Buch

Das Verschwinden der Erde

von Julia Phillips

»Ein kraftvoller literarischer Thriller.« 'The L.A. Review of Books'

An einem Sommertag an der Küste Kamtschatkas verschwinden die russischen Schwestern Sofija und Aljona. Das Verbrechen erinnert an einen Vorfall nur Monate zuvor in der indigenen Bevölkerung. Wie eine düstere Wolke hängt der ungelöste Fall fortan über Kamtschatka und beeinflusst das Leben ganz unterschiedlicher Frauen in einer gespaltenen, männerdominierten Gesellschaft. Während das Netz zwischen den Einzelschicksalen dichter wird, hält die Suche nach den Mädchen die ganze Stadt in Aufruhr.
Brillant konstruiert und einfühlsam erzählt, entführt Julia Phillips uns in eine extreme und faszinierende Welt am Rande der Welt: in die graue Stadt Petropawlowsk, die spektakulären Weiten der Tundra und die Schatten schneebedeckter Vulkane.

Rezensionen zu diesem Buch

Anders und doch so lesenswert

Auf Kamtschatka, eine sibirische Halbinsel, verschwinden im Sommer die 2 Geschwister Aljona und Sofija Golosowski. Keiner hat eine Ahnung, keiner was gesehen und die Suche gestaltet sich schwierig. Doch die Stadt Petropawlowsk und seine Bewohner beschäftigen sich mit dieser Entführung...

"So lief es halt: Die Trauer nahm kein Ende. Die Leere hatte die Wangen ihrer Cousine ausgeführt." (Seite 200)

Während auf dem Buchrücken von einem literarischen Thriller die Rede ist, steht...

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Kurzgeschichten

Das Verschwinden der Erde ist anders – obwohl es ein Thriller sein soll, ist es an vielen Stellen eher ein Roman, oder noch besser gesagt, eine Ansammlung von Kurzgeschichten.

Zu Beginn verschwinden zwei kleine Mädchen auf Kamtschatka. Sie werden entführt, doch die Wenigsten scheinen an eine Entführung zu glauben. Für jeden Monat nach dem Verschwinden der Schwestern erzählt ein Kapitel über das Leben einer anderen Person und ihrer direkten Umgebung. Sie alle haben ihre eigene Meinung...

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Ein Jahr voller Schicksale in Kamtschatka

Julia Phillips Debütroman ist kein Thriller, obwohl er so beginnt und sich auch der Klappentext auf den Thrillermoment der Handlung konzentriert.

Sommerferien in Petropawlowsk, der Hauptstadt von Kamtschatka. Da ihre Mutter den ganzen Tag arbeitet, vertreiben sich die beiden kleinen Schwestern Aljona und Sofija die einsamen Tage in der Stadt oder am Strand. Dort erzählt die Ältere die Geschichte der verschwundenen Stadt, die in einem Augenblick von einem Tsunami verschluckt wurde und...

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Unbekanntes Kamtschatka

„Das Verschwinden der Erde“ spielt in einem Teil der Welt, von dem ich rein gar nichts wusste, schon allein deshalb wollte ich dieses Buch lesen. Das Buch beginnt mit der Entführung zweier kleiner Mädchen. Es wird viel Spannung aufgebaut und ich war gespannt zu lesen, wie es weitergeht. Immerhin war das Buch als literarischer Thriller angekündigt. Was dann folgte, waren voneinander unabhängige Kapitel über Frauen, die alle irgendetwas mit der Entführung verband. Dies wurde jedoch sehr weit...

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Episoden aus Kamtschatka

Der Roman wird mit einem Zitat als „ein ausgeklügelter und kraftvoller literarischer Thriller“ beworben. Dieses Zitat der Los Angeles Review of Books führt leider schnell in die Irre.

Wer in „Das Verschwinden der Erde“ von Julia Philipps einen Thriller sucht, wird von dem Buch zwangsläufig enttäuscht sein. 

Die Autorin hat hier versucht eine Region zu beschreiben, indem sie verschiedene Episoden von unterschiedlichen Frauen erzählt, die dort leben. Zusammengehalten werden diese...

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Was wird hier erzählt?

Klappentext:

„An einem Sommertag an der Küste Kamtschatkas verschwinden die russischen Schwestern Sofija und Aljona. Das Verbrechen erinnert an einen Vorfall nur Monate zuvor in der indigenen Bevölkerung. Wie eine düstere Wolke hängt der ungelöste Fall fortan über Kamtschatka und beeinflusst das Leben ganz unterschiedlicher Frauen in einer gespaltenen, männerdominierten Gesellschaft. Während das Netz zwischen den Einzelschicksalen dichter wird, hält die Suche nach den Mädchen die...

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Kamtschatka

Kamtschatka ist eine Halbinsel Russlands, die zwar überwiegend von Russen bewohnt wird, auf der aber auch noch ein kleiner Teil der Ureinwohner lebt. Diese Spaltung der Völker und ihrer Kultur ist ein großer Teil der Geschichte, die Julia Phillips hier erzählt.

Aber alles beginnt damit, dass zwei kleine russische Mädchen an der Küste entlang laufen und dort auf einen verletzten Mann treffen, dem sie helfen. Als Dank bietet er ihnen an, sie nach Hause zu fahren. Aber natürlich kommen...

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Völlig anders als erwartet

Das Buch wird von dtv auf dem Cover als Roman bezeichnet.
Allerdings wird auf der Buchrückseite ganz groß „The Los Angeles Review of Books“ mit einem literarischen Thriller zitiert, so dass ich von einem Thriller auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka ausgegangen bin. Die allgemeinere deutsche Verlagseinordnung mit Roman ist aber für mich die richtige Einordnung, das Buch ist kein Thriller.
Es geht um Frauenschicksale, die Autorin nimmt sich ein Jahr als Handlungszeitraum,...

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Ruhiger Roman

Im August starten wir und erleben das Schicksal der beiden Mädchen durch die Augen von Aljona. Ich muss sagen ich bin super gestartet in diese Buch, fand die Beschreibung der Landschaft sehr toll und wollte unbedingt wissen, was mit den Mädchen passiert. Wir erhalten als Leser jeden Monat einen Einblick aus einer anderen Perspektive, der rote Faden ist dabei immer wieder das Verschwinden der beiden Mädchen. 

Manche Schicksale haben mich durchaus berührt, manche wiederum haben sich...

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Einblicke ins Leben der Frauen auf der russischen Halbinsel Kamtschatka

An einem Augusttag besuchen die beiden Schwestern Sofija und Aljona, sechs und neun Jahre alt, die Bucht von Petropawlowsk, der Hauptstadt der Halbinsel Kamtschatka im Osten Russlands. Sie haben Sommerferien, doch ihre Mutter muss arbeiten. Auf dem Heimweg helfen sie einem Mann, der zum Dank anbietet, sie nach Hause zu fahren. Dort kommen sie nie an. Monatelang ist das Verschwinden der beiden Thema, Suchtrupps ziehen immer wieder los. An das Schicksal der beiden denken ganz unterschiedliche...

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enttäuschend

 

Ein wunderschönes Cover, ja sogar ein passendes Lesebändchen, neben einem vielversprechenden Klappentext verleiten gerne zum Lesen dieses Buches.

Es geht um zwei Mädchen, die spurlos auf der russischen Halbinsel Kamtschatka verschwinden. Das ist nur die Rahmenhandlung, denn eine Kette von Episoden reiht sich um dieses Ereignis, das nur zu Beginn und zum Ende des Buches erzählt wird. Die Episoden sind äußerst weitläufig untereinander und ebenso mit der Suche nach den Kindern...

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Strawstwui, Tristesse!

Kamtschatka, unbekannte Halbinsel, irgendwo am Ende der Welt, bewohnt von Russen und Ureinwohnern. Der Sozialismus ist nicht gerade das, was Eindruck hinterlassen hat, und die jetzige Zeit ist trist. Dann verschwinden in der Hauptstadt von Kamtschatka zwei kleine Kinder, zwei Schwestern. Was ist mit ihnen passiert? Wurden sie entführt, wie eine Augenzeugin behauptet? Oder sind sie einem Unfall zum Opfer gefallen? So viele Frauen in dieser großen Stadt haben Berührungspunkte mit den Kindern...

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Der verschenkte erste Eindruck – entfernen Sie den Umschlag ungelesen!

Julia Phillips hat sich in ihrem Debütroman viel vorgenommen, wie sie im Interview mit ihrem Verlag verrät. Nicht nur will sie „das Spektrum von Gewalt in den Leben von Frauen zu untersuchen“ (S. VI), sondern auch das Verständnis ihrer Leser darüber weiterentwickeln, dass die Vereinigten Staaten von heute auch ein Produkt der Systemauseinandersetzung „mit und in Abgrenzung zur Sowjetunion“ sei (S. VI f.), wozu ihre Roman auf der Folie der postsowjetischen Region Kamtschatka angesiedelt ist....

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eine brillant erzählte Geschichte verschiedener Frauenschicksale Kamtschatkas

Das Verschwinden der Erde“ ist ein bemerkenswertes Debüt, dessen kraftvolle Sprache und Erzählung mich von Anfang an in den Bann gezogen hat.

Auf der Halbinsel Kamtschatka verschwinden an einen sonnigen Augustnachmittag die Schwestern Sofija und Aljona spurlos. Es gibt keinen Hinweis auf ihren Verbleib, ihre Geschichte bewegt einen großen Teil der Bevölkerung und weckt bei einigen Erinnerungen an einen ähnlichen Fall, bei dem knapp 3 Jahre zuvor weiter im Norden ein etwas älteres...

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Entführung

 

Das verschwinden der Erde, ist der erste Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin

Julia Phillips.

 

Der Schauplatz ist Kamtschatka. Dort leben Russen und Einheimische.

Die russischen Schwestern Sofija und Aljona müssen sich die Tage selbst beschäftigen, da ihre Mutter arbeiten muss.

Eines Tages sind sie an der Küste, da treffen sie einen Mann, der sich verletzt haben will.

Sie lassen sich von ihm nach Hause fahren, da kommen sie nicht an...

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Entführung

 

Das verschwinden der Erde, ist der erste Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin

Julia Phillips.

 

Der Schauplatz ist Kamtschatka. Dort leben Russen und Einheimische.

Die russischen Schwestern Sofija und Aljona müssen sich die Tage selbst beschäftigen, da ihre Mutter arbeiten muss.

Eines Tages sind sie an der Küste, da treffen sie einen Mann, der sich verletzt haben will.

Sie lassen sich von ihm nach Hause fahren, da kommen sie nicht an...

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Kamtschatka

Wenn ich mir nach dem Lesen des Buches den Titel betrachte, frage ich mich, warum er nicht heißt: Das Verschwinden von der Erde. Denn Kamtschatka ist ja noch da, im Gegensatz zu den beiden Golosowskaja-Schwestern Aljona und Sofija. Die verschwinden an einem schönen Augusttag und keiner kann sie finden. Zwar beschäftigen sich die unterschiedlichsten Bewohner von Petropawlowsk mit dem Unglück, doch wirkliche Hilfe bleibt aus. Egal ob von der Polizei, die sogar im Pazifik sucht, oder von den...

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Sehr ungewöhnliches Buch

Zum Inhalt:

Nachdem die beiden Schwestern Sofija und Aljona an der Küste Kamschatkas verschwinden, ist nichts mehr wie vorher. Sind die beiden ertrunken? Weg gelaufen? Entführt worden? Das Verschwinden hängt wie eine düstere Glocke über ganz Kamschatka und beeinflusst die Leben vieler Frauen auf ganz unterschiedliche Art.

Meine Meinung:

Das ist schon ein Buch der besonderer Art. Gefühlt geht es weite Strecken überhaupt nicht mehr um die verschwundenen Mädchen, doch das...

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Ein Rätsel und viel Geschichte in der Geschichte

Dieses Buch ist berührend und eindrucksvoll, allerdings auch nicht ganz einfach.

Zwei Mädchen verschwinden in der Kleinstadt Petropawlowsk auf der Halbinsel Kamtschtka. Sie waren nachmittags Strand, sind sie ertrunken? Eigentlich war es viel zu kalt zum Baden. Eine Spaziergängerin hat zwei Mädchen und einen Mann im Auto gesehen.

 

Das ist der rote Faden, um den herum hier kunstvoll ein kompliziertes Gespinst gewoben wird. In Episoden lernt man die unterschiedlichsten...

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Grandios - Ergreifend - Wahrscheinlich mein Jahreshighlight

Dieser Roman (nein - ein Thriller ist es nicht - obwohl das leider auf dem Umschlag steht) spielt in einer sehr exotischen Gegend. Auf Kamtschatka, dieser riesigen Halbinsel, die ganz im Osten von Sibirien ins Meer ragt. Erreichbar nur per Flugzeug oder Schiff, eine Straßen- oder Eisenbahnverbindung zum Rest vom russischen Festland gibt es nicht. Erst seit 1991 ist Kamtschatka für die Öffentlichkeit zugänglich - vorher war es militärisches Sperrgebiet. Auf der Halbinsel wohnen inzwischen...

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Ein beachtliches Debüt

Julia Phillips‘ Debüt „Das Verschwinden der Erde“ hat ein großes Echo gefunden. Immer wieder sehe ich Besprechungen und Interviews und ganz offensichtlich hat das Buch auch einen hohen Werbeetat bekommen. Der Verlag hat einige Pressestimmen abgedruckt und so bezeichnet es die Los Angeles Review of Books als „ausgeklügelten und kraftvoller literarischenThriller“. Das weckt ganz bestimmte Vorstellungen und ich fürchte, das wird einige Leser enttäuschen.

Die Autorin wählte die...

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Auf der Suche

Ich würde das Buch nicht als Thriller bezeichnen, wohl nicht mal als Krimi. Es zeigt ein Bild des Landes und einiger seiner Bewohner mit landestypische, aber auch weltweiten zwischenmenschlichen und sozialen Problemen.

Die beiden kleinen Mädchen Aljona und Sofija sind, weil ihre Mutter als Journalistin arbeitet, während der Ferien auf sich allein gestellt. Sie verbringen den Tag am Meer und trotz aller Warnung, steigen sie zu einem fremden Mann in das Auto. Da vor vier Jahren bereits...

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Ein Vielvölker-Staat im Umbruch - und wie besonders Frauen davon betroffen sind

Weil ihre Mutter arbeiten muss und die Kinder sich allein überlassen sind, steigen an einem kühlen Sommerferientag die Schwestern Sofija und Aljona zu einem Fremden ins Auto und werden nicht wieder gefunden. Aljona konnte sich mit einer jüngeren Schwester nicht bei Gleichaltrigen sehen lassen und so zogen die Mädchen gemeinsam an den Meeressaum. Die Ältere erzählt von einer ganzen Stadt, die nach dem Großen Vaterländischen Krieg hier auf der Halbinsel Kamtschatka bei einem Erdbeben...

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Poetisch

Als die russischen Schwestern Sofia und Aljona verschwinden, hält das die ganze Gegend in Atem. Der Fall erinnert an ein ähnliches Ereignis nur wenige Monate zuvor. Rund um den Fall werden die beeindruckende Gegend und viele Einzelschicksale erörtert und vor Augen geführt, was das Verschwinden mit den Menschen macht. Mir. hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist poetisch und hat ein wunderbares Tempo. Das Verschwinden der Mädchen macht neugierig. Der Schreibstil ist sehr schön und auch...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
376 Seiten
ISBN:
9783423282581
Erschienen:
Januar 2021
Verlag:
dtv Verlagsgesellschaft
Übersetzer:
Roberto de Hollanda Pociao
7.7
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 3.9 (20 Bewertungen)

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