Leserunde

Leserunde zu „Das Verschwinden der Erde" (Julia Phillips)

Das Verschwinden der Erde
von Julia Phillips

Bewerbungsphase: 07.01. - 21.01.

Beginn der Leserunde: 04.02. (Ende: 25.02.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von „Das Verschwinden der Erde" (Julia Phillips) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

»Ein kraftvoller literarischer Thriller.« ›The L.A. Review of Books‹

An einem Sommertag an der Küste Kamtschatkas verschwinden die russischen Schwestern Sofija und Aljona. Das Verbrechen erinnert an einen Vorfall nur Monate zuvor in der indigenen Bevölkerung. Wie eine düstere Wolke hängt der ungelöste Fall fortan über Kamtschatka und beeinflusst das Leben ganz unterschiedlicher Frauen in einer gespaltenen, männerdominierten Gesellschaft. Während das Netz zwischen den Einzelschicksalen dichter wird, hält die Suche nach den Mädchen die ganze Stadt in Aufruhr.

Brillant konstruiert und einfühlsam erzählt, entführt Julia Phillips uns in eine extreme und faszinierende Welt am Rande der Welt: in die graue Stadt Petropawlowsk, die spektakulären Weiten der Tundra und die Schatten schneebedeckter Vulkane.

ÜBER DIE AUTORIN:

Julia Phillips, geboren 1988, lebt in Brooklyn, New York. ›Das Verschwinden der Erde‹ ist ihr erster Roman. Er stand auf der Shortlist des National Book Award 2019 und erscheint in 25 Ländern.

27.02.2021

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
Elefant kommentierte am 07. Februar 2021 um 20:52

Schön langsam habe ich mich an den Stil des Buches gewöhnt. Das ist wirklich ein ganz besondere Art eine Geschichte zu erzählen. Vielleicht wird das Buch dadurch etwas langatmig, aber es schafft dann doch immer wieder meine Aufmerksamkeit zu fesseln, indem es das Leben einer Personen genau in dem Moment wieder verlässt, als es spannend wird und ich Antworten auf zahlreiche Fragen will. Das ist sehr geschickt gemacht, aber ich frage mich noch immer, wie das alles das Verschwinden der beiden Mädchen aufklären soll. Und ich frage mich, ob die Kapitel aus einem bestimmten Grund immer von Frauen erzählt werden und nie von den Männern, die ja durchaus auch Rollen in der Geschichte spielen. Vielleicht will die Autorin damit etwas aussagen oder andeuten? Wenn, habe ich das bisher noch nicht verstanden.

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katzenminze kommentierte am 07. Februar 2021 um 23:06

Dass die Kapitel immer endet, wenn es spannend wird hat irgendwie was, finde ich. Ich bleibe so gedanklich viel länger bei den Personen, als wenn alles abgeschlossen wäre. Und ich suche nach Hinweise, ob jemand wieder Auftaucht. So scheint Walentina jetzt eine Chemotherapie zu bekommen und Ksjuscha ist wohl bei ihrem Freund geblieben. Wobei, da war ich mir nicht sicher.

Ich bin mir ja nicht sicher, ob wir eine Aufklärung bekommen. Aber interessant, wie sich der Fall entwickelt: Jetzt soll irgendeine Leiche herhalten, Hauptsache der Fall kann offiziell abgeschlossen werden. Bitter! Und der Zeugin, die den Wagen gesehen hat, wird nicht mehr geglaubt. Ist ja auch viel einfacher, wenn es ein Unfall war oder ein Ausländer. Der noble Wagen lässt ja auf jemanden mit Einfluss schließen. Mich erinnert es an Mordfälle in der DDR: Vertuschen wenns irgendwie geht, weil hier unter uns Genossen kann so was Schlimmes ja gar nicht passieren.

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Bibliothekarin kommentierte am 08. Februar 2021 um 09:16

Dass die Kapitel immer endet, wenn es spannend wird hat irgendwie was, finde ich.

Das hat mich auch bisher immer begeistert, dadurch wird die Spannung noch erhöht. Dadurch ist es aber auch schwer, das Buch aus der Hand zu legen ^^

Ich bin mir ja nicht sicher, ob wir eine Aufklärung bekommen. Aber interessant, wie sich der Fall entwickelt: Jetzt soll irgendeine Leiche herhalten, Hauptsache der Fall kann offiziell abgeschlossen werden. Bitter!

So langsam werde ich mir da auch immer unsicherer ob es eine Aufklärung geben wird. Ja leider ist das auch noch total realistisch und kommt in der Realität öfter mal vor.

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Magnolia-sieben kommentierte am 10. Februar 2021 um 18:11

  "So scheint Walentina jetzt eine Chemotherapie zu bekommen 

Ja und nicht nur das. Redet die Ärztin nicht von aussichtslos?

  "Ksjuscha ist wohl bei ihrem Freund geblieben. Wobei, da war ich mir nicht sicher.

Da bin ich mir auch nicht sicher, da könnte ich nur sagen: Hoffentlich nicht, sie soll sich emanzipieren. 

  "Vertuschen wenns irgendwie geht, weil hier unter uns Genossen kann so was Schlimmes ja gar nicht passieren.

Genau mein Eindruck. Warum sollen sie tätig werden, sich über Gebühr anstrengen. Wenn doch hier eh nichts passiert! Schon irgendwie zynisch.

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katzenminze kommentierte am 10. Februar 2021 um 19:47

Ja und nicht nur das. Redet die Ärztin nicht von aussichtslos?

Oh, das muss ich gleich nochmal nachlesen!!

Da bin ich mir auch nicht sicher, da könnte ich nur sagen: Hoffentlich nicht, sie soll sich emanzipieren. 

Auf jeden Fall!

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Borkum kommentierte am 17. Februar 2021 um 19:45

Und ich suche nach Hinweise, ob jemand wieder Auftaucht. So scheint Walentina jetzt eine Chemotherapie zu bekommen

Das Walentina hier erneut erwähnt wird, hat mir auch gefallen. Denn bei der einen oder anderen Frau würde ich schon gerne wissen wie es ihr weiterhin ergeht.

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buecherwurm1310 kommentierte am 18. Februar 2021 um 13:53

Dass Ksjuscha sich für Ruslan entschieden hat, verstehe ich auch nicht. Er engt sie total ein und sie redet sich das schön.

Es ist erschreckend, wie lax die Ermittlungen geführt werden. Hauptsache, der Fall ist abgeshclossen, da muss die Zeugin einfach gelogen haben.

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evaczyk kommentierte am 11. Februar 2021 um 09:37

ich bin mit dem zweiten Leeabschnitt noch nicht ganz durch, aber auch ich habe das Gefühl, dass mit einer Aufklärung des Vermisstenfalls wohl nicht mehr zu rechnen ist - das entspricht ja auch der Realität, denn nach 24 oder 48 Stunden werden die Chancen auf eine Klärung ja bekanntlich immer kleiner, vor allem, wenn es sich nicht um ein freiwilliges Verschwinden gehandelt hat. Dafür erfahren wir mehr von den Menschen zwischen Petropawlowsk und Esso und ich finde diesen Stadt-Land-Kontrast, russisch-indigen etc sehr spannend. 

Dass Frauen im Mittelpunkt stehen,  finde ich gut, denn gerade in einer teils noch sehr archaisch geprägten Gesellschaft werden ihre Stimmen und Erfahrungen ja nur allzu oft überhört. Der Stil und wie  einige Kapitel auch wieder mehr über Figuren aus vorangegangenen Abschnitten zu erfahren ist, gefällt mir richtig gut. Auf diese Weise ist da neben dem Vermisstenfall immer ein roter Faden. 

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Magnolia-sieben kommentierte am 11. Februar 2021 um 21:25

   "auch ich habe das Gefühl, dass mit einer Aufklärung des Vermisstenfalls wohl nicht mehr zu rechnen ist 

Das glaube ich auch nicht. Momentan meine ich, dass es der Autorin gar nicht um die Aufklärung geht, eher darum, wie die Leute damit umgehen. 

   "Auf diese Weise ist da neben dem Vermisstenfall immer ein roter Faden. 

Genau, der rote Faden sind diese Vermisstenfälle. Sehe ich auch so. 

   "Dafür erfahren wir mehr von den Menschen zwischen Petropawlowsk und Esso und ich finde diesen Stadt-Land-Kontrast, russisch-indigen etc sehr spannend. 

Ich meine schon, ein wenig von der russischen Mentalität zu spüren. 

 

 

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2021 um 10:38

ich bin mit dem zweiten Leeabschnitt noch nicht ganz durch, aber auch ich habe das Gefühl, dass mit einer Aufklärung des Vermisstenfalls wohl nicht mehr zu rechnen ist - das entspricht ja auch der Realität, denn nach 24 oder 48 Stunden werden die Chancen auf eine Klärung ja bekanntlich immer kleiner, vor allem, wenn es sich nicht um ein freiwilliges Verschwinden gehandelt hat.

Tatsächlich habe ich erst letzthin einen Podcast gehört, in dem ein Kommissar gesagt hat, dass das nicht richtig ist. Viele Vermisstenfälle lösen sich nach 1 bis 2 Wochen auf. Vor allem Jugendliche, die sich dann wieder bei den Eltern melden, weil sie heim kommen wollen. Aber hier ist das wohl eher nicht der Fall. Ich hoffe dennoch, das wir eine Aufklärung bekommen. Irgendwie hängt die Geschichte so in der Schwebe und weiß nicht ganz wo sie hin soll.

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Borkum kommentierte am 17. Februar 2021 um 19:42

Vielleicht wird das Buch dadurch etwas langatmig, aber es schafft dann doch immer wieder meine Aufmerksamkeit zu fesseln, indem es das Leben einer Personen genau in dem Moment wieder verlässt, als es spannend wird und ich Antworten auf zahlreiche Fragen will.

Das geht mir auch so.

Der Sinn warum immer nur Frauen im Mittelpunkt der einzelnen Geschichten stehen, erschließt sich mir auch noch nicht. Vielleicht sollen wir einen Eindruck von dem schweren und unterschiedlichen Leben der Frauen im Kamtschatka ist.

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tardy kommentierte am 24. Februar 2021 um 05:24

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin auch sehr gut und ich in einem richtigen Sog.

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katzenminze kommentierte am 07. Februar 2021 um 23:11

Der zweite Abschnitt hat mir auch gefallen. Die Geschichte von Rewmira fand ich sehr traurig. Krass, wie mit Homosexualität umgegangen wird und wie die Entführung plötzlich in einen Unfall umgedeutet werden soll, weil es einfacher ist für die Behörden. Auch, dass sich niemand um Lilja kümmert. Es ist schon beeindruckend, was die Frauen hier zT leisten müssen und wie sie behandelt werden.

Die Autorin geht ja schon ziemlich kritisch mit dem Land um. Dabei ist sie Amerikanerin. Da frage ich mich, wie realistisch das alles ist.

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Bibliothekarin kommentierte am 08. Februar 2021 um 09:18

Die Autorin geht ja schon ziemlich kritisch mit dem Land um. Dabei ist sie Amerikanerin. Da frage ich mich, wie realistisch das alles ist.

Das würde mich auch mal interessieren, ich kenne mich da nicht so wirklich aus aber es wirkt schon sehr realistisch. In Anbetracht der Herkunft der Autorin dann aber auch wieder fragwürdig ...

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katzenminze kommentierte am 09. Februar 2021 um 10:35

Ja, das ist das einzige, was ich ein bisschen schade finde. Aber gut, man kann recherchieren. Und ich halte ja nichts davon jemanden das Schreiben über etwas zu verbieten, nur weil er nicht zu einer bestimmten Gruppe gehört. (zB: Darf ein Hetero-Autor über Homosexuelle schrieben oder ein weißer über schwarze etc. Klar darf er das. Dürfen sie andersrum ja auch. Sagt ja erstmal nichts über die Qualität des Werks aus.)

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2021 um 10:42

Für mich sagt es schon etwas über die Qualität eines Buches aus, wenn der Autor über etwas schreibt, was er nicht selbst erlebt hat. Gibt da natürlich Abstufungen. Wer nicht Homosexuell ist oder Afro-Amerikaner, kann über das Thema nur aus zweiter Hand schreiben. Das muss nicht schlecht sein, kann durchaus gut sein. Aber es ist kein Erfahrungsbericht. Nichts, was er selbst erspürt hat.

Ähnlich verhält es sich damit, wenn jemand ländlich groß geworden ist, das kann ein Großstädter versuchen zu verstehen aber er wird das nie so empfinden, wie der, der es erlebt hat.

Wichtig ist halt die Empathie des Autors und das er nicht vorgibt, alles zu wissen und alles selbst erlebt zu haben.

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Magnolia-sieben kommentierte am 10. Februar 2021 um 18:16

  "Die Geschichte von Rewmira fand ich sehr traurig. 

Ja, fand ich auch. Zuerst ihre große Liebe und jetzt auch noch Artjom. 

"Krass, wie mit Homosexualität umgegangen wird 

Da bin ich richtig erschrocken, müssen die doch wirklich härteste Strafen fürchten. 

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evaczyk kommentierte am 11. Februar 2021 um 09:45

Ja, die Geschichte von Rewmira fand ich auch sehr depremierend. Sie ist da gefangen an einem Ort, an dem sie nicht sie selbst sein kann. Und auch Mascha kann nur durch "Exil" ihr Leben so führen, wie sie es will. 

Ja, die Autorin ist Amerikanerin, aber die Homophobie (und auch der Rassismus) in   Osteuropa ist bekannt. Es gibt immer wieder Bücher, wo man den Eindruck hat, der Autor oder die Autorin hat einen "exotischen" Hintergrund gewählt, um das Buch interessanter zu machen, aber hier habe ich schon den Einsruck, sie hat sich ausführlich mit Kamschatka, postswojetischer Gesellschaft etc beschäftigt, ehe sie mit dem Schreiben anfing.

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katzenminze kommentierte am 11. Februar 2021 um 10:55

aber hier habe ich schon den Eindruck, sie hat sich ausführlich mit Kamschatka, postswojetischer Gesellschaft etc beschäftigt, ehe sie mit dem Schreiben anfing.

Den Eindruck hatte ich letztlich auch. In der Danksagung kommt das auch nochmal gut rüber.

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Lisa_V kommentierte am 11. Februar 2021 um 13:14

hier habe ich schon den Einsruck, sie hat sich ausführlich mit Kamschatka, postswojetischer Gesellschaft etc beschäftigt, ehe sie mit dem Schreiben anfing.

Den Eindruck habe ich auch. Alles wirkt gut durchdacht, nicht übertrieben und dadurch einfach realistisch.

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medsidestories kommentierte am 12. Februar 2021 um 00:42

Für mich wirkt das Buch so, als würde es auf einer sehr intensiven Auseinandersetzung mit dem Land und der Region beruhen und dabei gleichzeitig mit den Augen eines Außenstehenden. Aber prinzipiell kann sowas wohl nur ein Einheimischer abschließend beurteilen. 
Ich habe letztens eine Leseprobe gelesen, in der die Stadt aufgetaucht ist, in der ich großgeworden bin. Da hat die Krankenschwester in einem Dialekt geredet, den die Leute da überhaupt nicht sprechen. 

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evaczyk kommentierte am 12. Februar 2021 um 18:19

ich hatte jetzt noch mal nachgegoogelt- die Autorin war während ihrer College-Zeit ein Jahr in Russland und später mit einem Fullbright-Stipendium noch mal auf Kamtschatka, um für den Roman zu recherchieren und hat in der Zeit ein Blog für die Moscow Times von der Kamtschatka gemacht. Vielleicht erklärt das ja auch das Episodenhafte des Romans, dass sie da viele ihrer Beobachtungen reingepackt hat. Aber wie oben schon angemerkt, wie gut sie tatsächlich sprachlich klar kam, ist natürlich nicht bekannt. Aber sie hatte auf jeden Fall Gelegenheit, sich vor Ort ausführlich mit Themen zu beschäftigen, die sie dann in ihrem Buch verarbeitete. 

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Borkum kommentierte am 17. Februar 2021 um 19:48

Es gibt immer wieder Bücher, wo man den Eindruck hat, der Autor oder die Autorin hat einen "exotischen" Hintergrund gewählt, um das Buch interessanter zu machen, aber hier habe ich schon den Einsruck, sie hat sich ausführlich mit Kamschatka, postswojetischer Gesellschaft etc beschäftigt, ehe sie mit dem Schreiben anfing.

Ich habe auch den Eindruck, dass sich Julia Phillips intensiv mit der Geschichte und den Zuständen in dem Land beschäftigt hat.

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gagamaus kommentierte am 19. Februar 2021 um 10:44

Um ein System anzuprangern muss man nicht aus diesem Land sein, finde ich. Und die Homophobie ist noch heute sehr verbreitet in der osteuropäischen Gesellschaft und vor dem Gesetz. Die sind da noch sehr rückständig.

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tardy kommentierte am 24. Februar 2021 um 05:26

Das habe ich mich auch schon gefragt. Aber letztendlich denke ich, dass es schon nahe an der Realität sein muss.

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Bibliothekarin kommentierte am 08. Februar 2021 um 09:09

Ich habe gerade den zweiten Abschnitt beendet und würde am liebsten sofort weiterlesen, es ist mit der Zeit sogar noch spannender geworden. Ich kann es schlecht in Worte fassen aber ich finde dieses Gesamtbild der Geschichte einfach so genial. Es packt mich unglaublich und man hat das Gefühl in der Story mit drin zu sein.

Dieses Feingefühl der Autorin die Szenen richtig "auszuleuchten" und ihm richtigen Moment den Spannungsbogen nochmal anzuheben ist einfach der Wahnsinn.

Zu Beginn des Buches hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so spannend werden würde. Ich bin so neugierig auf das Ende und hoffe es wird mich nicht enttäuschen.

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katzenminze kommentierte am 09. Februar 2021 um 10:38

Dieses Feingefühl der Autorin die Szenen richtig "auszuleuchten" und ihm richtigen Moment den Spannungsbogen nochmal anzuheben ist einfach der Wahnsinn.

Das stimmt! Ich hatte gestern Kopfschmerzbedingt eine Lesepause, aber ich merke, dass ich - auch wenn ich gerade nicht lese - an die Figuren denke und mich frage, wie es für sie wohl weitergeht! Ich hoffe so, dass das Ende gut wird! Das alles vernünftig abzuschließen könnte etwas tricky werden. ^.^

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jutsi kommentierte am 12. Februar 2021 um 22:35

So geht es mir auch - ich finde es richtig erfrischend mal so einen besonderen Thriller zu lesen und ich habe die Figuren noch lange im Kopf!

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tardy kommentierte am 24. Februar 2021 um 05:27

Ich bin auch gespannt und wünsche mir eine Aufklärung, die uns zufrieden macht.

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mesu kommentierte am 09. Februar 2021 um 13:00

Dieser zweite Abschnitt konnte mich nicht so überzeugen. Die Geschichte wird etwas langatmig und es ist doch ziemlich verwirrend. Das Leben der Personen wird sehr intensiv und detailliert erzählt und es sind eher verschiedene Kurzgeschichten, als eine ganze. Doch es scheint sich immer noch alles um die verschwundenen Schwestern zu drehen, denn dies wird immer wieder erwähnt. Der Titel des Buches ist für mich bisher auch noch ein weiteres Rätsel. Mal sehen, wie das Ende ist...

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buechertraumzeiten kommentierte am 10. Februar 2021 um 10:13

Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen. Auch der zweite Abschnitt war für mich nicht wirklich spannend... Erneut kann ich sagen, dass ich mir einfach etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt habe. Bisher werden die verschwundenen Mädchen ja kaum thematisiert..

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Elchi130 kommentierte am 11. Februar 2021 um 22:51

Schön zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die die Spannung nicht findet...

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anooo kommentierte am 22. Februar 2021 um 09:14

Ich fand den ersten Abschnitt tatsächlich auch stärker. Nichtsdestotrotz mochte ich den zweiten Teil auch noch ganz gern. 

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Magnolia-sieben kommentierte am 10. Februar 2021 um 18:03

Hier wird erkennbar, dass sich die Geschichten verbinden, ineinander greifen. Die Personen mit all ihren Eigenheiten kann man verstehen oder auch nicht. Wenn ich an Liljas Verschwinden denke und an ihre Familie, dann hat jeder eine andere Meinung dazu. Natascha sucht sie immer noch, schaut in die Gesichter und hofft, sie irgendwann zu finden. Lada dagegen ist ein wenig weltentrückt und die Mutter trauert um ihre Tochter. Andere wiederum wissen, dass Lilja es mit jedem trieb. In diesem Teil wird der verschwundenen Lilja mehr Raum gelassen. Dagegen werden die beiden Mädchen nur am Rande erwähnt. Wie sie alle miteinander zu tun haben, wird schön langsam sichtbar. Egal ob Arbeitskollegen, Freunde oder Familie. 

Grundsätzlich regt mich schon das Desinteresse der Polizei auf. Zumindest habe ich bis jetzt den Eindruck, dass die abwiegeln, um ja nicht zuviel zu tun zu haben.

Der Roman gefällt mir immer besser. Ein sehr angenehmer, gut zu lesender Schreibstil. Hatte ich zu Anfang so gar keine Peilung, wohin diese ganzen Geschichten führen sollen, so weiß ich mittlerweile, dass sie uns heranführen an den Kern des Ganzen. Nein, das weiß ich natürlich nicht, aber das hoffe ich mal. 

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medsidestories kommentierte am 12. Februar 2021 um 00:47

Ich finde die Art, wie Liljas Verschwinden dargestellt wird, sehr besonders und spannend. Man hat jetzt schon so viel über sie gelesen, aber man weiß am Ende doch nicht, wer und wie sie war. Sie ist bloß noch ein Produkt aus den Erinnerungen, der anderen. Und welche davon wahr oder falsch sind, ob irgendetwas mutwillig erfunden oder vielleicht schöngedichtet wurde, lässt sich einfach nicht herausfinden. 

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Magnolia-sieben kommentierte am 12. Februar 2021 um 11:08

Das ist das besondere an dem Buch. Hier wird erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln, aber nicht gewertet. Es bleibt dem Leser überlassen, dies einzuordnen.

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Lisa_V kommentierte am 11. Februar 2021 um 13:09

Ich mag den Stil des Buches und die stille Geschichte immer noch sehr. Die Landschaft und Umgebung wird wirklich gut beschrieben, so dass ich mir diese gut vorstellen kann. Mittlerweile gab es auch mehrere Verbindungen zwischen den einzelnen Protagonisten. Bis jetzt sind noch so viele Fragen offen, ich hoffe sehr das zumindest ein Teil im letzten Leseabschnitt noch beantwortet wird.

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buecherwurm1310 kommentierte am 18. Februar 2021 um 13:59

Es werden immer mehr Fragen, die sich auftun und ich finde, dass noch keine beantwortet wurde.

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anooo kommentierte am 22. Februar 2021 um 09:16

Kann ich genau so unterschreiben :)

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Elchi130 kommentierte am 11. Februar 2021 um 22:43

Der zweite Leseabschnitt ist geschafft und das Lesen des Buches ist für mich eine Qual. Gelangweilte Frauen, unglückliche Frauen, vom Leben desillusionierte Frauen, deprimierte Frauen... Mir graur es vor jeder neuen Geschichte... und mich langweilt jedes dargestellte Leben, da ich ihre Leben unfassbar eintönig und nicht erzählenswert finde... na ja, das letzte Drittel werde ich nach und nach auch schaffen.

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buecherwurm1310 kommentierte am 18. Februar 2021 um 14:01

... und keine der Frauen versucht, etwas dagegen zu unternehmen, jedenfalls nicht ernsthaft und konsequent.

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tardy kommentierte am 24. Februar 2021 um 05:31

Das Buch scheint ja sehr zu polarisieren. Das finde ich gut. Auch ich kann mich nicht mit den Charakteren identifizieren, aber finde es trotzdem spannend, wie sich Menschen, in diesem Fall Frauen, ihrem Schicksal ergeben.

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medsidestories kommentierte am 12. Februar 2021 um 00:33

IIch habe lange gebraucht, um mich durch diesen Abschnitt zu arbeiten. Das lag daran, dass ich nach jedem Kapitel eine Pause machen musste, um zu überlegen, wie ich das Gelesene überhaupt einholen soll. 
Die Geschichte von Dascha hat mich schockiert. Man hört zwar immer mal wieder in den Nachrichten, wie schweirig das Thema Homosexualität in Russland immer noch ist. Aber wenn man es in einem Buch dargestellt liest, hat das Ganze nochmal eine andere Wucht. In diesem Moment ist mir erst so richtig bewusst geworden, was für eine fremde Welt das doch auch ist.
Rewmiras Geschichte hat mich sehr, sehr traurig gemacht, obwohl ich sie für den Fortgang der Handlung überhaupt nicht einordnen konnte. Aber es stimmt leider. Das Leben ist nicht gerecht und ein Schicksalsschlag schützt vor dem nächsten nicht.
Nadja hätte ich gewünscht, dass sie es schafft mit ihrer Tochter wegzugehen. Ich habe den Eindruck, dass es in diesem Buch keiner der Frauen so richtig gelingt, dem Patriarchat zu entfliehen. Sie träumen zwar davon, aber sie werden immer wieder aufgehalten. Auch Ksjuscha scheint es ja nicht geschafft zu haben, Ruslan zu verlassen. Gleichzeitig gibt es nun aber auch einen neuen Verdächtigen für mich. Wenn er tatsächlich der Mörder der beiden Mädchen (und Lilja) gewesen sein sollte, dann wurde das allerdings wirklich sehr offensichtlich gemacht. 
ACHTUNG SPEKULATION!!!
Gewaltverbrecher werden in ihrer Kindheit ja häufig auffällig, weil sie Tiere quälen. Insofern habe ich Jegor ins Visier meiner persönlichen Ermittlungen genommen.
Sojas Geschichte hat mich irritiert und auch ein wenig abgestoßen. Ich glaube trotzdem, dass ich sie verstanden habe. Vielleicht bin ich selbst noch zu eingeschränkt im Kopf um sie zu mögen. Als die Polzei die Leiche gefunden hat, dachte ich im ersten Augenblick, es wäre Lilja. Ganz fallengelassen habe ich den Gedanken noch nicht, aber mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass sie es ist.

 

 

 

 

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katzenminze kommentierte am 12. Februar 2021 um 10:41

Daschas Geschichte fand ich auch krass. Traurig, wie wenig Homosexualität akzeptiert wird. :(

Gemocht habe ich Soja auch nicht unbedingt aber ich finds gut, dass nicht nur "nette" Frauen porträtiert werden. Wäre ja langweilig, wenn ich alle komplett verstehen würde :D

Rewmira ist ja irgendwie mit Alla (Nataschas und Liljas Mutter) verwand. Mehr an Verbindung gibt's glaube ich nicht aber mir hat ihre Geschichte trotzdem sehr gefallen!

An Jegor hatte ich auch kurz gedacht. Vor allem weil sein Auto erwähnt wird.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
buecherwurm1310 kommentierte am 18. Februar 2021 um 14:08

Ich habe den Eindruck, dass es in diesem Buch keiner der Frauen so richtig gelingt, dem Patriarchat zu entfliehen. Sie träumen zwar davon, aber sie werden immer wieder aufgehalten.
 

Ich habe den Eindruck, dass sie nicht aufgehalten werden, sondern sich selbst gar nicht bewegen. Im Kopf wägen sie ab, doch dann tun sie genau das, was von ihnen erwartet wird.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
isalo kommentierte am 12. Februar 2021 um 11:42

Auch im zweiten Teil stellt Julia Phillips in jedem Abschnitt neue Frauen vor mit z.T. harten Schicksalsschlägen. Das Leben auf Kamtschatka ist irgendwie besonders und doch ähneln viele Probleme den unsrigen. Besonders interessant sind auch die Lebensumstände der indigenen Bevölkerung. Jetzt wird auch mehr über Lilja, das Mädchen, das vor 3 Jahren verschwunden ist, erzählt. Vermutlich, weil sie zu den Ureinwohnern zählt, hat sich die Polizei nicht wirklich bemüht, sie zu finden. Und immer wieder fließt das Verschwinden der Schwestern und die Suche nach ihnen in die verschiedenen Erzählstränge ein. Manchmal habe ich das Gefühl ganz Kamtschatka ist ein Dorf.

Die Erzählweise ist wirklich sehr speziell und ich kann mir immer noch nicht denken, wohin mich die Autorin führt. Doch genau das macht das Buch aus, man möchte immer weiter lesen

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
jutsi kommentierte am 12. Februar 2021 um 22:31

Auch ich bin durch mit dem zweiten Teil und das Buch gefällt mir weiterhin sehr gut. Wie vermutet kehren wir nicht zu der Perspektive der Protagonisten aus dem ersten Teil zurück, sondern jedes Kapitel beleuchtet ein eigenes Schicksal. Mir gefällt total wie so in den Zwischentönen ein Bild der Gesellschaft gezeichnet wird, und auch , dass die Autorin hier den Frauenschicksalen den Raum gibt.

Ich habe Jegor im Verdacht der Entführer zu sein, da er mir gleich in mehreren Kapiteln verdächtig vorkam (fährt Stunden zur Silvester Party, unsicher, Probleme Grenzen zu akzeptieren etc.)

Ich bin jetzt wirklich gespannt, ob das Rätsel am Ende gelöst wird. Mir gefällt es total die Verbindungen zwischen den Kapiteln zu suchen, aber finde auch jede Geschichte an sich lesenswert!

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
givemeabook kommentierte am 14. Februar 2021 um 16:45

Mein Verdacht fiel auch auf Jegor. Es gab einige Stellen im Buch, die diese Vermutung nahe legen. Ich bin gespannt, ob wir richtig liegen.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
givemeabook kommentierte am 14. Februar 2021 um 16:38

Mir gefällt, dass in jeden Monat ein neues Thema angeschnitten wird. An SILVESTER ist es die gleichgeschlechtliche Liebe. Lada und Mascha. Die erst als gute Freundschaft geschilderte Beziehung litt durch Maschas Wegzug nach St. Petersburg. Mascha meldete sich immer seltener bei Lada und der Kontakt ging schließlich verloren. Im Laufe des Kapitels wird jedoch klar, dass Mascha sehr viel mehr für Lada war, nämlich „der wertvollste Mensch im Leben“. (S. 157 Meine Liebe, meine Liebe. Meine Liebste.) Mascha gibt offen zu, dass sie den Männern von Kamtschatka nichts abgewinnen kann. Ein harter Schlag für deren Ego. Es wird deutlich fühlbar, dass es besser gewesen wäre, das nicht deutlich auszusprechen.  .Selbst ihre Eltern wollen sie nicht mehr sehen. Kamtschatka ist wohl noch nicht so weit wie St. Petersburg.

Im JANUAR wird der Glauben an die Existenz von Außerirdischen zur Sprache gebracht.  Nataschas jüngerer Bruder Denis sieht Ufos und spricht gerne darüber. Da er das mit Ausdauer macht und keine anderen Themen mehr kennt, ist der Umgang mit ihm nicht leicht. Natascha findet in ihrer Familie keinen Rückhalt. Der Bruder mit seinem Gefasel, die verschwundene kleine Schwester Lilja, ein Ehemann, der durch seine Arbeit selten zuhause ist und betrunkene Verwandtschaft. Bis jetzt ist noch von keiner einzigen zufriedenen Frau berichtet worden.

FEBRUAR Zu den bedrückenden Schicksalen kommt auch die ganze Unbarmherzigkeit des Lebens. Es passieren Dinge, auf die kein Einfluss genommen werden kann. Rewmira trifft es besonders hart. Selbst wenn die eigene Bestimmung in die Hand genommen wird, macht einem das Schicksal einen durch die Rechnung.

MÄRZ Nadja ist die allein erziehende Mutter von Mila. Jung und unbedarft in die Mutterschaft geschlittert, hat sie immer noch unrealistische Träume von ihrer Zukunft.

APRIL Auch Soja ist eine junge Mutter, lebt jedoch in gesicherten Verhältnissen. Doch auch hier stimmt etwas nicht. Sie fühlt sich sexuell nicht befriedigt.

Im MAI beweist Max erneut, dass auf ihn kein Verlass ist. Wie sagte doch Katja so schön beim campen: „Schon gut, mein Bärchen, kann passieren.“

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
Borkum kommentierte am 17. Februar 2021 um 19:39

Auch in diesem Abschnitt begegenen wir immer mehr neuen Personen - überwiegend Frauen - mit den unterschiedlichsten Schicksalen. Aber überall ist das Verschwinden der beiden Schwestern ein Thema.

Schlimm finde ich ja welchen Anfeindungen und Strafen homosexuelle Menschen ausgesetzt sind.

Rewmira hat mir ganz schrecklich leid getan. Ihre einzig große Liebe verliert sie sehr früh. Dann findet sie ein stilles Glück mit Atjom und jetzt verunglückt dieser ebenfalls tödlich. Ironie des Schicksals, dass es am selben Datum passiert wie der Unfall ihres ersten Mannes.

Ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass die Entführung der beiden Mädchen aufgeklärt wird. Der Fall ist eher der rote Faden in den einzelnen Geschichten.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
buecherwurm1310 kommentierte am 18. Februar 2021 um 13:45

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich motivieren konnte, weiterzulesen. Inzwischen fällt es mir zwar leichter, gewisse Verbindungen zu erkennen, doch das Verhalten der Personen ist mir einfach fremd.

Immer noch ist das Verschwinden der Mädchen ein Thema, aber so richtig aufklären will das wohl keiner. Man sucht zwar immer noch, doch recht halbherzig.

Natascha hat Probleme mit ihrer Familie. Man besucht sich, kann aber nichts miteinander anfangen. Der Bruder ist aber auch schwer zu ertragen. Es war ja schon zuvor die Rede, dass für einiger Zeit schon einmal jemand spurlos verschwunden ist. Nun wissen wir, dass es Lilja war. Der Altersunterschied zu den Kindern ist aber doch zu groß, als dass es einen Zusammenhang geben könnte. Lilja ist plötzlich verschwunden und scheint das vorbereitet zu haben, allerdings hat sie ihre Sachen zurückgelassen. Merkwürdig. Die Schwester glaubt, dass sie einfach abgehauen ist. Die Polizei hatte kein Interesse an einer Aufklärung.

Rewmiras Geschichte ist tragisch. Ein Datum und zweimal durch einen Unfall den Mann verloren.

Nadja fühlt sich gefangen und sehnt sich nach ihrer Arbeit zurück. Doch ihr Mann will das wohl nicht, so sucht sie ihre kleinen Freiheiten. Auch Soja hat mit ihren Beziehungen kein Glück.

Diese Geschichte ist deprimierend, nirgendwo gibt es etwas Erfreuliches.

 

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
anooo kommentierte am 22. Februar 2021 um 09:10

Die Geschichte wird im selben Stil weitererzählt. In jedem Kapitel lernen wir neues Protagonisten kennen und es werden immer wieder die entführten Schwestern erwähnt. Doch man hat immernoch keinen Anhaltspunkt wo sie sich aufhalten.

Vor allem die Geschichte rund um Rewirma fand ich sehr traurig und eindrucksvoll erzählt. Ich hoffe im letzten Kapitel werden noch mehr Verbindungen aufkommen und auch das Rätsel um die Schwestern gelöst.

Auch wenn ich eigentlich kein großer Kurzgrschichten Fan bin, muss ich sagen, dass mir hier die Umsetzung gut gefällt und ich es dadurch sehr besonders finde.

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 139 bis 277
tardy kommentierte am 24. Februar 2021 um 05:22

Der zweite Abschnitt bringt die Aufklärung um die Entführung der beiden Mädchen nicht viel weiter. Das Auftauchen vieler neuer Protagonisten, immer Frauen, verwirrt ein wenig, aber ich bin nach wie vor in einem Sog und mag nicht mehr aufhören zu lesen. Den ersten Abschnitt fand ich stärker, aber in meinen Augen ist auch hier noch genug Spannung vorhanden. Obwohl die Autorin keine Einheimischer ist scheint sie sich mit Kultur und Gegebenheiten des Landes gut auszukennen. Mir erscheint das Verhalten der Menschen plausibel.

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