die ihnen dienen. Antoine hat Hass auf Poe gleitet, ich weiss nur nicht, ob dieser Hass aus Angst von ihm gekommen ist, oder ob die Karte sie produziert. Eigentlich muesste die Karte sich auf Poe oder Boch praegen.

Ich bin mal gespannt was aus der Karte beim abgestuerzten Flugzeug geworden ist und ob die Kontrahenten Roux und Calderon sich gegenseitig aus dem Gen-Pool geballert haben.

Das Poe immer mehr zu einer Mudang wird laest mich erschauern. Leila Fignole will ja erst auch nur einfach die Karte vernichten, als sie sie aber endlich in der Hand haelt hat sie das Verlangen sich naeher mit ihr zu beschaeftigen obwohl sie gerade gesehen hat, was aus Sowande geworden ist. Auch er ist bevor er die Karte gehabt hat ein Weisser Magier gewesen. Den Einfluesterungen der Karten koennen sich deren Opfer, die wohl bestimmte Eigenschaften haben muessen nicht entziehen.

Gillot ist offensichtlich nicht Dietrich und er ist weder unsterblich noch unverwundbar. Dabei wuede ich gerne mehr von der Frau erfahren, die da so krank im Bett liegt. Die Schwarze Sara ist naemlich die Heilige der Roma um es genauer zu machen der Kartenleserinnen und angeblich die Erfinderin des Tarot. Da Gillot offensichtlich nicht auf die Karten gepraegt wird, wuerde es naheliegend sein, dass seine kraenkliche Verwandte die eigentliche Person des Interesses sein sollte.

Ach, man kann ja noch soviel mehr zu diesem Abschnitt schreiben, aber ich lese lieber weiter. Ich bin gespannt was wir im 3. Abschnitt raus bekommen und ob diese hecktische Suche anberaumt wurde, weil die Frau da in dem Bett dringend Hilfe vom kompletten Kartenspiel braucht.

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eulenmatz kommentierte am 20. April 2017 um 11:21

Das die Abschnitte so groß sind, stört mich auch. Daher zieht es sich bei mir auch noch etwas. Es passiert ja auch echt eine Menge, aber so ganz ist der Funke noch nicht bei mir übergesprungen, aber eure Kommentare machen mir Mut dran zu bleiben. ;-)

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Shivaun kommentierte am 20. April 2017 um 12:29

Die Abschnitte finde ich auch zu lang. Viele kurze Abschnitte würden sicher bedeutend mehr "Lebendigkeit" in die Leserunden bringen, da man zeitnaher das Gelesene diskutieren könnte. Durch die sehr langen Abschnitte sind auch die Teilnehmer sehr unterschiedlich mit den einzelnen Kapiteln durch...  und das hemmt leider ein wenig die Kommunikation, weil man natürlich erst die Beiträge lesen möchte, wenn man selbst den Leseabschnitt beendet hat. 

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ReiShimura kommentierte am 21. April 2017 um 07:19

Für mich ist es einerseits positiv dass die Abschnitte so lang sind, da ich viel unterwegs bin und währenddessen zwar lesen kann, aber nicht immer die Möglichkeit habe ins Internet zu gehen und zu kommentieren. Andererseits muss ich dir aber zustimmen, dass die Diskussionen sicher intensiver und spannender wären wenn es mehrere und kürzere Abschnitte gäbe.

Die Karten suchen ihre Opfer nach bestimmten Kriterien aus, dass merkt man alleine daran, dass nicht jeder auf die Karten reagiert bzw. ihre Stimmen hört. Meiner Meinung nach kommt der Hass immer aus den Karten und nicht aus den Personen. Die Karten erwecken das Böseste und Brutalste in den Menschen und durchdringen sie mit Mordlust und Hass. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ein weisser Magier auf einmal so ein Blutbad anrichtet.

Besonders spannend ist für mich auch die Szene in der Poe und Tadeus das Restaurationszimmer von Odette betreten. Irgendetwas ist in dem Augenblick passiert. Die Karten haben auf einmal eine unglaubliche Macht bekommen bzw. ausgestrahlt. Dies hängt sicher auch mit dem Massaker von Sowande zusammen. Anscheinend hatte er die Karte schon sehr lange und immer wieder mit ihr "gearbeitet" ohne das es so ausgeartet ist. Aber plötzlich wurde eine unglaublich Macht und Energie freigesetzt. 

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La Tina kommentierte am 25. April 2017 um 21:12

Die Reaktion der Karten habe ich so verstanden, dass sie auf Hyun reagierten, weil sie doch die Gute Feindin der Karten ist und die bösen Karten vernichten möchte.

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Martina Suhr kommentierte am 18. April 2017 um 17:10

Auch wenn das ganze Buch total spannend ist und ich Hyan echt gerne mag, so sind die Szenen aus der Vergangenheit, aus dem Goetheschen Leipzig doch meine Favoriten.

Ich bin so neugierig, was Bastians Frau Susanne mit dem ganzen zu schaffen hat.

Irre ich mich oder hat der liebe Dietrich angedeutet, er könnte ihr Vater sein, wobei mich dann der Gedanke, dass er sich mit ihr vereinigt hat in meinem puritanischen Weltbild erschüttert :-)

Die Geschichte hinter den Karten, ihr Werdegang und ihr Wesen, wie sie genau entstanden sind, interessiert mich ungemein...

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cat200913 kommentierte am 18. April 2017 um 21:54

Leider irrst du dich nicht - er scheint tatsächlich ihr Vater zu sein :o
Ich fand das auch befremdlich, aber - der "Sinn" war ja, dass sein Erbgut und das der anscheinend mächtigen Hexe weitergegeben wird :/
Hatte wohl alles einen Plan und das Böse kennt keine Familienverhältnisse - schon die Götter haben den Mythen nach Inzucht getrieben :D
Aber ich finde den Gedanken auch nicht gerade schön xD
 

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ReiShimura kommentierte am 21. April 2017 um 07:21

Ich liebe die Szenen in Leipzig auch sehr. Leider kommen sie bis jetzt viel zu selten vor. Dabei hätte ich gerne mehr über die Entstehung der Karten erfahren. Ich hoffe sehr, dass wir im 3. Abschnitt öfter nach Leipzig entführt werden.

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buchina kommentierte am 21. April 2017 um 11:41

Das hoffe ich auch, denn man lernt auch soviel über die Zeit. Weil Heitz die Stimmung des historischen Leipzig einfach so gut einfängt.

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Shivaun kommentierte am 20. April 2017 um 12:19

Durch die Osterfeiertage kam ich in der vergangenen Woche leider immer nur seitenweise zum Lesen, habe aber jetzt auch endlich den 2.Teil beendet.

Der Einstieg in Teil 2 hatte es dann wahrlich in sich. Das Verhör und die Folterung Poes durch Lasarew Senior und sein Gefolge war ziemlich heftig und plastisch beschrieben.

Doch besser noch gefiel mir das Kapitel, in welchem Odette ihren ersten Auftritt hatte. Der laue Frühlingstag in Avignon, die Seniorengruppe beim Pétangue-Spiel im Park, Odette mit Dutt und gemusterter Kittelschürze...all das war so idyllisch beschrieben, dass man sofort das Bild einer netten, alten Dame vor Augen hatte und unwillkürlich Sympathie empfand. Wie krass und abrupt wurde dieses Bild dann bei Odette Daheim zerstört! Dass diese, äusserlich so harmlos wirkende, alte Dame mit soviel Gefühlskälte töten lässt, und noch nicht mal vor ihren eigenen Urenkeln halt macht, ist echt heftig...ich bin wirklich gespannt, wie sich Odettes Rolle in diesem Spiel letztendlich aufklären wird. Ihr ganzes Verhalten, auch im weiteren Verlauf, wirkt immer aufgesetzt und den aktuellen Begebenheiten angepasst..wie "das sprichwörtliche Fähnlein im Winde".

Martin Dietrich scheint nicht aus der Not heraus im Armenhaus zu leben, dafür ist sein Wohnbereich zu opulent ausgestattet. Welche Zwecke verbindet er also mit dieser Behausung? Will er untertauchen?

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und starte jetzt direkt in den letzten Leseabschnitt.

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)
buchina kommentierte am 21. April 2017 um 11:35

Ach das Buch ist so richtig schön böse. Der Wandel von Odette war großartig geschrieben, als Leserin habe ich eine nette alte Dame, die es liebt zu restaurieren und vielleicht nicht genau weiß mit wem sie sich eingelassen hat. Als ihr wahres Gesicht im Keller sich langsam zeigt war ich richtig überrascht und musste schlucken. Das liebe ich auch an diesem Roman, ich werde immer wieder von den Wandlungen der Charaktere und Handlung überrascht, nichts ist voraussehbar und das mag ich sehr. Die Übergänge der vielen Handlungswechsel sind gekonnt, die Spannung steigt dadurch und ich komme trotzdem gut mit. Die Wirkungsweisen der einzelnen Karten tritt jetzt immer mehr hervor, es wird richtig mystisch.

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Ja Wolf kommentierte am 21. April 2017 um 19:41

So jetzt komm ich auch mal dazu den zweiten Abschnitt zu kommentieren ,bin zwar schon weiter hoffe aber das ich alles noch zusammenbekomme.
Dieser Teil hat mir noch besser gefallen als der erste .
Obwohl die Abschnitte so lang sind wird es zu keiner Zeit langweilig .
Es passiert so viel und auch oft unerwartetes das man einfach immer weiterlesen will .

Jyun aka Poh kristallisiert sich ja nun ganz klar als die gute heraus .
Ihre Fähigkeiten als Schamanin kommen immer mehr an die Oberfläche und helfen ihr die Karten zu verspüren .
Bei Tadeus Schwank es ja wobei er immer mehr in die Rolle des verfallenden hineingleitet ,hier kommt warcheinlich seine Anfälligkeit an der Spielsucht hervor ,welche ihn anfällig macht für die dunkle Macht der Karten .
Hoffe das er ihrem Bann nicht auch irgendwann ganz erliegt und über Leichen geht wie viele andere mir im in den Besitz weiterer zu kommen .
Odette ist ein sehr interessanter Charakter wo man nicht weiß wie sie einzuschätzen ist ,ist sie nun auch den Karten verfallen oder tut sie nur ihre Pflicht um ihre Familie zu schützen ?
Eins weiß man auf jeden Fall ,sie hat definitiv zwei Seiten und eine davon ist mehr als abgebrüht was wirklich erschreckend ist .
Auch die Abschnitte aus der Vergangenheit waren super interessant ,und ich bin wirklich gespannt was da noch kommen mag .

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)
eulenmatz kommentierte am 25. April 2017 um 14:11

Ich fand den zweiten Abschnitt erst wieder sehr spannend, aber manchmal sind mir die ganzen Personen und Schauplätze etwas zuviel. Auch wenn es sich flüssig lesen lässt, kann ich es immer nur in kleinen Happen lesen. Ich bin gespannt, wie die ganze Geschichte ausgehen wird. So richtig finde ich auch weder zu Boch, noch zu Poe richtig Zugang.

 

 

 

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)
La Tina kommentierte am 25. April 2017 um 21:18

Mein Kommentar zum 2. Abschnitt ist versehentlich falsch abgelegt worden, ich kopier ihn hier nochmal rein.....

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Puh, der zweite Abschnitt war doch recht lang, und ich häng aus gesundheitl. Gründen eh bereits etwas hinterher....

Die Geschehnisse in Avignon, sind ja wohl der blanke Horror! Erst dachte ich, Odette hätte das blutige Erbe ihres Vaters angetreten, jedoch wird sie von Gillot dazu gezwungen. 6 Opfer für eine Karte, bloß nicht darüber nachdenken, wieviele Leichen bereits im Fluss beseitigt wurden :-(

Sehr schade, dass Tadeus Hyun nicht die Wahrheit sagt, doch vermute ich, sie durchschaut ihn und den Einfluss der Pik-Neun auf seine Entscheidungen. Erstaunlich, dass diese bösen Karten sich regelrecht gegen sie wehren, bei den Voodoopriestern aus Haiti werden die Gesinnungen jedoch einfach von Gut nach Böse umgepolt. Hyun ist wohl ein zu starker Gegner für die Karten?

Roux führt die Drecksarbeit für Sammler Gillot aus, okay. Dabei löscht er auch mal eben einen kompletten Suchtrupp aus... Und Gillot hat einen starken Gegner. Ist dann Martin Dietrich etwa  nicht Gillot, sondern dieser Gegner, der Gillot erstmal sammeln lässt, um sich die Karten dann einfach zu holen? Und die Frau in Gillots Haus - eine Verwandte? Ob sie wichtig ist mit ihrem Heiligenwahn?

Der Handlungsstrang im damaligen Leizig war auch wieder sehr gut gemacht - Dietrich hat sich zuletzt brutal an der Susanna (wirklich seine Tochter?) vergangen - ging daraus ebenfalls ein Kind hervor? Bin neugierig.

Das Buch wird immer komplexer, wobei einige Nebenschauplätze wohl nur der Karten wegen auftauchen und ansonsten nicht weiter relevant sein werden - oder?

Thema: Lektüre, Teil II (Seite 175 - 399)
Maddinliest kommentierte am 28. April 2017 um 16:40

Ich hänge etwas hinterher, da ich in letzter Zeit leider nicht so zum Lesen gekommen bin, wie ich es mir erhofft habe. Am Buch liegt es auf jeden Fall nicht, denn "Des Teufels Gebetbuch" gefällt mir weiterhin ausgesprochen gut. Tadeus ist von der Kraft der Karte völlig gefangen und will unbedingt wieder in den Besitz kommen. Er erinnert mich dabei immer an Gollum und sein "Schatz". Die Mächte der Karten scheinen aber sehr groß zu sein. Was passiert wohl, wenn das Kartenspiel komplett ist? Erhöht sich die Macht und der Einfluß auf den Besitzer? Können die Karten vernichtet werden, wie Poe es vorhat? Warum sind die Karten in der Welt verteilt? Viele fragen, die noch offen sind und für viel Spannung sorgen. Die Geschichte wird durch die vielen Schauplätze schon komplex, aber durch die bildreiche Beschreibung und denm hohen Spannungsfaktor verschlingt man die neuen Situationen und diese fügen sich nach und nach in ein Ganzes. Toll gemacht von Markus Heitz. Ich bin nun auf das Finale gespannt...