Leserunde

Leserunde zu "Die Frauen von Skagen" (Stina Lund)

Die Frauen von Skagen - Stina Lund

Die Frauen von Skagen
von Stina Lund

Bewerbungsphase: 05.12. - 19.12.

Beginn der Leserunde: 26.12. (Ende: 16.01.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Die Frauen von Skagen" (Stina Lund) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Die legendäre Künstlerkolonie im dänischen Skagen - mit Malern wie Anna und Michael Ancher, Marie und Peder Severin Krøyer - bildet Hintergrund und Schauplatz des neuen Romans von Stina Lund («Preiselbeertage»).

Vibeke soll in die Frankfurter Farbenfabrik ihres Vaters einsteigen - doch mehr noch als den Farben gehörte ihr Herz schon immer der Kunst. Gegen den Willen des Vaters geht sie ins dänische Skagen, um dort Malerei zu studieren. In dem Café, in dem sie arbeitet, entdeckt sie ein Bild, von dem sie glaubt, es sei ein unbekanntes Werk der von ihr verehrten Malerin Marie Krøyer. Zusammen mit dem charismatischen Besitzer Thore will sie mehr herausfinden.

Skagen, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Asta ist im Haushalt der Triepkes als Gesellschafterin für Tochter Marie angestellt. Marie Triepke hat das große Glück, dass ihr schöpferisches Talent von ihrer Familie zu einer Zeit gefördert wird, in der Frauen eine künstlerische Laufbahn fast unmöglich ist. Als sie dem faszinierenden Maler Peder Severin Krøyer Modell steht, ist das der Beginn einer dramatischen Liebes- und Schicksalsgeschichte, die nicht nur Maries und Astas Leben, sondern die bildende Kunst Europas prägen wird.

ÜBER DIE AUTORIN:

Stina Lund wurde 1970 als Tochter einer deutschen Mutter und eines schwedischen Vaters in Vimmerby geboren. Sie wuchs in der Kleinstadt in Småland auf und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in der Buchhandlung der Eltern. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Buchbinderlehre und studierte anschließend Buchwissenschaften. Danach arbeitete sie als freiberufliche Restauratorin. Nach der Geburt ihrer Zwillinge gab sie diese Tätigkeit auf und widmete sich dem Schreiben. Heute lebt Stina Lund mit Mann, Kindern und Hund in der Nähe von Münster.

18.01.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 221 bis Ende

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Birte kommentierte am 03. Januar 2020 um 15:59

Um es gleich vorweg zu sagen: Teil 3 blieb ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück.

Aber von vorne:

Vibeke entscheidet sich für Skagen und malt sich frei - insgesamt hat mir ihre Entwicklung im Laufe des Romans am Besten gefallen, und schön war auch, dass ihre Mutter sie vom moralischen Druck, dem Wunsch des Vaters zu entsprechen, entlastet hat.

Auch Malu geht jetzt eigene Wege, hier hätte ich aber gerne noch viel mehr zu Malus Vergangenheit erfahren und auch dazu, wie es mit der Galerie und der Forschung an Astas Bild weitergeht.

Maries Geschichte wurde ja im Prinzip abgeschlossen, und obwohl sie ja eigentlich zu den Hauptcharaktären gehört, hat man ja sie ja überwiegend aus Astas Sicht erlebt. Aus dem Nachwort ist mir auch nicht ganz klar geworden, wie viel nun in Bezug auf Marie Fiktion, wie viel historisch belegt ist.

Asta scheint im dritten Teil "angekommen" zu sein - auch dank der Großmut und Gelassenheit von Jorik. Zwar geht Vibeke zum Rahmenbaubetrieb, der in direkter Nachfolge zu Joriks Betrieb stehen soll, aber leider erfährt man als Leser nicht mehr, was Vibeke da herausbekommen hat (auch wenn die Vermutung, dass Asta das Bild gemalt hat, ja im Roman bestätigt wurde).

Rafaels Ausbruch hatte ich dramatischer befürchtet, in der beschriebenen Art war die Szene für mich aber sehr stimmig. Und auch hier gibt es eine weitere Parallele, da Rafael ja in die gleiche Klinik kommt, in der Sören zum Schluss untergebracht war.

Gefallen hat mir, dass die Beziehung zu Thore nicht im Unklaren gelassen wurde.

Aber irgendwie war das Romanende für mich auch etwas unbefriedigend, da das große Geheimnis um das neuentdeckte Bild am Ende keine große Rolle mehr spielte und die Geschichte von Malu, die ja gerade im ersten Teil eine starke Protagonistin war, über die ich gerne mehr erfahren hätte, am Ende kaum weiterentwickelt war. Irgendwie fehlt mir auch eine abschließende Verbindung zwischen der historischen und der aktuellen Zeitebene, denn um Maries Bilder ging es ja fast nur im ersten Teil.

 

 

 

 

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wiechmann8052 kommentierte am 03. Januar 2020 um 21:34

Wenn es stimmt das der Vater den Brief diktiert hat, hat er ihr noch selber den Segen zum Malen gegeben.

mehr wollte ich von Malu nicht wissen, es ergab sich für mich aus dem Kontext das sie aus Liebe zu ihrem Mann und später ihrer Tochter ihr Studium aufgegeben hat. Jetzt macht sie weiter anscheinend hat sie dreißig Jahre darauf gewartet.

wenn kein ausführliches Tagebuch vorhanden ist, bleibt der Rest  bis auf die Eckdaten der Phantasie überlassen

für mich war das Bild nur im alten Teil wichtig, im neuen nur eine schmückende Beigabe

die Szene fand ich auch richtig gut, alles andere wäre für mich übertrieben gewesen

Die Malerei, der Ort und die Bilder waren für mich die Verbindung

 

 

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Deidree C. kommentierte am 06. Januar 2020 um 10:43

Ich habe auch kurz überlegt, ob die Mutter den Brief vielleicht zur Entlastung von Vibeke einfach geschrieben hat. Sie kannte ja die Wünsche des Vaters und von Vibeke. Dass sich diese nicht vereinbaren lassen war wohl klar.

 

Schade finde ich immer wieder, wenn eine Frau (oder überhaupt ein Mensch) jahrelang darauf warten muss, sein Leben wieder fortzusetzen. Gerade bei Malu denke ich mir wäre das doch relativ leicht gegangen. Aber gut. Ist ja oft so.

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Bibliomarie kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:06

Die Vermutung hatte ich auch, Malu hat mit diesem Brief Vibeke eine Last genommen. Aber auch ohne hätte sie sich wohl nicht für die Fabrik entschieden.

Dass Malu selbst so lange verzichtet hat, auch wenn aus Liebe zu Mann und Kind, ist mir nicht so schlüssig. Wir schreiben das Jahr 2019 im Buch und Vibeke ist Anfang Zwanzig, dann hätte Malu in den Neunziger Jahren diese Entscheidung getroffen. Das scheint mir schon sehr unwahrscheinlich, vor allem wenn ich den wohlhabenden Hintergrund einbeziehe.

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san1 kommentierte am 12. Januar 2020 um 21:03

Mir kam beim Lesen auch sofort in den Kopf, dass der Brief wahrscheinlich komplett von Malu stammt. Sie gibt der Tochter ihren Segen und spricht sie vom Erbe mit der Farbenfabrik frei, so dass nicht der Kreislauf wieder von Neuem beginnt.

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schafswolke kommentierte am 18. Januar 2020 um 09:46

Ich denke auch, dass der Brief von Malu war, denn der Vater hat ja bis zum Schluß eine andere Meinung vertreten.

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buchina kommentierte am 16. Januar 2020 um 14:56

Auch ich dachte sofort, dass Malu den Brief geschrieben hat, da der Vater ja am Sterbebett noch ganz anders gesprochen hat. Als Mutter hat Malu da völlig richtig gehandelt. Ich hätte jetzt auch nicht unbedingt um Malu erfahren müssen. Ich fand sie nur merkwürdig, dass sie solange mit ihren Plänen gewartet hat, immerhin ist ihre Tochter schon lange kein Kind mehr.

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Bibliomarie kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:02

Ich kann dir da nur in allen Punkten beipflichten. Besonders die Figuren der Gegenwart haben mich letztendlich etwas enttäuscht. Wobei die Geschichte Rafaels noch am kraftvollsten erzählt und schlüssig beendet wird - auch mit der Parallele zur Klinik.

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schafswolke kommentierte am 18. Januar 2020 um 09:44

Du hast es schon ganz gut getroffen. Ich dachte, es kommt da noch eine genauere Aufklärung von dem Bild und Gegenwart und Vergangenheit.

Der Teil von Vibeke hat mich nicht so gefangen genommen, ich hätte viel lieber noch mehr von Marie oder Asta gelesen.

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Sigrid kommentierte am 04. Januar 2020 um 12:16

Rafaels Ausbruch hatte ich dramatischer befürchtet, in der beschriebenen Art war die Szene für mich aber sehr stimmig. Und auch hier gibt es eine weitere Parallele, da Rafael ja in die gleiche Klinik kommt, in der Sören zum Schluss untergebracht war.

Da kann ich Birte nur zustimmen. Ich hatte sogar bei beiden - Marie u. Vibeke, Angst, das sie von Sören bzw. Rafael noch körperlich schwer angegriffen und verletzt würden (außer den Ohrfeigen). Aber das ist ja zum Glück nicht passiert.

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Sigrid kommentierte am 04. Januar 2020 um 12:29

Im letzten Abschnitt ist ja viel passiert. Jedenfalls kann Vibeke ihren gewünschten Lebensweg gehen. Bei Marie hat sich ja alles nicht unbedingt zum Guten entwickelt. Das tut mir leid. Es war einfach ein sehr großer Fehler Sören zu heiraten. Alleine hätte sie sich sicher zu einer großen Malerin entwickelt.

Sogar Malu hat sich nun zum Schluß noch einen Lebenstraum verwirklicht. Auch wenn der Verlust ihres Mannes sicher nicht leicht war.

Eine gute Idee fand ich den Brief von Marie an Asta. Damit wurden die offenen Fragen über ihr weiteres Leben ja beantwortet.
 

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Everly kommentierte am 12. Januar 2020 um 18:22

Den Brief fand ich auch toll als Abschluss der Geschichte von Skagen 1880-1940.

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Ascora kommentierte am 04. Januar 2020 um 13:21

Ok, irgendwie bin ich etwas unzufrieden mit dem 3. Teil. Gerade bei Vibike löst sich alles eigentlich zu schnell und zu einfach auf: der Vater gibt ihr seinen Segen (ist natürlich toll und wünschenswert), der Verkauf der Fabrik scheint schon klar zu sein, Rafael landet in der Klinik, die Ausstellung wird ein Erfolg und der berühmte Maler ist an ihr interessiert und mit Thore scheint es auch eine Zukunft zu geben. Alles ging für sie glatt, Happy End und Regenbogen???

Bei Marie hingegen ging so wirklich alles schief und der Brief am Ende bringt das alles noch einmal zum Ausdruck.

Asta wiederum bleibt ein bisschen nebulös, genauso wie das Bild (ok wir wissen es ist von ihr, aber finden es auch die anderen, insbesonder Malu raus?). Eigentlich ist das Bild ja als ein Aufhänger aufgebaut, auch im Klappentext und dann wird es unwichtig.

Ich hätte es auch grundsätzlich schön gefunden, wenn im Nachwort noch ein Hinweis auf die historischen Persönlichkeiten zu finden gewesen wäre.

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Birte kommentierte am 04. Januar 2020 um 14:14

Da ging es dir mit dem dritten Teil ja ähnlich wie mir.

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Bibliomarie kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:09

~~Asta wiederum bleibt ein bisschen nebulös, genauso wie das Bild (ok wir wissen es ist von ihr, aber finden es auch die anderen, insbesonder Malu raus?). Eigentlich ist das Bild ja als ein Aufhänger aufgebaut, auch im Klappentext und dann wird es unwichtig.

Über Marie kann man ja sehr viel nachschlagen und da blieb die Autorin ganz nah an den historischen Ereignissen, bei Asta als Kunstfigur ist das anders. Ich hätte mir auch ein paar Sätze zu ihrem weiteren Leben gewünscht. Vor allem der Weg des Bildes hätte mich interessiert, das so wichtig dargestellt wurde und zum Ende des Buches kaum eine Rolle spielte.

 

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Lesebiene kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:34

Ich hätte Vibeke usw. nicht gebraucht. Der Historische Teil hat soviel zu erzählen, mir hätte das ausgereicht.

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buchina kommentierte am 16. Januar 2020 um 15:01

Mir ging es mit dem dritten Teil ähnlich. Während ich den zweiten Teil sehr gut fand, viele spannende Erzählstränge, die die Spannung antrieben, lösten sie jetzt irgendwie im Nichts auf. Die unterschwellige Spannung bezüglich Rafael verpuffte irgendwie, gut so ist es vielleicht realistischer, aber ich hätte mir mehr gewünscht. Das bei Vibke alles im Zuckerguß endete, hätte ich mir fast denken können. Es war mir zu sehr Happy End.

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Sigrid kommentierte am 04. Januar 2020 um 20:13

Ich hätte es auch grundsätzlich schön gefunden, wenn im Nachwort noch ein Hinweis auf die historischen Persönlichkeiten zu finden gewesen wäre.

Da kann ich Ascora zustimmen. Ich hätte das auch gut gefunden. Vielleicht sogar mit ein paar Buchtipps zum Thema....

Allerdings habe ich mir in Skagen im Museum ein gutes Buch über die Künstlerkolonie gekauft. Aber leider kann man es auch nur dort kaufen. Ich habe gerade nachgeschaut...

 

 

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Ascora kommentierte am 05. Januar 2020 um 14:23

Genau so etwas hätte ich toll gefunden, den ein oder anderen Hinweis eine Bibliographie oder meinetwegen eine Webadresse, die Autorin Stina Lund muss ja auch auf Quellen zurückgegriffen haben. Und ich weiß nicht ob jedem Leser klar ist, dass gerade das Leben der Kroyer starke echte biographische Züge hat, also nicht nur Fiktion ist, sondern Tatsachen.

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Lesebiene kommentierte am 06. Januar 2020 um 16:39

Das hätte mir auch gefallen. 

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Deidree C. kommentierte am 06. Januar 2020 um 10:39

Jetzt zum Schluss muss ich sagen, dass die Hauptprotagonistinnen für mich Vibeke und Asta sind. Marie kam mir gerade im dritten Teil etwas zu kurz, ebenso wie das Bild, das doch eigentlich beide Stränge miteinander verbindet.

 

Aber grundsätzlich habe ich das Buch gerne gelesen. Auch viel über Skagen und die Künstler dort gelernt.

 

Vergleichend ist der Strang der Gegenwart für Vibeke positiv, der Strang der Vergangenheit für Marie eher negativ verlaufen. Gut, dass der Brief an Asta eingebaut wurde, damit man auch noch den weiteren Verlauf von Marie erfährt. Sie wäre sonst im Nirgendwo verschwunden.

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Ascora kommentierte am 06. Januar 2020 um 14:36

Der Brief hat zwar Maries Leben ganz gut aufgelöst (ihre reale Biographie zusammengefasst) aber Astas Leben bleibt ein Rätsel und wie ist das Bild im Gasthaus gelandet, konnte einer der Rahmenbauer seine Zeche nicht zahlen und hat dem Wirt das Bild überlassen, war ja damals duchaus üblich. Nachdem es die Rahmenhandlung noch gibt, hat Asta doch noch Kinder bekommen?

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Lesebiene kommentierte am 06. Januar 2020 um 16:41

Diese Fragen habe ich mir auch gestellt. Eine Erklärung wäre schön gewesen.

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Bibliomarie kommentierte am 06. Januar 2020 um 12:59

Nun habe ich das Buch beendet und zurück blieb eine kleine Enttäuschung. Ich hatte mehr erwartet. Der historische Teil bleibt ja nah an belegten Ereignissen, aber vo Gegenwartsstrang hätte doch mehr versprochen. Das plätscherte so allmählich aus.

Vibeke trifft ihren Vater auf dem Sterbebett an, eine dramatische Szene - er will ihr unbedingt noch etwas sagen. Deshalb glaube ich auch, dass der Brief, den die Mutter ihr gibt, nicht vom Vater diktiert wurde. Malu möchte ihr Tochter vielleicht die Freiheit der Entscheidung geben.

Warum sie selbst ihre Wünsche solange unterdrückt hat, ist unverständlich. Sie hatte doch -zumindest später - alle Möglichkeiten.

Milan bleibt eine Randfigur, die eigentlich unnötig war. Warum taucht auf einmal noch eine Figur aus der Vergangenheit auf? Um eine Komplikation mit Thore einzubringen?

Thore benimmt sich auch überhaupt nicht normal. Als Milan sagt Ich bin Vibekes Freund, seit Kindertagen nimmt er sofort Reißaus. Ähnlich hat er sich ja verhalten, als er in Skagen Rafael getroffen hat. Ein Mann seines Alters und Erfahrung verhält sich anders.Er spricht von Verrat und sie bittet um Verzeihung - darüber habe ich mich richtig geärgert. Sie ist Anfang Zwanzig, sie muss sich nicht wie ein Backfisch aus dem letzten Jahrhundert verhalten.

Schade fand ich auch, dass der Weg des Bildes aus Rahmenwerkstatt hin ins Kavehus nicht aufgeklärt wurde.

Ich habe mich ganz gut unterhalten, aber eigentlich hatte ich mir mehr versprochen

 

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Lesebiene kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:18

Das Bild muss von Asta sein. Ihr Mann hatte doch diese Rahmwerkstatt und sagte er nicht auch das sie sich einen Rahmen aussuchen soll? Marie hat dieses Bild doch auch gesehen und ist dann empört abgerauscht.

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Bibliomarie kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:29

Ja, genau. Aber irgendwann wurde es verkauft und kam in Thores Familie, obwohl die Rahmenwerkstatt ja noch heute im Besitz der Familie Lunde ist. Da könnte man annehmen, dass Jorik und Asta vielleicht Nachwuchs hatten. Da wäre der eine odere andere Satz dazu auch ganz schön gewesen.

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Lesebiene kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:41

Stimmt, den Gedanken hatte ich auch kurz. Dann dachte ich das Marie ihre Vibeke nicht zurückgeholt  und bei Asta gelassen hat. Da hast du recht. Da fehlt etwas was die Geschichte rund gemacht hätte ;)

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Everly kommentierte am 12. Januar 2020 um 18:23

Ich fand auch, dass das gefehlt hat.
Wie kam das Bild in den Besitz?
Wem gehört die Rahmerei jetzt?
Hatten sie Kinder?

Das ist ein kleiner Minuspunkt im Buch.

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Lesebiene kommentierte am 06. Januar 2020 um 13:30

Der dritte Abschnitt hat mich auch etwas enttäuscht. Der Historische Strang hat mir noch ganz gut gefallen. Die dunkle Seite von Sören, Maries verhalten. Etwas Kindisch, vielleicht auch immer noch verwöhnt, zieht Marie durch die Gegend. Sie hat ihr Glück immer noch nicht gefunden, hat sich wieder den falschen Mann ausgesucht. Schade das sie Asta dann als Feindin gesehen hat. Ich finde Asta ist ihr doch immer eine Freundin geblieben.

Die Geschichte von Vibeke finde ich eher flach erzählt. Vibeke kommt nach Skagen und hat gleich zwei Verehrer. Einer erinnert sehr an Sören und landet dann auch in derselben Klinik wie Sören Jahre vorher. Thore benimmt sich Kindisch und seine Erklärung kommt lau rüber. Milan war nur eine Beigabe. Nicht von Bedeutung. Dramatisch der Tod vom Vater. Der Brief vom Vater. Denke auch das den die Mutter geschrieben hat. Malus Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Sie gibt alles, was sie liebt auf, weil Vibeke geboren wurde. Malen hätte sie doch trotzdem können. Auch warum das mit der Galerie so ein Geheimnis war, verstehe ich nicht ganz. Das passt nicht zu dem Charakter Malu. Was war das Geheimnis? Malus Arbeit in der Galerie?

 

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Ascora kommentierte am 06. Januar 2020 um 14:32

Falls den Brief tatsächlich die Mutter geschrieben hat, hat sie Vibeke das Leben sehr erleichtert, aber ich habe schon die Hoffnung, dass der Vater das diktiert hat. Vielleicht hat auch deswegen Milan so seltsam reagiert, weil er Angst hatte, dass Vibeke alles aufgibt und er sah seine Felle davon schwimmen.

Thore hat sich wirklich kindisch benommen, erst reist er ihr nach und läßt sich von Milan dann so in Bockshorn jagen, dass er sofort heimfährt und Vibeke abschreibt. Er hätte doch wenigstens mir ihr reden können!

Und Malus Geheimnis war einfach zu aufgebauscht, sie macht jetzt quasi da weiter wo sie vor der Ehe stand, mag für sie schön sein, aber ich fand das irgendwie unbefriedigend.

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Bibliomarie kommentierte am 06. Januar 2020 um 19:17

Und Malus Geheimnis war einfach zu aufgebauscht, sie macht jetzt quasi da weiter wo sie vor der Ehe stand, mag für sie schön sein, aber ich fand das irgendwie unbefriedigend.

Da wurde anfangs beschrieben, wie sehr die Reise nac Skagen Malu gut getan, wie sie aufblühte, jünger und energischer wirkte. Sie hätte das ja zu jeder Zeit haben können, die Tochter erwachsen, die finanziellen Möglichkeiten groß - was hätte gegen eine künstlerische Arbeit gesprochen. Sicher nicht ihr Mann, der ja den ganzen Tag gearbeitet hat und den ich nicht unbedingt als Despot empfunden habe.

Und mit Thore gebe ich dir auch Recht. Kein erwachsenen Mann reagiert so, nur weil er die Frau - der er sich noch nicht einmal richtig erklärt hat - mit eine anderen Mann sieht.

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Everly kommentierte am 12. Januar 2020 um 18:25

Viebke hat ja vermutet, dass er sehr verletzt wurde.
Vielleicht hätte er ihr das ja ml in 2-3 Sätzen schildern können...

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wiechmann8052 kommentierte am 07. Januar 2020 um 19:43

Vielleicht hat, hatte sie eine Beziehung zur Galerie Besitzerin,

 

 

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Hans Eidig kommentierte am 10. Januar 2020 um 10:05

Ich habe nun den dritten Teil des Buches beendet und finde, dass sich am Schluss doch alles irgendwie gefügt hat. Für Vibeke und Thore gab es ein Happy End, Vibeke wird vermutlich ein Kunstudium in Kopenhagen beginnen.

 Asta und Marie haben ihre Lebensabende auf unterschiedliche Weise begangen. Es sind die Konsequenzen ihrer früheren Entscheidungen. Marie hatte in ihrem Leben wohl kein glückliches Händchen, was die Auswahl ihrer Männer angeht. Das tut mir schon leid, denn alles was sie immer wollte, war wohl das Malen. Tragisch, dass ihr erster Mann sie darin nicht unterstützt hat. Und beim zweiten Mann, war es dann aus meiner Sicht schlechte Menschenkenntnis und die falsche Einschätzung ihrer Lage. Hätte sie doch besser auf Astag gehört!

Was ich mich tatsächlich frage, ist, inwieweit die Beziehung zwischen Asta und Sören dazu geführt hat, dass Sören eine manisch-depressive Störung ausgebildet hat. Hier hätte ich mir noch mehr Hinweise erhofft. Sörens Schicksal wird aber nach seiner Einweisung nach Middelfahrt nicht mehr thematisiert.

Insgesamt hat mich "Die Frauen von Skagen" gut unterhalten. Es war ein schönes Eintauen in die Welt der Skagener Künstlerkolonie.

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Bibliomarie kommentierte am 10. Januar 2020 um 20:35

Was ich mich tatsächlich frage, ist, inwieweit die Beziehung zwischen Asta und Sören dazu geführt hat, dass Sören eine manisch-depressive Störung ausgebildet hat. Hier hätte ich mir noch mehr Hinweise erhofft. Sörens Schicksal wird aber nach seiner Einweisung nach Middelfahrt nicht mehr thematisiert.

Ich glaube nicht, dass diese Beziehung etwas damit zu tun hat. Das war sicher schon in seinem Charakter angelegt und ist mit zunehmenden Alkoholgenuss verstärkt worden. Im realen Leben hatte er wohl früher schon immer depressive Verstimmungen.

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san1 kommentierte am 12. Januar 2020 um 21:11

Das sehe ich auch so. Er lebte ja immer irgendwie am Abgrund. Seine Kunst war so erfolgreich, weil er extrem gefühlsbetont und seelisch tiefgründig gemalt hat. So etwas laugt aus. Zudem wird am Buchanfang auch Absinth erwähnt und Sören ließ zudem keine Feiermöglichkeit aus. Auch viele Künstler haben ein starkes Empfinden der Umwelt gegenüber, seien es nun einfache Sinneseindrücke oder aber auch zwischenmenschliche Feinheiten. Auch das kann einem irgendwann zuviel werden. Man darf auch seine ganzen Ausschweifungen mit Frauen nicht vergessen, die er vielleicht im nachhinein doch noch bereut. An "Sünden" hatte er wohl einiges aufzuweisen.

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Melli13 kommentierte am 11. Januar 2020 um 17:51

Ich überspringe mal Teil II und schreibe gleich in den dritten Teil der Leserunde. Die Parallelen in Gegenwart und Vergangenheit sind nun nicht mehr zu verleugnen. Genie und Wahnsinn liegt so nah beieinander, auch Vibeke einen Freifahrtschein für das Malen erhält, ist sie erst unsicher, ob dies das richtige Leben für sie ist, doch je mehr sie ihre Verpflichtungen loslässt, desto mehr taucht sie in die Malerei ein. Bei Marie und Asta ist von dem Erfolg, Malerin zu sein, wenig zu erahnen, auch wenn beide das Talent dazu gehabt hätten, bei Ihnen steht die Zwischenmenschliche Beziehung im Vordergrund,doch beide werden in ihrem Leben nicht das bekommen,was sie sich wünschen.

Wir haben also ein Happy End und eines ohne, trotzdem hinterlassen beide Gechichten das Gefühl als wenn noch etwas fehlen würde, obwohl alles gesagt wurde.

 

Ich habe diese Geschichte total gerne gelesen und bin neugierig auf Skagen geworden, es steht zumindest auf meiner "da will ich hin!" Liste.

 

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Everly meckerte am 12. Januar 2020 um 11:34

Ich lese gerade Teil 3
Was mich in Büchern immer wieder nervt ist: Milan stellt sich Thore als Freund vor, Thore versteift sich, Viebke denkt sich, wad bildet sich Milan ein... Statt einfach Milan neu vorzustellen und zu sagen, ja mein Exfreund und Kumpel seit dem Kindergarten und Milan das ist Thore mein Freund.
Neeee da hält sie die Klappe.
Würdet ihr das nicht berichtigen?
Ich weiß, man hat Everly Probleme :D

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Lesebiene bemerkte am 12. Januar 2020 um 11:43

In diesem Fall hat es mich auch gestört. Vibeke eigentlich nicht auf den Mund gefallen, sagt hier nichts.....

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san1 kommentierte am 12. Januar 2020 um 21:06

Letztendlich spielt es der Autorin aber gut in die Karten und kreiert damit noch eine Spannungs-situation. Ich verstehe aber vollkommen was du meinst. Man könnte es jedoch auch so auslegen, dass Vibeke so geschockt ist von der ganzen Situation mit ihrem Vater, dass sie kaum sinnvolle Gedanken zustande bekommt.

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Everly kommentierte am 13. Januar 2020 um 17:40

Stimmt auch wieder...

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san1 kommentierte am 12. Januar 2020 um 21:01

Auch ich hatte mir etwas mehr vom 3. Abschnitt erwartet, fand es jedoch im Großen und Ganzen eine "runde Sache".

Asta scheint sich ihrer Position zwischen den ganzen Leuten sicher zu sein. Sie weiß irgendwie, dass es ohne sie nicht klappt, also hat sie zwar weiterhin eine Art Außenseiterrolle, spielt jedoch immer wieder eine sehr bedeutende für die anderen.

Marie flüchtet aus der "Beziehung" mit Sören und findet erneut eine Liebe, die jedoch genauso toxisch - wohl beidseitig - abläuft, wie ihre Ehe davor. Sie hat ihren Dickkopf auch weiterhin behalten und kann auf eine ganz absurde Art nicht ohne Asta sein, obwohl sie nicht gut füreinander zu sein scheinen. In ihrem letzten Brief scheint sie verbittert zu sein und blickt auf ihr Leben zurück.

Sören wird von seinem ausschweifenden Leben regelrecht in den Wahnsinn getrieben. Er laugt sich selbst aus und verlangt seinem Kopf, seiner Seele und auch seinem Körper alles ab. Er ist in der Geschichte der tragische Künstler, der auch dem Leben alles abverlangt und trotzdem nie genug zu bekommen scheint. Ich fand es sehr tröstlich, dass sich Asta bis fast zum Schluss um ihn gekümmert hat, denn irgendwie gehörten sie zusammen.

Leider hat mich die "Parallelgeschichte" im Jahr 2018 etwas enttäuscht. Vibeke und Malu müssen den großen Verlust von Markus Weber verkraften, jedoch wirkt dieser auch wie eine Art Befreiung und das für beide. Malu wendet sich nun doch wieder der Kunst zu und Vibeke kann sich von ihrem Erbe "freisprechen". Ich hatte fast das Gefühl, als hätte Malu diesen Abschiedsbrief geschrieben. Ging es noch jemandem so? 

Wieder zurück in Skagen läuft es letztendlich für Vibeke zu rund - für mein Verständnis. Natürlich gibt es den Zwischenfall mit Rafael, der weitaus gemäßigter ablief als ich ihn mir vorher vorgestellt und auch irgendwie gewünscht hatte. Plötzlich ist Vibeke die NonPlusUltra-Künstlerin und zaubert alles regelrecht aufs Papier, was ich für sehr unwahrscheinlich erachte und dann kam auch noch die Anmerkung mit einem Masterstipendium. Das lief mir einfach zu glatt ab und hat mich fast schon geärgert. Eine gemäßigtere Version hätte doch vollkommen ausgereicht. Vibekes Happy End war mir einfach zu kitschig und perfekt. 

 

 

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Lesebiene kommentierte am 13. Januar 2020 um 12:48

Ich habe es so verstanden das Asta in der Künstlerkolonie geduldet wurde weil sie sich mit Sören so gut verstand. Was sollte deiner Meinung nach dort ohne Asta nicht klappen? Marie fand ich am Ende auch sehr verbittert. Ich finde aber das sie ihr Leben selbst in der Hand hat/hatte und nicht Asta zum Sündenbock machen kann. Das Malu den Brief geschrieben hat war auch mein erster Gedanke. Es würde passen. Das Ende mit Vibeke hat mir auch nicht gefallen. Zu schnell, zu glatt.....

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san1 kommentierte am 13. Januar 2020 um 13:04

Zum Schluss hin schien sie für mich ein Bindeglied zwischen allen zu sein. Sie schreibt Sörens Briefe an Marie und informiert Anchers über seinen Gesundheitszustand. Auch als Marie noch da war holt sie Drachmann um Sören wieder etwas lebendiger zu bekommen. Natürlich ist sie letztendlich immer noch diejenige, die für die anderen Sachen erledigen muss, trotzdem empfand ich sie als die einzige die noch alle irgendwie zusammen hielt. Sonst wollte ja auch kaum mehr jemand in Sörens Nähe.

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Lesebiene folgerte am 13. Januar 2020 um 13:46

Asta war zwischen den Künstlern die Praktische, Lebensnahe Person. So gesehen hast du recht.

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bibuschka kommentierte am 13. Januar 2020 um 12:54

Schade, schon habe ich ausgelesen. Mir hat das Buch gefallen. Inhalt und Interpretation:

Vergangenheit:

Die unter der Glasglocke aufgewachsene Marie scheitert im Leben. So gibt sie ihre Malerei auf, führt zwei unglückliche Ehen und hat ein zerrüttetes Verhältnis zu ihrer ehemals engsten Bezugsperson Asta. In dem Brief an diese zeigt sie Verbitterung. Für mich ist sie eine tragische Figur, die trotz aller guten Voraussetzungen ihren Weg nicht findet.

Ähnlich tragisch finde ich Sören. Er kommt mir vor wie der ewig Suchende, der auch im Feiern, den Frauen und dem Alkohol keine Leichtigkeit findet. Er ist der Prototyp eines Künstlers und bedient meiner Meinung nach in seiner Haltlosigkeit ein Klischee. Lediglich in der Kunst ist er erfolgreich.

Asta jedoch hat zu kämpfen gelernt und ist stark genug, nicht zu scheitern. Für mich die einzig gefestigte Figur unter den Protagonisten der Vergangenheit.

 

Gegenwart:

Malu bleibt mir als Charakter fremd. Es scheint, als ordne sie sich ihrer Familie völlig unter, indem sie ihre Kunst dafür aufgibt. Merkwürdig für mich in der heutigen Zeit, da das eine das andere heute doch nicht mehr ausschließt. Andererseits ist sie Erfüllungsgehilfe für Vibekes erträumten Lebensweg, sei es, dass sie den Brief nur übergibt oder gar geschrieben hat. Das passt für mich in Malus Familienverständnis. Malu ist erst nach dem Tod ihres Mannes wieder sie selbst, was sich in der Kunst äußert.

Vibeke findet in Skagen ihr Glück, ihr Leben ist nach dem Brief selbstbestimmt und frei von Konflikten. Auch ihre Beziehung zu Thore endet positiv.

Über Thore, Rafael und Milan möchte ich nichts schreiben, diese Interaktionen hat das Buch meiner Meinung nach nicht nötig gehabt.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 221 bis Ende
milkysilvermoon kommentierte am 13. Januar 2020 um 21:24

 Ich musste heute noch das Buch beenden. Mir hat ganz gut gefallen, dass einige Dinge bewusst nur angedeutet und nicht ganz konsequent zu Ende erzählt wurden. Zum einen ist zum Teil gar nicht bekannt, was damals passiert ist. Zum anderen finde ich es super, wenn man sich noch eigene Gedanken machen kann.

Ich fand es ein wenig übertrieben, dass Vibeke und Malu das Erbe, also die Firma, einfach verscherbeln. Erst hat Vibeke ein schlechtes Gewissen, dem Wunsch des Sterbenden nicht nachzukommen. Dann will sie einfach verkaufen? Da hätte es doch sicher eine Zwischenlösung gegeben, die Anteile behalten und jemand anstellen, der die operative Arbeit macht zum Beispiel.

Anfangs hatte ich ja Mitleid mit Marie, weil sie so unter Kroyers Verhalten leiden musste. Aber dann wählt sie einen Jüngeren und veräppelt ihn, um sich dann zu wundern, dass auch er sie betrügt. Sie hätte ja mal einen bodenständigen und weniger berühmten Mann auswählen können. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 221 bis Ende
Lesebiene kommentierte am 14. Januar 2020 um 07:53

Die Gegenwart mit Malu und Vibeke fand ich auch nicht so gelungen erzählt. Hätte meinetwegen auch nicht sein müssen. Als ob der Roman sonst zu kurz gewesen wäre. Vibeke und Malu wurden so kurz abgehandelt und ich finde da fehlt auch einiges. Ich bin absolut nicht gegen nicht zu Ende erzähltes aber hier fand ich es zu schnell abgehandelt. Ich meine, wenn schon ein Gegenwartsstrang dann aber richtig....

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 221 bis Ende
lesestrickeule kommentierte am 15. Januar 2020 um 18:27

Nun ist es auch schon vorbei. Ich finde es irgendwie gut, dass dem Leser nicht alles verraten wird und man sich selbst Gedanken machen kann, so erwische ich mich öfters dabei wie ich über dieses Geschichte grübele, so blebt sie länger in Erinnerung.

Am besten hat mir Vibekes Entwicklung gefallen, vor allem weil ihre Mutter sie unterstütz und sie in ihrer Kunst bestärkt obwohl es der Vater nicht tut. Leider blieb Malu im Dunkeln, ich hätte gerne mehr über sie erfahren und hatte eigentlich das Gefühl, dass sie eine große Rolle in der Geschichte spielt. Auch die Männer haben sich in diesem Teil etwas gewandet und etwas zum postiven entwickelt. Ich finde es gut ,dass die Frauen sich versuchen durchzusetzen. Dass das Bild, was eigentlich eine große Rolle spielt auch ein Rätsel bleibt, finde ich auch etwas schade. Zwar finde ich es gut, dass der Leseer sich am Ende etwas Gedanken machen kann, trotzdem könnte man manche Dinge etwas mehr aufklären , so wäre die ganze Geschichte etwas runder für mich.