Leserunde

Leserunde zu "Unter uns nur Wolken" (Anna Pfeffer)

Unter uns nur Wolken - Anna Pfeffer

Unter uns nur Wolken
von Anna Pfeffer

Bewerbungsphase: 06.12. - 20.12.

Beginn der Leserunde: 03.01. (Ende: 24.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Unter uns nur Wolken" (Anna Pfeffer) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Mag die Erinnerung auch gehen, die Liebe bleibt.

Tom ist ratlos: Sein Großvater Florian hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab. Während bei Florian das Gestern verschwindet, sucht Tom im Heute verzweifelt eine Pflegerin. Doch keine will bleiben, denn sobald Tom die Wohnung verlässt, wird der charmante alte Herr zum Ekelpaket. Bis Ani vor der Tür steht. Ohne Wohnung, dafür mit Liebeskummer. Alle Versuche, Ani zu vergraulen, scheitern. Allmählich beginnt Florian sich ihr zu öffnen und gegen das Vergessen anzuerzählen. Vor allem von seiner großen Liebe Greta. Und verändert damit nicht nur sein Leben, sondern auch das von Ani und Tom. 

Berührend und witzig: ein Generationenroman, der unter Lachen zu Tränen rührt.

ÜBER DIE AUTORIN:

Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet und haben zusammen Geschichten geschrieben. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 75 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund.

26.01.2019

Thema: Lieblingsstellen

Thema: Lieblingsstellen
Claudias Bücherhöhle kommentierte am 04. Januar 2019 um 14:39

Diese Sätze finde ich unglaublich schön und einfach realistisch. Wer hat nicht schon einmal genau diese Gefühle gehabt?

Seite 7:

Von einem Tag auf den anderen verschwindet die Welt, wie sie für dich war, und existiert dann einfach nicht mehr. Und plötzlich wird mir klar, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt, dass du nicht in eine beschissene Zeitmaschine steigen und an den Punkt zurückreisen kannst, an dem alles in Ordnung war. Du kapierst, dass du einen Weg finden musst, um mit der neuen Situation zurechtzukommen, und egal wie du es drehst und wendest, es wird nicht mehr sein wie früher. 

Thema: Lieblingsstellen
wiechmann8052 kommentierte am 05. Januar 2019 um 14:36

, dieses Zitat macht deutlich was das Schlimme für den Betroffenen ist, das Wissen das man alles was einen ausmacht verliert und es nicht zurück bekommt egal wieviel Mühe man sich gibt

Thema: Lieblingsstellen
Birte kommentierte am 05. Januar 2019 um 15:01

Da hast du auch recht - aber im Roman beschreibt das die Sicht des Enkels auf seine geänderte Situation.

Thema: Lieblingsstellen
Claudias Bücherhöhle kommentierte am 05. Januar 2019 um 19:25

Kann man wahrscheinlich auf beide Situationen anwenden - ist irgendwie zeitlos, wenn man das so sagen kann :)

Thema: Lieblingsstellen
Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. Januar 2019 um 21:08

Ich finde, dieses Zitat beschreibt so ziemlich jede Veränderung in einem Leben! Und deshalb ist es so gut, weil so wahr..

Thema: Lieblingsstellen
Birte kommentierte am 05. Januar 2019 um 15:02

Für „Lieblingsstellen“ ist die Thematik vielleicht doch zu schwerwiegend - aber bemerkenswerte Stellen gibt es doch - die folgenden Stellen fand ich, neben der Stelle, die Claudia schon angegeben hat, notierenswert:

S. 7, Tom: Das einzige, was bleibt, ist der Geruch von früher, dieser Geruch voller Erinnerungen…

S. 69, Ani: Es sieht merkwürdig und ungewohnt aus, wenn er lächelt, fast wie wenn man ein Möbelstück verrückt, das vorher woanders stand und dessen Anblick einem jetzt völlig seltsam erscheint.

S. 127, Ani: Das ist eines der Dinge, die ich beherrsche: ruhig wirken, selbst wenn meine Gedanken laut durcheinanderschreien.

S. 153, Ani: Einfach mal losgehen und so tun, als hätte man ein Ziel, einfach mal losgehen und nicht heulen, einfach mal unterwegs sein auf dieser Reise durch das Leben, das dich immer wieder in Situationen bringt, von denen du dachtest, dass du sie doch endlich auch mal hinter dir lassen könntest.

S. 189, Tom: Das Kinderkriegen war auch nur so ein Projekt, bei dem sie den Arbeitsaufwand nach dem Meilenstein 'Geburt' deutlich unterschätzt haben.

S. 208: Deine Barkarte hat überhaupt keine Bilder. - Ist nur für Leute, die lesen können.

S. 269: Manchmal muss man loslassen, damit die Menschen wieder zu einem zurückkommen.

Thema: Lieblingsstellen
Claudias Bücherhöhle kommentierte am 05. Januar 2019 um 19:26

Deine Stellen von Seite 7 und 269 finde ich auch sehr schön! Und auch wieder absolut wahr und authentisch.

Thema: Lieblingsstellen
Petzi_Super_Maus kommentierte am 12. Januar 2019 um 23:25

Oh ja, das Zitat von S. 269 ist toll! Und so wahr.

Thema: Lieblingsstellen
Tefelz kommentierte am 12. Januar 2019 um 18:32

Meine Lieblingsstelle war, wo Florian im Bad so tut, als ob der Fön ihn umgebracht hat und natürlich nicht mit so einer subtilen Rache von Ani gerechnet hat. Das war super gelöst....Natäürlich hat dieses Buch unheimlich schöne Passagen und auch sehr kräftige Aussagen, wie vor mir beschrieben aber diese Stelle war der Auftakt zum Widerstand.

Thema: Lieblingsstellen
Hermione kommentierte am 25. Januar 2019 um 09:58

Die Stelle hat mich total mitgenommen! Wie auch die Fahrt mit dem geklauten Taxi...

Thema: Lieblingsstellen
Petzi_Super_Maus kommentierte am 12. Januar 2019 um 23:28

Eine meiner Lieblingsstellen war die Erklärung für den Titel des Buches, als Florian Ani erzählt, wie es war, Greta zu lieben (S. 201):

"Es war der Himmel, nein es war noch viel weiter oben." Er macht eine kurze Pause. "Es war, als wären unter uns nur Wolken."

Thema: Lieblingsstellen
WilmaH kommentierte am 18. Januar 2019 um 13:12

Das ist auch meine Liebslingsstelle im Buch. 

Thema: Lieblingsstellen
Else kommentierte am 14. Januar 2019 um 11:12

Die genannten Stellen Seiten 7, 127, 153, 201 habe ich mir auch markiert. 

Außerdem noch die Stelle, an der Florian Ani das Telefon abnimmt, um mit deren Mutter Tacheles zu reden und ihr ein Aufmerksamkeitsproblem zu bescheinigen. Sie solle doch auch mal versuchen sich um sich selbst zu kümmern, das würde überraschende Ergebnisse bringen. Es tat Florian leid, dass Ani bei Gesprächen mit der Mutter immer Lebensfreude verliert, seiner Meinung nach hätte sie davon nicht genügend. Die Szene ist zunächst komisch, aber auch berührend, weil Florian hier völlig klar und mitfühlend gegenüber Ani agiert. (Leider ohne Seitenangabe, bin gerade unterwegs, ist aber ziemlich gegen Ende meine ich - sorry)

Thema: Lieblingsstellen
kuhtipp kommentierte am 21. Januar 2019 um 22:59

Die Stelle mit ihrer Mutter fand ich auch super. Vor allem, weil sie selbst sich nie getraut hätte, ihrer Mutter die Meinung zu sagen

Thema: Lieblingsstellen
Svenja Landau kommentierte am 14. Januar 2019 um 22:23

Seite 181, letzter Absatz fand ich super lustig (aus der Sicht von Ani): "'Florian', sagt er leise, und seine Stimme hat einen drohenden Unterton. 'Du wirst dich jetzt bei ihr entschuldigen oder, bei Gott, ich engagiere die dicke Russin, die dich den ganzen Tag ans Bett fesselt und mit Haferschleim füttert.'
Ich finde die Vorstellung so absurd, dass ich schmunzeln muss. Florian wirft mir einen bösen Blick zu, und ich versuche, meine Mundwinkel unter Kontrolle zu bekommen." :-D

Seite 201, letzter Absatz (aus der Sicht von Ani): "Florian nickt wieder, und ich sehe an seinen Augen, dass er weit in der Vergangenheit ist. 'Manchmal vergesse ich ihr Gesicht. Aber ich habe noch nie das Gefühl vergessen, wie es war, in sie verliebt zu sein.'
'Wie war es denn?' frage ich atemlos.
Er lächelt sanft. 'Es war der Himmel, nein, es war noch viel weiter oben.' Er macht eine kurze Pause. 'Es war, als wären unter uns nur Wolken.'"

Seite 276 (aus der Sicht von Tom): "Florian legt seine Hand an meinen Nacken und zieht meinen Kopf zu seinem heran. Er presst die Lippen aneinander. 'Ich liebe dich, Tom, das weißt du, oder?, flüstert er"

Thema: Lieblingsstellen
Alsterschwan kommentierte am 20. Januar 2019 um 22:24

Die Stellen, die Birte genannt hat, haben mir auch sehr gut gefallen, aber meine absolute Lieblingsstelle ist immer noch die:

aus der Sicht von Ani (S. 193) "... weil er offenbar glaubt, mich beschützen zu müssen, seit er mich aus der versifften WG geholt hat wie ein bescheuerter Ritter in Schwarz, ohne Pferd, aber mit der guten Absaicht, die holde Maid zu retten, die sich von einem Unglück ins nächste stürzt. Und ich blöde Kuh habe mich retten lassen wie eine beschissene Prinzessin, die es allein nicht hinbekommt."

 

Thema: Lieblingsstellen
kuhtipp kommentierte am 21. Januar 2019 um 23:02

Einfach, weil sie mich berührt haben, die Szene als Florian im Bademantel auf dem Friedhof steht und sein „Abschied von Tom auf Seite 267/277. 

Da sind es keine einzelnen Sätze sondern einfach, was die Geschichte in diesen Szenen mit mir macht.

Thema: Lieblingsstellen
Hermione kommentierte am 25. Januar 2019 um 10:00

Mir hat die Stelle super gefallen, an der Ani sich in der Bar einfach eine Schürze umbindet und mit anpackt, als sie sieht, dass Not am Mann ist.

Das deutet ja schon darauf hin, dass Tom und sie später auch mal mehr als nur ein gutes Team werden könnten...