Leserunde

Leserunde zu "Bis ihr sie findet" (Gytha Lodge)

Bis ihr sie findet - Gytha Lodge

Bis ihr sie findet
von Gytha Lodge

Bewerbungsphase: 26.09. - 10.10.

Beginn der Leserunde: 17.10. (Ende: 01.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Bis ihr sie findet" (Gytha Lodge) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem vertraust du?

"Ein dunkler, tiefgehender, grandioser Krimi - das flammende Porträt einer Freundschaft und ihres Verrats." Nicci French

Von einer sommerlichen Zeltnacht mit den Freunden ihrer großen Schwester kehrt die vierzehnjährige Aurora nie zurück. Dreißig Jahre später wird ihre Leiche gefunden. In einem Versteck, von dem eigentlich nur die sechs Freunde gewusst haben können. Detective Chief Inspector Jonah Sheens ist fest entschlossen, den Cold Case ein für alle Mal zu lösen.

"Ein Geniestreich! Ein kurvenreicher, messerscharf geschriebener Thriller und zugleich eine zarte Ode über Verlust und Sehnsucht." A. J. Finn

"Bis ihr sie findet" ist der erste Band der spannenden Krimireihe um Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team.

ÜBER DIE AUTORIN:

Gytha Lodge ist eine britische Schriftstellerin und mehrfach ausgezeichnete Theaterautorin. Sie studierte Englische Literatur in Cambridge und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Ihre Kinder- und Jugendliteratur hat auf Wattpad eine große Fangemeinde. "Bis ihr sie findet" ist ihr Krimidebüt.

02.11.2019

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Petzi_Super_Maus kommentierte am 23. Oktober 2019 um 21:01

Tja,was soll ich sagen... nachdem mir der Anfang des Buches supergut gefallen hat,war ich am Ende von den Rückblenden genervt (denn es gab keinerlei neue Erkenntnisse dadurch) und von der Auflösung enttäuscht.

Dass der Tod  wohl ein Unfall aufgrund der Drogen sein musste, war mir irgendwann klar.
Aber als Spitzensportler, auf den doch ALLE Mädels standen, hatte Brett es doch gar nicht nötig, junge Mädchen zu betäuben?!? Das ist für mich total unlogisch.
Und auch dass der Geruch des toten Wiesels sämtliche Spuren zu Aurora und den Drogen für die Spürhunde unsichtbar gemacht hat, kann ich auch nicht wirklich glauben...

Und als Jonah plötzlich und aus heiterem Himmel wusste,WER der Täter war,war für mich auch sehr unglaubwürdig.

Und der Showdown am Schluss kam mir vor wie in einem amerikanischen Streifen: Bösewicht tot, Ende gut.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
wandagreen kommentierte am 23. Oktober 2019 um 22:00

Ging mir ähnlich. Bloss dass mir das ganze Buch nicht gefiel, dieses uralte Spiel, einer von uns - wurde doch recht langweilig zelebriert. Und die haben sich alle völlig unnormal verhalten. Wenn es um das Verschwinden einer Person geht, da sind doch ein paar Drogen völlig unwichtig.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 09:34

Mir gefiel genau das am Anfang so gut: das unaufgeregete, und die viele Ermittlungsarbeit. 

Und ich denke doch, dass die Jugendlichen Angst hatten wegen der Drogen. Denn es waren ja nicht nur "ein paar" Drogen!! Ich glaub, da war die Angst vor den Konsequenzen größer als eine richtige aktive Suche nach Aurora. Das mit den Drogen hätte nämlich die Zukunft von allen schon sehr -sagen wir mal -beeinträchtigen können...

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wandagreen kommentierte am 24. Oktober 2019 um 09:37

Wenn man das aber in Relation setzt - ist es Unsinn.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 10:03

Jugendliche denken aber (meist) nicht rational. Die hatten mächtig Schiss, das jemand diese Unmenge an Drogen findet und sie dann ins Gefängnis müssen.
 

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wandagreen kommentierte am 24. Oktober 2019 um 10:29

Das will die Autorin so. Aber diese Jugendlichen sind 16 bis irgendwas. Die Schwester ist vllt tot - da setzt man ALLES in Bewegung, um sie zu finden und da ist einem jedes Geheimnis schnurzegal. Denk doch mal nach, was würde deine Tochter tun - und die ist erst acht!

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 10:38

Frechheit.Meine Tochter ist schon 9 - und sogar schon bald 10! *ggggggggg*

Klar, TOPAZ (als Schwester) HÄTTE alles daran setzen müssen, ihre Schwester zu finden (mich wundert auch, dass sie den anderen nix von ihrem Treffen mit dem Lehrer erzählt hat, bzw. bei der Befragung durch die Polizisten auch erst irgendwann und das nicht hervorgehoben hat)
aber die anderen denke ich - grad in diesem Teenie-Alter - denken nur an sich. Das ist ein egoistisches Alter und die Angst vorm Gefängnis war bestimmt größer als die Angst, Aurora nicht zu finden. Noch dazu, wo Aurora ja nicht zu ihrer eingefleischten Gruppe gehörte.
Denke ich.

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brauchnix kommentierte am 11. November 2019 um 14:55

Und man darf den Gruppenzwang und die Ängste, die sich in der Gruppe potentiert haben, nicht unterschätzen. Sooo unrealistisch finde ich das nicht. Wenn ich denke, was meine Söhne noch in der Abiturklasse für seltsame Vorstellungen z.B. davon hatten, wer wie viele Steuern zahlen muss (da kriege ich  heute noch Lachanfälle). Die Kiddies haben weniger Ahnung als man meint.

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Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 12:23

Eine "bessere Lösung" wäre ja aber gewesen, die Drogen da rauszuholen. Oder von mir aus ganz albern zu behaupten, davon wusste man nix. Hat Aurora wohl gefunden ... Was weiß ich. Auf alle Fälle bin ich nicht glücklich mit dem Buch.

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Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 12:21

Das trifft es gut. da waren einige Szenen unglaubwürdig und unnormal. Die "Hinweise", wie gerade das mit "Wir müssen jetzt die Wahrheit sagen", sind doch echt lächerlich, vor allem, wenn sie sich dann, wie hier, als "hab ich anders gemeint" rausstellen.

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Kinderbuchliebe kommentierte am 04. November 2019 um 20:39

Versteh  leider nicht, worauf Du Dich beziehst.

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Kinderbuchliebe kommentierte am 24. Oktober 2019 um 11:01

Ich hab heute frei und das Buch nun durch, muss aber nochmal einiges sacken lassen, bevor ich meine Meinung endgültig fertig habe ;)

Das Wiesel soll für die Hundeführer eine glaubwürdige Erklärung liefern wegen des zu erwartenden Anschlagens der Hunde beim Baum - nicht alle anderen Gerüche überdecken. Der Punkt ist realistisch - kann ich zumindest als Hundehalter sagen ;), aber die ganze Sache kommt doch konstruiert rüber für mich. Bei leidlich passender Gelegenheit kommt einfach das tote Wiesel in's Spiel und die Geschichte um das Verstecken der Drogen wird ausgebaut. Wirkte auf mich nicht sonderlich "organisch".

Ich frage mich auch, das muss ich nochmal raus suchen, ob Jojo nicht bei der erneuten Befragung angegeben hatte nicht aufgewacht zu sein??? So habe ich es im Kopf. Falls so geschehen, wird das hinterher zwischen Jonah und ihr nicht nochmal thematisiert, das fände ich verwunderlich.

Wie der Dealer und seine Rolle, letztlich, oder vor allem, wird so ja auch eine Erklärung für die Bierdose mit den Drogen am Versteck präsentiert, eingebaut wird, fand ich auch nicht sonderlich überzeugend. Es passt aber in's Bild der Drogen-Angst der Gruppe. Da berücksichtige ich die 80er waren im Bezug auf Drogenkonsum einfach auch eine andere Zeit. Ebenso war das Selbstvertrauen von Jugendlichen und Frauen/Mädchen ein anderes als heute...

Während mich die Befragungen und Ermittlungen zunehmend verwirrt hatten, es werden ja doch recht viele geschildert, konnte ich die Identifikation des Täters nachvollziehen, es gab genug Hinweise. Auf die Idee war ich kurz vorher auch schon gekommen. Ich fand es sehr geschickt aufgebaut, dachte allerdings zwischendurch "Komisch, einige Fäden werden gar nicht weiter verfolgt bzw. ermittelt". Da gab es schon sowas wie Brüche, die mich gestört haben. Z.B. wieso schauen sich Mackenzie und seine Ex-Freundin so entsetzt an, als sie aufeinander treffen im Polizei-Flur, nur wegen der blossen Wiederbegegenung? Danach spielt er keine grosse Rolle mehr, er und sein Umfeld treten zumindest nicht mehr persönlich auf (oder nur ganz kurz), trotz all der Verdachtsmomente.

Als die Rückblicke von Aurora zu, ich glaube, Connor und Jojo, wechseln, hatte ich gehofft Auroras letzte schreckliche Zeit bleibt mir erspart... Ok, der Tod wurde ja nicht aus ihrer Sicht geschildert, zum Glück, aber das weitere Geschehen fand ich schon sehr heftig... Das Weiterführen der Rückblicke bis kurz vor Ende des Buches fand ich konsequent. Mich hat es nicht gestört oder genervt.

Was ich aber unglaubwürdig fand: Die letzten 30 Lebensjahre der Clique und ihre Freundschaften stürzen am Ende ja eigentlich wie ein Kartenhaus zusammen und werden als Lügen (und in letzter Konsequenz Aufrechterhaltung/Unterstützung von schrecklichen Straftaten) entlarvt. Das stecken sie mir zu gut weg, um am Ende mehr oder weniger gefasst in neuer trauter Einigkeit Auroras Beerdigung zu begehen.

Petzi: "Aber als Spitzensportler, auf den doch ALLE Mädels standen, hatte Brett es doch gar nicht nötig, junge Mädchen zu betäuben?!? Das ist für mich total unlogisch."

Das finde ich jetzt, ehrlich gesagt, ziemlich erschreckend, liebe Petzi-Maus. Vielleicht meinst Du ja einen anderen Zusammenhang, als ich heraus lese, aber für mich scheint es  Du könntest die Tragweite eventl. nicht berücksichtigt haben. Ich hoffe das kommt nicht als Kritik rüber, denn ich finde gerade nicht die richtigen Worte, sorry.

 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 11:06

Das Wiesel soll für die Hundeführer eine glaubwürdige Erklärung liefern für das zu erwartende Anschalgen der Hunde in der Nähe des Baums - nicht alle anderen Gerüche überdecken. Der Punkt ist realistisch - kann ich zumindest als Hundehalter sagen ;)

Ich habe keine Hunde und kenne mich daher nicht wirklich aus - aber ist es mit einem toten Wiesel tatsächlich möglich, ausgebildete (!) Suchhunde derart abzulenken, dass sie nicht eine Spur von Leiche und Drogen riechen? Wo das Wiesel noch dazu nur einmal kurz über die Stell geschleift wurde und dann ja ein kleines Stückchen weiter weg abgelegt wurde.

Das finde ich jetzt, ehrlich gesagt, ziemlich erschreckend, liebe Petzi-Maus. Vielleicht meinst Du ja einen anderen Zusammenhang, als ich heraus lese, aber für mich scheint es  Du könntest die Tragweite eventl. nicht berücksichtigt haben. Ich hoffe das kommt nicht als Kritik rüber, denn ich finde gerade nicht die richtigen Worte, sorry.

Wahrscheinlich kamen meine Worte falsch rüber - ich meinte, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Brett junge Mädchen betäubt und vergewaltigt hat - denn gerade ihm liefen ja soweiso sämtliche Mädels nach und hatten freiwillig Sex mit ihm. Jeder andere aus der Gruppe wäre (für mich) glaubwürdiger gewesen. Ich hoffe, ich konnte es jetzt besser rüberbringen.

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Kinderbuchliebe kommentierte am 24. Oktober 2019 um 11:28

Zum Wiesel: Ausgebildete Hunde bellen ja bei Auffindung (oder zeigen eingeübtes Verhalten wie Hinlegen). Das Wiesel ist für die Hundeführer die Erklärung für das Bellen, so dass sie keinen Verdacht auf Drogen in der Umgebung sehen. Das heisst also nicht sie riechen tatsächlich nur das Wiesel ;) Polizeihunde sind auch nur Hunde und nicht unfehlbar. Hunde, die für die Menschensuche ausgebildet sind, können noch nach Tagen Geruchsstoffe des Gesuchten in der Luft (!) wahrnehmen, sie brauchen keine Spur am Boden. Aber für Fährtenarbeit reicht es ein Wienerle (oder Wiesel ;)) über den Boden zu ziehen z.B. Also alles plausibel im Buch, allerdings ja blöd, wenn man das als Nichthundehalter nicht nachvollziehen kann und anzweifeln muss.

Zu Brett: Nun, offensichtlich fährt Brett auf sehr junge, also minderjährige, keineswegs immer "willige", Mädchen ab und die musste er betäuben, schon allein, damit er nicht erkannt und angezeigt werden kann, wenn er seine Sportler-Karriere fortführen wollte. Die Autorin führt den Leser da aber etwas hinter's Licht, finde ich, denn für das junge Mädchen, für das er sich einige Zeit vor Aurora interessiert hat, wird ja kein konkretes Alter genannt, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das genaue Alter der Clique wird ja auch nicht genannt, Brett könnte also volljährig sein, oder?

Edit: Ich hatte meinen Post oben wegen dem Rechtschreibfehler nochmal korrigiert, da hatte ich den Post mit Deinem Zitat von mir noch nicht gesehen. Daher die Abweichungen.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 12:09

Danke für die genaue Aufklärung zu den Suchhunden! Das weiß man als Hundelaie tatsächlich alles nicht, und deshalb war es für mich unlogisch.
Klar, die Hunde werden Aurora bestimmt gerochen haben, aber der fehlbare Mensch hat das dann auf das tote Wiesel geschoben...

Das Alter der Clique-Mitglieder wurde schon genannt, aber im Buch verteilt. müsste ich nochmal in meinen Aufzeichnungen schauen, aber wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war Brett der Älteste mit 18 Jahren. Ist doch aber nicht unüblich, dass ein 18jähriger eine jüngere Freundin hat?! war zu meinen Zeiten als Jugendliche zumindest so. 
Wobei natürlich das Interesse an einer 14jährigen schon eher ungewöhnlich ist.
Klar, 'wollen' nicht alle - aber die Mädels stehen ja auf ihn, ich denke, da hätte es nicht viel 'Überredungskunst' gebraucht, bis sie freiwillig mit ihm geschlafen hätten.

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Kinderbuchliebe kommentierte am 24. Oktober 2019 um 13:33

Danke für die Infos zu den Altersangaben. Das hätte ich mir beim Lesen notieren sollen.

"Überredungskunst" sollte gar nicht nötig sein, andernfalls gilt es trotzdem als Missbrauch bzw. Vergewaltigung! So macht Brett sich ja auch bei Aurora durch sein Kümmern beliebter und versucht sie gefügiger zu machen, durch die Drogen und den Alkohol verstärkt. Sie sagt aber klar Nein. Dazu kommt: In GB ist das Schutzalter, nach meinen letzten Infos, 16 und das Land wird seit vielen Jahren von Skandalen zu Pädophilen-Ringen, denen Parlamentarier und andere Prominente (Talkmaster etc.) angehörten, erschüttert. Ich will nicht behaupten die Autorin spielt darauf an, das müsste man recherchieren, meine ich. Das Verhalten von Brett ist aber klar abartig und ich finde Gedanken um eine Akzeptanz (oder wie er die hätte erreichen können) von sexuellen Kontakten zwischen einem 18-jährigen und bedeutend jüngeren Mädchen mehr als fehl am Platz. Das meine ich allgemein. Ich weiss Du persönlich willst auf was andres raus, aber der Focus sollte doch darauf liegen die Vergewaltigung war eindeutig (und wurde unwissentlich von den anderen jahrzehntelang gedeckt), meine ich.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 21:23

Habe nochmal meine Notizen zu Rate gezogen:
Aurora war 14, Topaz 15, Brett 18, Connor 15, Coralie 16, Benners 16 und Jojo ebenfalls 16.

Klar, eine Vergewaltigung ist IMMER ein Verbrechen. Egal in welchem Alter.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass mir der Täter unlogisch erscheint. 

Die anderen haben die Vergewaltigung aber nicht wissentlich gedeckt, denn sie wussten davon ja gar nichts. Das hat sich ja erst bei der Ermittlung rausgestellt.

Mir kam auch Topaz am Schluss viel zu kurz. Was muss sie für furchtbare , schlimme Schuldgefühle haben!?! Dass durch IHRE Schuld ihre Schwester sterben musste- denn sie hat ja Brett mit zum Camping genommen, weil sie was von ihm wollte...

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Kinderbuchliebe kommentierte am 26. Oktober 2019 um 22:29

Das stimmt. Topaz kommt da noch eine besondere Rolle zu, über ihre Gedanken und Gefühle erfahren wir wenig, finde ich. Dass sie bei der Suche nicht vehementer war, was Wanda oben kritisiert, konnte ich aber verstehen, denn nach der Schilderung ihrer Reaktion auf das Verschwinden von Aurora, denke ich, sie hatte einen Schock und war (so gut wie) handlungsunfähig.

"Die anderen haben die Vergewaltigung aber nicht wissentlich gedeckt"

Ja genau, unwissentlich. Aber wäre nicht irgendeine Reflektion ihrer "Rolle" in den letzten Jahrzehnten realistischer gewesen? Sie scheinen, symbolisiert durch das Begräbnis, ja fast weiter zu machen wie bisher - komme was wolle.

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brauchnix kommentierte am 11. November 2019 um 15:24

Wenn ich sehe, wie manche 14 jährige ausschaut und sich gibt - so ungewöhnlich ist das nicht. Die Mädels sind reifer als die Jungs. Und gleichaltrige Jungs sind meist uninteressant.

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brauchnix kommentierte am 11. November 2019 um 14:57

Es gibt aber Menschen, die das gerade tun, weil sie es lieben, wenn ihre Opfer wehrlos sind. Es geht hier nicht darum,. eine Frau rumzukriegen, sondern um Machtspiele.

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Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 12:30

Zitat:

Da berücksichtige ich die 80er waren im Bezug auf Drogenkonsum einfach auch eine andere Zeit. Ebenso war das Selbstvertrauen von Jugendlichen und Frauen/Mädchen ein anderes als heute...

 

Was??

Im Leben nicht.

Ich bin im fast exakten Alter der Figuren und muss da Einspruch erheben. 

Jugendliche und Frauen/Mädchen waren genau in der Zeit "stark wie nie". Und was soll das mit den Drogen?

Die waren damals so illegal wie heute. Denk mal an "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". 

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Kinderbuchliebe kommentierte am 04. November 2019 um 20:57

Keine Ahnung, ob's da regionale Unterschiede gibt und gab. Die soziale Kontrolle damals funktionierte hier. Es wäre undenkbar gewesen auf offener Strasse, im Vorübergehen aus Autos oder Fenstern eindeutigen Gras-Geruch ;) festzustellen. Heute begegenet einem das überall, auch in der Innenstadt, Einkaufsstrasse usw. Dauernd. Längst gesellschaftlich geduldet, legal oder illegal. Und Schlimmeres.

Frauen waren zu jeder Zeit stark, aber gesellschaftlich breit sichtbar und "anerkannt", fing das in den 80ern grade verstärkt an, ist meine Einschätzung. Jugendliche, die sich auf allen Ebenen gegen Erwachsene behaupten, gab es sicher auch immer schon, aber Jugend heute kann ich nicht mit den 80ern vergleichen. Das ist für mich ein himmelweiter Unterschied. Da hatten die Erwachsenen und Eltern doch noch eine ganz andere Rolle und Kontrolle als heute.

Allerdings hat das nicht mehr wirklich mit dem Buch zu tun ;)

Jedenfalls störten diese Punkte für mich nicht die Glaubwürdigkeit des Buches. Ich wundere mich immer, dass sich manche Autoren Mega-Schnitzer erlauben können, das mein ich jetzt allgemein und nicht auf Dich, Leia, bezogen, und andere mehr oder weniger "gar nichts".

Davon ab: Dass es sich bei dem Buch nicht um einen herkömmlichen Thriller handelt, wie er einem überall zu Hauf entgegen springt, war ja eigentlich von Anfang an oder ziemlich schnell klar, fand ich.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 21:22

Ich verstehe nicht, was Du mir sagen möchtest.

Ich hab doch gar nicht diese Punkte aufgezählt.

Und ich habe auch keinen herkömmlichen Thriller erwaret. Aber ein Buch, das mir gefällt. Tut dieses aber leider nur ... marginal.

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Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 12:20

Ich stimme Dir da weitestgehend zu. Aber gerade der übertirebene Showdown war das beste für mich am Buch. Gerade weil es so herrlich "amerikanisch" war. Wenigstens etwas mit richtig Energie drin, auch wenn es ein bisschen klischeehaft ist.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 24. Oktober 2019 um 22:59

Was ich auch noch etwas unverständlich fand: Jonahs Verhalten. Warum hat  er verschwiegen, dass er vor 30 Jahren auf einer Party Aurora bzw. ihre damals beste Freundin kennengelernt hatte? Weil er dachte, er hätte Sex mit Zofia gehabt, obwohl er sich an nichts mehr erinnern konnte? 
Dadurch wollte die Autorin vermutliche irritieren und den Verdacht auch auf Jonah lenken. Fand ich nicht so gut.

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Kinderbuchliebe kommentierte am 26. Oktober 2019 um 22:42

So habe ich das auch gesehen, ja.

Jonah beinah als Verdächtigen zu präsentieren, fand ich ungewöhnlich und es hat mir auch schwerer gemacht mich mit der Figur zu identifizieren, wobei er mir als "Anzugträger" ohnehin nicht gleich sympathisch war ;) Heutzutage ist aber auch die Polizei nicht mehr über jeden Verdacht erhaben. Das zeigt sich ja auch schon als Element bei der verpatzten Untersuchung des Lehrers.

Bei Hanson gefiel mir der Status als Neuling, die dann auch noch Fehler macht und zu viele Risiken eingeht bei der Verfolgung des Dealers, letztlich weniger. Dabei hatte ich mich so gefreut eine "normale" vielversprechende Ermittlerin im Team zu sehen und hatte mir viel von ihr versprochen! Als erfahrenere Ermittlerin hätte mir das weibliche Team-Mitglied besser gefallen.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
julemaus94 kommentierte am 31. Oktober 2019 um 09:50

Ich hatte allgemein einige Probleme, mit den Ermittlern warm zu werden. Ja, in der Regel finde ich es gut wenn der Fokus nicht zu sehr auf die wiederkehrenden Figuren gelegt wird, sodass man Bände einer Reihe auch unabhängig voneinander lesen kann. Aber in diesem Falle blieben sie einfach zu sehr im Hintergund und gerade die Geschichte zwischen Hanson und ihrem Ex-Mann/-Freund(?) war mir etwas zu zusammenhangslos gestaltet.

Ich frage mich zum Beispiel auch, ob Jojo in folgenden Bänden der Reihe wieder auftaucht als Love-Interest für Jonah?

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Kinderbuchliebe kommentierte am 31. Oktober 2019 um 13:33

Ich vermute die Autorin hat sich einen Teil der Personen-Charakterisierungen für die Folgebände soz. "aufgespart".  Optimal für unser Buch finde ich das nicht. Ich mag  personenzentrierte Krimis, bin aber nicht darauf fixiert. Aber auch mit Abstrichen hätte manches genauer geschildert werden können. Hansons Ex-Freund (?) als "Cliffhanger" fand ich schon unkonventioll :)

Für mich persönlich habe ich aber auch festgestellt, ich habe mich wohl innerlich aus dem Buch zurück gezogen beim Lesen. Es kommt ohne Blutvergiessen aus, ja, aber es gibt trotzdem extreme Gewalt... So konnte ich mir bestimmte Szenen gar nicht ausmalen. Das fällt mir jetzt noch schwer: Wenn Brett Jojo am Feuer stehend, gesehen hat, dann kann auch Aurora sie gesehen haben! Bei ihrer Schwester Topaz konnte sie keine Hilfe erwarten, aber so auch nicht mehr von Jojo, die sich ja vorher um sie bemüht und gekümmert hatte! Wirklich ein schlimmer Gedanke, finde ich, und "kein Wunder" sie ist einsam und allein in das Drogen-Versteck gekrochen... Es gab niemand, bei dem sie hätte Hilfe suchen können...

Der Fall könnte ja so oder ähnlich in der Realität passiert sein. Ich finde das unterscheidet das Buch von vielen mit  oft überzogenem Geschehen, das man "getrost" einfach als spannende Unterhaltung einstufen und lesen kann.

Beim Lesen hatte ich also sicherlich mehr Abstand zum Geschehen als bei anderen Krimis.

Ich sehe "Bis Ihr sie findet" jetzt durchaus als ein Buch, das - auch - aktuelle gesellschaftliche Fragen anspricht, was ich sehr gut finde und womit ich so gar nicht gerechnet hatte.

"Ich frage mich zum Beispiel auch, ob Jojo in folgenden Bänden der Reihe wieder auftaucht als Love-Interest für Jonah?"

Hab ich mich auch gefragt und, rein vom Gefühl her, für mich mit Ja beantwortet ;)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 12:33

Oh ja - das "Gezuchtel", wie man hier sagt, mit dem Ex von Hanson hat mich ab einem gewissen Punkt echt genervt.

Diese über mehrere Bände gehenden Probleme nerven mich inzwischen. Frau Shepherd hat das ja auch so gern. Ich bin da an der Serie dran (Hörbuch, läuft dann beim Schwimmen super, weil ich mich aufrege), aber gut finde ich solche Aktionen echt nicht. Man erfährt in zehn Bänden, warum jemand so ist, wie er ist, wo das Problem genau steckt usw. Nicht gut.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
NessaReads kommentierte am 27. Oktober 2019 um 13:37

Ich fand es eher einen fast sympathischen Charakterzug von Jonah sich für eine Sache zu schämen, obwohl er bis dahin nicht gewusst hat, was wirklich passiert ist. Aber es war natürlich auch ein Vehikel für die Autorin zu erklären wie er dann schlussendlich auf den wahren Mörder kommt, da er ihn auf der Party gesehen hat und ihm gesagt hat wo er Zofia hinbringt. Für mich hat sie die Fäden somit am Schluß alle schön zusammengeführt und mir hat der Schluß gut gefallen (war jetzt nichts weltbewegendes, aber gut).

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Lese-Bienchen kommentierte am 27. Oktober 2019 um 17:17

Bissel übertrieben fand ich seine Reaktion auch. Okay, eine Vergewaltigung als Polizist geht gar nicht, eigentlich geht das generell nicht, aber das er so an sich gezweifelt hat, fand ich übertrieben. Ich denke aber auch das es für ihn der entscheidende Hinweis war, als Zofia berichtete von wem sie vergewaltigt wurde, anscheinend war ja Brett ebenfalls auf der Party und hat Jonah darauf angesprochen, wo er sie hinbringt.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Kinderbuchliebe kommentierte am 27. Oktober 2019 um 20:32

Ja, nach der Auflösung fand ich seine Besorgnis auch einen sympathischen Zug, Nur vorher war es immer irgendwie so ein ungutes Gefühl für mich.

Ich kann aber sehr gut nachvollziehen wie ihn die Ungewissheit belastet hat. Es ist schlimm sich nicht erinnern zu können, gerade wenn man weiss es wäre wichtig. Hab ich selbst auch nach einem Unfall erlebt.

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Leia Walsh kommentierte am 05. November 2019 um 21:21

Hm. Ich weiß ja nicht. Das sollte mehr den Leser auf eine falsche Spur locken. 

Als  Polizist hätte Jonah jede Möglichkeit gehabt, herauszufinden, wo Zofia ist und das klären können.

Ich find das ein bisschen schwach.

Auch, dass Hanson sich so gar nicht gegen ihren Ex wehrt. Himmel, sie ist Polizistin! Das ist albern. Ich mag sie am meisten, aber das ist albern.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Skadi kommentierte am 27. Oktober 2019 um 16:05

Gestern Abend hat es mich plötzlich gepackt und hab den letzten Abschnitt in einem Rutsch gelesen. Allerdings war das Ende für mich irgendwie enttäuschend - nicht weil ich Logan als Täter unbefriedigend finde, sondern weil sein Tod irgendwie für mich nicht gepasst hat. 

Enttäuschend war für mich auch, dass der Moment mit dem Lehrer und seiner Ex auf der Polizeiwache nicht mehr aufgenommen wurde. Der Mann hatte offensichtlich Panik, aber thematisiert wurde das nicht mehr. Das fand ich etwas unstimmig, weil so doch niemand schaut, einfach nur weil er plötzlich irgendeiner Ex über den Weg läuft, oder? 

An sich fand ich die Fäden schön am Ende zusammengeführt, wie Kinderbuchliebe geschrieben hat, schlagen die Hunde ja nicht allein wegen dem Wiesel an, aber man kann als Hundeführer nicht in das Tier rein schauen. Insofern passt das für mich mit der falschen Spur. 

Dass Brett Drogen nutzte, um die Mädchen zu missbrauchen ergibt für mich auch Sinn. Klar ist er Spitzensportler, aber es schien ja um sehr junge Mädchen zu gehen und das Leben wäre weitaus zu einfach, wenn Vergewaltiger immer die hässlichen Männer wären. Ist es leider nicht. 

Dass die Sache mit Zofia so harmlos war, hat mich ehrlich gesagt erleichtert. Ich kann auch verstehen, dass ihm das Sorge bereitet hat. Immerhin war er ja deutlich älter als Zofia und sie war stockbesoffen. Das hätte durchaus auch als Nötigung ausgelegt werden können. 

Dennoch bin ich am Ende leider unzufrieden gewesen. Wahrscheinlich, weil mich das Buch aus irgendeinem Grund positiv vom Hocker gehauen hat und das Ende da nicht ganz mithalten konnte. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Lese-Bienchen kommentierte am 27. Oktober 2019 um 17:08

Ich bin überrascht, mit Bret hatte ich irgendwie am wenigstens gerechnet. Die Idee, dass der Drogendealer ihnen die richtige Spur legt, fand ich sehr gut.

Auch wenn man ja fast von einem Unfall ausgehen konnte, beim Tod von Aurora, nur weil Brett eher auf junge Mädchen gestanden hat und ihr Drogen verabreicht hat, ist sie einsam und verlassen gestroben. Ein armes Ding.

Für den DCI Jonah hat sich auch alles gut geklärt, er hat in der Nacht nichts böses angestellt. Da es der Auftakt einer Serie war, hätte ich mir auch nichts anderes vorstellen können. Ich denke im nächsten Teil wird dann bestimmt die Beziehung zwischen juliette und ihrem Damian eine Rolle spielen. Obwohl es mir auch gefallen würde, wenn Jojo wieder auftauche würde. Sie uns der DCI fanden sich ja auch symphatisch.

Also ich werde aufjedenfall den nächsten Teil auch lesen.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Lillymaus kommentierte am 29. Oktober 2019 um 00:56

Die Idee mit dem Drogendealer, der zum Täter führt, fand ich auch gelungen und originell. Ich hatte ihn für ganz andere Dinge in Verdacht. Allerdings kam es mir merkwürdig vor, dass er Hansons auffälliges Beschatten nicht realisiert hat, besonders im Kaufhaus, als sie sich gegenüber stehen. Und da dachte ich schon, dass da etwas nicht stimmt.....

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Skadi kommentierte am 29. Oktober 2019 um 16:44

Dass da etwas nicht ganz stimmt, habe ich in dem Moment auch gedacht. Was sein Plan ist, hätte ich allerdings nie vermutet. Meine Vermutungen gingen eher in die Richtung, dass er Hanson vielleicht eine Falle stellen könnte, weil er vielleicht mehr mit Auroras Tod zu tun hat, als zuvor angenommen. 

Ich fand die Auflösung aber auch sehr originell gelöst. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Lillymaus kommentierte am 29. Oktober 2019 um 20:52

Ja, das war mal ganz was anderes, und der Leser wurde in die Irre geführt. Jeder hat doch gedacht, dass der Dealer jemanden abstechen will und dafür bezahlt wird, weil er ja auf einen Anruf wartete und dann gutgelaunt startete. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Wencke kommentierte am 04. November 2019 um 21:43

Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass es Brett war, vor allem seine Erklärungen zeigen, was er für eine verkehrte Wahrnehmung hat.

Das Geheimnis um Jonah ist gelüftet und ich bin froh, dass das Geheimnis so,positiv für Jonah gelüftet wurde. Dass dieses der erste Teil einer Reihe ist, habe ich nicht wahr genommen, stand das irgendwo? Ich würde einen weiteren Teil auch auf jeden Fall lesen wollen.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Lillymaus kommentierte am 29. Oktober 2019 um 00:52

So, der letzte Teil hat mir wieder besser gefallen und ich musste ihn einfach weiterlesen, weil ich diesen Teil wirklich spannend fand, besonders Hansons Alleingang bei der Verfolgung des Dealers. Da habe ich erwartet, dass sie selbst mit dem Messer attackiert wird oder Anna bereits getötet wurde, weil sie Jonahs Fragen so offen beantwortet hat, aber Anna hatte ja falsche Informationen über die Ursache des Streits zwischen Brett und Aleksy. Aber insgesamt fand ich das Ende gut durchdacht, logisch konstruiert, und alle Fäden wurden zusammengeführt.

Die Hunde auf der Fährtensuche abzulenken, erscheint mir durchaus logisch, aber ich habe mich gefragt, wo sie so plötzlich das tote Wiesel finden....

Weniger spannend fand ich die Szene beim Klettern, als Brett Jojo töten will, denn da war eigentlich schon klar, dass Jojo überlebt und Brett sie nicht einholen kann. Brett ist in meinen Augen ein interessant gezeichneter, wenn auch schäbiger Charakter, ein alternder Sportler, der sich mit der lieben Anna eine brave Vorzeigefrau angelacht hat, die seine pädophilen Gelüste nicht durchschaut und sich die ständige Kontrolle gefallen lässt.

Und Coralie ist wirklich so naiv, wie ich zunächst vermutet habe, und lässt sich 'missbrauchen', um falsche Spuren zu legen. Diese Stelle hat mir gut gefallen, als Jonah plötzlich erkennt, dass diese angeblichen Erinnerungen ein Fake sind. Coralie müsste eigentlich bestraft werden für ihre Dummheit....

Jonahs Angst vor der Vernehmung Zofies fand ich übertrieben, außerdem hätte er nach 30 Jahren und in seiner Stellung zu seiner Vergangenheit als Teenager stehen sollen. Leider wissen wir immer noch nicht, warum seine Frau (Michelle?) ihn vor ein paar Monaten verlassen hat. Vielleicht wegen seiner Alpträume?

 

 

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Kakadu kommentierte am 30. Oktober 2019 um 11:32

So, endlich durch. Den letzten Teil fand ich durchaus spannend, auch mit dem Showdown. Bin in die Irre gelenkt worden, was den Mörder betrifft. Ende gut, alles gut. Da dies der erste Band einer Reihe sein soll, warte ich gespannt auf den nächsten Fall.

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Zauberberggast kommentierte am 30. Oktober 2019 um 14:47

[Vorsicht Spoiler, erwähne den Täter]
Ich muss sagen, obwohl ich "gehofft" hatte, dass es einer der 6 Freunde war, weil sonst das ganze Konstrukt hinfällig gewesen wäre, bin ich jetzt doch über die Auflösung etwas enttäuscht. Es wäre doch irgendwie interessanter gewesen wenn sie nicht von einem Mann getötet worden wäre. Irgendwie hab ich mir auch gedacht dass es quasi "aus Versehen" war, weil eben keiner ein richtiges Motiv hatte.
Hm, also raffiniert ist anders. Ich hatte Brett zwar nicht auf dem Schirm, weil ich dachte, der würde einfach bewusstlos im Wald rumliegen, aber naja, es haut mich jetzt auch nicht vom Hocker.
Im Großen und Ganzen war es ein guter, stellenweise sogar recht spannender Krimi, den ich bis auf einige Stellen ganz gerne gelesen habe.

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julemaus94 kommentierte am 31. Oktober 2019 um 10:00

Mit der Auflösung des Falles bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, auch wenn mir manche der Erklärungen etwas komisch vorkamen.

Insgesamt war mir das Buch aber etwas zu ruhig, es hat etwas der Drive gefehlt. Der Beginn des Buches klag noch sehr vielversprechend, aber meine innere Spannung hat nach und nach doch nachgelassen. Wobei ich nicht so richtig in Worte fassen kann, woran es nun direkt gelegen hat.

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Hennie kommentierte am 02. November 2019 um 13:48

Bis zum Ende konnte mich die als Krimi ausgewiesene Geschichte nicht zufriedenstellen. Es fehlte mir zu Vieles, das wären z. B. die durchgehende Spannung, die oft fehlende Logik in den Handlungsabläufen, die Motivation, die Mithilfe an der Aufklärung des Verschwindens von Beginn an. Niemand ist einfach spurlos von jetzt auf gleich verschwunden. Die Charaktere blieben blass. In der Jugend mag das ja noch angehen, aber 30 Jahre später?

Eine Gruppendynamik konnte ich überhaupt nicht feststellen, von Zusammenhalt oder gemeinsamen Interessen ganz zu schweigen. Ich vermutete zu Beginn ja eine kollektive Schuld am Tod des Mädchens. Die damalige Situation stellte sich dann doch etwas anders dar.

Meine Rezension folgt in Kürze. Ich möchte sie noch fundierter ausformulieren und detaillierter begründen, was mir an dem Debüt der jungen Autorin nicht gefallen hat. Eine weitere Folge werde ich nicht lesen.

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julemaus94 kommentierte am 04. November 2019 um 09:06

Das hast du sehr schön zusammengefasst, genau denselben Eindruck hat dieses Buch bei mir auch hinterlassen. Besonders was die Begründung bestimmter Handlungsweisen betrifft und den Gruppenzusammenhalt hat mir doch einiges gefehlt.

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Hennie kommentierte am 02. November 2019 um 13:49

Ist mir doch gestern mein Beitrag wieder in den falschen Thread gerutscht!

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Leia Walsh kommentierte am 04. November 2019 um 12:18

Was soll ich sagen?

Das erste Drittel vom letzten Drittel war etwas fad.

Das zweite Drittel vom letzten Drittel war interessant.

Das letzte Drittel vom letzten Drittel hat mir dann richtig gut gefallen.

Dass nix mehr von damals "life" kam, find ich schade, da fehlte meiner Meinung nach noch ein bisschen was.

Wie sich der Kreis geschlossen hat, ist zwar in sich stimmig, aber so ein richtig toller Effekt war es dann doch nicht.

Insgesamt war das Buch okay, aber nicht der Hit.

Rezension braucht noch ein bisschen. Obwohl ich schon drei Tage durch bin, bin ich noch nicht wirklich bereit, sie zu schreiben. Mir fehlt da irgendwie der Ansatz und ich kann es noch immer nicht so wirklich gut in Worte fassen.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Kinderbuchliebe kommentierte am 04. November 2019 um 21:09

Mir geht es auch so, mir fehlt auch noch ein Ansatz für die Rezension. Hab die Zeit genutzt noch ein paar Interviews mit Gytha Lodge zu lesen, war interessant.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Teddybaer66 kommentierte am 04. November 2019 um 12:21

Hhmm, ich fand jetzt das letzte Drittel nicht so berauschend! Ja, alles stimmig und gut erklärt, aber....mir fehlte doch etwas mehr Spannung... meine Rezi kommt bald, da muss ich noch ein bisschen drüber nachdenken!

 

 

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Kinderbuchliebe kommentierte am 04. November 2019 um 21:12

Wie fandet Ihr denn letztlich das Cover? Passend zur Handlung oder doch eher nicht?

Ich glaube in USA oder Australien (?) sind belaubte Bäume, die vom Lagerfeuer (?) beleuchtet werden, abgebildet. Fand ich auch eine interessante Lösung, erinnerte mich aber gleich an Waldbrand ;)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Wencke kommentierte am 04. November 2019 um 21:50

Nun ist auch dieser letzte Leseabschnitt gelesen. Mit diesem Ausgang habe ich im Vorfeld nicht gerechnet, finde ich aber sehr gelungen. Mega spannend fand ich die Passage, als Jojo beim Klettern von Brett verfolgt wurde, da hatte ich sogar etwas schwitzige Hände. 

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist das Thema Alkohol. Es gab da für meinen Geschmack etwas zu viele Gedächtnislücken in Verbindung mit übermäßigem Alkoholkonsum, das muss in meinen Augen nicht sein.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Leia Walsh kommentierte am 05. November 2019 um 10:42

Die Gedächtnislücken waren aber sehr praktisch für den Verlauf der Story.

Ach, ich häng noch immer an der Rezension. Ich bin echt unglücklich.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Hennie kommentierte am 05. November 2019 um 23:28

Bei diesem Buch habe ich mich auch echt schwer getan mit der Rezension. Das passiert mir in letzter Zeit bei Krimis/Thriller öfter. Zuletzt ging es mir bei "Still alive" von Claire Douglas so. Ich bin wohl zu anspruchsvoll geworden.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 274 bis Ende
Leia Walsh kommentierte am 06. November 2019 um 12:01

Ich halte mich eigentlich für "pflegeleicht" bei Büchern, aber hier war das fast, wie ein super tolles Essen, bei dem der Koch leider überall und komplett das Salz vergessen hat. Schmeckt einfach nicht.

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Hennie kommentierte am 06. November 2019 um 18:02

Den Vergleich finde ich sehr passend. Das hast du schön formuliert.

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